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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: „Ein richtig großes Fass“

Noch sind es ein paar Tage hin, bis Samsung sich wieder auf der Area30 im Herbst groß präsentiert. Aber schon beim vergangenen CE Summit in Schwalbach erhielt man einen guten Eindruck davon, wie viel der koreanische Hausgeräteriese daran setzt, hierzulande weiterhin stark im Einbaubereich zu wachsen. Das zweite Halbjahr wird dabei besonders spannend.  Man wolle auf der Area30 nichts weniger als „ein richtig großes Fass“ aufmachen, sagte beim Event dann auch Diana Diefenbach, Head of Retail and Communication CE. „Wir werden im Herbst viele neue Sachen zeigen – fast in jeder Produktkategorie“, ergänzte Nedzad Gutic, Director Home Appliances, der auch für ein kurzes Video auf INSIDE Küche bereitstand:

 

Der Jahresstart im Januar ließ sich indessen gut an – sowohl, was den Markt angeht, der um 18 Prozent gewachsen ist, als auch Samsung selbst, mit einem Markanteilsgewinn von 20 Prozent im Einbaubereich. Aber natürlich hat Samsung – wie alle anderen Hausgerätehersteller auch – aktuell mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Während inmitten der Pandemie die Herausforderungen in der Produktion lagen, weil Corona-bedingt Werke nicht in gewohnter Weise arbeiten konnten, liegt die Herausforderung aktuell in der Logistik, an deren Verbesserung Samsung mit Hochdruck arbeitetet. Klar ist: Samsung beliefert Russland nicht, der Wegfall ukrainischer Fahrer wirkt sich allerdings nicht so stark auf die Logistik aus, wie befürchtet. „Nur ein kleinerer, einstelliger Prozentbereich der Fahrer unserer Logistikunternehmen sind Ukrainer“, sagte Gutic.

Voran geht`s bei Samsung auch im Marketing. Die Kooperation mit Markenbotschafter Tim Raue wird fortgesetzt und darüber hinaus ist Samsung mit Einbau- und Kühlgeräten als Produktplatzierer in einem neuen, ursprünglich nordamerikanischen, TV-Format: „Kühlschrank öffne dich!“, ausgestrahlt auf SAT.1. Und auch personell drückt Samsung aufs Gas: Was die Nachfolge des früheren Einbau-Chefs Martin Alof angeht, so laufen bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten. Kurzum: Bei Samsung ist gerade wieder viel in Bewegung.

  • Schlagzeile: Nedzad Gutic im INSIDE Talk
  • H1: Samsung: Nedzad Gutic im INSIDE Talk

Auch im letzten Jahr hat Samsung Electronics Marktanteile im deutschen Einbaugerätemarkt gewonnen. Laut Nedzad Gutic, Director Home Appliance bei Samsung Deutschland, der kurz vor der Mailänder Messe zu Gast bei uns im INSIDE Talk war, haben die Koreaner (allerdings von niedrigem Niveau) ihren Anteil um amtliche 35 Prozent ausgeweitet. Auch im ersten Quartal 2022 ging es voran.  

Im Herbst wird Samsung seine Einbau-Neuheiten speziell für den deutschen Markt auf der Area30 in Löhne präsentieren. Das Hausgeräte-Segment insgesamt hat in Schwalbach inzwischen eine ähnliche Bedeutung wie die Braune Ware. Weitere Themen im Talk u.a.: Connected living und Kooperationen.

Unten gibt's den Video-Talk, die Audio-only-Version überall, wo's Podcasts gibt, unter anderem hier auf Spotify.

 

  • Schlagzeile: Weltweite Ziele
  • H1: Schattdecor: Weltweite Ziele

Im vergangenen Jahr hat der Vorstand des Oberflächenriesen Schattdecor die gruppenweite Klimastrategie beschlossen. Im Jahr 2025 erscheint der erste Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe. Wo liegt der Fokus in Thansau? Mit Manuel Mrazek ist ein Nachhaltigkeitsbeauftragter an Bord, der klare Ziele hat.

Ein Gastbeitrag von Manuel Mrazek

Grundsätzlich sehen wir bei Schattdecor Klimaneutralität und Nachhaltigkeit nicht als Reportingverpflichtung, sondern als Chance für ein zukunftsgerichtetes Wachstum mit den richtigen Lösungen und Produkten für unsere Kunden. Der Weg zum klimaneutralen Wirtschaften ist für ein produzierendes Unternehmen natürlich sehr vielschichtig, sofern man unterstellt, dieses Ziel von innen heraus zu erreichen und nicht durch reine Kompensation.

Wir arbeiten zielstrebig an unserem Energieeinsparprogramm „Energie Efficiency“. Bis zum Jahr 2030 wollen wir unsere CO2-Emissionen um 35 Prozent reduzieren. Seit dem Jahr 2015 konnten wir bereits 43 Mio kWh einsparen. Im vergangenen Jahr gelang es uns, den energetischen Verbrauch weltweit im Durchschnitt um zusätzliche 15 bis 17 Prozent zu senken.

Auch die Energieversorgung steht bei uns stark im Fokus. In unserer Firmenzentrale in Thansau konnten wir im Jahr 2022 unsere bestehenden dezentralen Kälteanlagen durch eine hocheffiziente Kältezentrale ersetzen. Gemeinsam mit Optimierungsmaßnahmen an unseren Kälteverbrauchern ergibt sich nach ersten Berechnungen eine Energieeinsparung von gut 65 Prozent. Wir geben uns damit aber nicht zufrieden. Unsere „Ökozentrale“ befindet sich im Bau, eine Heizzentrale in der Mitte unseres Firmengeländes, mit der wir die Möglichkeit schaffen, unseren gesamten Standort mit CO2-neutraler Wärme klimaneutral aus regenerativen Quellen zu versorgen.

Seit vielen Jahren arbeiten wir am permanenten Ausbau unserer Photovoltaik-Anlagen. In Thansau sind nahezu alle geeigneten Dachflächen mit Modulen belegt. Ein weiterer Schritt wird die geplante Freiflächen-Photovoltaik-Anlage sein. Auf einer Fläche von rund 30.000 qm, die direkt an unser Werk angrenzt, soll im Jahr 2024 ein Solarpark entstehen, der in Summe unseren gesamten Strombedarf in Thansau decken kann. Stand heute versorgen wir mit dem selbsterzeugten Strom einen Teil unseres Maschinenparks, unseres Fuhrparks sowie den gesamten innerbetrieblichen Logistikverkehr. Perspektivisch könnte mit entsprechenden Speichertechnologien ein hoher Autarkiegrad der ökologischen Stromversorgung erreicht werden. Bei Schattdecor werden Produktionsverfahren bereits sukzessive elektrifiziert und in Verbindung mit regenerativer Energie dekarbonisiert, wodurch die Basis für eine Klimaneutralität ohne Kompensationsmaßnahmen gegeben ist.

Wer klimaneutral werden möchte, muss wissen, wo er steht. Dank unseres Datenmanagements konnten wir die ersten CO2-Bilanzen europaweit bis Scope 3 und weltweit bis Scope 2 ab dem Jahr 2021 erstellen. Diese unternehmens- und produktbezogenen Bilanzen ermöglichen es uns, intern die richtigen Schritte abzuleiten. Zusätzlich haben wir ein Nachhaltigkeitsteam neu gegründet. Das Team kümmert sich um die gruppenweite Koordination aller Aufgaben. In diesem Zusammenhang wurde unser internes Energiemanagement-System „Energy Efficiency“ durch die Einführung des internationalen Standards nach ISO 50001 gruppenweit ergänzt, womit wir die Energiereduzierung noch systematischer angehen werden. Dieses System wurde durch verschiedene Themen aus dem Umweltmanagement ISO 14001 ergänzt. Alle Standorte verfügen über die entsprechenden Energiebeauftragten mit fachlicher Expertise. Unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht für die gesamte Schattdecor-Gruppe werden wir im Jahr 2025 veröffentlichen.

Alle Entwicklungen im Produkt werden bei uns unter dem Dachprojekt „Das grüne Windrad“ zusammengeführt. Es handelt sich dabei um ein neues Innovationsprogramm, das genau darauf abzielt, eine kontinuierliche Reduktion der CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu erzielen. Hier werden nachhaltige Rohstoffe und Technologien validiert und entwickelt. Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit betrachten wir ganzheitlich. Unsere neue Beteiligung bei Fine Decor wird in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Treibhausgasneutralität möchte Schattdecor spätestens im Jahr 2045 erreichen. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Am Ende interessiert den Konsumenten das finale, aus vielen Komponenten zusammengesetzte klimaneutrale Endprodukt. Um das im Sinne der Kreislaufwirtschaft gesamtheitlich zu erreichen, wird ein intensiver Dialog und konstruktiver Austausch mit unseren Lieferanten und Kunden notwendig sein. 

  • Schlagzeile: Mini-Plus im letzten Jahr
  • H1: Schmidt: Mini-Plus im letzten Jahr

Die französische Nummer 1 im Küchenmarkt, Schmidt Groupe, konnte 2022 nicht an das Megawachstum des Vorjahres (+27 Prozent) anknüpfen. Der Produktionsumsatz stieg trotz des höheren Preisniveaus nur leicht um 0,7 Prozent auf 724 Mio Euro. Der Handelsumsatz der Gruppe, in den u.a. auch E-Geräte einfließen, blieb mit 1,91 Mrd Euro ungefähr stabil (+0,3 Prozent) und entwickelte sich damit auch weniger gut als der französische Gesamtmarkt für Küchen, der laut dem Brancheninstitut Ipea um rund 3 Prozent gewachsen ist. Man kann sicher davon ausgehen, dass die deutsche Küchenmöbelindustrie in ihrem wichtigsten Exportmarkt weitere Marktanteile geholt hat.

Die Zahl der Exklusivpartner für die Marken Schmidt und Cuisinella legte insgesamt um 5,8 Prozent auf 856 zu. Überproportional um 20 Prozent gewachsen ist bei Schmidt im letzten Jahr das Geschäftsfeld Wohnwelten.

Weitere Zahlen: 1.898 (+6,2 Prozent) Mitarbeiter hatte die Gruppe im letzten Jahr, davon 188 am deutschen Standort Türkismühle. Investiert wurden 43 Mio Euro.

  • Schlagzeile: Ausgrabungen
  • H1: Ausgrabungen bei Schmidt in Sélestat

In Sélestat, wo die Schmidt Groupe erweitern will, finden nun erstmal archäologische Ausgrabungen statt, die Schmidt mit 300.000 Euro unterstützt. Es wurde bereits ein 15.000 qm großes Gebiet mit so genannten Schlitzgruben freigelegt, die wohl in der Jungsteinzeit als Fallen für Hirsche gedient haben. Begonnen haben die Ausgrabungen Mitte April und sollen noch einen Monat dauern. Die Objekte werden dem Centre de conservation et d’étude d’Alsace in Sélestat übergeben. Nach Ende der Ausgrabungen kann es losgehen mit der Produktionserweiterung.

  • Schlagzeile: Objektmarke am Start
  • H1: Schmidt Groupe bringt Objektmarke an den Start

Die französische Küchen- und Möbelgröße Schmidt Groupe hat Mitte Dezember die neue Marke ID Pro für das Projektgeschäft gelauncht. Mit ID Pro reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die seit einigen Jahren steigenden Nachfrage im Markt nach Einrichtungslösungen durch Immobilienentwickler, Einzelhandelsunternehmen, Gesundheitseinrichtungen oder Hotels.

Als Umsatzziel

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  • Schlagzeile: Neue Marke
  • H1: Neue Marke

„Liberté, simplicité, durabilité” – diese offensichtliche Anlehnung an das Prinzip der französischen Republik kann man witzig finden oder voll daneben. Aufmerksamkeit bekommt die neue, junge Einrichtungsmarke Spoon & Room des französischen Küchenmarktführers Schmidt Groupe dafür auf jeden Fall.

Freiheit, Einfachheit, Langlebigkeit steht dann auch in großen Lettern am Schaufenster des ersten Concept-Stores, der gerade in Paris eröffnet wurde. Die Modulküchen, Möbel, Zubehör und Dekoartikel von Spoon & Room können auch im Onlineshop konfiguriert und bestellt werden.

  • Schlagzeile: Kräftig ausgebremst
Zufrieden kann die französische Nummer 1 im Küchenbusiness nicht sein, was die Umsatz-Entwicklung angeht. Der Umsatz in der Produktion der Groupe Schmidt rutschte um 6 Prozent auf 564 Mio Euro. Der Außenumsatz der Schmidt-Händler sank um 7 Prozent. Insgesamt, inklusive der über die Gruppe gelieferten Elektrogeräte, kam die Gruppe 2020 auf 1,62 Mrd Euro.
 
Dabei wäre aus Sicht der französischen Küchengröße weit mehr drin gewesen. Jean-Claude Meyer, Geschäftsführer der deutschen Schmidt Küchen GmbH & Co. KG, lässt sich in einer Mitteilung so zitieren: „Unsere Entwicklung war durchweg positiv. Der Wunsch nach einer neuen Küche und vor allem auch das Interesse an unseren Maßanfertigungen aus den Wohnwelten waren enorm.“ Allerdings hätten die Werke aufgrund der Pandemie in Frankreich zweieinhalb Monate stillstehen müssen. Damit seien 22 Prozent der Produktionskapazitäten weggefallen. Dieses Loch habe sich „nicht so schnell stopfen“ lassen. Dabei habe Schmidt Küchen von September bis Dezember 7 Prozent über der maximalen Kapazitätsauslastung gelegen, so Meyer.
 
Aber es lief offenbar nicht alles unter den Erwartungen. Annähernd stabil blieb beispielsweise die Zahl der Mitarbeiter, die bei 1.736 lag. Was die Angestelltenzahl der Studios angeht, gab Schmidt Küchen sogar ein Plus von 3 Prozent auf 7.708 Beschäftigte durch. Die Zahl der Exklusivhändler, die die Marke Schmidt Küchen vertreiben und in Frankreich und Belgien zusätzlich das Label Cuisinella, kletterte in 27 Ländern insgesamt um 33 auf 793 Partnerhäuser. In Deutschland sind es aktuell 34 Häuser.
 
Als positiven Nebeneffekt der Pandemie hat man bei Schmidt Küchen ebenso ein verstärktes Interesse an der französischen Webseite festgestellt. Dort seien die Zugriffe um 51 Prozent auf 5,4 Millionen gestiegen. 750.000 Kunden hätten dazu auch den 3D-Konfigurator von Schmidt Küchen genutzt. Mehr noch: Bei Schmidt Küchen geht man davon aus, dass sich rund 18 Prozent des Umsatzes in Frankreich „direkt auf digitale Marketingaktivitäten zurückführen“ lassen.
  • Schlagzeile: Macher gesucht
  • H1: Interview mit Tayrina Watermann-Del Valle, Country Managerin DACH bei Schmidt Küchen

Im letzten Sommer hat Tayrina Watermann-Del Valle als Country Managerin die Vertriebsverantwortung der französischen Schmidt Groupe in der DACH-Region und in Luxemburg übernommen. Die Produktionsgeschäftsführung im saarländischen Werk Türkismühle wurde an Boris Herrmann übertragen. Als Doppelspitze sind die beiden auf Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Thorwart gefolgt, der sich zum 1. Juli nach 39 Jahren Unternehmenszugehörigkeit in den Ruhestand verabschiedete. Wir freuen uns, dass die neue Country Managerin Tayrina Watermann-Del Valle uns im INSIDE-Interview ein ausführliches Update zu den Plänen der Schmidt Groupe auf dem deutschen Markt, zum Produkt und auch zum „Mindset“ in der Unternehmensgruppe gegeben hat.

Wie ist die Lage, Frau Watermann-Del Valle? Hat die Branche den Post-Corona-Blues bald überstanden?

Tayrina Watermann-Del Valle: Im Pandemiejahr boomte die Küchen- und Möbelbranche. 2021 war auch für die Schmidt Groupe ein Rekordjahr – unser Umsatz ist um ganze 27 Prozent gestiegen. Zwei Jahre lang gab es kräftigen Rückenwind, weil viele Menschen in neue Möbel und Küchen investiert haben. Doch es war absehbar, dass dieser Sondereffekt irgendwann auslaufen und der Markt zu einer normalen, konstanten Nachfrage zurückkehren würde. Allerdings haben die vorgezogenen Käufe und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – Inflation, steigende Zinsen, höhere Kosten, eine schwächelnde Bauwirtschaft, Energiepreise und die allgemeine Konsum-Zurückhaltung – die Branche vor eine Herausforderung gestellt, wie wir sie lange nicht mehr gesehen haben.

Was bedeutet das für die Schmidt Groupe?

Trotz dieses schwierigen Umfelds hat sich unsere Gruppe als widerstandsfähig erwiesen. 2023 konnten wir solide Ergebnisse erzielen, die über dem Marktdurchschnitt lagen. Der Produktionsumsatz lag gerade einmal 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, und der Handelsumsatz blieb sogar fast auf dem Spitzenwert von 2021. Das beweist, dass wir auch in beschwerlichen Zeiten ein stabiles Fundament haben. Aktuell beobachten wir, dass sich der Markt langsam normalisiert. Es geht nicht rasant, aber die Richtung stimmt. Und wenn der Aufschwung kommt, sind wir bereit.

Beobachten Sie Unterschiede in den Absatzmärkten?

Ein Blick in andere Länder zeigt, dass sich die Konjunktur erholt: In Spanien und Großbritannien zieht die Nachfrage wieder an. In Deutschland gestaltet sich die wirtschaftliche Gesamtlage für fast alle Unternehmen schwieriger, aber auch das wird nicht ewig so bleiben.                                                                                                                        

In Deutschland hat Schmidt früher auch mit Händlern zusammengearbeitet, die noch andere Marken führten. Inzwischen haben Sie sich auf Monobrand-Händler konzentriert. Was hat das bewirkt?

Tatsächlich haben wir bereits 2012 damit angefangen, uns konsequent auf exklusive Partnerhäuser zu fokussieren. Bestehende Verträge mit Multibrand-Studios haben wir auslaufen lassen und stattdessen nur noch mit Partnern zusammengearbeitet, die sich vollständig auf Schmidt konzentrieren. Das war eine bewusste, strategische Entscheidung – und eine notwendige. Durch diesen Schritt konnten wir unsere Marke klarer positionieren und uns deutlicher von Wettbewerbern abheben. In Multibrand-Studios stand Schmidt oft in direkter Konkurrenz zu anderen Herstellern, was das Markenbild verwässern konnte. Bei einem Monomarken-Geschäft haben wir dagegen volle Kontrolle über das Erscheinungsbild, die Beratung und das gesamte Kundenerlebnis. Auch die Besucher des Studios erleben die Marke nun in einem exklusiven Umfeld, was das Vertrauen stärkt und den Wiedererkennungswert erhöht.

Schmidt ist auch längst nicht nur Küchenhersteller.

Ja, als Ausstatter und Gestalter des ganzen Hauses nehmen wir Interessenten im Rahmen einer personalisierten Customer Journey mit auf die Reise durch verschiedene Zyklen bis hin zur Kaufentscheidung. Wenn etwa das Entree eines Studios schon mit unseren Möbellösungen für einen Hausflur gestaltet ist, zeigen wir dem Besucher, wie vielseitig wir aufgestellt sind. So wird deutlich: Schmidt bietet nicht nur Möbel, sondern ein maßgeschneidertes Wohnkonzept, das genau auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt ist.

Welche Bedeutung haben denn Produktgruppen jenseits der Küche mittlerweile?

Es ist keine ganz neue Entwicklung – diesen Weg gehen wir schon seit Langem. Unsere erste Bad-Kollektion kam bereits 1992 auf den Markt. Unser Home-Design-Konzept wird allerdings in den Partnerhäusern unterschiedlich stark umgesetzt. In Frankreich hat sich das Thema deutlich früher etabliert als in Deutschland. Dieses Geschäftsfeld entwickelt sich zunehmend zu einem starken Wachstums- und Erfolgsmotor. Das hat auch Laurent Blum, Geschäftsführer der Schmidt Groupe, auf der Bilanz-Pressekonferenz 2024 betont. Seine klare Botschaft: „Unsere Diversifizierungsstrategie zahlt sich aus. Das breite Angebot weit über die Küche hinaus hat uns trotz eines schwierigen Marktumfelds geholfen, den Umsatz fast auf Vorjahresniveau zu halten.“

Holt Deutschland hier nun auf?

In Deutschland ist die Umsetzung in den Partnerhäusern noch unterschiedlich ausgeprägt. Aber eines ist sicher: Der Sektor Wohnwelten wächst kontinuierlich – und wir setzen voll darauf. Ein deutliches Zeichen dafür ist unser neues Werk U3B in Sélestat. Hier investieren wir 80 Millionen Euro in eine 18.000 Quadratmeter große Produktionsstätte, die unsere Kapazitäten für Wohnmöbel verdoppeln wird. Das sagt eigentlich alles: Einrichtungslösungen für das ganze Haus sind nicht nur ein Zusatzgeschäft, sondern ein zentraler Bestandteil der Zukunft von Schmidt.

Werk Türkismühle

Werk Türkismühle im Saarland, Foto: Schmidt

Wie hat sich das Händlernetz zuletzt entwickelt?

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  • Schlagzeile: Neue Akademie
  • H1: Neue Akademie eröffnet
In Frankreich gibt es eine, in London, bald auch in Madrid – und seit vergangenen Dienstag auch in Türkismühle: eine Schmidt-Akademie. Bislang hat der französische Küchen-Marktführer Groupe Schmidt seine deutschen Händler zwar auch schon ausgebildet. Nun hat man dafür aber erstmals einen zentralen Ort für alle Händler aus den deutschsprachigen Ländern zur Verfügung. Damit schult der Hersteller, der für 2021 einen Produktionsumsatz von 719 Mio Euro und einen Handelsumsatz von 1,91 Mrd Euro angibt, Küchen am Standort seiner Deutschlandzentrale den Fachhandel. Neu im Boot ist auch Akademie-Leiterin Irene Kampe, die zuvor lange bei Häcker für Handels-Schulungen zuständig war.
 
Kampe zur neuen Akademie: „Zum einen geht es um die Weiterqualifikation innerhalb des bestehenden Händlernetzwerkes. Zum anderen machen hier auch alle Neueinsteiger ihre ersten Schritte.“ Die Akademie ist in drei Teile gegliedert: Es gibt zwei Schulungsräume sowie einen Ausstellungsbereich. In einem separaten Technikbereich werden Monteure geschult. Auch an digitale Trainings und deren Ausbau hat man bei Schmidt Küchen gedacht. „In einem nächsten Schritt wollen wir für Aufnahmen auch eine Green-Box installieren“, lässt sich Produkttrainer Michael Klieber zitieren. „Dieses digitale Studio ermöglicht es uns dann noch besser, unsere Ideen und Produkte zu präsentieren.“ Außerdem wird eine E-Learning-Plattform installiert, die zum Beispiel Präsentationen, Unterlagen zur Schulungsvorbereitungen oder auch Dokumente zur Nachbearbeitung sowie ein Archiv bereithält. So können die Coaches ihre Inhalte über verschiedene Kanäle und unterschiedliche Formate kommunizieren – ob online oder per Video, ob live oder Archiv, ob digital oder Print.
  • Schlagzeile: Outdoor-Programm gestartet
  • H1: Schmidt Küchen: Outdoor-Programm gestartet

Mit der Groupe Schmidt wagt sich nun der erste der großen europäischen Küchenbauer in den freudigen Outdoorküchenbereich.

Zur Auswahl stehen zwei Materialien: aus zehn mm dickem Schichtstoff „Compact“ oder aus 3 mm dicken Keramik-Paneelen. Die Arbeitsplatten sind entweder in Compact oder Keramik wählbar. Die Aluminiumsockel sind in den zwei Farben Aluminium und Schwarz erhältlich. Die Küchen sind in den drei Elementbreiten 60, 100 und 120 cm und in Höhen von 78 und 58 cm lieferbar.

Wie man hört, soll in diesem Herbst mindestens ein großer deutscher Hersteller mit einer Draußen-Küche folgen.

  • Schlagzeile: Neuer Chef, neue Pläne

Als Küchenbauer, der europaweit mit einem Franchise-System unterwegs ist, ist die Groupe Schmidt näher dran an ihren Händlern als andere Hersteller. In Deutschland, wo es bislang neben den Partnerhäusern zusätzlich Multimarken-Händler gab, fokussiert sich Schmidt nun wie in anderen Märkten auf die Monomarken-Studios. Dichter dran heißt für den neuen Deutschland- Geschäftsführer Wolfgang Thorwart auch: Themen, bei denen dem Handel immer stärker der Schuh drückt, will er mit den Schmidt-Exklusivhändlern gemeinsam anpacken.

Wolfgang Thorwart hat die Geschäftsführung am deutschen Schmidt-Küchen-Standort Türkismühle zum Jahreswechsel von Jean-Claude Meyer übernommen. Da er schon seit 36 Jahren in der Unternehmensgruppe tätig ist – zuletzt war er in der Gruppenleitung für Produktentwicklung zuständig – brauchte Thorwart keine 100 Tage im Amt bis zu seinem ersten Interview in neuer Funktion. Wir haben Wolfgang Thorwart Mitte Januar zum virtuellen INSIDE-Talk getroffen.

Seit Jahresanfang also ist Thorwart neuer Geschäftsführer der Schmidt Küchen GmbH & Co. KG im Saarland. In dieser Position hat er die Verantwortung für den deutschen Markt und gleichzeitig für das im Produktionsverbund mit den französischen Standorten arbeitende Werk Türkismühle. Als Thorwart vor 36 Jahren im Unternehmen begann, war Schmidt noch nicht die Nummer 1 in Frankreich, sondern rangierte an fünfter Stelle. „Der Größte dürfte damals Mobalpa gewesen sein“, erinnert er sich. Thorwart war in Lièpvre am Hauptsitz der deutsch-französischen Gruppe tätig. Seit September 2021 hat er seinen Arbeitsplatz im rund 250 km entfernten Türkismühle. Dort werden alle Küchen für den deutschen Markt produziert, aber auch Kommissionen für andere Märkte.

Das Werk im Saarland hat im Produktionsverbund der Schmidt Groupe zuletzt stark an Bedeutung gewonnen. Es wurde auf Zweischichtbetrieb umgestellt und damit die Kapazität gegenüber dem langjährigen Wert um 40 Prozent erhöht. 40 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, 240 sind es nun. Korpusbauteile für Türkismühle kommen aus Frankreich, im Gegenzug liefert das Werk aber beispielsweise Langteile für die gesamte Gruppe. Europaweit sind die Küchenmärkte in den Corona-Jahren 2020 und 2021 stark gewachsen, auch in Frankreich. Die gesamte Schmidt Groupe hat 2021 ein deutlich zweistelliges Wachstum verbucht, der Jahresabschluss fürs vergangene Jahr steht noch nicht.

Zum Zeitpunkt des Interviews Mitte Januar ist Omikron in Frankreich mit Inzidenzen weit in den Tausendern schon deutlich stärker eskaliert als in Deutschland. Dennoch: Nur 60 von unternehmensweit 2.050 Mitarbeitern der Schmidt Groupe sind in Quarantäne, was Thorwart unter anderem darauf zurückführt, dass Mitarbeiter die unternehmensinternen Schutzmaßnahmen auch im privaten Umfeld beachten. „Das System darf nicht zusammenbrechen. Wenn man Losgröße 1 fertigt, ist das noch viel bedeutender als in Unternehmen, die auf Lager fertigen.“ Als 2020 für die französische Industrie ein siebenwöchiger Produktionslockdown verhängt wurde, konnte wegen fehlender Bauteile auch das deutsche Werk nicht arbeiten. Ein Großteil dieser Kerbe konnte bis zum Jahresende ausgeglichen werden: Der Produktionsumsatz der Gruppe sank 2020 in Anbetracht dieser Umstände um 6 Prozent auf 564 Mio Euro, der Außenumsatz der Händler inkl. der über die Gruppe gelieferten E-Geräte um 7 Prozent auf 1,62 Mrd Euro.

Mit Produktionsstillständen war man dann 2021 glücklicherweise nicht mehr konfrontiert, nur noch mit den Beschaffungsschwierigkeiten, mit denen auch andere zu kämpfen hatten. „Das haben wir aber erfolgreich gemeistert und die Lieferzeiten in einem vernünftigen Rahmen gehalten“, sagt Thorwart. 99,6 Prozent der Lieferungen seien vollständig. Das gilt auf Gruppenebene. In Frankreich, wo anders als auf dem deutschen Markt E-Geräte mitvermarktet werden, wurden hohe Lagerbestände aufgebaut, um die Lieferzuverlässigkeit zu gewährleisten.

Aus weniger soll mehr werden

Das Vertriebsnetz auf dem deutschen Markt, für den Thorwart nun verantwortlich zeichnet, sah lange anders aus als in den übrigen Absatzmärkten der Gruppe. Neben den Exklusivhändlern gab es auch Multimarken-Händler, die Schmidt im Sortiment führten. Von diesen Multimarken- Händlern hat Schmidt sich im Verlauf des letzten Jahres getrennt; dieser Prozess soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Die aktive Bereinigung des Händlernetzes habe im letzten Jahr entgegen dem Markttrend zu einem leichten Rückgang des Deutschland-Umsatzes geführt, räumt Thorwart ein. Bei den Partnerhäusern allerdings sei ein deutlich zweistelliges Wachstum verbucht worden.

In diese Richtung soll es weitergehen. Aktuell sind es 37 Schmidt-Partner auf dem deutschen Markt, bei denen es natürlich nicht bleiben soll. „Wir wollen jetzt die Flächendeckung erhöhen“, sagt Thorwart. Dabei wird auf Quereinsteiger gesetzt, die neue Küchenhäuser mit Gebietsschutz eröffnen wollen. Einige Neuverträge sind schon in der Pipeline. 2022, das ist schon absehbar, werden acht neue Händler dazukommen. Natürlich sind auch neue Filialen bestehender Händler nicht ausgeschlossen, in Deutschland gibt es bislang noch keine filialisierten Partner. Der größte Schmidt-Händler in Frankreich allerdings betreibt sogar 24 Studios. Auf ein mittelfristiges Ziel bei der Zahl der Partnerhäuser mag Thorwart sich nicht festnageln lassen. Nur so viel: „Wir planen eine merkliche Steigerung von einem Jahr aufs andere.“

Beim Druck aufs Gaspedal sollen neue Gebietsmanager, ein zusätzlicher Expansionsmanager und eine neue Schulungsleiterin für die „Schmidt Akademie“ unterstützen. An der Akademie werden Verkäufer und Händler geschult. Thorwart hat klare Vorstellungen davon, in welche Richtung die Fortbildungsmaßnahmen noch ausgebaut werden sollten. „Wir müssen mit den Händlern gemeinsam Erfolg haben“, sagt er. Nicht umsonst wirbt Schmidt mit dem Motto „Schmidteinander“ um neue Franchisepartner.

Der Gedanke, den Thorwart im deutschen Markt noch stärker vorantreiben will, heißt auf Französisch „entreprise étendu“ – erweitertes Unternehmen. Umschreiben kann man das als Netzwerk um ein Unternehmen herum. Der Erfolg der Netzwerkpartner entsteht durch gemeinsames Handeln. Übersetzt für den Küchenhandel heißt das: Hersteller und Handel stehen nicht auf unterschiedlichen Seiten. „Wir könnten in Deutschland zum Beispiel noch mehr Küchen verkaufen, wenn der Handel die Montagekapazitäten hätte“, sagt Thorwart. Im Küchenmarkt wird gerade spürbar: Engpässe im Handel wirken sich auch auf die Industrie aus. Diese Nadelöhre gilt es zu weiten. „Zukunftsaufgaben müssen Hand in Hand mit dem Handel gelöst werden“, so Thorwart. In dem Zusammenhang wird nun zum Beispiel geprüft, ob über die Schmidt Akademie auch eine Montageausbildung laufen kann. Auch Engpässen bei Auslieferfahrern muss begegnet werden.

Heiße Themen: Auslieferung und Montage

Thorwart: „Es sind viele Berufsfelder vernachlässigt worden. Gesamtgesellschaftlich wird das gerade in der Pflege offensichtlich. Es betrifft aber auch Auslieferfahrer. Als Hersteller kann man den Auslieferern die Arbeit erleichtern. Auch daran muss man arbeiten, wenn man in zwanzig Jahren noch Küchen auf die Straße bringen will.“ Der neue Schmidt-Geschäftsführer glaubt nicht, dass man Küchenmöbel in der Zukunft noch so ausliefern kann wie bislang, denn die Bereitschaft, diese Aufgaben zu übernehmen, wird geringer. In Frankreich hat die Unternehmensgruppe mit einer Produktschiene bereits ein anderes Logistiksystem angestoßen. Da muss sich was tun. Direkt in die Karten schauen lassen will Thorwart sich nicht. „Wenn die Zeit reif ist“, sagt er.

Viele von Thorwarts Zielen setzen den Weg seiner Vorgänger fort. Einige Punkte will er vertiefen. So hält er auch hierzulan- Schon lange mehr als Küche: de eine NPS-Messung für sinnvoll. Unter dem Net Promoter Score, kurz NPS, versteht man eine Kennzahl, die Aufschluss über die Zufriedenheit von Kunden gibt. „Nur ein absolut zufriedener Kunde empfiehlt weiter“, ist Thorwart überzeugt. „Das muss es auch in Deutschland geben, dass man die Endkundenzufriedenheit messen kann.“ Als weiteren Punkt will er die Stärken und Unterschiede der Marke Schmidt stärker erkennbar machen, dazu muss das Marketing konkret an den deutschen Markt angepasst werden. Und auch beim digitalen Verkaufsprozess sollen die deutschen Händler schneller vorankommen. Die digitalen Tools, die in Frankreich bereits erfolgreich genutzt werden, um Kunden in die Geschäfte zu bringen, sollen auch in Deutschland eingeführt werden.

Parallel wird in den Produktionsstandort investiert. Aktuell modernisiert man die Heizzentrale; noch bevor steht auch in Türkismühle die Einführung von Robotik, die in Frankreich bereits umgesetzt ist. Und was ist vom Küchenjahr 2022 zu erwarten? Auch darauf mag Thorwart nur eine „normannische Antwort geben“, wie er sich ausdrückt. Also ausweichend. Da seien zum einen erfolgversprechende Faktoren wie die hohe Bautätigkeit, allerdings ist die Frequenz in den Küchenstudios schon schwächer geworden. „Es sind mehr Anstrengungen nötig, um die Leute ins Geschäft zu bekommen.“ Ziel ist dennoch ein zweistelliges Wachstum.

  • Schlagzeile: Von der Küche ins Bad
  • H1: Von der Küche ins Bad

Vor nicht ganz einem Jahr kam der Spülenhersteller Schock aus Regen unter das Dach des Beteiligungsriesen Triton. Derzeit befinden sich 50 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 18,1 Mrd Euro und rund 104.500 Mitarbeitern im Triton-Portfolio. Die Möglichkeiten sind mit diesem Backround offenkundig vielschichtig. Denn zum Jahresstart kann Schock-Boss Ralf Boberg einen ziemlichen Hammer melden: Schock kauft den Polen Marmorin.

Marmorin mit Sitz im polnischen Wschowa fertigt freistehende Badewannen sowie Wasch- und Duschbecken und exportiert viel nach Nordamerika. Marmorin gilt als innovativ und kreativ und ist der größte Produzent von Kunst- oder Gussmarmor-Becken in Europa – somit auch wichtiger Lieferant vieler Küchenmöbelproduzenten, die sich auf den Weg ins Bad aufgemacht haben.

So ist der Deal sicher einerseits mit Schock-CEO Boberg so zu erklären: „Marmorin bietet hervorragende Produkte an, hat großes Material- und Design-Know-how und eine Kundenbasis, mit der wir weitere Potenziale in den USA erschließen können. Mit der Akquisition unterstreichen wir unsere Ambition, unsere Position in diesem zentralen Wachstumsmarkt weiter auszubauen.“ Für Schock können sich aber wohl auch Synergien im Geschäft mit der Küchenmöbelindustrie ergeben.

  • Schlagzeile: Iggy Pop Volume 2
  • H1: Schock: Iggy Pop Volume 2

Die Kampagne „Sink Green“, für die der Spülenhersteller Schock vor zwei Jahren Punk-Legende Iggy Pop verpflichtet und mitten im Bayrischen Wald auf einem Thron aus Spülen zwischen bedrohten endemischen Tierarten wie Luchs, Kauz oder Fischotter platziert hatte, schlug ein. Als „positiv irritierend“ hatte Schock-Chef Ralf Boberg die Kampagne bezeichnet.  Für die verantwortliche Agentur Saint Elmo’s war die Kampagne schlicht ein „kommunikativer Knaller“.

Seit dem 13.3. ist Teil zwei der Kampagne am Start: ein einminütiger Spot, der online, auf verschiedenen Social-Media-Kanälen und Out-of-Home ausgespielt wird. Diesmal wird eine farbenfrohe Küchenparty gefeiert. Zusätzlich wurden kürzere Spots produziert, die weitere USPs von Schock wie Langlebigkeit oder Reinigungsfreundlichkeit zur Sprache bringen sollen.

Auch am POS sollen Iggy Pop und die bunte Tierschar bald werben. Kreative Macher sind erneut die Leute von Saint Elmo’s.

  • Schlagzeile: Aus den eigenen Reihen
  • H1: Schock: Aus den eigenen Reihen

Nach dem Abschied von Vertriebsgeschäftsführer Sven-Michael Funck hat der Quarzkomposit-Spülenspezialisten Schock Johannes Arnold und Frederik Schmid befördert. Arnold wird als Director Brand Sales das Markengeschäft führen. In seine Verantwortung fallen die Bereiche Handel inklusive E-Commerce und International Sales sowie das Business Development. Schmid betreut nun als

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  • Schlagzeile: Abschied von Marketingleiterin

Nach dem Abschied von Vertriebsgeschäftsführer Sven-Michael Funck im Dezember ist auch Susanne Dietl weg bei Schock in Regen.

Funck war mehr als zwölf Jahre bei Schock und seit 2016 als Mitglied der Geschäftsführung verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Dietl, seit gut acht Jahren bei Schock, hatte ihren letzten Arbeitstag beim Quarzkomposit-Spezialisten dann Mitte Januar. In Dietls und Funcks Zeit fielen die Iggy-Pop-Kampagnen des Herstellers aus Regen und vieles mehr. Eine „farbenfrohe Reise voller Teamwork, Triumphen und Neuanfängen“ sei die Zeit bei Schock gewesen, so Dietl.

  • Schlagzeile: Funk-Nachfolger gefunden
  • H1: Funk-Nachfolger gefunden

Im Dezember letzten Jahres hat sich der damalige Schock-Vertriebsgeschäftsführer Sven-Michael Funck bei Schock in Regen verabschiedet. Nun meldet das niederbayerische Unternehmen, das auf Quarzkomposit-Spülen spezialisiert ist, einen Nachfolger gefunden zu haben.

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  • Schlagzeile: "Positiv irritierend"

Mit der Kampagne „Sink Green“ hat sich der Kompositspülenhersteller Schock aus Regen im Bayrischen Wald in eine Position manövriert, von der aus es deutlich einfacher ist, Produkte und Nachhaltigkeitsaktivitäten zu thematisieren. Ein gelungener Coup, der das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt, ohne den Zeigefinger zu erheben.

Wie macht man sich als Spülenhersteller beim Endverbraucher bekannt? Man setzt Punk-Legende Iggy Pop auf einen Thron aus Spülen mitten in den Bayrischen Wald, umgeben von bedrohten Tierarten wie Luchs, Kauz, Feuerfalter, Fischotter und Feldhamster und lässt ihn die Gründungsgeschichte des Unternehmens erzählen. Ob man nun Fan ist und Iggy Pop auf jedem Möbel cool findet, ob man Fan ist und sich drüber aufregt oder ob man kein Fan ist und sich einfach nur fragt, was das denn bitte soll - die Aufmerksamkeit ist geweckt. Als „positiv irritierend“ beschreibt Schock-CEO Ralf Boberg die jüngste Marketingkampagne des Unternehmens. Als Testimonial wären übrigens auch Senta Berger oder Reinhold Messner im Angebot gewesen. Selbst Alice Cooper.

 

„Das sieht auf den ersten Blick wie ein Missverständnis aus“, schrieb vor einigen Wochen die FAZ, die ebenso wie andere Publikumsmedien groß über die aktuelle Werbekampagne des Spülenherstellers berichtete. Ist es natürlich nicht. Für Arwed Berendts, Geschäftsführer der verantwortlichen Agentur Saint Elmo’s ist die Kampagne schlicht ein „kommunikativer Knaller“ - der als nächstes in Frankreich viral gehen soll.

Iggy Schock Fotor

Mit rund 550 Mitarbeitern hat Schock im vergangenen Jahr rund 100 Mio Euro Umsatz erzielt. Ein wichtiges Thema war Nachhaltigkeit für das Unternehmen schon immer. Schock nimmt auch für sich in Anspruch der einzige Quarzkomposit-Spülenhersteller mit Produktion ausschließlich in Deutschland zu sein. Mit bis zu 75 Prozent Quarzsandanteil wurde bei der Spülenproduktion schon immer größtenteils auf regionale und natürliche Materialien gesetzt. Bereits die Gründerfamilie hatte Nachhaltigkeit hoch aufgehängt. Heute, mit dem Finanzinvestor Triton im Hintergrund, verfolgt man in Regen den Nachhaltigkeitsansatz mit System. Seit Mitte letzten Jahres laufen sämtliche Aktivitäten in dieser Hinsicht in einer Stabstelle zusammen. Eine Person im Unternehmen prüft jeden Schritt nochmal auf das Thema Nachhaltigkeit, erklärt Boberg.

Bei der im September präsentierten nachhaltigen Spülen-Linie Cristadur Green Line setzt sich das Bindemittel aus natürlichen, nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen zusammen. Macht zusammen mit dem Quarzsand über 99 Prozent nachhaltige Vorprodukte. Bei Schock sehen sie diese Produktinnovation als Höhepunkt der bisherigen Nachhaltigkeitsaktivitäten. Doch auch hinter den Kulissen wurde zuletzt einiges in Bewegung gesetzt. Marketingleiterin Susanne Zeitlhöfler: „Es geht nicht darum, es sich einfach zu machen, sondern auch die Dinge anzugehen, die wehtun. Also gegebenenfalls etwas kosten.“ Teuer war beispielsweise die Umstellung auf Ökostrom zum Anfang des Jahres. Und als erstes Spülenunternehmen ist Schock klimaneutral zertifiziert.

Dem Handel gibt Schock durch seine Beteiligung als Industriepartner an der Nachhaltigkeitsinitiative Grünergriff ein Konzept mit an die Hand, wie „grüne Themen“ gebündelt in den Vordergrund gestellt werden können. Auch im Handel wird natürlich durch die Iggy-Pop-Kampagne unterstützt. Neben POS-Materialien und Katalogen für die Händler spricht Schock mit Sink Green auch Endverbraucher direkt an. Digital, auf Plaketen und an Litfasssäulen.

 

  • Schlagzeile: Rein in die Küche
  • H1: Schöner-Wohnen-Kollektion: Rein in die Küche

Die zu RTL Consumer Products gehörende Schöner-Wohnen-Kollektion wird künftig auch Küchen-Accessoires anbieten. Die in Kooperation mit Wenko als Lizenzpartner entwickelte Kollektion umfasst 67 Produkte in vier Farbserien (Schwarz, Eukalyptusgrün, Creme und Weiß) sowie in Ausführungen aus Akazienholz und Edelstahl.

Das Sortiment reicht von Aufbewahrungsdosen und Brotkörben über Öl-/Essig-Spender bis hin zu Servierwagen und Klappleitern. „Nach dem erfolgreichen Start mit Bad-Accessoires 2022 war es naheliegend, diese Erfolgsgeschichte in die Küche zu tragen", sagt Category-Manager Niclas Schürrle. Niklas Köllner, Geschäftsführer von Wenko, berichtet über gute Vorverkäufe. Im Handel und online werden die Produkte ab Mitte April erhältlich sein.

  • Schlagzeile: Gesucht und gefunden
  • H1: Schüco: Gesucht und gefunden

Schüco International hat die monatelange Investorensuche für den ostwestfälischen Möbel- und Industriezulieferer Schüco Interior Systems erfolgreich beendet und kann zum Start des neuen Jahres vermelden: „Das Unternehmen wird übernommen

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