Zum Hauptinhalt springen

INSIDE Küche

  • Schlagzeile: „Premium ist zeitlos"

„Wir haben unseren Platz und müssen uns keine Sorgen machen“, sagt Olaf Nedorn, Geschäftsführer der Smeg Deutschland GmbH, nach zwei Monaten im durchaus schwierigen Jahr 2023.

Drei Jahre ist der vormalige BSH-Mann Nedorn nun bei Smeg, fährt jeden Tag aus dem Münchner Süden in die Smeg-Zentrale nahe der Donnersbergerbrücke im Münchner Zentrum – und regelmäßig in den Süden in die Smeg-Zentrale in Guastalla, also in die schönen Emilia Romagna.

Mit 1 Mrd Euro gibt der italienische Hausgerätehersteller Smeg seinen Umsatz heute an. Deutschland entwickelt sich gut. Nedorn kann berichten, den Umsatz hierzulande in drei Jahren verdoppelt zu haben.

Waren natürlich auch die Boom-Jahre. Aber auch die muss man nutzen.Im laufenden Jahr sei das Geschäft in den Küchenstudios weiter gut, im Möbelhandel verhalten, die Perspektive insgesamt nicht so klar. Auch wenn Premium wirklich zeitlos ist, wie Nedorn jedenfalls sagt, so ist Premium auch kein Selbstläufer. Aber Nedorn und sein Team bei Smeg-Deutschland (rund 80 Kollegen sind es aktuell) haben einiges vor. Was? Hören INSIDE-Podcast-Hörer hier oder sieht man unten im Video-Talk mit Olaf Nedorn.

  • Schlagzeile: Umzug nach elf Jahren

Vor ziemlich genau zehn Jahren hatte der italienische Hausgerätebauer Smeg auf zwei Etagen im Münchner Arnulfpark, an der Donnersberger Brücke, seine Deutschland-Zentrale eingerichtet. 30 Mitarbeiter waren damals am Start, heute haben 50 ihren Dienstsitz in der Zentrale in München. Insgesamt hat Smeg rund 80 Mitarbeiter in Deutschland.

Der Umsatz, den Deutschland-Geschäftsführer Olaf Nedorn für seinen Markt nicht beziffern mag oder darf, hat sich seit dem Antritt des früheren BSH-Managers im März 2019 verdoppelt. International kommt das Unternehmen auf etwa 1 Mrd Euro.

Dem Wachstum der letzten Jahre will Smeg Deutschland mit einem neuen Standort gerecht werden. Ende Juni hat Nedorn den Mietvertrag unterschrieben. 2024 zieht Smeg ins Danner-Forum um, ein paar Hundert Meter weiter in die Landshuter Allee, ebenso gut an die Öffentlichen angebunden.

Ein bedeutender Vorteil sei, dass alle Mitarbeiter auf einer Ebene arbeiten können, heißt es von Smeg. Das soll die Teamdynamik weiter verbessern. Mehr Raum für Produktpräsentation gibt’s außerdem. Geplant ist auch ein „Work Café" für Arbeit, Austausch und soziale Kontakte.

  • Schlagzeile: Ersatzteilservice
  • H1: Snag Tal: Ersatzteilservice

Mit dem Ziel, in die „Marktlücke Nachbearbeitung“ zu stoßen, ist das Herforder IT-Unternehmen Snag Tal 2021 an den Start gegangen.

Die Herforder richten sich an Monteure, die bei Montage und Abnahme von Küchen die Snag App des Unternehmens nutzen können. Zur Area30 ist die App um eine Funktion ergänzt worden, die „soweit wir informiert sind, bisher keiner der Marktbegleiter anbieten kann“, so Geschäftsführer Thomas Leimbrock. Zu den enthaltenen Positionen bekommt der Monteur nun die auftragsbezogenen Ersatzteile angezeigt. „Im Falle einer Beanstandung kann damit eine eindeutige Erfassung erfolgen, was viele Vorteile für den weiteren Durchlauf mit sich bringt“, sagt Leimbrock.

  • Schlagzeile: Mehr als Küche
  • H1: Mehr als Küche

„Die Vorbereitungen zu den diesjährigen Herbstmessen nehmen langsam so richtig Fahrt auf. Wir sind dieses Jahr gleich in mehreren Messezentren am Start“, sagt Snag-Tal-Gründer und -Geschäftsführer Thomas Leimbrock. Auf der Area30 wird Leimbrock wie schon im letzten Jahr mit dem Kooperationspartner Dein Konfigurator auf einem Stand zu finden sein. Zusätzlich hat das 2021 gegründete Unternehmen, das sich als Ziel nicht weniger als die „Revolution der Küchenmontage“ vorgenommen hat, einen Aufschlag bei der Baumann Group in Löhne sowie in Bünde bei Rotpunkt Küchen. 

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen
  • Schlagzeile: Mehr Drive

„Wir denken ganzheitlich und nicht nur auf die Montage bezogen“, sagt Snag-Tal-Geschäftsführer Thomas Leimbrock, im INSIDE Küche-Talk- Ein Beispiel: Monteure, die mit der Abnahme-App von Snag arbeiten, können auch bei größeren Summen das Geldwäsche-Gesetz einhalten. Vor gut einem Jahr hatten wir Leimbrock und Lars Pilgrim, gemeinsam mit Anke Lübbe Gründer des Start-ups, schonmal zu Gast im INSIDE-Küche-Talk

„Es ist viel passiert in den letzten Monaten. Wir sind unserem Ziel, die Abnahme der Küchenmontage zu revolutionieren, ein großes Stück näher gekommen“, so Leimbrock.

Im Talk, den es hier auch als Podcastgibt, sprechen IT-Mann Pilgrim und Leimbrock über den Digitalisierungsfortschritt in der Küchenbranche, die die wichtige Zusammenarbeit mit dem DCC und das Tempo mancher Entscheider, von denen sie sich durchaus mehr Drive wünschen würden.

 

 

  • Schlagzeile: Schüller inklusive
  • H1: Schüller bei Solebich

Schöne Fotos, tolle Ideen, große Marken – das alles gehört zur Welt von Solebich, der Münchner Digital-Community-Plattform. Im Social-Media-Bereich gehört Solebich längst zu den Schwergewichten, wenn`s ums Einrichten geht. Auf Instagram hat Solebich (Stand Ende Oktober) mittlerweile 505.000 Follower, 2.948 Abonnenten bei rund 8.000 bereits veröffentlichten Beiträgen. Auf Pinterest sind`s aktuell 313.300 Follower, auf Facebook 108.674.

Damit die Plattform sich weiterentwickelt, müssen sich die Gründer und Inhaber Daniel Eichhorn und Nicole Maalouf regelmäßig etwas einfallen lassen. So toben sich die Einrichtungsexperten hin und wieder auch ganz analog in Pop-up-Wohnungen aus – und zeigen dort, was heutzutage alles möglich ist. Erfahrungen mit temporären Wohn-Pop-ups haben sie so einige: 2019 startete das erste im Kölner Design-Hotel Qvest, im gleichen Jahr gab es im Eisernen Haus des Schlossparks Nymphenburg auch ein Pop-up-Apartment in München. Es folgten ein Apartment auf der IMM Cologne 2020 und eines bei USM in München.

Nun ging`s in München weiter, diesmal aber nicht als Pop-up, sondern mit einem eigenen Solebich-Apartment, einem renovierten Altbau, auf 90 qm im Stadtviertel Haidhausen. Die Idee dahinter: einen „Ort der Inspiration und des Austausches zu schaffen, ein Kleinod, in dem wir Handwerk, Design und neue Technologien zusammenbringen“, so Eichhorn. Anders gesagt: Markenhersteller, die mit Solebich zusammenarbeiten, helfen beim Einrichten der Wohnung, die dann schick fotografiert wird und deren Bilder im Netz und der Community verbreitet werden. Und auch für Events soll das Solebich-Apartment dienen.

„Wir wollten zeigen, dass auch kleine Wohnungen mutig gestaltet werden können“, sagte Maalouf auf dem Event. „Ein Beispiel: In der Küche haben wir mit Next125 auch eine Kücheninsel integriert, obwohl die Küche nicht gerade riesig ist.“ Maalouf sieht das Apartment als einen „Mikrokosmos“, in dem jeder Raum „ein bestimmtes Bedürfnis befriedigt, nach Geselligkeit oder Ruhe und Meditation“. Für die Küche diente die Jugendstil-Markthalle in Madrid als Inspiration. Das Schlafzimmer gestaltete man als Ort der Ruhe, mit einer niedrigen, dunklen Decke und der Option, zwischen verschiedenen Lichtszenarien zu wechseln.

 

  • Schlagzeile: „Wie beim Tesla“
  • H1: Solitaire: „Wie beim Tesla“

Ein Jahr hat die jüngste BSH-Marke Solitaire inzwischen auf dem Buckel. Nach dem großen Hype auf der Ifa und im House4Kitchen im vergangenen Herbst haben die Münchner ihre Waterbase weiterentwickelt und nun auch eine reduzierte Variante gezeigt. Die Verschließoptik ist nun optional abwählbar, der Unterschrank kann um das Wärmefach reduziert werden. 

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Zurück in die Zukunft
  • H1: Sonae Arauco: Zurück in die Zukunft

Das letzte Wort haben die Kunden. Der Holzwerkstoffproduzent Sonae Arauco sieht seine Veranstaltung Impulse, zu der im altehrwürdigen Kloster Marienfeld über einen Zeitraum von insgesamt vier Wochen 35 Kundengruppen empfangen wurden, mehr als Entwicklungsevent als eine Kollektionspräsentation. Was besonders gut ankommt, hat das Potenzial, in die globale Innovus-Kollektion aufgenommen zu werden, erklärt Deutschland-Geschäftsführer Rainer Zumholte.

Nach dem Motto „Zurück in die Zukunft“ wurde Vertrautes mit Unbekanntem kombiniert.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Mundgerecht liefern
  • H1: Sonae Arauco / Baumann Group: Mundgerecht liefern

Kundenspezifische Entwicklungen gewinnen in der Zulieferindustrie weiter an Bedeutung. Bei großen Unternehmen beispielsweise aus der Holzwerkstoffindustrie setzen sie normalerweise Mindestabnahmemengen voraus. Dass sich Lösungen auch anders finden lassen, zeigt die Zusammenarbeit zwischen dem Holzwerkstoffproduzenten Sonae Arauco und dem Küchenhersteller Baumann Group.

Die Geschäftsbeziehung zwischen Sonae Arauco und der Baumann Group reicht viele Jahre zurück, bis in die Zeit, als die heutigen Sonae-Arauco- Werke in Deutschland noch unter Glunz firmierten. Rainer Zumholte, Vertriebsgeschäftsführer der deutschen Gesellschaft und früher lange Jahre bei Pfleiderer, dann bei Westag, war damals noch nicht an Bord. Lang überlegen muss er trotzdem nicht, mit welchem Kunden ein gemeinsames Treffen Sinn macht. Eine für die letzte Kollektion der Baumann Group gemeinsam entwickelte Serie von Eiche-Dekoren hat sich im gesamten Küchenmarkt zum Erfolgsprodukt entwickelt. 

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Fallbericht aus Bonn

Schon im letzten Sommer zogen sich die Lieferzeiten bei gewissen Vorprodukten in die Länge. Was aber seit dem Winter auf den Spanplattenmärkten in Sachen Lieferfähigkeit und Preisanstieg abgeht, hat die Möbelwelt noch nicht erlebt: Je nach Sortiment haben sich die Preise gegenüber dem Vorjahr im schlimmsten Fall verdoppelt, das trifft vor allem Commodities wie Rohspanplatten. Die Gründe für den Anstieg sind vielfältig. Völlig greifbar sind sie aber trotz aller Erklärungen nicht.

Unter Abnehmern kommt da schnell die Behauptung auf, alles sei abgesprochen, Holzwerkstoffe würden künstlich verknappt, um die Preise zu treiben. Dass es solche Vorwürfe gibt, hängt natürlich auch mit der Vergangenheit zusammen. Schließlich gab es vor Jahren – nicht nur auf dem deutschen Markt – nachweislich Absprachen, denen nicht nur Kartellstrafen, sondern auch Schadenersatzklagen folgten.

Für die Kartellwächter aus Bonn war diese Vergangenheit neben der „öffentlichen Berichterstattung verschiedener Medien und Hinweisen aus den Märkten“ einer der Gründe, dass Ermittlungen zu den hohen und stark ansteigenden Verkaufspreisen bei Spanplatten aufgenommen wurden. („Dabei spielte es auch eine Rolle, dass die Herstellerseite hoch konzentriert ist und in der Vergangenheit bereits im Fokus kartellrechtlicher Untersuchungen stand, vgl. Fallbericht der 12. Beschlussabteilung vom 19.Oktober2011“).

Es wurde also ermittelt, zunächst aber keine Befragung im Kartellverwaltung oder Missbrauchsverfahren eingeleitet. „Den Ermittlungen der Beschlussabteilung zufolge gibt es derzeit keine belastbaren Hinweisedarauf, dass ein oder mehrere Hersteller von Spanplatten die Kapazitäten seiner bzw. ihrer Anlagen künstlich verknappen und somit gegen § 1 GWB bzw. Art. 101 AEUV verstoßen“, heißt es im Fallbericht, der hierzum Download verfügbar ist.

„In der Gesamtwürdigung der angestellten Ermittlungen erschienen dievon den Spanplattenherstellern vorgetragenen Umstände als Auslöser der Engpässe plausibel. Vor allem die Knappheitslage bei voller Kapazitätsauslastung und Nachfrageüberhang sind nach Ansicht der Beschlussabteilung eine grundsätzlich nachvollziehbare Begründung fürPreissteigerungen. Allein die in Einzelfällen beschriebenen drastischen Preissteigerungen für Holz erscheinen nicht hinreichend nachvollziehbar. Aber: „Das Bundeskartellamt wird beobachten, ob und wann sich die Engpasssituation wieder entspannt und wie die Hersteller auf die daraus entstehenden Anreize zu koordiniertem Verhalten in Bezug auf einHalten des Preisniveaus oder eine Verknappung der Kapazitäten reagieren.“ Und: „Sollten sich konkrete Anhaltspunkte ergeben, denen zufolge die Verkaufspreise trotz sich verändernder Rahmenbedingungen nicht nachgeben oder sogar weiter steigen, behält sich die Beschlussabteilung ein erneutes Aufgreifen auch anhand von Musterverfahren gegen einzelne Hersteller vor.

Hiergeht's zur großen Lieferkettenrunde.

  • Schlagzeile: Novy dockt an
  • H1: Speed Training Küche: Novy dockt an

Fürs nächste Event in der Serie „Speed Training Küche“ konnten die Organisatoren rund um The-Wall-Macher Johannes Falk den belgischen Abluft-Spezialisten Novy als weiteren Partner gewinnen.

Nach der ersten Ausgabe in Hamburg, wo The-Wall-Partner Naumann in der Speicherwerkstatt Hamburg rund 80 Teilnehmer empfing, lädt das Steinwerk Köstner bzw. The Wall by Köstner am 15.6. nach Mannheim ein. Von 15 bis 18 Uhr gibt es sechs Kurzschulungen für Verkäufer und Monteure von folgenden Partnern: The Wall by Köstner, Cosentino, Gessi, Novy, Spekva und V-Zug. Wie beim Speed Dating zieht man nach 20 Minuten weiter. Zum Ausklang stehen dann Häppchen, Kaltgetränke und Kommunikation auf dem Menüplan.

  • Schlagzeile: Neue Partnerschaften
  • H1: Speed Training Küche: Neue Partnerschaften

Schnelle Schulung durch fünf Anbieter – die fünfte Ausgabe des im vergangenen Jahr von The-Wall-Macher Johannes Falk initiierten Speed Trainings Küche findet am 24. Oktober in der Hamburger Speicherwerkstatt statt. Mit dabei sind dieses Mal neben dem Anbieter der Multifunktionsrückwand auch Cosentino und Naumann sowie Gaggenau mit Dunstabzugshauben und der Virtual-Reality-Spezialist Trickpark.

Beschäftigte aus dem Küchenhandel und Küchenplaner sind ab 15 Uhr in die Speicherwerkstatt am St. Annenufer eingeladen. Um 16 Uhr beginnen die jeweils 20-minütigen Trainings, und zum Abschluss gibt’s wieder Snacks und Drinks.

  • Schlagzeile: Über 50.000 Likes
  • H1: Über 50.000 Likes

Über 50.000 Likes und fast 4.000 Kommentare hat die Spitzhüttl Home Company für ein TikTok-Video bekommen, mit dem der Würzburger EMV-Händler bewusst lieblos-langweilig auf Azubi-Suche gegangen ist. Der Humor des Spitzhüttl-Social- Media-Teams kam aber nicht nur bei der Generation TikTok an. Das Video verbreitete sich auch flugs innerhalb der Branche.

  • Schlagzeile: Raus aus der Branche

Im November hat es Stefan Albrink in eine Geschäftsführerpositon außerhalb der Küchenbranche gezogen. Albrink hat die Leitung von Obuk Haustürfüllungen übernommen, einem 30 Mio-Betrieb in Oelde mit rund 300 Mitarbeitern und weiteren Standorten in Sittensen, Polen und der Slowakei, der zur Beteiligungsgesellschaft Indus gehört. In der Branche bekannt ist Albrink aus 16 Jahren Siematic und zuletzt knapp 5 Jahren bei Nobilia, wo er die Positionsbezeichnung Leiter Neue Geschäftsfelder hatte. Bei seinem Einstieg in Verl waren Albrink Aussichten auf höhere Weihen nachgesagt worden.

  • Schlagzeile: Überblick mit Fragezeichen

Orientierung bieten, kritisch testen, fundierte Empfehlungen abgeben – mit diesem Anspruch geht die Stiftung Warentest in der Regel an ihre Produkttests. Ob der aktuelle Test von Dunstabzugshauben diesem Anspruch genügt, darf man allerdings bezweifeln.

Das Ergebnis ist – mal wieder – markerschütternd. 18 Dunstabzugshauben hat die Stiftung Warentest in ihrer März-Ausgabe 2021 unter die Lupe genommen. Nur fünf Modelle „beseitigen Fett und Gerüche insgesamt gut“. Anders herum formuliert: Wer sich eine neue Haube zulegt, der muss ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Modell begnügen, dessen Qualität aus Sicht der Stiftung Warentest gerademal befriedigend, ausreichend oder gar mangelhaft ist. Die unterschwellige Botschaft des Artikels: Vorsicht, lieber Verbraucher, hier wirst du in den meisten Fällen hinters Licht geführt. Dass die Stiftung Warentest im Lager der Haubenhersteller damit dicke Luft verbreitet, ist nur natürlich. Die nämlich sehen die Sachlage zum größten Teil anders – mit teils gut nachvollziehbaren Argumenten.

Aber zurück zum Test: Konkret wurden sechs Wandhauben mit horizontalem Schirm und acht Wandhaben mit schrägem Schirm untersucht, dazu noch vier Unterbauhauben. In Fokus standen dabei insbesondere die Funktion, also Fett- und Geruchsbeseitigung, (45 Prozent), der Geräuschpegel (25 Prozent), die Handhabung (20 Prozent), der Stromverbrauch (5 Prozent) sowie Sicherheit und Verarbeitung (5 Prozent). Stolz hebt die Stiftung Warentest hervor, dass der Querschnitt des Tests von einer 56 Euro günstigen Kaminhaube bis zur 2.745 Euro teuren Schräghaube reicht.

Aber genau da liegt das Problem.

Denn das Ergebnis ist banal: Die teuren Modelle schneiden deutlich besser ab als die günstigen. Auf den ersten Plätzen rangiert ein Miele-Kaminhauben-Modell für 885 Euro und die Berbel-Schräghaube für 2.640 Euro. Und auch bei den Unterbauhauben steht natürlich das teuerste Modell, eine Haube aus dem Hause Constructa, auf dem Siegertreppchen. So gesehen stehen Preis und Leistung im Haubenmarkt offenbar in einem gesunden Verhältnis. Und die Diagnose sieht damit auch anders aus, als beispielsweise beim Matratzenvergleich, bei dem in den letzten Jahren die Stiftung Warentest regelmäßig die günstigsten Modelle zu den besten zählte.

Insofern führt die Artikel-Überschrift „Viel Lärm für nichts“ sicher in Irre. Zumal die Auswahl der Hauben-Hersteller Branchenkennern die Stirn runzeln lässt. Getestet wurden Miele, Siemens, Ikea, Küppersbusch, AEG, PKM, Berbel, Bosch, Neff, Falmec, Elica, Amica, Respekta, Constructa und Exquisit – eine bunte Mischung aus Vollsortimentern und Haubenspezialisten und mit Ikea auch einem Händler. Unter den Tisch gefallen sind damit Hersteller und Marken wie: Bauknecht, Beko, Gaggenau, Gorenje, Grundig, Oranier, Samsung oder auch Franke, Gutmann, Novy, Silverline und andere, von denen einige erhebliche Marktbedeutung haben. Dass in einem Kasten dazu noch Mulderlüfter-Modelle vorgestellt werden, dort aber der Name Bora nicht einmal auftaucht, macht den Test nicht besser.

Wie sich Verbraucher angesichts eines solchen Tests wirklich orientieren sollen, bleibt auch für viele Protagonisten im Haubenmarkt ein Rätsel. „Zutiefst unseriös“ sei der Test, ist da unter anderem zu hören. Und auch, dass es völlig klar sei, dass die Fett- und Geruchsfilter bei günstigen Modellen eben weniger stark arbeiteten, weil man die Geräuschbelastung durch den Motor reduzieren wolle. Anders herum werden gute Ergebnisse bei der Leistung oft durch ein lauteres Motoren-Geräusch erkauft. Kurzum: Dunstabzugshauben sind ein komplexes Produkt. Ein Test, der einen nicht nur oberflächlichen Überblick über den Haubenmarkt erlaubt, hätte die Branche allemal verdient.

  • Schlagzeile: Neue Struktur
  • H1: Störmer: Neue Struktur

„Veränderung in der Aktionärsstruktur“ steht über einer am Montagabend versandten Mitteilung des Rödinghausener Küchenbauers Störmer. Ganz so anders schaut es dann beim genaueren Hinschauen allerdings doch nicht aus. Die Mehrheit hatte vor ca. zwei Jahren eine Neue Design GmbH, Berlin, aus dem Netzwerk des österreichischen Unternehmers Cevdet Caner erworben. Störmer-Macher Christoph Fughe blieb mit 40 Prozent beteiligt. Neuer Mehrheitseigner ist laut der Pressemitteilung künftig eine im Sommer gegründete Niu Tech GmbH, ebenfalls mit Sitz in Berlin, die offenbar zum selben Netzwerk gehört. ___STEADY_PAYWALL___

Fughe hatte seinen Vorstandstitel im Frühjahr abgegeben, um sich gemeinsam mit Thorben Wiedemann auf die operative Leitung der Dachgesellschaft zu konzentrieren. Seither ist Stefan Hofemeier Alleinvorstand in Rödinghausen, Fughe packt aber im Vertrieb noch mit an.

Wie das neue gesellschaftliche Konstrukt aussehen soll, wurde in den vergangenen Wochen fixiert. Man sieht sich als „vertikal integrierte Gruppe, die aus dem Real-Estate-Bereich heraus Wohnraum mit Fully-Furnished-Konzepten anreichern wird.“ Dazu war Ende April das digitale Vermarktungskonzept Architecto vorgestellt worden, das wir hier ausführlich beschrieben haben. Aufhorchen lässt allerdings die Bemerkung, dass weitere Akquisitionen geplant seien, was wohl in Richtung Erweiterung der Produktpalette zielt. Aber: Architecto ist eine offene Plattform, über die auch externe Lieferanten ihre Produkte vermarkten können.

In der Gesellschaftsstruktur oben steht die kürzlich gegründete Inti SE mit Fughe und Wiedemann als CEOs, die einer Niu Invest gehört. „In der neuen Struktur können wir es jetzt starten lassen“, sagt Fughe auf Nachfrage. Starten lassen heißt: Gas geben im Marketing und Personal einstellen. Ab dem ersten Quartal soll Architecto verstärkt neues Business ranschaffen, und zwar wie geplant zunächst im B2B-Bereich.

  • Schlagzeile: Noch ein Wechsel
  • H1: Stefan Hofemeier ist nicht mehr Störmer-Vorstand

Neuer Vorstand des Küchenbauers Störmer AG ist Michael Cox aus den Reihen der unter Niu Invest auftretenden Berliner Investoren. Das wurde am vergangenen Donnerstag beschlossen. Eine entsprechende Info unserer Küchennews-Kollegen wird aus Rödinghausen bestätigt. Der bisherige Alleinvorstand von Störmer, Stefan Hofemeier, ist momentan freigestellt. Es steht jedoch zu erwarten, dass er in anderer Position an Bord bleibt. Offiziell unbesetzt ist aktuell auch die Vertriebsleiterposition, die zuletzt Stephan Nolte innehatte. Einen Namen konnte Nolte sich in der kurzen Zeit nicht machen in der Branche. Hier könnte es zu einer bekannten Lösung kommen, hört man.

Die Situation rund um Materialbeschaffung bei Störmer und demzufolge auch die eigene Liefersituation hatte sich in den letzten Monaten wieder verschlechtert, was man in der Branche mit dem Trouble im Umfeld der Investoren in Zusammenhang bringt. Stichwort: Adler Group. Im Zusammenhang mit der Ausliefersituation wird auch gesehen, dass Musterring mit der Baumann Group einen zweiten Küchenlieferanten an Bord geholt hat. Darüber hatte ebenfalls in der letzten Woche Küchennews als erstes berichtet.

Störmer-Mitgesellschafter Christoph Fughe, nun im Vorstand der Dachgesellschaft INTI SE, ist bislang allerdings immer noch was eingefallen.

  • Schlagzeile: Doppelter Abschied

Im Januar hatte es einen Vorstandswechsel bei der Störmer AG gegeben. Stefan Hofemeier wurde von Michael Cox abgelöst, der vom Gesellschafter Niu Invest kommt. ___STEADY_PAYWALL___

Der Wechsel an der Unternehmensspitze stand offenbar im Zusammenhang mit einem finanziellen Engpass bei Störmer Küchen, der wiederum auf eine offene Forderung zurückzuführen war. Hofemeier war damit aus der Haftung raus.

Ein paar Tage später war er wieder in Rödinghausen an Bord und arbeitete seinen Nachfolger ein, aber nicht lange. Ab 1.3. hat Hofemeier nun einen neuen Job als kaufmännischer Leiter beim Zulieferer Neelsen aus Bünde. Ebenfalls raus bei Störmer ist Thorben Wiedemann, der zuletzt vor allem das Projekt Architecto vorangetrieben hatte. Wiedemann hat zu Ende Mai gekündigt, wie er heute Vormittag auf Nachfrage bestätigte, und ist bereits freigestellt.

Störmer-Mitinhaber Christoph Fughe klingt am Telefon gewohnt optimistisch: „Natürlich habe ich einen Plan, aber den kann ich Ihnen noch nicht verraten.“ Die Auftragslage in Rödinghausen sei jedenfalls besser als kolportiert. Fughe: „Wir sind momentan bis KW 20 ausgelastet.“

  • Schlagzeile: Update aus Rödinghausen

Um Christoph Fughe, über ein Jahrzehnt mit wechselnden Investoren im Rücken der Mann an der Front von Störmer Küchen, war es ruhig in den letzten Wochen. Operativ ist Fughe schon länger raus. Nun legt er auch sein Mandat bei der Dachgesellschaft Inti nieder und wird seine Gesellschaftsanteile an Störmer an den Mehrheitsgesellschafter Niu Invest aus Berlin abtreten.___STEADY_PAYWALL___Darüber hat Störmer seine Geschäftspartner, falls man sie in der aktuellen Situation überhaupt so nennen kann, schriftlich informiert.

Erstaunlich, dass die Berliner an ihrem Investment festhalten, laut INSIDERN auch einen Verkauf ablehnen, obwohl seit anderthalb Monaten – und damit schon deutlich länger als ursprünglich angedacht – nicht produziert wird in Rödinghausen. Nach wie vor sei geplant, das Unternehmen neu zu kapitalisieren (angeblich über einen Immobilienverkauf) und demnächst weiter zu produzieren, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. Derweil warten Hunderte von Endverbrauchern auf ihre Küchen und Lieferanten auf ihr Geld. Löhne und Gehälter wurden Ende April immerhin gezahlt.

Damit es weiter gehen kann, müsste zunächst Material beschafft werden. Dürfte allerdings schwierig werden, Lieferanten, die in den vergangenen Wochen keinerlei Kontakt zum Unternehmen hatten, von der Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehung zu überzeugen. In der auf den 28.4. datierten Kundeninformation heißt es blumig „Zukunft braucht Herkunft – aber Zukunft braucht jetzt vor allem ein starkes neues Management, welches die Herausforderungen angehen kann. Hierzu hat Niu Invest ein Team installiert, das in den kommenden Monaten seine Arbeit intensivieren wird, um die Störmer AG wieder in die Erfolgsspur als verlässlicher, qualitativer Partner zu führen.“ Klingt angesichts der Inaktivität der letzten Monate schon ziemlich zynisch.

  • Schlagzeile: Verwalter spricht Kündigungen aus
  • H1: Störmer: Verwalter spricht Kündigungen aus

Bei Störmer Küchen, nach langem Leidensweg inzwischen endlich in der Insolvenz, laufen tatsächlich noch Gespräche mit Interessenten. Laut Insolvenzverwalter Manuel Sack gestaltet sich dieser Prozess aber natürlich als schwierig, weil der Betrieb ja schon seit Monaten ruht. Seit etwa Mitte des ersten Quartals wird bei Störmer nicht mehr produziert.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen