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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: "Opportunities"
  • H1: Möglicher Investoreneinstieg bei Salice

Bewegung beim Beschlagspezialisten Salice. Da hat eine italienische Finanzzeitung ein ziemliches Fass aufgemacht in diesen Tagen: „Die großen internationalen Private-Equity-Häuser stehen Schlange für Kapitalinvestments bei der Salice-Gruppe aus Novedrate bei Como, einem der führenden Unternehmen im Beschlag- und Komponentensegment im gehobenen Einrichtungsmarkt. Die aktuellen Aktionäre haben beschlossen, die Kapitalseite des Unternehmens zu öffnen, das rund 150 Mio Euro Umsatz macht, bei einem EBITDA von rund 40 Mio Euro. Als Berater ist in dem Verfahren Equita K Finance mandatiert.“

Der Artikel stand noch nicht richtig in der Zeitung, da liefen auch in Deutschland die Drähte heiß. Salice ist schon ein besonderer Lieferant für viele renommierte Hersteller in der Möbel- und Küchenindustrie, für seine Kreativität und die Verschwiegenheit der Inhaber bekannt.

Nachfrage bei Salice. Wollen die Salice-Inhaber rund um Dr. Massimo Salice verkaufen? Dr. Piero Gamma, Geschäftsführer der Deutsche Arturo Salice GmbH mit Sitz in Neckarwestheim: „Die Salice Spa blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 und verzeichnet in allen Märkten ein deutliches Wachstum. Die gesunde und rundum positive Geschäftsentwicklung stellt das Familienunternehmen vor die Herausforderung, seine Produktionskapazitäten in kurzer Zeit deutlich auszubauen. Mit dieser Zielsetzung prüft die Eigentümerfamilie mögliche, auch internationale Handlungsoptionen und Opportunities. Ziel ist es, die Kapazitäten nachhaltig zu erweitern und eine belastbare und zukunftsfähige Struktur auf einer noch breiteren internationalen Ebene zu entwickeln, die die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schafft. Ein Verkauf des Unternehmens ist nicht beabsichtigt.“

  • Schlagzeile: Gerüchte im Alpenraum
  • H1: Salice: Investorensuche

Ende letzten Jahres hieß es, der italienische Beschlagsproduzent aus Novedrate bei Como, rund 150 Mio Euro Umsatz schwer, sei auf Investorensuche.

Bestätigt wurde damals auf Nachfrage immerhin, dass die Eigentümerfamilie „mögliche, auch internationale Handlungsoptionen und Opportunities“ prüfe mit dem Ziel „Kapazitäten nachhaltig zu erweitern und eine belastbare und zukunftsfähige Struktur auf einer noch breiteren internationalen Ebene zu entwickeln, die die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schafft“. Ein Verkauf sei jedoch nicht beabsichtigt. 

Inzwischen läuft die nächste Phase des Prozesses. Il Sole 24 Ore berichtet, als einziger strategischer Interessent (das überlieferte die Gerüchteküche im Dezember noch anders) sei Würth dicht an Salice dran – und zwar über Grass. Auch zwei Finanzinvestoren – Hig Capital und die belgische Cobepa – hätten Interesse. Mit Zukäufen und Verschmelzungen von Beschlagsherstellern kennt Würth sich aus, man erinnere sich an Mepla-Alfit oder Hetal.

In Höchst mag man den oben zitierten Pressebericht nicht kommentieren. Zu Gerüchten nehme man grundsätzlich nicht Stellung.

  • Schlagzeile: Kauft Nischenanbieter
  • H1: Salice kauft Atim

Seit Mitte 2022 ist der italienische Beschlagsproduzent Salice mehrheitlich in den Händen des Private-Equity-Unternehmens Cobepa. Geografische Expansion und der Einstieg in neue Marktsegmente waren damals als gemeinsame Ziele von Salice und Cobepa formuliert worden.

In ein weiteres Produktsegment steigt Salice nun mit der Anfang August verkündeten Übernahme von

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  • Schlagzeile: Brand in der Galvanik
  • H1: Salice: Brand in der Galvanik

Am späten Dienstagabend, das berichten diverse italienische Medien, ist in der Galvanik des Beschlagproduzenten Salice in Novedrate aus bislang ungeklärtem Grund ein Feuer ausgebrochen. Innerhalb weniger Stunden konnten die Flammen allerdings unter Kontrolle gebracht und der Brand vollständig gelöscht werden, informierte die Kommune von Novedrate. Gravierende Auswirkungen auf die Umwelt wurden aktuell nicht festgestellt.

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  • Schlagzeile: Huntebrinker zieht weiter
  • H1: Salice: Frank Huntebrinker zieht weiter

Frank Huntebrinker, Deutschlands bestens vernetzter Salice- Mann seit über 16 Jahren, tief in der Möbel- und Küchenwelt verwurzelt und immer am Start, hat sich Ende Dezember bei Salice verabschiedet.

Auch Salices Deutschland-Geschäftsführer Dr. Piero Gamma

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  • Schlagzeile: Quoten wie einst „Wetten dass..?“

Bosch in Waghäusel: Antonio Terrada, Sally Özcan, Harald Friedrich

Wie kochen wir morgen? Ganz sicher immer öfter zusammen mit Vorbildern im Internet. Sally, der absolute Star unter den Foodbloggern, baut zusammen mit ihrem Mann Murat Özcan ein kleines Imperium auf. Auf dem Weg sind beide schon längst am Ziel. Aber es geht immer weiter.

Im vergangenen Jahr hat Sally ihren Vertrag mit Bosch Hausgeräte verlängert. Ein Deal mit großer Reichweite in vielen Altersgruppen für Bosch. Ende des Jahres gab Nobilia bekannt, dass Sally in Zukunft die Social-Media-Aktivitäten in Verl stärken werde. Nobilias Marken-Profilierung ist seitdem eine offen kommunizierte Strategie. Früher war das Thema Marke in Verl immer kleingehalten und mit maximalem ostwestfälischem Understatement gespielt worden. Wenn man gefragt hat. Der Schriftzug auf den Lastzügen, ach, war immer schon eine andere Kiste.

Wer sich mal ansehen will, wie selbstverständlich Sally ihre, sagen wir mal, Partner in ihre Videos einbaut, kann das hier tun:

Wir sagen nur: Über 200.000 Aufrufe in drei Wochen. Eine neue Küche für den Kindergarten in Waghäusel. Das ist eine tolle Sache. Tue Gutes und rede darüber: Bosch, Nobilia und Küchentreff sehen das sicher genauso.

Sally und Murat waren zusammen mit Bosch-Hausgeräte-Boss Harald Friedrich im Live-Interview auf den INSIDE Seller-Days im vergangenen September:

Im vergangenen Sommer haben wir vom INSIDE Sally und ihren Mann Murat, den Strategen hinter Sallys Megareich, dann auch in Waghäusel besucht – und die folgende Reportage mitgebracht.

 

Eine wie du und ich

Ein Besuch bei Sally und Murat Özcan in Waghäusel.

Harald Friedrich und Antonio Terrada kommen strumpfsockig auf einen zu. Friedrich, Geschäftsführer der Bosch Hausgeräte GmbH, und Vertriebschef Terrada kennen sich hier aus in diesem schicken, großen, smarten und topmodern eingerichteten Haus im etwas sehr schmucklosen Gewerbegebiet der Kreisstadt Waghäusel nördlich von Karlsruhe.

Friedrich und Terrada sind öfter hier. Gerade wurde mit einem 20-Mann-Team zusammen mit Jung von Matt die digitale Bosch-IFA-Neuheiten-Videoplattform in diesen Räumen eingespielt. Hier wohnt Saliha Özcan. Straßenschuhe in der Bude sind hier nicht im Programm. Saliha Özcan ist Sally, die prominenteste und erfolgreichste Foodbloggerin im Land. Seit drei Jahren ist Sally bei Bosch unter Vertrag: als Top-Testimonial, Youtube-Star, Vorkocherin, Chef-Geräte-Promoterin und Beraterin in allen Haushaltsfragen.

Man könnte auch sagen: als Queen der sozialen Netzwerke. Gerade wurde der Vertrag zwischen der Sallys GmbH und Bosch um drei Jahre verlängert. Sally und Bosch passen zusammen wie im besten Fall der Deckel auf den Topf. Man mag sich, man schätzt sich. Sally macht ihre Sache sehr authentisch, finden alle Beteiligten. Offenbar finden das auch die Zuschauer. Denn das dynamische Wachstum der Marke Bosch in den vergangenen Jahren hat sicher – auch – mit Sally zu tun. Sally wiederum profitiert von der Markenbekanntheit von Bosch.

Bosch ist – ungestützt – die absolute Nummer 1 unter den Hausgerätemarken. Was will man mehr? Sally steht an diesem Nachmittag in Waghäusel mal wieder an ihrem großen
Küchenblock (von Häcker übrigens damals noch), in dem ganz viele Bosch-Geräte eingebaut sind. Gerade fährt aus dem frisch eingebauten Bosch-Kochfeld mit integriertem Glasdunstabzug mit sogenannter guided air die beleuchtete Glasscheibe hoch. Videodreh im Hause Sally. Sallys Mann Murat, Chefstratege der familieneigenen Sallys GmbH, steht daneben, lacht und begrüßt den Gast aus München herzlich. Nachdem auch er seine Schuhe ausgezogen hat.

Murat bezeichnet seine Frau als „eine der drei einflussreichsten Youtuberinnen weltweit“. Das Krasse an der Ansage: Vielleicht übertreibt Murat dabei nicht mal. Eine halbe Milliarde Views sind auch kein Pappenstiel. 32 Jahre ist Sally erst alt, hat Grundschullehramt studiert. Vor Kurzem hat sie eine Stiftung gegründet. Das Paar baut gerade für viele Millionen einen Kindergarten in Waghäusel, ist in vielen sozialen Projekten engagiert. Wegen Geld steht Sally nicht mehr am Herd.

  • Like ab Bosch: Bosch Hausgeräte übernimmt die Kampagne der Mutter

  • Mittendrin: Sallys Fotowand in Waghäusel

  • Früh auf Sally gesetzt: Bosch-Vertriebsleiter Antonio Terrada

  • Sei immer gut zu den Fischen: Murat und Sally Özcan beim Füttern

  • Sally kocht 2019 auf der IFA: Menschentrauben auf einer Messe, lange her

  • Creator und findige Unternehmer: Sally und Murat Özcan

  • Es wird weiter angebaut: Investment ins Social-Media-Reich

  • Eins zum anderen: Murat erklärt die soziale Netzwerk-Welt

  • Küchenchef: Murat Özcan

  • Auf dem Land bei Karlsruhe: Das Sallycon Valley

 

Die Sallys GmbH ist ein Unternehmen mit hundert Mitarbeitern, eigenen Designern, Entwicklern, Fotografen, einem eigenen Technik-Department, einem eigenen 9.000 qm großen Logistikcenter in Sulz am Neckar für die Eigenprodukte, seit Neustem mit einem eigenen ersten Sally-Shop in Mannheim. Eine eigene TV-Reihe auf Vox gehört zum Sally-Programm, eine erste eigene Netflix-Serie. Das Script kommt aus dem eigenen Haus. Die Produktion wird auch die Sallys GmbH selbst stemmen. Über 400 Produkte produzieren sie selbst, viel in der Region, 65 Prozent in Deutschland.

Schickt Sally ein Video ins Netz, hat das im Schnitt eine halbe Millionen Views. 80 Prozent der Views entstehen nach 30 Tagen. 80 Prozent der Zuschauer sind zwischen 15 und 54 Jahre alt, 80 Prozent sind weiblich. Was für eine goldene Zielgruppe. 12 Mio Views haben Sallys Videos im Schnitt pro Monat mittlerweile. Zum Vergleich: Die letzte Ausgabe von „Wetten dass..?“ hatte am 13. Dezember 2014 9,27 Mio Zuschauer, was einem TV Marktanteil von 32,5 Prozent entsprach.

Sallys vier erfolgreichste Videos waren zuletzt Bauvideos. Sally und Murat bauen nämlich um und an. Neben ihrem Haus entsteht gerade: das Sallycon Valley. Nennen sie ernsthaft so. Ein eigenes Digital-Hub wird gebaut. 30 Leute sollen hier bald arbeiten. Ein Innovationszentrum entsteht. „Hier werden wir Unternehmen dabei helfen, die digitale Welt zu verstehen“, sagt Murat.

Viele Unternehmen denken noch immer, sagt der Sally-Stratege, in sozialen Medien sei es wichtig, die Corporate Identity des eigenen Hauses zu transportieren. „Was für ein Fehler“, sagt Murat. „Nimmt einem keiner ab im Netz.“ Eine halbe Milliarde Views haben Sallys Videos bisher insgesamt eingespielt. Sally ist eine Macht im Netz. Sie weiß das.

Alphabet-Boss Sundar Pichai weiß das – Pichai kommt sogar bald höchstpersönlich nach Waghäusel. Und Sallys Mann Murat weiß das natürlich – und baut geschickt ein Imperium um seine Frau herum. Die Küchenhersteller dieses Landes und viele Möbelhändler, auch die Big Player und Marktführer aus der Großfläche, wissen das ebenfalls. Murat kennt sie alle. Deals gibt es nur mit ganz wenigen. Murat sagt es so: „In der Küchen- und Möbelbranche kommst du an uns nicht vorbei.“´

Nein, wegen Geld steht Sally nicht mehr am Herd. Das sieht man den Videos an. „Ich mache nur, auf was ich wirklich Lust habe“, sagt sie. Dazu gehören zum Beispiel schon mal keine Affiliate-Links wie bei vielen Bloggern, auch Amazon steht in Waghäusel auf dem Index. Mit 24 Jahren hat Sally angefangen, ihre Sache ernsthaft zu betreiben, die ersten 70 Euro kamen nach anderthalb Jahren rein. Nun steuert die Sallys GmbH auf einen dreistelligen Millionen-Umsatz zu – nicht in Berlin, Hamburg oder München. In Waghäusel. Das sei doch die Grundidee des Internets, dass es am Ende egal ist, wo man sich befindet. Sagt Sally. Und füttert erstmal die Fische im Teich.

 

 

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  • Schlagzeile: Rein bei Höffner
  • H1: Sallys Welt jetzt bei Höffner

"Habt Ihr schon meine Produkte im Berliner @moebelhoeffner in Schöneberg entdeckt? Das ist vorerst der erste Store mit meinen Produkten", schrieb Content Creatorin und Unternehmerin Sally Özcan Ende letzter Woche in ihrer Insta-Story und ließ ihre 1,1 Mio Follower auch gleich abstimmen, welcher Höffi denn der nächste sein soll für ihre Produktrange.

Von Backbüchern bis zum Tortenkarussell gehört so ziemlich alles dazu, was Sally selbst in ihren Back- und Kochvideos verwendet - entwickelt in Waghäusel.

In Berlin scheint Sally für ihren ersten Aufschlag bei Höffner eine ziemlich prominente Fläche direkt am Eingang erwischt zu haben.

  • Schlagzeile: Auf dem Prüfstand
  • H1: Salone del Mobile 2022

Wenn am 7. Juni nun die Mailänder Möbelmesse, inklusive der Eurocucina und FTK, wieder ihre Tore öffnet, dann ist das mehr als nur ein weiteres Event im Jahreskalender. Nach den Jahren der Pandemie ist der Salone für viele Player im Markt die erste große, internationale Möbelmesse – und damit ein Versuch, so etwas wie die alte Normalität wiederherzustellen.

Preissteigerungen, Lieferkettenprobleme und eine lausige Konsumlaune – die Bedingungen für ein boomendes Möbelgeschäft könnten aktuell wahrlich besser sein. Als wäre das nicht genug, gibt es in der Branche nicht wenige Unternehmer, die das Thema Messen nach der Pandemie neu – und vor allem kritischer – bewerten. Auf der anderen Seite hätte eine starke, internationale Messe wie die, die nun in Mailand über die Bühne gehen soll, das Potenzial, ein Lichtblick in einem bislang eher düsteren Szenario zu sein. Wird es so kommen? Viele im Markt stellen sich diese Fragen und einige werden deshalb auch wieder nach Mailand düsen in den nächsten Tagen. Oder sind schon dort. 30 Grad hat es grad in der Domstadt. Rein in die Messehallen muss man da schon wollen. In der Stadt, vor allem im coolen Brera-Viertel, wird es da bei Cappuccino und Gelato sicher angenehmer sein.

Die Hoffnungen auf eine internationale Wiederbelebung des Geschäfts scheint da zu sein, wenn auch kaum jemand im Markt damit rechnet, dass viele Asiaten sich in Mailand tummeln werden. Auch mit Besucheransturm aus den USA rechnen wenige. Es wird wohl eher eine europäische Möbel- und Küchenmesse. Aber das heißt schon viel in diesen Zeiten. Und so haben sich aktuell auch einige heimische Player auf den Weg über die Alpen gemacht. Dabei sind in Rho-Pero auf dem Messegelände unter anderem die BSH, Bora, Bullfrog, Classicon, Dornbracht, Draenert, Duravit, Häcker, Hansgrohe, Hukla, JAB Anstoetz, Janua, Kare, Nobilia, Nolte, Rolf Benz, Schock, Schüller oder Tecta. Hinzu kommen einige Österreicher wie Voglauer und Wittmann und Schweizer, zum Beispiel De Sede und V-Zug.

Stolze Italiener

Klar, die Liste hätte auch länger sein können. Team 7, Willi Schillig, Koinor, Hartmann, Himolla oder 3C vermisst man dieses Mal. Lag aber vielleicht auch am Termin genauso wie am etwas komplizierten Anmeldeprozess. Schon im Februar, als der Höhepunkt der bisher letzten großen Corona-Welle noch bevorstand, mussten sich viele deutsche Aussteller entscheiden: Gehen wir hin oder lassen wir`s erstmal. Himolla hat‘s dann zum Beispiel gelassen. Hinzu kam: Wer seinen Stand vergrößern wollte, hörte von den Italienern des Öfteren und komischerweise in diesen Messezeiten ein freundliches „no“. Oder gar nix.

Zaungast spielen war deshalb für einige dann doch die bessere Option. Oder in die Stadt gehen – wie Walter Knoll oder Thonet oder Siematic und viele andere das machen. Bei Walter Knoll lautet das Motto daher heuer: „Walter Knoll goes Brera“. Der Edelproduzent zieht ein im Palazzo Rimessa dei Fiori, der genauso opulent wie ehrwürdig ist. Anstatt für wenige Tage große Messestände zu bauen, wolle man bestehende Räume nutzen, war auf Nachfrage aus Herrenberg zu hören. Zudem plane man dort zu sein, wo die Kunden sind. Die vielen Zufallsbesuche auf der Messe seien für Walter Knoll nicht von so großer Bedeutung. Man setze auf „ein qualitatives Einladungsmanagement“.

Im Übrigen, so sagt das Walter-Knoll-Chef Markus Benz, sei die Entscheidung pro Palazzo nicht als generelle Absage an klassische Messen zu verstehen. Aber: „Wenn Messen sich konzeptionell nicht erneuern, dann fehlt mir schon das zentrale Argument, weshalb wir dort stehen sollten.“ Unabhängig davon spürt man bei Walter Knoll ein großes Interesse, beinahe alle Partner haben sich angemeldet, auch aus Übersee.  „Ich glaube“, sagt Benz, „man kann daraus schon ableiten: Die Menschen wollen wieder unterwegs sein, wollen was sehen, Kontakt haben, aber eben anders als früher.“

Postpandemische Präsentation

Ebenfalls in die Stadt zieht es die Frankenberger Möbelmarke Tho-net. Thonet-Geschäftsführer Brian Boyd: „Wir sehen Mailand anders als die IMM und die Orgatec, dort werden wir stehen. In Mailand geht es uns eher ums Flair und um die gesellschaftliche Komponente.“ Aber nicht nur. Thonet zeigt in einem Palazzo in der Innenstadt eine Art „postpandemische Retrospektive“, so Boyd, also alle neuen Modelle der vergangenen zwei Jahre, die man auf keiner Messe zeigen konnte.

Der Nachholbedarf ist eben groß – bei Ausstellern und Besuchern. Vielleicht ein gutes Argument für Mailand insgesamt, ob auf der Messe oder in der Stadt.

  • Schlagzeile: Erreicht und übertroffen
  • H1: Zahlen aus Mailand

Nach der im letzten Herbst als „Supersalone“ durchgeführten Spar-Ausgabe des Mailänder Salone Internazionale del Mobile konnte die Mailänder Messe, die am Sonntag nach sechs Tagen zu Ende ging, natürlich nicht das Rekordniveau von 2019 erreichen, als 386.236 Besucher registriert wurden. 262.608 wurden es dann aber doch. Trotz des ungewohnten Juni-Termins, trotz Corona, Krieg und obwohl sowohl Chinesen als auch Russen, auf die zuletzt zusammen über 42.000 Personen entfallen waren, fast komplett fern blieben. Nicht zu vergessen auch die Zweifel, die zwischenzeitlich innerhalb der Ausstellerschaft bestanden hatten — am Schluss waren die großen Marken doch noch dabei. Wenn nicht in Rho, dann zumindest in der City. Auch deutsche Aussteller, die heuer wegen des Sommertermins pausiert hatten, haben schon angekündigt, beim nächsten Mal wieder am Start zu sein.

Man habe das selbst gesetzte Ziel erreicht und sogar übertroffen, ließ Salone-Präsidentin Maria Porro noch am Abend vermelden. Porro: „(…) Diese Zahlen unterstreichen den gesunden Zustand, den Wert und die Qualität des Salone del Mobile und zeigt wie Teamwork über eine ganze Branche hinweg und ihr kreatives und produktives Schaffen Exzellenz hervorbringen kann und sogar in den komplexesten Situationen zu positiven Ergebnissen führen kann.“

  • Schlagzeile: Gedränge in Mailand
  • H1: Salone bei bestem Wetter: Gedränge in Mailand

Viele große Messen tun sich schwer. In Mailand auf dem Salone del Mobile specken große italienische Marken wie Flexform oder Molteni weiter ab und zeigen sich nicht mehr auf dem Messegelände. Ein Trend, nicht neu. Walter Knoll, Cor, Schönbuch und andere Deutsche sind ebenfalls längst stilvoll im Brera-Viertel nördlich vom Duomo gelandet und dort ziemlich happy.

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  • Schlagzeile: Vernetzt in Verl

Nach der Premiere im vergangenen Jahr, die beim Gerätebauer Samsung das noch zarte Pflänzchen Einbaugeräte stärker zum Wachsen bringen sollte, sind die Koreaner auch in diesem Jahr zu Gast im Partnerbereich der Nobilia-Hausmesse. Auf zwei Messeflächen sogar: Zum einen mit der Produktlinie Infinite Line, zum anderen im Smart-Home-Bereich.  Im „House of Nobilia“, einem komplett ausgestatteten Apartment, sind etliche smarte Lösungen auf Basis von Samsungs Smart-Home-Plattform SmartThings inbegriffen. Neu zur Messe: ein Nobilia Smart-Things-Starterpaket.

SmartThings ist laut Samsung inzwischen mit über 2.000 Geräten kompatibel, erst kürzlich wurde eine Partnerschaft zwischen Samsung und Bosch angekündigt, die zusätzlich die Anbindung der BSH-Lösungen Home Connect sowie Home Connect Plus ermöglicht. In Verl wird Samsung das anhand konkreter Alltagssituationen demonstrieren: Beim Betreten der Küche schaltet sich die Beleuchtung ein und das Radio beginnt zu spielen. Nach der Auswahl eines Rezepts werden die entsprechenden Einstellungen vom Tablet direkt an den Backofen geschickt. Wenn der Besuch klingelt, erscheinen die Gäste auf dem Display des Family Hub-Kühlschranks und ein Tastendruck öffnet automatisch die Tür. Für die Aufbewahrung gefährlicher Gegenstände können Schranktüren mit einem Multi-Purpose Sensor gesichert werden. Wenn dann Kinder den Schrank öffnen, erscheint eine Warnmeldung auf dem Tablet.

Nobilia wird Smart Things-Komponenten auch in seinem Verkaufshandbuch 2022 anbieten.

  • Schlagzeile: Ohne Martin Alof

Dass sich die Wege des koreanischen Gerätebauers Samsung und seinem Einbaugerätechef Martin Alof nach drei Jahren trennen, hatte am vergangenen Freitag der Branchendienst Küchennews berichtet. Diese Info wird aus Schwalbach weder dementiert noch bestätigt: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu Personalspekulationen nicht äußern.“ Pläne für eine Zusammenlegung der Geschäftsbereiche Solo- und Einbaugeräte gebe es indes nicht, heißt es.

  • Schlagzeile: Im Jahr des Tigers
  • H1: Samsung will Geschäft mit Einbaugeräten stärken

Für den Hausgerätebereich hat Samsung das Jahr 2022, im chinesisch-koreanischen Kalender das Jahr des Tigers, zum Jahr des Wachstums ausgerufen. Nicht nur mit Staubsaugern, sondern auch mit Einbaugeräten will die Marke im Hausgerätebereich hierzulande wieder ein größeres Stück vom Markanteilskuchen.

Als Anfang November die Nachricht die Runde machte, dass Martin Alof als Chef des Einbaugerätebereichs bei Samsung seinen Hut nehmen wird (INSIDE 1124), da stand für viele im Markt die Frage im Raum, wie Samsung jetzt eigentlich mit dem Einbaubereich weiter fortfahren will. Ist ein Wechsel in der Strategie geplant? Wird jemand die Position wieder besetzen? Und wenn ja, wer? Auch jetzt will man sich bei Samsung noch nicht zu dieser Personalfrage äußern. Bei einem digitalen Roundtable-Gespräch mit Vertretern der Presse sagte Nedzad Gutic, Deutschlandchef in der Hausgeräteabteilung, nur: „Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht zu der Personalie äußern können.“ Und: „Wir sind nicht getrennt von Martin Alof.“ Was das bedeutet? Auf eine klare Antwort muss man wohl noch etwas warten.

Unabhängig davon ist aber klar, dass Samsung weiter den Einbaubereich vorantreiben will. Das wurde mehrfach deutlich während des Roundtable-Gesprächs betont, ebenso wie die Tatsache, dass gerade in diesem Bereich für die Koreaner noch viel Luft nach oben ist. Das Fazit für 2021 insgesamt fällt für Samsung durchaus gemischt aus: „Zum großen Teil sind wir zufrieden“, sagt Gutic, „trotz einzelner Rückgänge in manchen Warengruppen.“

Samsung konnte im Hausgerätebereich nicht ganz so stark wachsen wie der Markt insgesamt. Von 4,6 schrumpften die Marktanteile leicht auf 4,4 Prozent. 2022, so Gutic, wolle man wieder „zurück zur alten Stärke“ gelangen. Insbesondere im zweiten Halbjahr hatte Samsung Probleme, was die Lieferfähigkeit angeht. Gewinnen konnte Samsung im Einbau, weniger jedoch bei den freistehenden Geräten. Aber auch dort ist das Bild uneinheitlich: Während der Elektronikkonzern in Deutschland im Bereich Kühlen beispielsweise nach wie vor eine Größe ist und weiter wächst, gingen die Marktanteile bei Waschen und Trocknen 2021 zurück. Die Pandemie hat ihren Teil dazu beigetragen.

Als Zielgruppe hat Samsung vor allem junge, kaufkräftige Menschen im Visier. „Was uns auszeichnet: Wir sind der Hausgerätehersteller, der junge, kreative, zahlungswillige Kunden erreicht, weil wir genau den Zeitgeist verstehen und genau wissen, was dieser Zielgruppe wichtig ist“, sagt Gutic. Innovation, Design, Nachhaltigkeit seien deshalb Themen, die man vorantreibe. Ein großer Pluspunkt dabei: Viele Samsung-Geräte sind auf Konnektivität ausgelegt. Auch ist Samsung eines der Gründungsmitglieder der Home Connectivity Allianz (HCA), zu der sich schon weitere Hersteller wie Arcelik, Haier und Electrolux gesellt haben. Vergleichbar soll diese Allianz in der Zielsetzung mit dem sein, was Samsung mit Bosch bereits realisiert hat. Und auch was Nachhaltigkeit angeht, gibt man Gas: Samsung setzt dazu auf eine Verbesserung der Energieeffizienzklassen, fortschrittliche Energiespeichersysteme, den Einsatz von recyceltem Kunststoff auch im Gehäuse der Geräte und auf eine Kooperation mit Patagonia, deren Ziel es ist, die Menge an Mikroplastik in Gewässern zu reduzieren.

Dass der Fachhandel für weiteres Wachstum eine wichtige Basis bildet, ist bei Samsung längst schon gelebte Philosophie. „Alles, was wir machen im Marketing, ist partnerschaftlich abgestimmt mit dem Fachhandel, nur so können wir gemeinschaftlich wachsen“, sagt Diana Diefenbach, Head of Retail and Communication. „Unser Herz schlägt für den Fachhandel.“ Die eigene Studie Decentralized Living, die im Oktober rausgegeben wurde, zeigte, dass das Zuhause für die Zielgruppe von Samsung wichtig bleibt. Entsprechend geht man bei Samsung von einer weiterhin hohen Nachfrage aus, der man marketingseitig mit kreativen POS-Konzepten für den Fachhandel begegnen will. Aber natürlich hat Samsung wie viele andere Hausgerätehersteller mit der Warenverfügbarkeit zu kämpfen – auch wenn Samsung eine hohe Fertigungstiefe hat und über Produktionsstätten in Europa, insbesondere Polen, verfügt. „Das, was ich sehe, ist, dass jetzt größere Lieferungen kommen“, sagt Gutic. Er geht deshalb davon aus, dass es im zweiten Quartal zu einer Entspannung kommen kann.

  • Schlagzeile: Interne Lösung
  • H1: Samsung regelt Nachfolge für Martin Alof intern

Seit der Trennung von Martin Alof Ende letzten Jahres lag die Verantwortung bei Samsung Deutschland für das nach wie vor zart wachsende Einbaugeräte-Segment in Personalunion bei Nedzad Gutic, Director Home Appliance. Über eine eventuelle Neubesetzung war bis heute nichts zu erfahren, da war man strikt in Schwalbach.

Inzwischen steht fest: Silke Eckstein übernimmt als Head of Sales Bult-in Home Appliances die Leitung des Vertriebsteams für den Küchen- und Möbelfachhandel. Eckstein ist seit viereinhalb Jahren als Key-Accounterin bei Samsung im Einbaubereich tätig und war davor schon lange in der Branche, u.a. bei Warendorf, Siematic und Bauknecht. Künftig berichtet Eckstein direkt an Gutic.

Samsung, das verriet Gutic kürzlich im INSIDE-Talk, hat im vergangenen Jahr weiter Marktanteile gewonnen — ausgehend von noch niedrigem Niveau.

  • Schlagzeile: Kampagnen-Welle

Social Media, TV, Kino, Influencer sowie Testimonials oder traditionelle Werbung – Samsungs Kampagnenstrategie erstreckt sich auch für die Hausgeräte über alle Kanäle.

Seit Jahren gilt der Elektronik-Konzern Samsung als eines der innovations- und investitionsstärksten Unternehmen weltweit. Regelmäßig wird einmal im Jahr beim Veröffentlichen von Quartals- und Jahreszahlen von der versammelten Wirtschaftspresse auch darauf hingewiesen. So war es wieder dieses Mal. Grund genug, um genauer nachzufragen, denn nicht nur neue Geräte im Bereich der Hausgeräte werden in Aussicht gestellt, auch bei den begleitenden Kampagnen lassen sich die Südkoreaner immer was einfallen.

Nicht nur neue Geräte sind angekündigt. Die Südkoreaner feilen wieder kräftig am Kampagnen-Management, eben auch für die Hausgeräte. Im vergangenen Winter konnte man beispielsweise Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in der Küche beobachten. In der Kampagne „Sehr gute Technik. Sehr gut präsentiert.“ hatte das Comedy-Moderatorenduo Joko und Klaas mithilfe smarter Hausgerätetechnik und den entsprechenden Geräten von Samsung einen Waschbären gefangen. Der Spot lief im Dezember im Kino, online unter anderem auf YouTube, Facebook und Instagram und wurde begleitet von einer Landing-Page und einem Gewinnspiel.

Dazu sagt Mario Winter, Vice President Marketing bei Samsung Electronics im Video-Gespräch, dass sie sehr zufrieden mit der Kampagne gewesen seien und erklärt: „Das war eine Kampagne für den deutschen Markt. Wir wollten verspielt die komplexen Sachverhalte, in diesem Fall das smarte Samsung-Ökosystem, zeigen und deutlich machen wie einfach alles zusammen funktionieren kann. Das ist gelungen.“ Die Technik solle modern und frisch wirken. Wichtig sei zudem, die Produktvielfalt abzubilden - die Kühl- Gefrierkombination, die Waschmaschine, genauso wie den QLED-TV mit Soundbar, alles ist idealerweise Teil einer solchen Kampagne. Ähnlich lief es bei der Netflix-Serie „Emily in Paris“ ab - die Partnerschaft von Samsung mit Netflix war vor Kurzem für die bereits ausgestrahlte zweite Staffel verlängert worden. Co-Stars sind Smartphone und Smartwatch, Fernsehgeräte genauso wie ein Kühlschrank, als klassisches Productplacement. Dazu komme traditionelle Offline-Werbung, Social Media-Aktivitäten und in diesem Fall ein TikTok-Filter, mit dem die Geräte der jüngeren Zielgruppe näher gebracht werden sollen, denn so konnte sich jeder selbst in die Serie geradezu hineinbeamen. Nur sei das eine europaweite Kampagne gewesen, erklärt Mike Henkelmann, Director Marketing CE (das umfasst bei Samsung die Bereiche Hausgeräte, TV und Audio sowie Display).

Und weiter kündigt Mario Winter für den deutschen Markt an: „Wir haben in Zukunft noch einiges vor mit Joko und Klaas. Unsere Zusammenarbeit hat sich als sehr wertvoll erwiesen und gestaltet sich gänzlich unkompliziert.“ Joko und Klaas haben ihre eigene Produktionsfirma im Hintergrund und bringen viele eigene Ideen mit – alles komme quasi aus einer Hand. Und auf die Frage, was das Duo nun eigentlich sei - Influencer oder Testimonial - erklärt Winter, der seit zehn Jahren bei Samsung ist, „eigentlich beides, da machen wir keinen großen Unterschied.“ „Wichtig ist die Auswahl der Influencer oder eben Testimonials, wofür wir uns angemessen Zeit nehmen. Uns kommt es dabei nicht so sehr auf Reichweite oder Glamour an. Viel wichtiger ist, dass sie zu der Marke Samsung und ihren Werten passen. Natürlich spielt auch das Engagement eine große Rolle und dass die Personen authentisch hinter der Marke stehen.“ Außerdem solle die gemeinsame Arbeit langfristig sein, was bei Samsung-Kampagnen zwischen zwei und drei Jahren bedeute. Der persönliche Kontakt zu den Influencern oder Testimonials werde ebenfalls großgeschrieben, immer wieder treffe man sich oder telefoniere miteinander.

Genau so läuft auch die Zusammenarbeit mit Spitzen- und Sternekoch Tim Raue, die ebenfalls vor kurzem verlängert wurde. Der gebürtige Berliner Raue lebte und arbeitete einige Zeit in Asien und sei zudem ein echter Samsung-Fan, geben Henkelmann und Winter durch und Henkelmann erklärt weiter: „Tim Raue passt einfach rundum perfekt zu uns und seine Bekanntheit ist so etabliert, da muss Samsung im Weiße-Ware-Bereich erst noch hin – und das wollen wir, der Bereich soll weiter vorangetrieben werden, mit kräftiger Kampagnen-Unterstützung. Wir setzen im Einbau-Bereich kanalübergreifend auf Tim, neben ihm gibt es kein weiteres Testimonial und im Sommer wird er auch am POS prominent eingesetzt werden.“ Verschiedene Angebote und eine klassische 360-Grad-Kampagne sollen dann mit Raue ausgespielt werden, um so die Präsenz im Küchenhandel weiter zu stärken, so Henkelmann, der mittlerweile seit 19 Jahren im Unternehmen ist. Die gute, partnerschaftliche Beziehung zum Fachhandel sei einfach elementar für das Unternehmen, daher stimme man sich immer gemeinsam ab.

Henkelmann ist zufrieden mit der Kampagnen-Strategie im Hausgeräte-Bereich, die Bekanntheit wachse hier am besten, insbesondere bei der jungen Zielgruppe, die Marktzahlen seien gut. Doch auch die ältere Zielgruppe, die über 60-jJährigen, die derzeit vor allem über TV-Werbung angesprochen werden, stehen bei den Samsung-Strategen weiter im Fokus.

Das Marketingbudget für die Kampagnen liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich, so die beiden Experten. Vorteil der digitalen Testimonial- (oder Influencer) Kampagnen ist natürlich vor allem die direkte und genaue Performance-Analyse, darum kümmern sich allein für Europa zwischen 20 und 30 Mitarbeiter. „Das ist ein ganz großes Thema“, so Henkelmann, „da sind wir aus unserer Sicht vielleicht besser aufgestellt als andere, etabliertere Anbieter.“ Ein Weg von vielen, wie man sich weiter gegen die anderen großen Anbieter behaupten möchte.ssersport bestens bekannten Big Wave Surfer Sebastian Steudtner, mit ihm soll es dann um die großen Visionen gehen, und der Blick über die Meere schweifen und nicht mehr über die Zahlen. Auf Social Media hat auch diese Kampagne gerade begonnen, denn der Sportler surfte einen Weltrekord nach Hause, auf einer 26,21 Meter hohen Welle, und diese Zahl muss dann doch noch raus.

  • Schlagzeile: Große Ziele
  • H1: Samsung plant mit Wachstum

„Wir sind in der Küche angekommen“, sagte Silke Eckstein, Samsung-Vertriebsleiterin für Einbaugeräte im Küchen- und Möbelhandel, beim gestrigen Presse-Event am Deutschland-Sitz Schwalbach. Die Koreaner haben auf dem deutschen Markt nach wie vor große Ziele: Über 40 Prozent Wachstum im Küchen- und Möbelhandel hat Eckstein in diesem Jahr auf dem Zettel. ___STEADY_PAYWALL___

2022 hat Samsung bei Backöfen um 12 Prozent zugelegt, bei Kochfeldern um 5 Prozent. Weniger gut entwickelte sich mit einem Minus von 5 Prozent der Bereich Geschirrspüler. Für 2023 rechnet Samsung mit weiterer Kaufzurückhaltung im ersten Quartal, dann gefolgt von einem Aufschwung im weiteren Verlauf des Jahres. „Noch kommen wir von einem sehr niedrigen Niveau“, räumte Eckstein ein. Die Marktanteile bewegen sich aktuell im unteren einstelligen Prozentbereich, so die frühere Siematic- und Warendorf-Managerin. Im letzten Jahr konnte Samsung laut GfK allerdings 2 Prozentpunkte im Einbaugerätebereich hinzugewinnen.

Die Zusammenarbeit mit Möbel- und Küchenverbänden soll weiter ausgebaut werden. Die Markenbekanntheit der Einbaugeräte soll auch in diesem Jahr durch Product-Placement-Aktionen bei der Sat.1-Show The Taste, in Kooperation mit Sternekoch Tim Raue, gestärkt werden. Und man wolle „alle relevanten Messen“ besuchen, heißt es in Schwallbach. Dies würde also bedeuten, auch wenn die offizielle Meldung noch aussteht: Samsung plant erneut einen Aufschlag in Löhne diesen Herbst. Angesprochen auf eine erneute Area30-Beteiligung sagt Nedzad Gutic, Director Home Appliance bei Samsung: „Wir befinden uns noch im Gespräch, aber die Area30 steht hoch im Kurs.“

  • Schlagzeile: Martin Alof ist zurück
  • H1: Samsung: Martin Alof ist zurück

„Schön wieder zurück zu sein.“ Mit diesem Satz und einem Foto aus der Samsung-Zentrale überraschte Martin Alof am Montagabend sein Netzwerk.

Nach ziemlich genau zwei Jahren Pause ist Alof wieder in Schwalbach auf dem Posten, diesmal als Key Accounter im Team von Harald Böhner als Head of Sales Home Appliances.

  • Schlagzeile: Rückblick und Ausblick

Die Zeichen stehen auf Veränderung bei Samsung, mindestens räumlich. Noch in diesem Jahr steht ein Umzug an. Vom angestammten Firmensitz in Schwalbach geht’s rüber ins benachbarte Eschborn, in einen neu erbauten, modernen Bürokomplex, inklusive Roof-Top-Bar. Mitte des Jahres wird die technische Infrastruktur vorbereitet, Ende des Jahres zieht

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  • Schlagzeile: Konzentrierter

Es passiert nicht häufig, dass der Umzug in ein neues Headquarter schneller erfolgt als ursprünglich geplant: Eigentlich sollte der neue Samsung-Standort in Eschborn, nicht weit von den Deutschlandzentralen der Wettbewerber Beko und LG entfernt, erst im Dezember bezogen werden. Jetzt ging der Umzug in das moderne Gebäude, inklusive Samsung Space Lounge und New-Work-Konzept in der obersten Etage, schon im September über die Bühne, während man

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  • Schlagzeile: KI kocht mit

Das Gebäude ist irgendwie auch ein Statement: Samsung hat im vergangenen Herbst seine neue Deutschlandzentrale, den „Samsung Space“, in Eschborn nahe Frankfurt eröffnet. Auf rund 17.000 qm bieten 15 Büroetagen Platz für etwa 1.000 Mitarbeiter – alles supermodern, nachhaltig konzipiert und fürs hybride Arbeiten

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