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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Neuer Einkaufsleiter Küche
  • H1: Porta: Einkaufsleitung Küche neu besetzt

Man liegt sicher nicht falsch, wenn man Hartmut Köster als absolutes Porta-Urgestein bezeichnet. Köster ist schon ewig bei Porta, seit über zehn Jahren dort auch verantwortlich für den Einkauf der starken Küchensparte des Begros-Filialisten aus Porta-Westfalica.

In Porta war man nun schon länger auf der Suche nach einem Nachfolger für Köster, der sich perspektivisch in den Ruhestand verabschieden wird. Seit dem Jahresstart ist mit Philipp Nolte der neue Einkaufsleiter Küche an Bord. Köster wird Nolte nun in die Aufgabe einarbeiten, beide marschieren erstmal zusammen. 

Nolte war zuletzt als Regionalleiter für MHK aktiv, davor in selber Funktion für die MHK-Franchiseschiene Reddy – und davor wiederum bei Nieburg Küchen und Alno.

  • Schlagzeile: Schließt Küchenwelt Essen
  • H1: Porta schließt Küchenwelt Essen

Rund 150-mal ist die Porta-Gruppe mit ihren Möbelhäusern, Boss-Discountern und den osteuropäischen Asko-Standorten in drei Ländern vertreten. Die Expansion läuft moderat weiter. Zuletzt wurden aber auch einige Filialen geschlossen.

„Die Porta-Gruppe verfügt über eine starke Substanz und trifft Entscheidungen entsprechend einer klaren Strategie, wenn es um die Eröffnung oder die Schließung von Standorten geht.“ „Kontinuierlich“ und „seit der Gründung im Jahr 1965“ analysiere das Unternehmen seine Standorte nach Faktoren wie Kunden- und Umsatzpotenzial, Kaufkraft, Kaufverhalten und Lage. Diese Sprachregelung bekam man in den letzten Monaten immer mal wieder zu hören, wenn man in Porta Westfalica nachfragte. Nachfragen von Lokal- und Branchenjournalisten gab es einige, denn inzwischen wurden nicht weniger als zehn Boss-Märkte geschlossen. Mindestens ein weiterer wird in Kürze folgen. Zum 30.11. soll nun auch die mit fünf Mitarbeitern betriebene Porta-Küchenwelt in Essen ihre Pforten schließen, ___STEADY_PAYWALL___wo ein Boss-Standort ebenfalls schon durchs Raster gefallen war. Den Standort in Essen am Wolfsbankring hatte das Begros-Mitglied 2018 von Küchen Bücking übernommen. Ein generelles Aus für das Küchenwelten-Konzept kann man aus der Schließung in Essen nicht ableiten. Nach wie vor sind Küchenmärkte in Berlin-Mahlsdorf und Leipzig am Netz. In Essen reicht die Kaufkraft in der Umgebung allerdings nicht mehr aus, um das Küchenhaus rentabel zu führen. Eine Entscheidung über die künftige Nutzung der Immobilie wurde noch nicht getroffen.

Bevor die Entscheidung für eine Schließung fällt, geht man in Porta Westfalica wie folgt vor: Das Sortiment wird mehrere Male verändert und angepasst, das Marketing auf einen größeren Radius ausgeweitet und geprüft, ob mit einer Flächenerweiterung die Möglichkeit besteht, die Wettbewerbssituation deutlich zu verbessern. Speziell im Ruhrgebiet haben diese Maßnahmen an verschiedenen Standorten wohl nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Die Porta-Neueröffnung in Neu Wulmstorf auf der anderen Seite ist ein Beispiel dafür, dass nach Kaufkraftanalyse an einzelnen Standorten auch auf ein höherwertiges Segment gesetzt werden kann. Hier hatte die Gruppe kürzlich einen Boss-Markt zu einem „kleinen Porta“ umgewandelt. Man kann folgende Äußerung aus der Unternehmenszentrale so auslegen, dass dies kein Einzelfall bleiben wird: „Das Ziel der Porta-Gruppe ist es, zukünftig durch die Ergänzung unserer Einrichtungshäuser durch kleinere Möbelhäuser auch in Mittelzentren und im ländlichen Umfeld zu expandieren. Damit tragen wir dem sich verändernden Kaufverhalten Rechnung, dass sich Kunden zunehmend im Internet informieren und sich in den Möbelhäusern dann von dem gewonnenen Eindruck überzeugen wollen. Die Entscheidung, in Neu Wulmstorf ein neues Konzept zu etablieren – die ganze Porta Welt und die Highlights aus dem Boss-Sortiment auf 6.000 qm – erfolgte nach einer Langzeitmarktbeobachtung auf Grund sich ändernder Umfeldbedingungen. So haben wir insbesondere an unserem Standort in Neu Wulmstorf eine verstärkte Landflucht von Hamburger Haushalten ins Dreieck ‚Altes Land – Harburger Berge – Niedersächsische Elbmarschen‘ festgestellt. Damit verbunden ist die stark gestiegene Nachfrage nach Hochwert- und Echtholzmöbeln sowie das Bedürfnis nach digitaler Information im hochwertigen Segment. Die Porta-Gruppe hat sich nach der entsprechenden Analyse dann dazu entschlossen, den bis dato im internen Ranking erfolgreich betriebenen Boss- Markt Neu Wulmstorf in ein Porta-Haus umzuwandeln, in dem die Highlights beider Marken gezeigt werden.“

Trotz der Discount-Krise, die den Möbelmarkt in diesem Jahr heftig erfasst hat, setzt Porta bei seiner Neustrukturierung nicht nur auf eine Ausdünnung des Standortnetzes, sondern punktuell auch auf Neueröffnungen. 2021 wurden die Boss-Filialen in Halle-Peißen und Tangermünde generalsaniert und in Weißenfels und Fürstenwalde zwei Standorte neu eröffnet. In diesem Jahr soll nach Eisenach im Winter noch eine Neueröffnung in Wismar folgen, wo Porta außerdem ein Fachmarktzentrum mit Lebensmitteldiscounter, Gartencenter, einem Bäcker und einer Elektrotankstelle gebaut hat. Den Status quo gibt Porta so an: Die Unternehmensgruppe betreibt derzeit circa 150 Einrichtungshäuser und Möbeldiscount- Märkte in drei Ländern, darunter aktuell 28 Porta-Einrichtungshäuser und mehr als 90 Märkte von SB-Möbel Boss. Auch Asko in der Slowakei und Tschechien ist bekanntlich Teil der Gruppe. Die letzte im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanz der Porta Holding für das von vier Monaten Lockdown beeinflusste Jahr 2021 weist Umsatzerlöse von 953,4 Mio (2020: 1,126 Mrd) Euro aus.

  • Schlagzeile: Mit Holz aus Österreich
  • H1: Blanco kooperiert mit dänischem Start-Up

Das dänische Küchen-Start-up Possi ist seit gut einem Jahr am Netz. Das junge Unternehmen arbeitet mit einer standardisierten Küchenmodul-Größe, die in jeglichen Formaten kombiniert werden kann.

Gründerin Tanita Klein konnte schon nach kurzer Zeit einen großen Wurf tätigen und Blanco als Partner akquirieren. „Unsere Partner aus Oberderdingen  kümmern sich um den Wasserplatz und testen bei uns verschiedene neue Konzepte aus", sagt Sophie Loewenhardt, eine von drei Possi-Mitarbeitern und für Kooperationen und Partnerschaften im Unternehmen zuständig.

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Die Dänen lassen die Module in drei Ländern produzieren. „Die Holzteile kommen aus Österreich. Metall beziehen wir aus Deutschland und Dänemark“, so Loewenhardt. Am 1. Dezember feiert Possi in Kopenhagen ein Opening-Event für die Kooperation mit Blanco. Nach dem Event ist die Location als Pop-Up-Store in Kopenhagen noch bis 31. Januar zugänglich. Im Frühjahr folgt eine Veranstaltung in Berlin.

  • Schlagzeile: Anpassungsfähig
  • H1: Possi Kitchen im INSIDE Küche-Talk

„Ich finde den Ansatz sehr spannend, dass die Küche eine Reflexion der Gesellschaft ist“, sagt Tanita Klein, Gründerin des Küchen-Start-Ups Possi mit Sitz in Kopenhagen im INSIDE-Küche-Interview. Inspiration hat Klein bei der Architektin der Frankfurter Küche, Margarete Schütte-Lihotzky, gefunden und gründete knapp 100 Jahre nach dem ersten Entwurf der Frankfurter Küche ihr eigenes Unternehmen.

Sie will eine Küche anbieten, die sich die sich den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft anpasst. „Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Nachhaltigkeit“ sind die Ankerpunkte, aus denen das Konzept von Possi entstanden ist.

Das war im Jahr 2017. Nach einem Aufschlag beim IMM-Newcomer-Wettbewerb „Pure Talents“ 2019 in Köln lernte Klein Lukas Kauer kennen, ihren heutigen Businesspartner.

Seither wurde eine Kooperation mit Blanco eingetütet, und ein Store-Aufschlag in Berlin ist in der Pipeline. Die modulare Küche gibt’s in der kleinsten Variante ab 6.525 Euro.

Über die aktuelle Entwicklungen und die Possi-Zukunftspläne spricht Outsider Nikolaj Wulff mit Klein und Projekt-Managerin Sophie Loewenhardt im Video-Interview oder hier auf unserer Podcast-Plattform.

  • Schlagzeile: Wer macht wieviel?
  • H1: Preiserhöhungen in der Küchenmöbelindustrie: Wer macht wieviel?

Man hat es in den vergangenen Monaten oft gehört und in den letzten Wochen noch öfter: Was zuletzt auf den Beschaffungsmärkten passiert ist - in Sachen Verknappung und Kostensteigerungen, das hat die Welt noch nicht gesehen. Erfahrung mit unterjährigen Aufschlägen haben im vergangenen Jahr schon (teils auch mehrfach) Kastenmöbel- und Polstermöbelbauer sammeln müssen. In der Küchenmöbelindustrie dagegen sind Teuerungszuschläge während des Jahres ein ziemliches Novum.

Nach und nach haben sich in den letzten Wochen - die Großen erst in den letzten Tagen - zahlreiche Küchenmöbelhersteller mit Schreiben an ihre „lieben Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner“ aus der Deckung gewagt. Die Erklärungen sind teilweise kürzer (wie bei Nolte), teilweise zwei Seiten lang (wie bei Schüller oder Nobilia). Der Tenor ist überall der gleiche: Es führt kein Weg dran vorbei. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit berichten wir an dieser Stelle im Detail über das Vorgehen diverser Küchenmöbelhersteller, deren Kundenschreiben auf Umwegen bei uns in der Redaktion gelandet sind.

Im Handel werden die Aufschläge freilich nicht immer so selbstverständlich hingenommen. „Jetzt spinnen die alle“, haben wir nicht nur einmal gehört in den vergangenen Wochen - und aus der Industrie ja auch oft genug über deren eigene Vorlieferanten. Es gibt aber auch welche im Handel, die das so erwartet haben. Spätestens seit Geräte-Marktführer BSH schon vor einiger Zeit seine 8 Prozent auf alle Marken zum 1.6 angekündigt hatte.

Wettbewerber Electrolux erhöht ab 1.5 um 6,5 Prozent - es geht im Gerätebereich aber auch noch höher.

Im Holz-Bereich hatte mit +2,9 Prozent zum 1.6. Rotpunkt Küchen den Anfang gemacht. Man kann vermuten, dass es bei späterer Ankündigung mehr gewesen wäre. Mit wenigen Ausnahmen werden die höheren Preise in Form von temporären Teuerungszuschlägen umgesetzt. So erhebt beispielsweise die Baumann Group ab dem 1.5. einen Teuerungszuschlag von 6,8 Prozent. Eingehende Aufträge bis zum 30.4. werden noch bis Ende August zu den alten Preisen ausgeliefert.

In gleicher Höhe, also mit 6,8 Prozent und ebenfalls ab dem 1.5., ist Nolte Küchen unterwegs. Zu alten Preisen (bei AE vor dem 1.5.) wird bis zur KW 28 geliefert, Mitte Juli beginnen dann die Betriebsferien in Löhne. Häcker verlangt ab AE 16.5. bzw. Liefertermin 15.8. ebenfalls 6,8 Prozent mehr. Marktführer Nobilia ist mit 7 Prozent ab dem 1.5. dabei, liefert Aufträge, die vor diesem Datum eingehen, aber noch das gesamte Jahr über zum alten Preis aus.

Bei Brigitte beträgt der angekündigte Teuerungszuschlag 6,5 Prozent und gilt ab AE 1.5. bzw. Auslieferung 31.7., bei Ballerina 6 Prozent ab AE 1.6. bzw. Auslieferung 31.8.

Störmer Küchen hatte ebenfalls relativ früh einen Teuerungszuschlag von 7 Prozent ab dem 1.4. angekündigt. Ein Hersteller, dessen Brief uns in der Redaktion aber nicht vorliegt, soll gar mit 9 Prozent unterwegs sein. Bei Schüller bzw. Next125 spricht man von einer Preisanpassung ab dem 1.6. (Liefertermin längstens 15.10.) um 8 Prozent. Herrieden stellt für die Umsetzung auch einen neuen Datenkatalog und Aufkleber für die Verkaufsunterlagen zur Verfügung.

  • Schlagzeile: Nächste Runde
  • H1: Bosch lupft die Preise zum 1.10.

Die unterjährigen Teuerungszuschläge und Preiserhöhungen quer durch die Küchen- und Geräteindustrie sind gerade erst ein paar Monate her, da trudeln — angesichts der Kostenexplosion wenig überraschend — die ersten Lieferantenschreiben zur nächsten Runde im Handel ein. In dieser Woche hat Bosch sich als einer der ersten aus der Deckung gewagt. „Ca. 5 Prozent“ sollen für Aufträge ab dem 1.10. dazu kommen. „Für alle in unseren Systemen bis zum 30.9.2022 erfassten Küchenkommissions-Aufträge, die bis zum 31.12.2022 ausgeliefert werden, gelten die bisherigen Preise. Bitte beachten Sie, dass wir uns bei Lageraufträgen, die bis zum 30.9.2022 bei uns eingehen, bis zum 31.10.2022 aber noch nicht zur Auslieferung gekommen sind, eine Abrechnung auf Grundlage der neuen Kurzpreisliste mit Stand 10/2022 vorbehalten“, heißt es.

  • Schlagzeile: Langsam klarer
  • H1: Preiserhöhungen der Küchenmöbelindustrie: Langsam klarer

Dass die im Frühjahr verkündeten Teuerungszuschläge der Küchenmöbelindustrie nicht ausreichen würden, um die eigenen Kostensteigerungen zu kompensieren, war schon lange klar. Unklar war dagegen, in welchem Ausmaß weitere Aufschläge nötig und möglich sein würden.

Nach wie vor offen ist zwar die weitere Entwicklung der Energiekosten und der Löhne, die im nächsten Jahr neu verhandelt werden. Alles andere als ein starker Anstieg wäre allerdings eine ziemliche Überraschung.

Nachdem zumindest auf der Materialkostenseite inzwischen einigermaßen kalkuliert werden kann — aktuell sieht es so aus, als hätten sich die Spanplattenpreise auf dem erreichten hohem Niveau stabilisiert —, haben viele Hersteller entschieden, wie die Preislisten fürs kommende Jahr aussehen sollen:___STEADY_PAYWALL___ Im Schnitt werden wohl 4 bis 5 Prozent auf das aktuelle Preisniveau draufgerechnet werden. Heißt: Die Teuerungszuschlage werden eingepreist und die sich daraus ergebenden Preise nochmals um 4 bis 5 Prozent angehoben.

Es gibt auch Küchenproduzenten, die noch keine Nägel mit Köpfen machen und zunächst nur den Teuerungszuschlag erhöhen wollen, um dann Anfang des kommenden Jahres eine endgültige Entscheidung zu treffen. Auch die Variante, Preise nur moderat erhöhen und im ersten Halbjahr sofern notwendig nochmals einen Teuerungszuschlag zu aktivieren, wird es geben.

Mit Spannung blickt die Branche jetzt allerdings auch darauf, ob die Kombination aus den hochgefahrenen Kapazitäten und einer möglicherweise sinkenden Nachfrage die noch aus den Jahren vor der Alno-Zerschlagung bekannten Preiskämpfe zurück bringen wird. Im oberen und mittleren Preissegment hat die Industrie noch ausreichend Polster, verspürt aber teilweise auch schon eine Abschwächung. Bei den Herstellern im unteren Preissegment macht sich die Flaute im Discount und in der Großfläche aktuell schon deutlich bemerkbar. Auch die Lieferzeiten nähern sich bei einigen wieder dem Normalniveau, während andere schon fürs kommende Jahr bestätigen müssen.

Update: Es kommt vereinzelt auch noch mehr. Einer der ganz großen Küchenbauer hat nun, wie man hört, Großkunden über einen kommenden Preisaufschlag von knapp 7 Prozent informiert und ein weiterer Großer soll sich auf einen noch höheren Zuschlag vorbereiten.

 

 

  • Schlagzeile: Netzwerk in Neumarkt
  • H1: Pröbster: Netzwerk in Neumarkt

Es ist geschafft: Einrichtung Pröbster aus Neumarkt in der Oberpfalz hat den großen Umzug hinter sich. Ereignisreiche Monate liegen hinter der 27-köpfigen Mannschaft des EMV-Händlers aus Bayern. Zur Neueröffnung am 20. Februar kamen dann auch viele von denen, die mitgeholfen haben. „Wir haben einmal alles auf Rohbauzustand zurückgesetzt, und wieder aufgebaut“, sagt Michael Pröbster in einer kurzen Rede. „Wir sind sehr stolz, dass wir es geschafft haben.“ Anerkennendes Nicken und Beifall bei Vertretern der verschiedenen Gewerke, die die Kernsanierung ab April 2024 durchgezogen hatten. Auch aus dem Lieferanten- und Händler-Lager kam der ein oder andere hierher, um die neue Ausstellung zu sehen.

Das hat sich geändert: Statt zweier sich gegenüberliegender Immobilien gibt es nun ein Haus. alle Bereiche auf drei Etagen und unter einem Dach vereint sind, auf insgesamt etwa 5.000 qm. Davon waren 2.000 qm ursprünglich vis-a-vis zu finden. Die verteilen sich nun auf die beiden oberen Stockwerke. Im ersten Stock sind modernes Wohnen, Schlafen und Speisen untergebracht. Im Stockwerk darüber befindet sich die Küchenausstellung. Bereits

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  • Schlagzeile: Lüftung als Designelement

Der badische Küchenhändler Hubert Lehmann hat eine Lösung entwickelt, die Lüftungsgitter in der Küchenwand zwar nicht unsichtbar macht, aber doch verschönert.

Man sieht sie oft, gerade im Premiumbereich: Flächenbündig in die Wand eingelassene Küchenschränke und Geräte. Beim Endverbraucher zu Hause schauen die Lösungen leider oftmals nicht mehr so schick aus wie auf Fotos oder in Ausstellungen. Weil es in der Praxis Lüftungsgitter über oder unter den Geräten braucht. Hubert Lehmann, der in Rust im Ortenaukreis ein   Küchenstudio betreibt, war das schon länger ein Dorn im Auge. Aktiv wurde er, als ein guter Freund vor ein paar Jahren eine Küche kaufen wollte, „wie man sie in Prospekten sieht“ – eben in die Wand eingelassen, aber ohne Lüftungsgitter.

Lehmann begann zu tüfteln. Als gelernter Tischler kannte er sich mit Holzwerkstoffen aus; durch eine frühere Tätigkeit als Trockenbauer war ihm Rigips als Material vertraut.

„Spanplatten reißen, Rigips nicht“, sagt Lehmann.  Die ersten Versuche unternahm er daher mit gefrästen MDF-Streifen und bestrich die Falz mit Rigips. Auch das ergab Risse, die Kante musste zunächst imprägniert werden. Lehmann ließ Werkstücke über Nacht draußen auf der Terrasse, lagerte sie zu experimentellen Zwecken im Gefrierfach und steckte sie sogar in den Dampfgarer. Er experimentierte so lange, bis die aus seiner Sicht optimale Lösung gefunden war.

Über einen gemeinsamen Geschäftspartner kam ein Innenarchitekt aus Salzburg auf ihn zu. Dieser riet Lehmann bei einem Treffen, sich seine Erfindung schützen zu lassen. Profil 2.0war geboren. Lehmanns Lösung lässt sich schnell und präzise montieren und macht die Lüftung optisch gefällig. „Hier ist die Notwendigkeit des Entlüftens zum Designelement geworden“, fasst Lehmann zusammen.

Profil 2.0ist seit 2014 auf dem Markt. Im früheren Lager von Lehmanns Küchenstudio – für das Küchenlager ist mittlerweile ein externer Spezialist zuständig – ist ein Mitarbeiter Vollzeit mit der Fertigung von Profil 2.0beschäftigt. Die Holzprodukte, von denen täglich im Schnitt 10 Meter versandt werden, werden bei Lehmann produziert, die Lüftungsgitter stammen von Naber. An Naber hatte Lehmann zwischenzeitlich auch mal eine Lizenz vergeben. Da das Produkt jedoch sehr erklärungsbedürftig ist, vermarktet Lehmann es seit 2019 wieder selbst. „An manchen Tagen liefern wir einen ganzen Transporter voll aus“, berichtet Lehmann. Das operative Geschäft in seinem Küchenstudio überlässt Lehmann übrigens inzwischen seinen Prokuristen, die noch in diesem Jahr Geschäftsführer werden sollen. Lehmann selbst treibt mit Herzblut seine Idee Profil 2.0 voran.

Ein Händlerportrait über Lehmann Küchen werden wir in Kürze hier auf INSIDE Küche veröffentlichen.

  • Schlagzeile: Wechsel zum Küchentreff
  • H1: Küchentreff: Proform kommt

Jetzt ist raus, wohin es Küchenhändlerin und Bloggerin Yvonne Zahn mit ihrem Weinheimer Küchenstudio Proform zieht. Dass Proform bei MHK gekündigt hat, macht schon seit ein paar Monaten die Runde im Markt.

Proform dockt nun zum 1. Januar 2025 beim Küchentreff in Wildeshausen an. Yvonne Zahn und ihr Mann Markus Schomacker werden sich in Wildeshausen auch mit ihrer Marketingagentur Kitchen Marketing engagieren und ihre Ideen und Lösungen in Zukunft über den Servicebereich Küchentreff-Campus den anderen Verbandsmitgliedern zur Verfügung stellen. „Küchentreff ist der ideale Partner für uns, da die Bereitschaft besteht, neue Wege zu gehen und die Branche weiterzuentwickeln – genau das wollen wir auch“, sagt Yvonne Zahn. In dieselbe Richtung geht Küchentreff-Geschäftsführer Daniel Borgstedt, der die Innovationskraft von Proform und Kitchen Marketing hervorhebt. Vertriebsleiter Daniel Bezikofer sagt es so: „Wir sind überzeugt, dass die Expertise von Proform in Kombination mit unserem Angebot einen echten Mehrwert für alle Händler schafft und die Branche inspiriert.“

  • Schlagzeile: Keine kleinen Brötchen
  • H1: Keine kleinen Brötchen - zu Besuch bei Pronorm

Beim Küchenbauer Pronorm in Vlotho wurden in den letzten Jahren Investitionen angestoßen, die zum einen mehr Menge ermöglichen werden. In erster Linie aber soll die Fertigung schneller und noch flexibler werden.

Seit zwölf Jahren gehört Pronorm inzwischen zur De Mandemakers Groep (DMG). Das ist nicht immer einfach in der Kommunikation mit den Kunden, weil oft erklärt werden muss, dass die DMG-eigenen Kanäle nicht bevorzugt behandelt werden. Pronorm ist ein eigenständiges Unternehmen. Gerade damit sind sie in Vlotho zufrieden. „Wir dürfen das Unternehmen führen, als wäre es unser eigenes“, sagt Thorsten Gösling, der Ende 2019 gemeinsam mit Roger Klinkenberg Langzeit- Geschäftsführer Heinz Hachmeister abgelöst hat. „Das tun wir auch“, ergänzt Klinkenberg. Dazu gehört allerdings auch, dass es nicht den großen Topf gibt, aus denen der Inhaber in Waalwijk die Investitionen in Vlotho finanziert. Investitionen muss Pronorm selbst stemmen und hat zuletzt einiges in die Hand genommen.

Besuch am Pronorm-Standort Ende Mai – die erste Woche im Betrieb ohne Maskenpflicht. Ungewohnt. Die Outsiderin steht noch etwas verklemmt neben den beiden Pronorm-Geschäftsführern, aber es gibt schließlich einiges zu zeigen. Seit Jahresanfang ist eine neue, 2.500 qm große Produktionshalle in Betrieb. Auch eine neue Frontenbearbeitungslinie wurde geliefert. Nun soll ein neues, vollautomatisiertes Plattenlager für schnellere Prozesse und mehr Flexibilität sorgen. Wir betreten das Werk an der Seite des Plattenlagers. Hier werden künftig Halbformatplatten angeliefert; die Warenannahme für alle anderen Materialien befindet sich an der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes. Mit der Zentralisierung der Läger hatte das Unternehmen vor drei Jahren schon begonnen. Die Herausforderung der jüngsten Investitionen war und ist die Transformation bei laufendem Betrieb, eine Operation am offenen Herzen.

Plattenlager Pronorm Fotor

Neues Plattenlager

Beim INSIDE-Besuch Ende Mai waren Plattenlager und eine zweite Combi.cut-Aufteilsäge noch in der Installationsphase; eine dritte Aufteilsäge war vor der Auslieferung. In Zeiten knapper Sägekapazitäten bei den Holzwerkstofflieferanten ist das eine wertvolle Investition. „Das waren bislang bloß die Vorarbeiten. Jetzt fangen die Ausbauarbeiten richtig an“, sagt Thorsten Gösling. Es wird einiges verschoben in den Hallen. Bis zum Sommer 2023 soll zudem in der Korpusvorfertigung Losgröße 1 eingeführt sein. Große räumliche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es am Standort nicht mehr; und ein neues Werk ist nicht geplant. Eine Kapazitätssteigerung muss also durch Maschineninvestitionen und die Neuorganisation der Fertigung erreicht werden. Die Kapazitäten in der Vorfertigung werden durch die aktuellen Investitionen gesteigert; die Montagekapazitäten will Pronorm dann in den nächsten fünf Jahren erweitern.

Mittelfristig wird Pronorm seine Kapazität auf 400.000 Schränke bzw. 40.000 Küchen pro Jahr ausbauen. Zuletzt waren es 340.000 produzierte Typen und fast 100 Mio Euro Umsatz – noch ohne Preiserhöhungen, die folgten erst zum Jahreswechsel 2021/2022. Konkret verbesserte der Küchenbauer seinen Umsatz 2021 wie im Vorjahr um 14 Prozent und kam auf 98,7 Mio Euro vor Erlösschmälerungen. Nach wie vor ist das Auftragspolster hoch, so dass auch 2022 mit einem Plus ausgehen wird. Geplant sind 10 bis 14 Prozent Wachstum auf 112 bis 114 Mio Euro Umsatz – allerdings werden hier natürlich auch Preiserhöhungen und Teuerungszuschlag eine Rolle spielen. Der Durchschnittsverkaufspreis einer Pronorm-Küche samt Geräten und Zubehör liegt nach Unternehmensangaben zwischen 15.000 und 17.000 Euro.

Das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre ist zum Teil auf eine positive Marktentwicklung zurückzuführen – auch die Pronorm- Kunden legen zu. „Aber auch auf viele Neukunden“, sagt Roger Klinkenberg. Richtig durchstarten will Pronorm nun unter anderem in Österreich, wo zu Pronorms Nobia-Zeiten die frühere Schwestergesellschaft Ewe/FM das Hausrecht hatte. Im Herbst hatte sich Pronorm an der Küchenwohntrends in Salzburg beteiligt und ist nun nach einem zwischenzeitlichen Versuch mit eigenem Außendienstler seit einigen Monaten mit der Handelsvertretung von Manfred Eichinger gut unterwegs.

Wichtige Märkte sind die Niederlande, Belgien, die Schweiz und UK und seit ein paar Jahren auch Frankreich. Auch den deutschen Markt wollen sie in Vlotho nochmal stärker ins Visier nehmen. Klinkenbergs Argumente: Sortimentstiefe und Differenzierungsmöglichkeiten, Materialalternativen durchgängig durch alle Produktlinien und nicht zuletzt das Plattformkonzept. Dieses macht das Produkt für die Verkäufer einfacher, weil sie nicht ständig Ausnahmen berücksichtigen müssen.

Auf die Plattform setzt auch die im letzten Herbst vorgestellte und seit dem zweiten Quartal lieferbare, vierte Produktlinie I-Luminate auf, die Pronorm selektiv vermarktet. Das I-Luminate-Konzept wurde um das 2020 entwickelte Beleuchtungsprofil herum entworfen, das produkttechnisch das Besondere an I-Luminate ausmacht. Die Kriterien für die Vermarktung wie Umsatzziele, Verkäuferschulungen und eine entsprechende Präsentation auf der Fläche sind vertraglich festgelegt. Mit 75 Verträgen ist Roger Klinkenberg „zufrieden für den Anfang“. Man müsse dranbleiben, bis die Verkäufer hinter dem Thema stehen und es pushen. I-Luminate wird eine eigene Webseite bekommen und bei Instagram und Pinterest Gas geben, aber auch Print-Anzeigen sind geplant. „Die jungen Generationen kennen keine Marke“, sagt Klinkenberg. Und: „Es gibt immer Möglichkeiten, Neues zu entwickeln.“ Beim Vorbild in Sachen Marke backt Klinkenberg keine kleinen Brötchen: In Vlotho hat man die Entwicklung von Bora genau beobachtet. Als Pronorm seinerzeit noch den Showroom in Bad Salzuflen hatte, hat Willi Bruckbauer dort als Gastaussteller die ganze Messewoche über Wasser gekocht und die Funktion seines Muldenlüfters gezeigt. Klinkenberg: „Genau wie Willi müssen wir unsere Leidenschaft auf die Straße bringen.“

Gösling und Klinkenberg sind gern mittendrin im Unternehmen und drehen an vielen Stellschrauben. Nicht die Produktion allein steht im Fokus der Investitionen. Dank einer neuen Photovoltaikanlage und einer neuen Holzfeuerungsanlage, die auch das Ende der großen Mülltonnen für Holzreste bedeuten wird, kann Pronorm bald auf Erdgas komplett verzichten und hat damit ein Problem weniger als viele andere Unternehmen. Diese Investitionen wurden freilich schon vor Beginn des Ukraine-Kriegs angestoßen. Ziel ist es, bis zum Jahresende klimaneutraler Möbelhersteller zu werden. In Sachen Nachhaltigkeit sucht man in Vlotho auch mal nach unkonventionellen Lösungen. „Nach dem Bau dieses neuen Zauns um das Firmengelände haben wir den alten Zaun nicht verschrottet, sondern bei Ebay Kleinanzeigen verkauft. Er steht jetzt bei einem Autohändler aus Polen“, erzählt Thorsten Gösling.

  • Schlagzeile: Küchenplanung auf Instagram

„Wir sehen, dass sich die Kundenorientierung verändert“, sagt Pronorm-Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg. Mit verschiedenen kleineren Marketing-Projekten wollen sie in Vlotho darum näher an den Endverbraucher ran. In Großbritannien, wo Pronorm mehr als Marke auftritt, während die Küchen hierzulande häufiger als Handelsmarken verkauft werden, ist das Unternehmen diesen Schritt im letzten Jahr schon gegangen. Da die Zeit seither stark von den Lockdowns geprägt war, ist es zu früh, über Erfahrungen zu sprechen. Aber nicht zu früh, auch auf dem deutschen Markt mit solchen Projekten zu starten. Klinkenberg: „Unser Auftritt war bislang sehr statisch, weil er rein über das Produkt ging. Wir wollen einfach sympathischer wirken und auch die Customer Journey beeinflussen.“

Dazu beitragen soll die Münchner Interior-Influencerin Anette Laurim, die allein auf Instagram rund 40.000 Follower hat, zu 80 Prozent Frauen. Ihren Style beschreibt sie als „eklektisch“, das ist ein bunter Mix aus Scandi, Boho, Midcentury und Glamour.  Zudem ist Laurim mit einem eigenen Blog namens Look! Pimp your room auf Pinterest und YouTube aktiv. Sie hat schon mit Namen wie Westwing zusammengearbeitet und besitzt laut ihrem Blog einen Miele-Kaffeevollautomaten. Einbauküchen waren bislang aber nicht im großen Stil Thema ihres Blogs. Was sich nun ändern soll.

Ab Mai wird die Influencerin nämlich in einem Münchner Küchenstudio eine Pronorm-Küche der Produktlinie Y-Line planen lassen, über ihr Einrichtungsprojekt bloggen und dabei auch die Alleinstellungsmerkmale der Y-Line hervorheben. Sie wird das Küchenprojekt von der Planung bis zur Montage über mehrere Wochen bzw. Monate medial begleiten. Die Zusammenarbeit mit Pronorm ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt, auch bei einem Event auf der Herbstmesse in Vlotho wird Laurim dabei sein.

Der nächste Schritt in Sachen Endverbrauchermarketing, den Pronorm vor hat, ist das Storytelling über Instagram. Den Anspruch, zur Marke zu werden, habe man dabei nicht. „Man kann sich zwar Follower kaufen, aber wir wollen selbst unsere Erfahrungen machen“, sagt Klinkenberg. Und: „Wir brauchen das Feedback von Endverbrauchern und wollen natürlich mehr Views auf unserer Unternehmensseite generieren.“

  • Schlagzeile: Spatenstich

Pronorm Küchen erweitert die Produktion in Vlotho um ein vollautomatisiertes Plattenlager. Die neue Lager- und Maschinenhalle soll 2.500 qm groß werden und um den Jahreswechsel herum fertig sein. Spatenstich war am 1.7. – beim Buddeln halfen neben den beiden Geschäftsführern Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg auch Betriebsleiter Gordon Henke, Sven Schröder (Betriebstechnik), Bürgermeister Rocco Wilken und Stefan Bäunker und Tristan Gerling vom Planungsbüro Bäunker & Cawalla.

Bringen soll die Investition vor allem Schnelligkeit und Flexibilität. Pronorm hat 75 Dekore im Einsatz.

  • Schlagzeile: Bald mehr Kapazitäten

Ein wenig abseits vom sonstigen A30-Küchen-Trubel liegt der Pronorm-Standort Vlotho schon. Aber mindestens was die Ambitionen zu den Erweiterungen der Kapazitäten angeht, ist die DMG-Tochter mittendrin im Konzert der Großen. Wer sich in diesem Jahr bei Pronorm umgeschaut hat, dem wird das Gerüst aufgefallen sein, das gegenüber der Ausstellung stramm nach oben gezogen wird. Die Dimensionen der neuen Halle für Produktion und Lager lassen sich erahnen. 2.500 qm soll sie groß sein. Pronorm liegt gut im Zeitplan.

Und wenn dann die Halle steht, dann wird auch im Februar nächsten Jahres der erste Teil der Losgröße-1-Fertigung aufgebaut. Mitte 23 soll alles fertig sein. Dann hat Pronorm Kapazitäten für 40.000 statt wie bisher 34.000 Küchen jährlich.

Dass man die Kapazitäten gut auslasten kann, davon ist man in Vlotho übrigens überzeugt. Gerade liegen die Lieferzeiten noch bei 10 bis 12 Wochen. Gut möglich, dass sich die Lage im ersten Quartal 2021 wieder normalisiert. Das große Thema auf der Messe war allerdings: I-Luminate, eine neue Premium-Küchenmarke, deren Kernmerkmal ein patentiertes Beleuchtungssystem bildet. Seit November 2020 hat man am Konzept mit der integrierten Griffleistenbeleuchtung gefeilt. „I-Luminate ist als Instrument für unsere Händler gedacht, um sich noch besser im Wettbewerb zu differenzieren“, sagt Pronorm-Chef Roger Klinkenberg. Da I-Luminate auf der gleichen Plattform wie alle anderen Linien basiert, lässt sich I-Luminate bei der Planung auch mit einer regulären Pronorm-Küche kombinieren. Marketingseitig wurde schon einiges investiert – auch mit dem Aufbau entsprechender Social-Media-Aktivitäten. Preislich liegt die I-Luminate wohl so 12 bis 15 Prozent über der Y-Linie von Pronorm.

  • Schlagzeile: Verlängert
  • H1: Influencerin Anette Laurim kocht nun in Pronorm-Küche

Seit Mitte April kocht die Influencerin Anette Laurim (Lookpimyourrom.com) in ihrer neuen Pronorm-Küche. Der Küchenbauer aus Vlotho hatte im Frühjahr 2021 eine Kooperation mit Laurim gestartetund sie wenig später für die Erstauswahl zu einem Münchner Kunden begleitet. Schon an den ersten Planungen ließ Laurim ihre 42.500 Instagram-Follower teilnehmen. In ihrem Blog gab es „Tipps für die Küchenplanung“.

Auch zu einem Besuch auf der Pronorm-Hausmesse in Ostwestfalen, wo sie sich dann für eine schwarze Rillenfront entschied, nahm die Influencerin ihre Followerinnen (zu 80 Prozent sind sie weiblich und in der Regel 40+) mit. Nach Umbauarbeiten im Haus steht die Küche — eine Kombination aus Pronorms Y-Line und Proline und einem Kochfeld von Bora — seit Anfang März. Natürlich konnte Laurims Social-Media-Gemeinde auch Lieferung und Montage miterleben. Etwas länger Zeit ließ sich dann noch die Cosentino-Arbeitsplatte, aber nun ist sie da.

In Vlotho haben sie die ursprünglich auf ein Jahr ausgelegte Kooperation, zu der unter anderem das gegenseitige Teilen von Inhalten gehört, bis zum Jahresende verlängert, verrät Marketingleiterin Vanessa Sielemann. Eine abschließende Auswertung der Kampagne liegt noch nicht vor. Gezeigt hat sich aber, dass die Zugriffe auf der eigenen Internetseite und Followerzahlen in den sozialen Medien bei Pronorm spürbar gestiegen sind, als die Küche schließlich montiert war. Die Endkundinnen, mit denen der Küchenbauer über die Influencer-Kooperation stärker in Kontakt treten will, zeigen offenkundig hauptsächlich Interesse am fertigen Produkt. Darauf kann nun bis zum Jahresende noch aufgebaut werden.

Sollte die Analyse zeigen, dass die Kooperation ein Erfolg war, wäre ein ähnlicher Ansatz auch in anderen Absatzmärkten wie UK denkbar.

  • Schlagzeile: Plus im Plan
  • H1: Pronorm: Plus im Plan

Rund 115 (Vorjahr: 98,7) Mio Euro Umsatz vor Erlösschmälerungen hat der Küchenbauer Pronorm aus Vlotho im vergangenen Jahr erreicht. Das war ein Plus von gut 15 Prozent. Mehr als erwartet, wozu natürlich auch die notwendigen Preisaufschläge beitrugen.___STEADY_PAYWALL___

Das Mengenwachstum gibt Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg mit 8 bis 9 Prozent an. Auch für 2023 ist Klinkenberg guter Dinge. Im Plan steht ein vergleichbares Wachstum wie in den Vorjahren, zumindest beim Umsatz. Aktuell werden auch in Vlotho Zeitkonten abgebaut. Zwei bis drei Arbeitstage werden im März wohl aus der Produktion genommen.

Die Lieferzeiten liegen aktuell bei sechs Wochen, die normale Lieferzeit von vier bis fünf Wochen ist noch nicht wieder erreicht. In diesem Jahr werden die Baustufen 2 und 3 in der Neuorganisation der Fertigung hin zu Losgröße 1 umgesetzt. Der nächste Fünfjahresplan wird geschrieben. Es gibt viel zu tun.

 

 

  • Schlagzeile: Ergänzung nach oben
  • H1: Pronorm: Ergänzung nach oben

Noch im Plus beim Umsatz, bis Jahresende vermutlich stabil, aber es wird keine Steigerung mehr erwartet gegenüber 2022. So lässt sich die Schilderung der Lage durch Pronorm-Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg kurz zusammenfassen. Über den Sommer hatte nun auch Pronorm einen Rückgang im Auftragseingang hinnehmen müssen. Zuletzt habe der AE sich stabilisiert, aber unter Vorjahr. Zur Hausmesse lädt das Unternehmen unter dem Motto „Trends&more“. Für die untere Preislage des Sortiments hat Pronorm eine Melamin-Rillenfront gefunden, die den hohen Ansprüchen genügt.

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  • Schlagzeile: Maßvoll weiter
  • H1: Pronorm: Maßvoll weiter

 „Stabilität, Prozesssicherheit und Neukunden gewinnen.“ Das antworten die beiden Pronorm-Geschäftsführer Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg relativ prompt, wenn man sie fragt, was in diesem Jahr im Fokus steht in Vlotho.

Der Küchenhersteller hat in den vergangenen Jahren einen riesigen Hallenneubau umgesetzt und in den Maschinenpark investiert. „Die Investitionen in die Prozesse sind umgesetzt. Nun geht es weiter, aber maßvoll“, sagt Gösling.

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  • Schlagzeile: New Living
  • H1: Pronorm: New Living

Wir haben die Wertschöpfung mit unseren Investitionen in den letzten fünf Jahren ins eigene Haus geholt. Das war genau richtig“, sagt Pronorm-Geschäftsführer Thorsten Gösling mit Blick auf die Lage in der lokalen Zulieferindustrie. Die Produktionstiefe brauche man jetzt.

Passend zum Messemotto „New Living“ haben sie in Vlotho in diesem Jahr

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  • Schlagzeile: Erleuchtung in Vlotho

Noch oberhalb seiner Y-Line wird Küchenbauer Pronorm eine vierte Produktlinie positionieren. Kick-off ist zur Hausmesse in Vlotho. Verkaufsleiter Udo Helweg hat uns vorab zumindest den Namen verraten: I-Luminate heißt Pronorms Neue, mit dem Slogan "Light up your kitchen". Und unter diesem Label soll die Küche - im Gegensatz zu den bisherigen, meist als Handelsmarken geführten Produkten - auch vermarktet werden. Für eine technische Besonderheit, die dann bei Messestart enthüllt werden soll, hat Pronorm ein Patent beantragt. Platzieren können die I-Luminate natürlich die Pronorm-Bestandskunden, aber auch neue Händler wollen sie in Vlotho damit ansprechen. Zielkunde auf Endverbraucherseite: „der klassische Zweiteinrichter mit etwas höherem Budget“. 

Nach der Hausmesse wird Pronorm erstmals auch auf der Küchenwohntrends in Salzburg ausstellen. Der Hintergrund: Zum einen die Begeisterung von Wettbewerbern, die schon häufiger an der KWT teilgenommen haben. Und zum anderen hat Pronorm sich entschlossen, den österreichischen Markt künftig intensiver zu betreuen. Seit August ist mit Markus Nahodil ein eigener Österreich-Außendienstler an Bord, der mit der KWT eine Plattform für einen guten Start bekommen soll.

2020 hat Pronorm mit einem Umsatzplus von 13,9 Prozent abgeschlossen. Etwa mit der Geschwindigkeit ging es auch im bisherigen Jahresverlauf weiter. Per Ende August lag der Auftragseingang um 13 Prozent über dem Vorjahr, so dass wohl auch das Jahr 2021 mit einem zweistelligen Plus enden wird.

Mehr zur Lage in Vlotho berichtet Udo Helweg im INSIDE Küche-Talk - unten als Video und als Audio-Talk hierund überall, wo es Podcasts gibt.