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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Küchenplanung mit KI
  • H1: Nobilia: Küchenplanung mit KI nicht mehr in weiter Ferne

Das richtige Training macht’s, mit starker Betonung auf „richtig“. Missratene KI-Küchenbilder, bei denen zum Beispiel die Spüle überm Backofen sitzt, hat inzwischen jeder in der Branche mal gesehen. Um solche Fehler auszubessern, KI gar für Planungen in der Praxis einsetzen zu können, müssten die Modelle von Küchenprofis trainiert werden.

Bei Nobilia haben im vergangenen Jahr 2.000 eigene Leute über einen Zeitraum von drei Monaten mit ihrem Know-how insgesamt 150.000 Produktbilder auf Korrektheit geprüft und nebenbei bewertet, was gefiel. Einen Vorteil hat das Unternehmen schon bei Erstellung des Datenpools, denn Nobilia verfügt über

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  • Schlagzeile: Mit 14.000 Gästen und Helene Fischer
  • H1: Nobilia Familientag: Mit 14.000 Gästen und Helene Fischer

Nobilia

Mit 14.000 Gästen und Helene Fischer

Familientag bei Nobilia in Spexard am 19. August 2023

Auf dem Gelände des jungen Werks III in Gütersloh-Spexard, auf der anderen Autobahnseite vom Stammsitz Sürenheide aus gesehen, hat Nobilia am Samstag kombiniert mit dem „Familientag“ für die Mitarbeiter seine Feier zum 75. Firmenjubiläum nachgeholt und sich das auch im schwachen Küchenjahr 2023 einiges kosten lassen. 75 wurde der ostwestfälische Küchenbauer schon im ersten Pandemie-Jahr 2020.

Über 14.000 Menschen strömten dann am Samstag auf den in Spexard aufgebauten Jahrmarkt samt Riesenrad, Karrussel, Kletter- und Hüpfgarten. Showeinlagen gab’s von Anna-Maria Zimmermann, Tay, Schmedtmann, Truck Stopp und speziell für die kleinsten Gäste: Simone Sommerland.

Als weiterer Überraschungsgast rockte am Abend Helene Fischer die Bühne. Die Überraschung war offenbar gelungen. Auch wir Outsider bekamen die ein oder andere Nachricht zugesteckt, als wären es „Hot-News“ aus der Branche.

Im Vorfeld hatte es in der Lokalpresse schon Spekulationen gegeben, inklusive neugieriger Fotos über den Zaun. Die Originalbilder aus Verl folgten dann am Nachmittag von Nobilia selbst – zu sehen in der Bildergalerie unten.

  • 2023 08 19 Nobilia Vorab C Image Kollektiv 018

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  • Schlagzeile: Zweite Heimat

Küchen-Marktführer Nobilia hat sich mit seinem neuen Werk in Saarlouis erstmals mit der Produktion aus seiner ostwestfälischen Heimat herausgewagt. Am 19.5. wurde der Standort feierlich in Betrieb genommen. Wir waren dabei. Ein Blick ins neue Nobilia-Werk V.

Das Hygiene- und Schutzkonzept, das Nobilia bei seiner „kleinen“ Feier mit 100 Gästen aufgefahren hatte, beeindruckte zwar mal wieder schwer. Die auf dem Werksgelände positionierten Polizisten waren dann aber doch nicht da, um die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu kontrollieren, sondern gehörten zum Personenschutz der saarländischen Regierungsmitglieder - Ministerpräsident Tobias Hans und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

Tobias Hans Dr Lars Bopf Werner Stickling Anke Rehlinger Fotor

Nobilia-Inhaber Werner Stickling, in Begleitung seiner Tochter Marion Stickling, war es vorbehalten den Start-Buzzer zu drücken - und schon rollten „wie von Zauberhand“ die Bänder an. Doch warum überhaupt im Saarland? Bekannt ist, dass Nobilias Erweiterungsmöglichkeiten in Sürenheide begrenzt und in Kaunitz durch langwierige Genehmigungsverfahren ausgebremst sind. Ministerin Rehlinger erinnert sich heute daran, wie schwer es der Familie Stickling fiel, einen Schritt aus ihrer Produktionsheimat Verl hinaus zu machen. Und fand gerade das sympathisch.

Im Februar 2018 unterzeichnete man den Kaufvertrag für das 290.000 qm große Grundstück am Lisdorfer Berg in Saarlouis. Das werden die Sticklings nicht bereuen, ist sie sich sicher und verweist auf einen Slogan aus der Saarland-Kampagne: „Will bleiben liegt direkt neben willkommen.“ Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf bezeichnete das Saarland in Bezug auf die Anbindung an Exportmärkte wie Frankreich und die Benelux-Länder als „unschlagbar“. Zudem habe man sich - auch Bopf gebraucht das Wort - jederzeit willkommen gefühlt. Das scheint auch so zu sein. Schließlich sprach der Ministerpräsident viel vom Strukturwandel am bisherigen Automobilstandort. Investoren wie der Küchenbauer, die der saarländischen Wirtschaft auf die Sprünge helfen, sind erwünscht, um das „Wunder an der Saar“ zu fördern. Nobilia wird es in der Endausbaustufe (1.000 Mitarbeiter und 1.600 Küchen/Tag) unter die 15 größten Arbeitgeber des Bundeslandes schaffen. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 200 Mio Euro.

Werk V 4 Fotor Fotor

Warum ausgerechnet das Saarland der richtige Standort für die Küchenproduktion ist, sieht Tobias Hans so: „Die Deutschen geben Geld für Küchen aus und weniger fürs Essen. Bei den Franzosen ist es umgekehrt. Und der Saarländer schätzt beides.“ Und als INSIDE-Redakteurin lernt man auch gleich noch, was die saarländische Küche ausmacht, nämlich Spezialitäten wie Mehlknepp und Dibbedabbes. Wie die Produktion im neuen Nobilia-Werk aufgebaut ist, haben wir dann noch bei einer exklusiven Werksführung mit Werkleiter Alexander Quirin und Stefan Dresing, Leiter Fertigungsplanung, gelernt. Wir berichten im nächsten INSIDE Wohnen-Magazin, das in der nächsten Woche versandt wird.

Werk V 3 Fotor

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  • Schlagzeile: In der vierten Welle

Das letzte, was die Branche angesichts der bestehenden Versorgungsengpässe brauchen kann, sind weitere Produktionsstillstände. Die könnten aber bei möglichen Corona-Ausbrüchen drohen. - Man erinnert sich an den Stillstand mehrerer Werke, von dem Miele im Frühjahr betroffen war. Der österreichische Polsterer Ada hat gerade aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen die Produktion am Stammsitz ausgesetzt. Prophylaxe ist angesagt.

Einer, der in den vergangenen anderthalb Jahren so ziemlich alles an Schutzmaßnahmen ausgeschöpft hat, was geht, und das eindrücklich auch auf den Hausmessen bewiesen hat, ist der Küchen-Marktführer Nobilia. Wie beurteilt man in Verl die aktuelle Lage? Wir haben bei Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf nachgefragt.

(Den INSIDE-Talk gibt es hierauch als Podcast.)

 

  • Schlagzeile: Jetzt sind die Köpfe offen

Befeuert durch den Lockdown, aber nicht nur dadurch, hat Nobilia sein vor gut einem Jahr gestartetes Schnelllieferprogramm Nobilia elements deutschlandweit breit ausgerollt.

Dr. Christian Ulrich, der in Verl den Bereich Unternehmensstrategie leitet und sich zuletzt maßgeblich um Nobilia elements gekümmert hat, zählt aktuell rund 550 Händler, die das Schnelllieferprogramm im Angebot haben. Fast täglich werden es mehr. 

Als reines E-Commerce-Produkt will man elements bei Nobilia nicht verstanden wissen. Auch nicht als Billigprodukt. Elements ist eigentlich sowieso kein Produkt-, sondern ein Logistikthema. Mit einem kleinen Auszug aus dem regulären Sortiment (eine Frontfarbe, ein Griff, zwei Arbeitsplattendekore, 155 Artikel im Bereich Küche, 34 im Bad und 43 im Living) und der Lagerhaltung von ca. 2.000 Schränken setzt elements vor allem auf Schnelligkeit und auf einfache Planbarkeit.

Die Lieferung kann aus dem elements-Lager in Sürenheide innerhalb von 24 Stunden erfolgen (INSIDE 1081). „Elements ist ein Produkt, das es schon gibt und von dem wir wissen, dass die Kunden es wollen“, sagt Ullrich. Dennoch eröffnet es Händlern neue Möglichkeiten: Sie können deutschlandweit Geschäfte machen, also darüber den Einstieg in die Online-Vermarktung finden. Auch die Vermarktung einzelner Schränke wird interessanter, und durch die einfache Planbarkeit kann theoretisch auch der Azubi eine Küche verkaufen.

Den Anstoß gegeben hat schon vor mehreren Jahren ein tschechischer Nobilia-Kunde, der ein eigenes Lager mit einem eingeschränkten Sortiment betreibt. Statt kommissionsweise zu bestellen kann dieser Händler Küchen aus dem begrenzten Portfolio schnell ausliefern.

Ob die aktuelle Entwicklung von Nobilia elements allein dem Lockdown geschuldet ist, lässt sich nicht klar sagen, denn richtig los ging es mit dem Konzept eigentlich zeitgleich mit dem ersten Lockdown. Eine günstige Zeit für die Akzeptanz neuer Konzepte ist es aber auf jeden Fall. Ullrich: „Jetzt sind die Köpfe offen.“ Auch für die jüngste Idee aus dem Hause Nobilia: die hybride Lagerhaltung.

Händler, die die Montage lieber selbst übernehmen als das vergleichsweise teure und zeitaufwändigere Zwei-Mann-Handling zu buchen, können auf die preiswertere und schnellere Alternative Palettenversand zurückgreifen. Da Artikel über 2,10 m Länge sich für den Palettenversand nicht eignen, aber bloß 5 Prozent aller Artikel ausmachen, könnte es sinnvoll sein, diese 5 Prozent selbst auf Lager zu nehmen. 4 m lange Arbeitsplatten zum Beispiel. Und gegebenenfalls ergänzend noch Artikel aus dem Standardsortiment. Verschiedene Starterpackages für die Lagerausstattung können über Nobilia bezogen werden.

Als Unterstützung für den Einstieg in den E-Commerce bietet Nobilia dem Handel inzwischen auch kostenlos einen Konfigurator an, der auf der Händlerwebseite eingebunden werden kann. Entwickelt wurde der Konfigurator vom Bielefelder Online-Händler topshelf.de (INSIDE 1085). Zu dem Deal kam es, als im April nach Lösungen für Händler im Lockdown gesucht wurden. In das Shopsystem anderer Händler lässt sich der Konfigurator nicht integrieren, dafür wird er automatisch aktualisiert. Alternativ kann ein Endkunde auch auf der Nobilia-elements-Seite planen, muss dann mit dem Output aber den Händler seiner Wahl ansprechen.

  • Schlagzeile: Neue Läger

Keine Produktlinie, sondern ein Logistikthema. So sieht man das hauseigene Schnelllieferprogramm Nobilia elements in Verl (INSIDE 1106).  Elements umfasst einen kleinen Auszug aus dem regulären Nobilia-Sortiment (eine Frontfarbe, ein Griff, zwei Arbeitsplattendekore, 155 Artikel im Bereich Küche, 34 im Bad und 43 im Living), ein paar Tausend Schränke sind auf Lager. Das Programm ist einfach planbar und innerhalb von 24 Stunden lieferbar. Zusätzlich zum Lager in Sürenheide hat nobilia inzwischen Abholläger in Hamburg, Berlin, Rotterdam, Frankfurt und Oberhausen aufgebaut. Ganz frisch dazu gekommen sind Köln und Kassel. Weitere werden folgen.

Schnelle Lieferung wünschen sich Händler aktuell mehr denn je. Eine Idee auf dem Weg dorthin - zumindest für ein abgespecktes Nobilia-Sortiment - haben wir im INSIDE Wohnmarkt Magazin im Februar unter die Lupe genommen: die hybride Lagerhaltung.

Mit einem Steady-Zugang können Sie den Bericht hier nochmal nachlesen:

Nobilia elements: „Jetzt sind die Köpfe offen“

Befeuert durch den Lockdown, aber nicht nur dadurch, hat Nobilia sein vor gut einem Jahr gestartetes Schnelllieferprogramm Nobilia elements deutschlandweit breit ausgerollt.

Dr. Christian Ullrich, der in Verl den Bereich Unternehmensstrategie leitet und sich zuletzt maßgeblich um Nobilia elements gekümmert hat, zählt aktuell rund 550 Händler, die das Schnelllieferprogramm im Angebot haben. Fast täglich werden es mehr. Als reines E-Commerce-Produkt will man elements bei Nobilia nicht verstanden wissen. Auch nicht als Billigprodukt. Elements ist eigentlich sowieso kein Produkt-, sondern ein Logistikthema. Mit einem kleinen Auszug aus dem regulären Sortiment (eine Frontfarbe, ein Griff, zwei Arbeitsplattendekore, 155 Artikel im Bereich Küche, 34 im Bad und 43 im Living) und der Lagerhaltung von ca. 2.000 Schränken setzt elements vor allem auf Schnelligkeit und auf einfache Planbarkeit.

Die Lieferung kann aus dem elements-Lager in Sürenheide innerhalb von 24 Stunden erfolgen (INSIDE 1081). „Elements ist ein Produkt, das es schon gibt und von dem wir wissen, dass die Kunden es wollen“, sagt Ullrich. Dennoch eröffnet es Händlern neue Möglichkeiten: Sie können deutschlandweit Geschäfte machen, also darüber den Einstieg in die Online-Vermarktung finden. Auch die Vermarktung einzelner Schränke wird interessanter, und durch die einfache Planbarkeit kann theoretisch auch der Azubi eine Küche verkaufen.

Den Anstoß gegeben hat schon vor mehreren Jahren ein tschechischer Nobilia-Kunde, der ein eigenes Lager mit einem eingeschränkten Sortiment betreibt. Statt kommissionsweise zu bestellen kann dieser Händler Küchen aus dem begrenzten Portfolio schnell ausliefern.

Ob die aktuelle Entwicklung von Nobilia elements allein dem Lockdown geschuldet ist, lässt sich nicht klar sagen, denn richtig los ging es mit dem Konzept eigentlich zeitgleich mit dem ersten Lockdown. Eine günstige Zeit für die Akzeptanz neuer Konzepte ist es aber auf jeden Fall. Ullrich: „Jetzt sind die Köpfe offen.“ Auch für die jüngste Idee aus dem Hause Nobilia: die hybride Lagerhaltung.

Händler, die die Montage lieber selbst übernehmen als das vergleichsweise teure und zeitaufwändigere Zwei-Mann-Handling zu buchen, können auf die preiswertere und schnellere Alternative Palettenversand zurückgreifen. Da Artikel über 2,10 m Länge sich für den Palettenversand nicht eignen, aber bloß 5 Prozent aller Artikel ausmachen, könnte es sinnvoll sein, diese 5 Prozent selbst auf Lager zu nehmen. 4 m lange Arbeitsplatten zum Beispiel. Und gegebenenfalls ergänzend noch Artikel aus dem Standardsortiment. Verschiedene Starterpackages für die Lagerausstattung können über Nobilia bezogen werden.

Als Unterstützung für den Einstieg in den E-Commerce bietet Nobilia dem Handel inzwischen auch kostenlos einen Konfigurator an, der auf der Händlerwebseite eingebunden werden kann. Entwickelt wurde der Konfigurator vom Bielefelder Online-Händler topshelf.de (INSIDE 1085). Zu dem Deal kam es, als im April nach Lösungen für Händler im Lockdown gesucht wurden. In das Shopsystem anderer Händler lässt sich der Konfigurator nicht integrieren, dafür wird er automatisch aktualisiert. Alternativ kann ein Endkunde auch auf der Nobilia-elements-Seite planen, muss dann mit dem Output aber den Händler seiner Wahl ansprechen.

  • Schlagzeile: 1.000 Euro pro Meter
  • H1: Nobilias Franchise-Tochter FBD mit neuem Konzept Cake Kitchen

910 Mio Euro bringen die Händler von Nobilias französisch-belgischer, ach, eigentlich schon fast weltweit aktiver, Franchise-Organisation FBD zusammen auf die Umsatzwaage. 2021 ging es um 28 Prozent aufwärts; gut 500 Stores der Labels Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références und Vanden Borre gibt es aktuell.

Im Juli und Oktober sollen nun Pilot-Stores eines komplett neuen Konzepts namens Cake Kitchen eröffnet werden, an dem die FBD-Strategen drei Jahre lang getüftelt haben. Nummer eins geht im Einkaufszentrum Westfield Parly 2, nördlich von Paris an den Start; Nummer zwei irgendwann im Herbst. FBD-Chef Loïc Paitel sagt: „Wir sind uns bewusst, dass wir mit unseren bisherigen Marken immer noch einen Teil des Marktes nicht erreichen.“ Also hat man Cake Kitchen erfunden. Das Konzept erinnert an das des gerade in der Branche stark beobachteten Berliner Digital-Start-ups Küchenheld.

Seinen Namen verdankt Cake Kitchen einem Wortspiel mit dem Firmenmotto „Créer sa cuisine équipée c’est du gâteau.“ Wörtlich aus dem Französischen übersetzt hieße das: „Seine Einbauküche zu planen ist ein Stück Kuchen.“ Natürlich ist das mit dem Kuchen eine Redensart – Küchenplanung ist demnach auch kein Kuchen, sondern „ein Klacks“. Der Anspruch von Cake Kitchen: Die Customer Journey muss einfach und auf allen Kanälen möglich sein; Preis und Qualität müssen stimmen. Bei Cake Kitchen gibt es einen Meterpreis: 1.000 Euro kostet ein Meter Küche. Inklusive sind bis zu sechs Geräte, Spüle, Armatur und sonstiges Zubehör.

Kern des Konzepts ist ein einfach bedienbares Lead-Generierungs- und Planungstool. Als Kücheninteressent gibt man die gewünschte Höhe, Breite und seinen Vornamen an. Sobald man persönlich ansprechbar ist, wird um einen Grundriss und ggf. ein Foto der alten Küche gebeten und sofern möglich um die Lage der Anschlüsse. Dann wird man an den bislang einzigen Cake-Kitchen-Store im Land verwiesen. Aber — keine Panik, wenn man in Bordeaux lebt – es geht auch ganz auf Distanz. Nach der Eingabe weiterer Planungsdetails wird einem schonmal der Preis ausgeworfen. Zum Design kommt man dann später. Die Küchen „aus deutscher Produktion“ — lange Rätselraten, wer der Lieferant sein könnte, ist wohl nicht nötig — gibt es in 15 Fronten und vier Materialarten. Die Geräte kommen von Candy, Beko, Bosch, Whirlpool, Faber oder Franke.

Die anderen Marken der FBD-Gruppe sollen in Sachen Digitalisierung von Cake Kitchen lernen.

  • Schlagzeile: „Handwerkszeug"
  • H1: Pino: "Handwerkszeug für den Handel"

Als Mitglied der Verler Küchenfamilie standen Pino und seine Neuheiten zum Küchenherbst wieder im Nobilia-Ausstellungszentrum auf rund 180 qm Fläche. Auf dem Themenplan stand dort für den Küchenbauer aus Coswig zum einen die Weiterführung des im Vorjahr eingeführten Dropshipping-Konzepts: Die Online-Küche ist nun in der Breite konfigurierbar und ist sowohl mit als auch ohne E-Geräte erhältlich. Auch die Oberflächenauswahl wurde erweitert. Außerdem ist ein Online-Konzept nun auch für Küchenfachhändler verfügbar.

Zweiter Punkt, den Vertriebsgeschäftsführer Jörg Deutschmann dort hervorhob: ein Schnellplaner mit einfacherer Planungslogik. „Durch die einfache Planbarkeit lassen sich Pino-Küchen auch von weniger erfahrenen Verkäufern gut verkaufen. Das ist ein Pluspunkt“, sagt Deutschmann. In der jüngeren Vergangenheit sah es ja in der Tat so aus, dass der Handel deutlich mehr hätte verkaufen können, als sich umsetzen ließ. Deutschmann: „Wir bieten dem Handel ein Handwerkszeug, mit dem schnell großer Effekt erzielt werden kann.“ Dass der Händler Lieferung und Montage optional bei Pino mit buchen kann, kann bei Personalmangel ebenso zur Entlastung beitragen. Mit drei bis vier Wochen regulärer Lieferzeit und zehn bzw. fünf Tagen im Schnelllieferservice sieht sich Pino zudem als schnellster Lieferant im Markt.

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  • Schlagzeile: Weitere Ebene im Vertrieb
  • H1: Pino: Weitere Ebene

Pino-Vertriebsgeschäftsführer Jörg Deutschmann schafft im Vertrieb zum 1.7. zusätzlich zum Außendienst zwei Key-Account-Positionen, die mit Jürgen Mendick und Oliver Wille besetzt werden.

Mendick ist bereits seit dem Neustart im Jahr 2017 für Pino als Außendienstler unterwegs. Oliver Wille war zuletzt bei Bega und Impuls und davor bei Amica sowie lange Jahre für Alno tätig und wechselt im Juli nach Coswig.

  • Schlagzeile: Neue Perspektiven
  • H1: Pino zur Hausmesse in Verl

Traditionell als Zeilenproduzent und Blockspezialist bekannt, wird Pino Küchen, die Nobilia-Tochter aus Sachsen-Anhalt, ihr Produktsortiment zu den Herbstmessen so ergänzen, dass künftig deutlich mehr Planungsvielfalt möglich ist. „Für uns ändert sich gerade die komplette Perspektive“, sagt Vertriebs-Geschäftsführer Jörg Deutschmann. „Wir werden weiterhin einfach und schnell sein. Es kommen aber durch ein paar Ergänzungen extrem viele Möglichkeiten hinzu.“

Ganz vorn auf der Agenda steht das Thema grifflos. Die grifflose Küche wird künftig auch bei Pino zu haben sein. Ein weiteres Beispiel ist die neue Arbeitsplattentiefe 120 cm, die beispielsweise Inselplanungen möglich macht oder Planungen für individuellere Räume.

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  • Schlagzeile: Mehr zu bieten
  • H1: Pino Küchen: Mehr zu bieten

Neben der Grifflosküche und Produktergänzungen, die mehr Planungsvielfalt ermöglichen wie die neue Arbeitsplattentiefe 120 cm, hat die Nobilia-Tochter Pino-Küchen auch beim Geräteangebot ein Upgrade aufzuweisen.

Die Zugehörigkeit zu Nobilia macht’s möglich: Auch in Coswig sind nun Bora-Kochfeldabzüge in der Komplettvermarktung erhältlich. „Das haben wir im vergangenen Jahr unterjährig eingeführt“, so Vertriebsgeschäftsführer Jörg Deutschmann. „Wir haben jetzt deutlich mehr zu bieten als früher.“ Wird einer der Gründe dafür sein, dass Pino gegen den Markttrend sogar bei den Stückzahlen noch gut unterwegs ist.

  • Schlagzeile: Wieder als Duo
  • H1: Pino: Wieder als Duo

Nach zwei Jahren in Coswig verlässt Frank Eberle den zu Nobilia gehörenden Küchenbauer Pino wieder. Die Geschäftsführung bildet fortan wieder das bewährte Duo aus Jörg Deutschmann (Vertrieb) und Heiko Droste (Technik). Diese Meldung unserer Kolleginnen von Küchennews bestätigt Jörg Deutschmann kurz, auf dem Sprung in den Flieger zurück von einer Auslandsreise.

Eberle, der für den Ausbau des internationalen Geschäfts zu Pino gekommen war, verlässt das Unternehmen aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch.

 

  • Schlagzeile: Weichen neu gestellt
  • H1: Raumplus: Weichen neu gestellt

Der Bremer Maßfertigungsspezialist Raumplus hat im Vertrieb umgebaut. Mit 50-Prozent-Gesellschafter Nobilia will Raumplus-Inhaber Carsten Bergmann nun „auf die nächste Stufe“.

Es war viel los zuletzt bei Raumplus. Das lag nicht nur an der Veränderung im Gesellschafterkreis des Spezialisten für Gleittüren, Raumtrenner, Raumteiler, Schranksysteme und vieles mehr vor etwas mehr als zwei Jahren, als Uta Bergmann ihre Anteile an der Raumplus GmbH an Nobilia verkauft hat. ___STEADY_PAYWALL___Das lag vor allem auch am Markt.

Preise, Material, Investitionen in Maschinen und Hallenanbau: „Wir hatten schon Stress“, sagt Carsten Bergmann mit nordisch klarer Pointe. Der neue Gesellschafter (der auch im Sinne einer Nachfolgeregelung investiert hat) halte sich operativ raus, aber flankiere bei Prozessen und Systemen, im Qualitäts-Management und vor allem bei den Exportbemühungen.

Man habe auch ein Gespräch mit Finanzinvestoren geführt damals, berichtet Bergmann. Es hört sich aber nachhaltig so an, als wäre man froh, dass man am Ende mit Nobilia zusammengekommen ist. Rund 50 Prozent des Umsatzes – etwas mehr als 20 Mio Euro – macht Raumplus im Export. Die Spezialisten aus Bremen mit mittlerweile rund 130 Mitarbeitern sind auf einem Feld aktiv, auf dem nicht viele spielen können. Maßanfertigung auf den Millimeter bei Raumteiler-Systemen, die auch einem im Wohnen ehrgeizigen Küchenhersteller wie Nobilia weiterhelfen.

Früher hat man sich in Bremen eher als großer Tischler gesehen. Der Sonderwunsch, auch was die Möbel anging, war König. Heute, sagt Bergmann, wolle und müsse man eher wie ein Industriebetrieb denken. Das Volumen soll steigen.

Auf dem neuen Weg sind mit Dr. Herwig Mehrwald (vormals Festool und Stiebel Eltron) und auch René Spies (vormals Schramm und Interlübke) seit einem Dreivierteljahr nun zwei neue operative Köpfe an Bord. Der neue Raumplus-Geschäftsführer Mehrwald hat natürlich auch neue Ziele – neue Märkte zum Beispiel. Die Analyse des Heimatmarkts wiederum hat ergeben, dass man auch hier „nach vielen erfolgreichen Jahren“ anders agieren wolle.

Das Ergebnis war dann die Trennung von Bergmanns langjährigem Wegbegleiter Manfred Röse, der mit seiner Agentur Raumplus Agentur GmbH den Vertrieb über mehr als 25 Jahre aufgebaut und zusammen mit Beate Ladaje-Röse groß gemacht hatte. Spies rückte nun zum Jahreswechsel zum Leiter Vertrieb DACH auf. Die Kollegen, die für Röses Raumplus-Agentur auf Reisen waren, sind nun bei Raumplus direkt und festangestellt: Arndt Hähnel, Matthias Brinker und Jörg Schürmann. Mehrwald: „Die Entscheidung ist Herrn Bergmann und mir nicht leichtgefallen, aber wir versprechen uns natürlich auch was davon, in erster Linie eine noch direktere Kommunikation mit unseren vielen Kunden.“

Auch Röses sind über den Trennungsschmerz hinweg und werden sich in den nächsten Tagen im Markt mit einem neuen Tätigkeitsfeld zurückmelden.

  • Schlagzeile: Big in Wuxi
  • H1: Raumplus Nobilia: Big in Wuxi

Zahlenangaben in China sind mitunter mit Vorsicht zu genießen. So vermutlich auch das knackige Umsatzziel von 437 Mio US-Dollar bis zum Jahr 2026, das das Joint Venture Raumplus Nobilia in China ausgegeben hat. Dass in Wuxi dennoch eher geklotzt wird als gekleckert, zeigen aber die Bilder.

Zurzeit macht China Pause. Im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfests am kommenden Wochenende, mit dem das Jahr des Drachen eingeläutet wird, wurde gerade das komplette Land heruntergefahren. Behörden und Fabriken haben geschlossen. China macht sich auf die Reise. Für die über mehrere Wochen andauernde Reisezeit rund um das Frühlingsfest sollen in diesem Jahr 9 Mrd Einzeltrips (Autofahrten, Flüge und Bahnreisen) geplant sein. Im Reich der Mitte, das war selbst in deutschen Gazetten in diesen Tagen immer wieder zu lesen, hofft man durch die Feiertage nicht nur auf einen Anstieg der Geburtenrate – im Jahr des Drachen geborene Babys dürfen dem Volksglauben nach ein besonders glückliches Leben erwarten. Man hofft auch auf eine Belebung des Konsums, auch im Möbelsektor.

In Wuxi, eine gute Autostunde von Shanghai entfernt, wurde Ende Juni das Headquarter von Raumplus Nobilia Asia-Pacific offiziell eröffnet. Mit 400 Gästen und Partnern wie Homag oder Leuco und großem Bahnhof auch aus Deutschland wurde am 28. Juni 2023 Eröffnung gefeiert.

Nobilia 9a

In Deutschland hat man diese Aktivitäten bewusst nicht an die große Glocke gehängt. Sie tangieren den europäischen Markt schließlich nicht, haben aber das Potenzial falsch verstanden zu werden.

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  • Schlagzeile: Teetrinker wollen keinen Kaffee
  

Spezial Neue Ideen

RMT soft

Teetrinker wollen keinen Kaffee

Nach und nach wird die zu Nobilia gehörende Softwareschmiede RMTsoft zu einem Dienstleister für Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgebaut. Im Mai steht der Launch einer Lagersoftware für den Küchenhandel bevor.

02.04.2024

Vertrieb und Business Development: Andrea Netenjakob (l.)
Zwei von vier ­Geschäftsführern: Dirk Fitzke (Mitte) und Dr. Stefan Wriggers (r.)

Weit mehr als Software hat das 2013 von Gerhard Stürmeyer gegründete Unternehmen RMTsoft aus Stuhr-Brinkum bei Bremen mittlerweile im Portfolio: Fehlererkennung für die Küchenplanung, Warenwirtschaftssystem, E-Commerce-Lösungen und Montagedienstleistungen. „Wir sind immer noch klein“, sagt Dirk Fitzke, der der vierköpfigen Geschäftsführung von RMTsoft neben seinem Job als Nobilia-IT-Chef angehört. „Aber wir arbeiten daran, größer zu werden.“ Klein bedeutet: rund 2 Mio Euro Umsatz und mehr als 5.000 Kunden in weit über 60 Ländern. Hauptzielmärkte sind momentan Frankreich, Belgien, UK, die Schweiz und Deutschland. Die Expansion in weitere Länder ist in Vorbereitung.

Gleichzeitig mit der geografischen Expansion wird auch das Portfolio weiter ausgebaut. Zugpferd in Stuhr ist weiterhin die Fehlererkennungssoftware Atak. Bei rund 5.000 Händlern kommt Atak inzwischen zum Einsatz. 2023 wurden circa 250.000 Planungen geprüft und dabei 1,5 Mio Fehler und Warnungen ausgegeben.

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Spezial Neue Ideen

RMT soft

Teetrinker wollen keinen Kaffee

Nach und nach wird die zu Nobilia gehörende Softwareschmiede RMTsoft zu einem Dienstleister für Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgebaut. Im Mai steht der Launch einer Lagersoftware für den Küchenhandel bevor.

02.04.2024

Vertrieb und Business Development: 
Andrea Netenjakob

Zwei von vier ­Geschäftsführern:
Dirk Fitzke und Dr. Stefan Wriggers


Weit mehr als Software hat das 2013 von Gerhard Stürmeyer gegründete Unternehmen RMTsoft aus Stuhr-Brinkum bei Bremen mittlerweile im Portfolio: Fehlererkennung für die Küchenplanung, Warenwirtschaftssystem, E-Commerce-Lösungen und Montagedienstleistungen. „Wir sind immer noch klein“, sagt Dirk Fitzke, der der vierköpfigen Geschäftsführung von RMTsoft neben seinem Job als Nobilia-IT-Chef angehört. „Aber wir arbeiten daran, größer zu werden.“ Klein bedeutet: rund 2 Mio Euro Umsatz und mehr als 5.000 Kunden in weit über 60 Ländern. Hauptzielmärkte sind momentan Frankreich, Belgien, UK, die Schweiz und Deutschland. Die Expansion in weitere Länder ist in Vorbereitung.

Gleichzeitig mit der geografischen Expansion wird auch das Portfolio weiter ausgebaut. Zugpferd in Stuhr ist weiterhin die Fehlererkennungssoftware Atak. Bei rund 5.000 Händlern kommt Atak inzwischen zum Einsatz. 2023 wurden circa 250.000 Planungen geprüft und dabei 1,5 Mio Fehler und Warnungen ausgegeben.

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  • Schlagzeile: Im Küchenherbst
  • H1: Im Küchenherbst

Während der Herbstmessen war die Nobilia-Beteiligung RMT Soft aus Stuhr-Brinkum bei Bremen als Familienmitglied in Verl präsent. Am Markt ist das inzwischen elfköpfige Team des Softwareanbieters seit 2013, zum Portfolio gehören „Atak“, „MSA“,„Workx“. Beim Planungs- und Auftragskontroll-Tool Atak wurde die Software zuletzt um 25 neue Prüf-Regeln ergänzt. Derzeit nutzen nach Firmenangaben etwa 4.000 Kunden diese Software.

Die hauseigene „Mobile Service App“ (MSA) und das zugehörige cloudbasierte Programm wurde ebenfalls im Nobilia-Ausstellungszentrum vorgeführt. MSA richtet sich an Küchenmonteure und kommuniziert mit den Planungssystemen von Carat, Compusoft sowie KPS. Mit im Gepäck hatte die Softwareschmiede zudem den neuen Prototyp der Montage-App. Die gewohnte bisherige Anwendung wird beispielsweise um eine Protokoll- bzw. Kommentarfunktion via Mikrofon oder die Integration eines kartografischen Routenplaners erweitert. Auch die Auftragsanfrage und -vergabe an Fremdmonteure wurde in der App vereinfacht, erweiterte Download-Optionen z.B. bei der Offline-Auftragsweiterbearbeitung eingebaut und die von den Monteuren abzuarbeitenden Checklisten übersichtlicher dargestellt.

  • Schlagzeile: Die nordische Software-Küche
  • H1: Die nordische Software-Küche

Südlich von Bremen, im niedersächsischen Stuhr-Brinkum, entwickelt die Nobilia-Tochter RMT Soft Lösungen für die Branche. Gearbeitet wird nicht in einem schicken Start-up-Quartier, sondern in direkter Kundennähe – über einem großen, inzwischen zu Culinoma gehörenden Küchenfachmarkt im Industriepark Stuhr. Wie es dazu kam und was das Softwarehaus aktuell umtreibt.

Im Gegensatz zu manchem anderen Softwarehaus startete RMT Soft nicht als IT-Start-up von Programmierern durch, sondern als Projekt eines besonders engagierten Küchenhändlers. „Am Anfang stand ein Problem: Gerhard Stürmeyer, Inhaber des damaligen Küchentreff-Marktes vor Ort, fand keine passenden Softwarelösungen für sein Haus“, sagt Dirk Fitzke, IT-Leiter in Verl und heute gemeinsam mit Gregor Soll auch Geschäftsführer bei RMT Soft. Also gründete Stürmeyer 2013 seine eigene Softwareschmiede. Die hat dann unter anderem ein Warenwirtschaftssystem programmiert. Ab 2015 wurde die Lösung Atak entwickelt, die Fehler in Küchenplanungen erkennt. „Atak ist heute noch unser Zugpferd“, so Fitzke. Durch dieses Projekt gab es dann schon die ersten weitergehenden Kontakte zu Nobilia. 

Als Firmengründer Stürmeyer und dessen Ehefrau ihre drei Küchentreffs an Culinoma verkauften und auch RMT Soft zum Verkauf stand, entschied sich Nobilia zuzugreifen. Der Küchenbauer übernahm alle Anteile. Auch andere Hersteller waren damals interessiert.

„Das Produkt Auftragsprüfung ist für Nobilia strategisch wichtig. Deshalb sind sie damals eingestiegen“, sagt Fitzke. Ins Geschäft der Tochter aus Norddeutschland mischen sie sich in Verl aber nicht ein. Fitzke: „Auch wenn wir eine komplette Nobilia-Tochter sind: Wir genießen hier den größtmöglichen Freiraum.“

Aktuell hat RMT Soft drei eigene Lösungen im Köcher. Atak ist die bislang bekannteste. Die Software nutzen mehr als 4.000 Kunden und über 10.000 Softwarenutzer, etwa 100 monatliche Neukunden kommen hinzu. Inzwischen gibt es Versionen in 14 Sprachen.___STEADY_PAYWALL___ Andrea Netenjakob, zuständig für IT-Vertrieb und Business Development, sagt es so: „Atak ist unser Renner.“ Durch die Überprüfung der Planung in Atak könne die Reklamationsquote drastisch reduziert werden. Bei regelmäßiger Nutzung – und zwar wirklich nur dann – kann die Rekla-Quote nach Firmenangaben in der Großfläche um die Hälfte gesenkt werden, bei kleineren Küchenstudios sogar um 80 Prozent. Außerdem bietet das Tool neben der Fehler- und Kostenvermeidung den Vorteil, zusätzliche Leistungen anzubieten. Nachdem die Planung überprüft wurde, sieht man beispielsweise, ob noch ein Besteckeinsatz fehlt oder welche Zusatzartikel angeboten werden könnten. Etwa 70.000 Fehlermeldungen im Monat gibt die Software momentan aus. Atak kann mit 13 Planungs-Tools von Carat bis genutzt werden. 

Neben Atak haben die Stuhr-Brinkumer die Warenwirtschafts- und ERP-System Workx und die Montage-App MSA auf den Markt gebracht. Die Warenwirtschaft wurde von Grund auf neu entwickelt. Sie soll künftig das Kernprodukt werden. Seit Anfang 2022 ist Workx als Cloud-Lösung verfügbar. „Das nimmt für Händler die Hürde überhaupt ein WWS einzusetzen. Denn ohne Cloud müssten sie ja außerdem noch Server, SQL-Datenbanken und so weiter vorhalten und pflegen“, sagt Netenjakob. Mit der Cloud-Lösung müssen die Händler lediglich noch eine Internetverbindung haben. Auch ein eigenes Planungsprogramm kann angeschlossen werden. Hinzu kommen Schnittstellen zu bereits beim Kunden genutzten Lösungen, ob Planungssoftware, DATEV-Schnittstelle oder E-Mail-Programm.

Auf den letzten Küchenmessen war auch die Montage-App MSA ein Thema bei den Interessenten. Eine Lösung, auf die der Markt gewartet hat? Mit einer gewissen Verzögerung setzt sich der Ansatz durch. Fitzke: „Wir haben bereits ab 2016/ 2017 erste Überlegungen zu einer solchen App angestellt. Dann haben wir uns ans Entwickeln gemacht. Monteure sollen einfach und ohne fehleranfällige ‚Zettelwirtschaft‘ in ihrer Arbeit unterstützt werden. Im Markt setzt sich dieser Ansatz seit diesem Jahr auch durch. Wir sind nicht der einzige Anbieter in dem Bereich – es gibt etwa zwölf Montage-Apps –, aber wir sind natürlich von unserer Applikation überzeugt.“

Inklusive Geschäftsführung arbeiten bei RMT Soft 13 Menschen. „Unsere Spezialisten stammen alle aus der Branche und kennen sich aus“, so Geschäftsführer Fitzke. „Neben unserem Team hier im Norden unterstützen uns noch zehn weitere Kollegen einer Partnerfirma im litauischen Vilnius.“  Zumindest vorerst bleibt es bei der Konzentration auf diese drei Produkte. „Natürlich schauen wir uns aber die Trends an, bleiben am Ball“, sagt Fitzke. „Ein für uns kleineres Geschäftsfeld, auf dem wir uns tummeln, sind E-Commerce-Lösungen speziell für den Küchenhandel, die wir für die Märkte Deutschland, Schweiz, Frankreich. Niederlande und USA vertreiben. Für den besonders gut durch-digitalisierten Markt in UK haben wir auch einen Lead-Generator im Portfolio.“ Derzeit konzentrieren sich die Nordlichter auf den DACH-Markt. Auch im französischen Markt sei man gut vertreten, heißt es.

  • Schlagzeile: 3D-Planer für Endkunden
  • H1: 3D-Planer für Endkunden

Der seit 2018 komplett zu Nobilia gehörende Softwarespezialist RMT Soft hat in den letzten Jahren verschiedene Warenwirtschaften und andere Lösungen für den Küchenhandel entwickelt, und unter anderem auch den Bereich E-Commerce Solutions für individuelle Shop-Lösungen aufgebaut.

Aktuell werden mehr als 30 größere Kunden in Europa und in Übersee betreut – dazu gehören die die belgische Nobilia-Beteiligung___STEADY_PAYWALL___ Eggo oder auch Anna Sommermeyer-Rickerts Elements-Shop Sori Studios sowie Elements.Express aus der Schweiz. Eingesetzt werden bei diesen Kunden händlerspezifisch angepasste Shopsysteme, um Küchen digital planen und verkaufen zu können – konfigurierbar in Echtzeit und in fotorealistischer Qualität visualisiert

Im Küchenherbst will die Softwareschmiede nun einen 3D-Planer für Endkunden vorstellen. Mit diesem können Küchen mit den je 20 meistverkauften Fronten, Arbeitsplatten und Griffen eines Herstellers konfiguriert werden. Zudem werden 256 Planungsvorschläge sowie der digitale visuelle Content der Küchen in den je 20 meistverkauften Fronten, Arbeitsplatten und Griffen auf der Plattform verfügbar sein.

  • Schlagzeile: Vierter Geschäftsführer
  • H1: RMTSoft: Vierter Geschäftsführer

Bei der Zahl der Geschäftsführer kann der Softwareanbieter RMTSoft nun mit der Mutter Nobilia mithalten. Neben Dirk Fitzke, Gregor Soll und Niko Winzenried wurde Dr. Stefan Wriggers, Head of E-Commerce Solutions, zum Geschäftsführer bestellt.

Wriggers will die E-Commerce-Plattform des Unternehmens „zur führenden für den europäischen Küchen- und Möbelfachhandel auf- und ausbauen.“ Dazu beitragen soll vor allem die Markteinführung des neuen Endverbraucher-Konfigurators „Multi-Fronten-Planer“ im Herbst.

  • Schlagzeile: Für die Kunden von morgen

Wie kann man als Küchenhändler Millennials abholen? Beim Wildeshausener Verband Küchentreff haben sie sich in den letzten fünf Jahren intensiv über den Küchenhandel der Zukunft Gedanken gemacht. Das Ergebnis hat am 24.8. in Hamburg die Türen geöffnet.

Mit dem Start-up Roooms will Küchentreff stationären und Onlinehandel verknüpfen und frischen Wind in die Branche bringen. Nachdem die beiden Küchentreff-Geschäftsführer Marko Steinmeier und Daniel Borgstedt vor gut zwei Jahren zusätzlich zur Geschäftsführung von Küchentreff in die Geschäftsführungen der Rheinbacher Verbundgruppen Alliance und Küchenring eingestiegen waren, übertrugen sie das Projekt an Daniel „Bezi“ Bezikofer. „Daniel hat es zu seinem Baby gemacht. Er gehört auch genau zu der Generation, die wir ansprechen wollen“, sagt Daniel Borgstedt.

Bevor das Konzept von den Küchentreff- Händlern aufgegriffen werden kann, will der Verband es im Pilotstore in Hamburg in der Praxis testen. Borgstedt: „Wenn wir das neue Konzept direkt mit einem Händler umgesetzt hätten, hätte der erst später gesehen, ob es erfolgreich ist. Wäre es das nicht, würde es vielleicht scheitern, ohne eine weitere Chance zu kriegen.“ In Absprache mit dem Beirat hat man also beschlossen: Der Verband muss diesen Test selbst durchführen. Getreu dem Motto: „Einfach mal machen.“ Aus den Erfahrungen, die in Hamburg gemacht werden, soll das Konzept dann weiterentwickelt werden.

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