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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Vorberatung

Das Stuttgarter Start-up Conversional hat ein Tool für die Leadgenerierung im Küchenmarkt entwickelt.

Noch eine Plattform? - Nein, der Weg ist ein anderer. Conversional zählt bereits diverse Großflächenhändler, auch Fachhandelsnetzwerke, zu seinen Kunden. Ganz neu ist eine Zusammenarbeit mit Nobilia.

 „Wir sind nicht der Magnet, der dann Kundendaten weiterverkauft“, sagt Conversional-Mitgründer Clemens Hildebrandt. Das von Conversional entwickelte Tool ist auf den Internetseiten von Händlern eingebunden und wird von Endverbrauchern genutzt, die sich schon auf der Händlerseite befinden. Ziel ist es, aus einem dem Händler unbekannten Kunden einen näheren Kontakt zu machen, der einen Beratungstermin im Geschäft vereinbart. Die Händlerselektion findet heutzutage schließlich größtenteils schon vor dem Ladenbesuch online statt. Niemand tingelt mehr durch sieben Küchengeschäfte.

Das Tool der Stuttgarter bietet eine digitale Erstberatung. Es fragt eine Reihe von Wünschen ab und liefert erste Empfehlungen. Hat der Kunde diesen einfachen Prozess durchlaufen, ist er eher bereit, Kontaktdaten anzugeben oder einen Termin zu vereinbaren. Die Franchisenehmer von Küche & Co. beispielsweise haben durch Einbindung des Tools 10 Prozent mehr Termine im Studio vereinbaren können. Bei gleichbleibender Abschlussquote lässt sich das in 10 Prozent mehr Umsatz übersetzen.

„Für den Endverbraucher arbeiten wir mit einer Art Belohnungsprinzip - Planungsvorschläge gegen E-Mailadresse“, sagt Hildebrandt, der die Geschäftsidee im Jahr 2017 zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Tobias Lange hatte. Mit Know-how und Kontakten im Küchenmarkt helfen der frühere Kreis-Geschäftsführer Karl Dotzauer und Küchen-Urgestein Andreas Kress weiter.  In wenigen Jahren konnte Conversional Firmen wie Rieger, Schaffrath, Ostermann, Hardeck, Möbel Martin, Porta, Inhofer, Flamme, Mega Küchen / Brotz, Küche & Co, Der Kreis, Dross & Schaffer, Alma, Dassbach und Marquardt von seinem Produkt überzeugen.

Gespräche mit Herstellern werden seit Ende letzten Jahres geführt. Gleich zum Start wurde mit Nobilia ein dicker Fisch an Land gezogen, der das Tool auf seiner Unternehmenswebseite implementieren will. Die großen Küchenhersteller haben oft viel Traffic auf ihrer Seite, der dann aber abreißt, ohne dass Daten gesammelt oder gar Leads an den Handel weitergeleitet wurden, erklärt Hildebrandt. Für die Industrie wäre ein nahtloser Übergang sinnvoll, bei dem der Verbraucher an die jeweilige Marke gebunden bleibt. Conversional verfüge zudem über eine große Datenbasis und kann Korrelationen herstellen, auf die ein Hersteller sonst keinen Zugriff hat. Knapp 100.000 Küchenkäufer, eine sehr heterogene Klientel, wurden bereits mit Hilfe des Tools beraten. Während einige Interessenten sofort eine Küche brauchen, suchen und planen andere länger. Letztere können von Händler oder Hersteller durch automatisiertes E-Mail-Retargeting in gewissen Abständen mit zusätzlichen Infos (wie „Tipps für eine kindersichere Küche“) an ihr Vorhaben erinnert werden.

Gespräche mit weiteren Herstellern sowie mit Händlern aus Frankreich laufen. Nächstes Ziel der Conversional-Macher ist Großbritannien.

clemens hildebrandt IK

  • Schlagzeile: Mehr als Küche
  • H1: Cuisines Références: Mehr als Küche

115-mal gibt es Cuisines Références inzwischen in Frankreich, allein im letzten Jahr kamen elf neu hinzu. Wie Ixina und Cuisines Plus, Vanden Borre Kitchen und Cake Kitchen gehört das Konzept zu Nobilias Franchiseorganisation FBD. Mit netto 80 Mio Euro Außenumsatz (+5 Prozent) im Jahr 2022 gehört das Unternehmen zwar zu den kleineren Anbietern, hat seinen Umsatz in den letzten fünf Jahren aber verdoppelt. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 11.000 Euro spricht das Unternehmen eine Klientel an, die „weniger von der Inflation betroffen ist“, wie Geschäftsführer Jean-François Charvat sich in der französischen Presse zitieren lässt. Künftig wird, wie bei Nobilia auch, das Angebot im Bereich außerhalb der Küche stärker hervorgehoben: Ankleide, Speisezimmer, Bad, Wohnzimmer, Hauswirtschaftsraum gehören dazu. Im November hat Cuisines Références daher ein neues Home-Store-Konzept vorgestellt.

  • Schlagzeile: Weiter geht’s
  • H1: Deutschland kocht: Weiter geht's

Der Fachhandels-Kochwettbewerb „Deutschland kocht“, bei dem sich im Finale Ende Mai 2023 im Sallycon Valley Hobbyköchin Claudia Thun für den Küchentreff Elmshorn und mit ihrem Deichlamm in Thymiankruste durchsetzte, wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

Die Hauptsponsoren Bosch und Nobilia sind erneut am Start und auch das gemeinsame Testimonial Sally Özcan. Erste Anmeldungen von „Wiederholungstätern“ aus dem Handel liegen schon vor.

Der Auftakt für die zweite Ausgabe von „Deutschland kocht“ ist im September. Handelsunternehmen und Supporter können sich in der Innovation Area der Area30 informieren, wo TV-Koch Carsten Dorhs mit den Hobbyköchen aus dem Finale in einer Nobilia-Küche mit Bosch-Geräten kochen wird. Auch auf der Nobilia-Hausmesse in Verl wird Deutschland kocht präsent sein.

  • Schlagzeile: Volle Hütte beim Finale
  • H1: Deutschland kocht: Volle Hütte beim Finale

Das Ergebnis vorweg: Den Sieg erkocht beim Handels-Kochwettbewerb Deutschland kocht hat am Wochenende auf der IFA Tobias Henrichs, der fürs Küchenstudio Proform aus Weinheim an den Start gegangen ist.

Das Deutschland-kocht-Finale am Samstag und Sonntag auf der IFA auszutragen hat für eine unfassbare Publicity gesorgt. Am Bosch-Stand schoben sich die Massen an der Nobilia-Küche entlang. Zur Siegerehrung im von Bosch und Nobilia gesponserten Wettbewerb kam am Sonntagnachmittag Messechef Leif Lindner persönlich. Die Jury war mit den Content Creatorinnen Sally Özcan, Ayşe Şen, den Profi- und TV-Köchen Frank Buchholz, Carsten Dorhs und Mario Kotaska sowie dem früheren Gaggenau-Chef Peter Bruns ohnehin gut besetzt. Moderiert hat Hardy Kloßek.

Weiter geht’s mit Deutschland kocht auf jeden Fall. Welche weiteren Aktionen für den Handel das Team um Initiatorin Irene Gotas aus dem Wettbewerb entwickelt hat, will Gotas erst auf der Küchenmeile verraten. Bislang nur so viel: Deutschland kocht soll in Zukunft weitaus mehr sein, als ein Kochwettbewerb.

Die Bilder vom Event in Berlin gibt’s im INSIDE Spezial Küche, das in der kommenden Woche erscheint.

  • Schlagzeile: Leads inklusive
  • H1: Deutschland kocht: Leads inklusive

Die Anmeldungen für den Fachhandels-Kochwettbewerb Deutschland kocht gehen bereits an knapp an die 1.000 heran. Diese Marke könnte geknackt werden, bis die Anmeldefrist am 28. Februar zu Ende geht. Initiatorin Irene Gotas von der Werbeagentur Flotho ruft Hobbyköche in diesen Tagen nochmal auf, sich an der dritten Runde des Events zu beteiligen.

Im Handel wird schon seit Jahresanfang live gekocht, um die ersten Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, die man ins Rennen schicken will, und natürlich, um mit Events Leute ins Haus zu bringen und von sich reden zu machen.

Ergänzt werden die Aktivitäten in diesem Jahr um die bundesweite Kampagne „Deutschlands Traumküche gesucht“. Endkundinnen und Endkunden, die sich an einer Umfrage beteiligen, um die „schönste Küche Deutschlands“ zu küren, können unter anderem einen Bosch Cookit gewinnen. Für teilnehmende Händler dient das Projekt gleichzeitig der Gewinnung potenzieller Leads, die an Deutschland-kocht-Händler in der passenden Region vermittelt werden.

Sponsoren von Deutschland kocht sind erneut Bosch und Nobilia. Dem bereits laufenden Vorentscheid folgen ab April die Viertelfinales, die Halbfinales ab dem 16. Juni und das Finale dann wieder im September.

  • Schlagzeile: Mehr als ein Wettbewerb
  • H1: Deutschland kocht: Mehr als ein Wettbewerb

Vor dem großen Finale, das in diesem Jahr auf der IFA stattfindet, sprechen Deutschland-kocht-Initiatorin Irene Gotas und Moderator Hardy Kloßek im INSIDE Küche-Talk über den Ausbau der als Kochwettbewerb gestarteten Marke. Mit den Learnings aus dem vergangenen Jahr haben einige Händler die Events so professionalisiert, das in der Spitze 500 Besucher kamen.

Durch die Einbindung in die IFA bekommt Deutschland kocht in diesem Herbst eine noch deutlich stärkere mediale Aufmerksamkeit. Der Jury im Finale gehören an: Carsten Dohrs, Peter Bruns, Sally Özcan, Ayşe Şen und Frank Buchholz.

Zur Küchenmeile dann werden Deutschland kocht und Partner Projekte vorstellen, die aus den Veranstaltungen heraus entwickelt wurden. Deutschland kocht ist inzwischen mehr als ein Wettbewerb.

  • Schlagzeile: Vollgas? Sparkurs?
  • H1: Eurocucina: Vollgas? Sparkurs?

Mitte April ist wieder Salone. Nächstes Jahr ist Küchenjahr in Mailand. Wer geht hin? Wer geht nicht?

Als die große internationale Küchenmesse war Mailand bis zu Pandemiebeginn für etliche exportorientierte deutsche Küchenbauer gesetzt. Auch wer 2022 dabei war, als die Messe wieder unter vergleichsweise normalen Bedingungen stattfinden konnte, war in der Regel zufrieden. Dann kam der Abschwung im Küchenmarkt weltweit. Ob es gerade deshalb sinnvoll ist, dabei zu sein oder ob eher auf Sparkurs gesetzt

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  • Schlagzeile: Wachstum geplant
  • H1: FBD/Nobilia: Tal durchschritten

Nobilias inzwischen in 20 Ländern, schwerpunktmäßig in Frankreich, aktive Franchise-Gruppe FBD hat das vergangene Jahr mit einem kleinen Rückgang um 1,9 Prozent auf 811 Mio Euro beim Außenumsatz abgeschlossen, während der französische Küchenmarkt nach vorläufigen Angaben insgesamt um 6,9 Prozent schrumpfte. Dass die Entwicklung überdurchschnittlich ausfiel, das lag auch an Neueröffnungen.

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  • Schlagzeile: Neue Partner

Seit diesem Frühjahr tourt die Nachhaltigkeitsinitiative Grünergriff von Irene Gotas, Christiane Pauli und Markus Frönd mit dem Bulli durch die deutsche (Handels-)landschaft und qualifiziert Küchenhändler, aber auch Vollsortimenter, für ihr Nachhaltigkeitslabel. Hinten drauf auf dem Bus klebte von Anfang an unser INSIDE-Küche-Logo. Warum? Wir finden die Initiative cool und wollen dabei sein!

Partner aus der Industrie, die das Konzept fördern, sind unter anderem Schock und Hailo. Ganz neu werden auch Nobilia, Ballerina und Kesseböhmer auf den Zug bzw. auf den Bulli aufsteigen.

Während der OWL-Messen ist das Grünergriff-Team ebenfalls mit dem fahrbaren Untersatz unterwegs. Fixe Orte, wo Handel und Hersteller und überhaupt jeder, dem Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen ist, sich informieren können, sind Gut Böckel (18.9., 9 bis 16.30 Uhr), das neue Messezentrum IDF34 in Löhne (19.9., 9-16.30 Uhr) und die Area30 (18. und 19.9. ab 17.30 Uhr).

Am Sonntagabend werden auch wir von INSIDE Küche mit auf Grünergriff-Tour sein. Mit Handykamera und Mikro werden wir am Sonntag gegen Ende des Area30-Messetags auf Stimmenfang gehen und bei der Gelegenheit dazu einladen, den Tag mit einem Bierchen am Grünergriff-Bulli beim „Glamping“ ausklingen zu lassen.

GG Tour

 

  • Schlagzeile: Warten auf den Abschwung
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

Nach den gigantischen Investitionen der vergangenen Jahre, die nicht nur bei den ganz Großen stattfanden, sondern eigentlich bei jedem Hersteller, der das bezahlen konnte, schwebt wieder das Wort Überkapazitäten als Drohbild über der Branche. Seit dem letzten Herbst sind mit Rational und Störmer zwei weitere Hersteller aus dem Markt ausgeschieden, davon profitierten andere aber nur punktuell. Wie wollen gerade kleine Unternehmen die Rückgänge überleben, wenn die Fixkosten hoch bleiben? Wie sollen all die neuen Werke nun ausgelastet werden? Im europäischen Ausland geht der Ausbau sogar noch weiter. Impuls-Vertriebschef Ulrich Spleth spricht nicht nur für das eigene Unternehmen, wenn er sagt: „Wir bleiben auf Wachstum gepolt. Wir werden die Ziele erreichen, nur eben später.“ Große Hoffnungen liegen dabei weiterhin auf dem Export.
2022 hatte die deutschen Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz noch um 9,5 Prozent auf 6,2 Mrd Euro nach oben gehievt. Für den deutschen Küchenhandel hat die GfK 2022 noch ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent erfasst – bei 8,5 Prozent Mengenrückgang. Die Rahmenbedingungen für den Küchenmarkt haben sich seit dem Frühjahr 2022 zunehmend verschärft. Die amtlichen Umsatzahlen der deutschen Küchenmöbelindustrie weisen nach wie vor ein leichtes Plus aus, sind aber von Sondereffekten verfälscht und bedürfen Erläuterungen. Der Mengenabsatz liegt im bisherigen Jahresverlauf sowohl im Inland als auch im Ausland unterhalb der starken Vorjahre. Beim Umsatz gibt es Firmen, die noch am Vorjahresniveau kratzen oder leichte Steigerungen erfahren ebenso wie die mit spürbaren Rückgängen.

In Zukunft, das ist auch klar, werden Unternehmen nicht mehr nur an Umsatz und Ergebnis gemessen werden. Auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Anteil weiblicher Beschäftigter und Führungskräfte und Fortschritte bei der Digitalisierung werden wichtiger. Mit einem Digitalindex für die wichtigsten Küchenmarken wollen wir uns auch an diese Bewertungen herantasten. Ganz traditionell haben wir aber auch dieses Jahr wieder die Hitliste der Top-10-Küchenhersteller in Deutschland nach Umsatzgröße erstellt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

 

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Der Einbruch ist da
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2023

2023 ist das Küchenjahr geworden, das die Branche schon vor Corona gefürchtet hatte. Überstunden und lange Lieferzeiten sind längst passé. Die nach der AlnoPleite aufgebauten Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgelastet. Die Hoffnungen der Küchenmöbelbauer liegen im ebenfalls schwächelnden Export, auf der Herbstbelebung und darauf, dass politische Maßnahmen endlich wieder Schwung in die Baukonjunktur bringen.

Dass der Sinkflug, der die Auftragseingänge der Küchenmöbelbauer schon Anfang 2023 erfasst hatte, nicht überall abrupt im Umsatz zu sehen war, lag überwiegend an Auftragspolstern aus dem Vorjahr. Spätestens im zweiten Halbjahr war das Drama dann flächendeckend sichtbar und setzte sich bis 2024 hinein fort.

Laut amtlicher Statistik, die im letzten Jahr allerdings offenbar durch Nachmeldungen ein wenig verzerrt war, schloss die Branche das Jahr 2023 mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 6,235 Mrd Euro ab. Mit Störmer und Warendorf schieden im Jahresverlauf zwei weitere Hersteller aus dem Markt aus. Die Rückgänge der einzelnen Unternehmen fielen zum Teil deutlich stärker aus, als das in der Statistik ablesbar war. Wer weiter zulegen konnte, gilt als Exot.

Für die INSIDE Küchen-Hitliste analysieren wir wie immer die Umsätze der Top-10-Küchenmöbelproduzenten in Deutschland nach Erlösschmälerungen – eventuelle Geräteumsätze inklusive. Hersteller mit Überschneidungen im Gesellschafterkreis fassen wir dabei zusammen – selbst wenn sie, wie beispielsweise Express Küchen oder Impuls, von der Umsatzgröße her auch allein das Potenzial hätten, im Ranking aufzutauchen. Schwierig: Nicht jeder legte für 2023 seine Umsätze mehr so detailliert offen wie vielleicht in früheren Jahren. Für uns Outsider bedeutete das Mehrarbeit. Wir sind aber überzeugt, dass wir uns auch diesmal wieder ganz gut angenähert haben.

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Las Vegas – Weltstadt der Küchen
  • H1: KBIS: Las Vegas – Weltstadt der Küchen

Der Grundstein ist gelegt. Die deutsche Küchenbranche macht sich mit Rückendeckung von AMK, VDM und dem nordamerikanischen Branchenverband NKBA auf, den US-Markt zu erobern.

An drei intensiven Messetagen hat die Küchen- und Bad-Show KBIS, die letzte Woche zusammen mit anderen Messen aus dem Homebuilding-Bereich stattfand, um die 110.000 Besucher durchs Las Vegas Convention Center geschleust und damit möglicherweise sogar die Elektronikmesse CES ausgestochen. Gemeinsam mit der Möbelmesse im Las Vegas Market und der Bodenbelagsmesse im Mandala Bay waren in der letzten Woche 200.000 Messebesucher in der Stadt.

Besucher, die sich das Gedränge richtig was haben kosten lassen und ganz sicher nicht zum Cappuccino- und Prosecco-Trinken durch die Hallen schoben – denn Getränke zählten auf der KBIS zu den Raritäten, ebenso wie Snacks und andere Verpflegung. Das stete Hungergefühl wurde unter den europäischen Ausstellern und Besuchern schnell zum running joke, ebenso der durch Jetlag und abendliche Aktivitäten verursachte maximale Schlafmangel und die Preisstellung der örtlichen Gastronomie. Avocado-Toast zum Frühstückskaffee 25 Dollar mit tip und tax. So what?! All das war schnell verziehen, auch dass am Schluss etliche Aussteller die Transportverpackungen vermissten. In Summe war es einfach eine sensationell gute Messe für die meisten Beteiligten. Zum Eröffnungs-Festakt am ersten Messetag kamen nicht weniger als 6.000 Leute, bei der Gala am Vorabend rockten Cool and the Gang, und beim Abschlusskonzert sang dann noch Sheryl Crow exklusiv für die Messegemeinde.

  • Alexander Oswald, Outsiderin, Jan Kurth

  • Andere Länder, andere Küchen: im Home Depot

  • Andere Länder, andere Küchen

  • Auf Initiative von Nobilia: German Pavilion

  • Auf Möbeleinkaufstour - Kai und Piet Schäffer von Schäffer American Home

  • Auswanderer: Annette und Ralf Lehnemann

  • Bauformat in Las Vegas: Matthias Berens

  • Besuch auf dem Stand von Burnout Kitchen

  • Blick über den Tellerrand - Heike Holt und Michael Lübbering

  • Bühnenprogramm rund um die Uhr: KBIS Next Stage

  • Daniel Joachimmeyer und Jan Leeker

  • Design für den US-Markt: Christian Käsemann

  • Eigene Gesellschaft in Miami: Markus Sander, Karin Padinger, Andreas Gommeringer

  • Große Pläne für Nobilia North America: Mikael Akerberg

  • Irene Gotas, Dr. Olaf Hoppelshäuser

  • Jan Heck, Markus Miele, Volker Irle

  • Javier Lombardia, Outsiderin, Dr. Lars Bopf

  • Kesseböhmer USA: Burkhard Schreiber, David Ivey, Dan Oestreich

  • Morgendämmerung am Convention Center

  • Orientierungstour: Adrian Junker, Kirk Mangels, Albrecht Arenz

  • Parallel zur KBIS war Möbelmesse im World Market Center

  • Pendeln zwischen den Kunden: Uwe Kreidel

  • Sebastian Kiefer, Florian Goos, Volker Irle

  • The Bash-Abschiedsparty, sponsored by Nobilia

  • Verspätete Gerätelieferung: Burnout sorgt kurz vor der Messe noch selbst für Ersatz

  • Wie beim Gebrauchtwagenhändler: Storecheck im Home Depot

  • Zach Elkin, President Beko USA

  • Zerlegte Küchen aus Stemwede: Stefan Albert

  • Zufälliges Treffen am frühen Morgen: Christoph Hampel

Auch der ein oder andere deutsche Marktteilnehmer, der sich in diesem Jahr (noch) nicht als Aussteller an der KBIS beteiligt hat, war auf den Ständen unterwegs und hat mit großen Augen aufgenommen, was dort abging. Mit fünf Leuten war zum Beispiel Schüller angereist. Nicht auszuschließen, dass der German Pavilion im nächsten Jahr, spätestens aber im übernächsten, anbauen muss. Siematic America, 2022 noch am Start, musste für dieses Jahr canceln – wegen Veränderungen im Vertriebsteam, wird aber voraussichtlich wieder aufspringen. Vermisst wurden auch Poggenpohl und Nolte, die schon länger eigene US-Gesellschaften haben. Bei Nolte ist allerdings geplant, die Markterschließung bald auch größer anzugehen.

Beeindruckend war, welche herausragende Position den deutschen Ausstellern auf der Messe eingeräumt wurde. Der Hallenteil, in dem der - auf Initiative von Nobilia – von AMK und VDM organisierte German Pavilion seinen Platz hatte, stach deutlich hervor und wurde auch an verschiedenen Stellen auf dem Messegelände groß beworben. Und groß, das heißt in Amerika bekanntlich wirklich groß.

Nicht nur bei den großen Unternehmen wie Nobilia, Häcker oder dem Bauformat-Partner Bauteam war es die ganze Zeit knallvoll auf den Ständen. Auch beispielsweise bei Burnout Kitchen oder Ballerina kam die Standbesatzung kaum mal zum Verschnaufen.

Nobilia North America hat sich seit dem Marktstart vor ein paar Jahren einen Namen im Markt erarbeitet und war gefühlt überall präsent auf der Messe. Amerika-Chef Mikael Åkerberg mischt im Board der NKBA mit, ebenso wie Mieles Jan Heck (aktuell President), und war so bei diversen Events auf der Bühne, ebenso übrigens AMK-Geschäftsführer Volker Irle. Staunen kann man als Europäer über die offensiven Sponsoringmaßnahmen, mit denen die NKBA den Sponsoren Schützenhilfe bei Steigerung der Markenbekanntheit gibt – und sich selbst und die Messe zu einem großen Teil darüber finanziert. Etliche Awards wurden vergeben, gesponsert von Beko, Signature (LG), Nobilia und anderen.

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  • Schlagzeile: Das Glas ist halb voll
  • H1: Das Glas ist immer halb voll - die Küchenbranche macht sich Mut

„Die Gesamt-Gemengelage bleibt angespannt. Aber nicht so schlimm, wie es in der Bild-Zeitung steht.“ Das Zitat eines Managers aus der Küchenmöbelindustrie fasst ganz gut zusammen, was uns bei einem ersten Rundruf durch den Küchenmarkt zum Jahresstart als Stimmungsbild entgegenschlug. Zwischen eingeschlafenem Auftragseingang und neuen, vielfach nicht ausgelasteten Kapazitäten hat die Küchenbranche ihren Optimismus nicht verloren.

Viele haben in den Gesprächen dieser Tage darauf hingewiesen – und wenn man mal an die Jahre vor Corona und auch vor der kapazitätsverknappenden Alno-Insolvenz zurückdenkt, war das auch so: Der Jahresanfang war traditionell immer schwach im Küchenbusiness. In der Industrie wurden Zeitkonten abgebaut; und wenn Kurzarbeit angemeldet werden musste, dann im ersten Quartal. Sobald die Tage länger wurden, spätestens um Ostern herum, dann wurde die Branche wieder von einer guten Auftragslage überrascht. Und das kurioserweise jedes Jahr aufs Neue.

So sieht das auch Andreas Wagner, Chef des Küchenbauers Rotpunkt-Küchen, der in Bünde gerade 80 französische Kunden zu einer kleinen Hausmesse außer der Reihe zusammengetrommelt hat: „Bei uns selbst wird der Januar umsatzseitig besser als 2022, auch preisbereinigt. Auf der anderen Seite sehe ich jetzt, dass die Küchenbranche in die normale Saisonkurve zurückkehrt, die wir vor der Pandemie kannten. Und wenn ich die Kurve beispielsweise über die von 2017 lege, sehe ich denselben Verlauf – nur höher.“ In dasselbe Horn stößt Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf: „Die Corona-Jahre waren besondere Jahre. Alle Schwankungen, die man sonst im Jahresverlauf hat, waren verändert. Jetzt bewegen wir uns wieder im normalen Muster.“ Bopf legt allerdings ein Aber nach: „Dieses Jahr ist alles sensibler zu betrachten, weil bei vielen Verbrauchern ein extrem hohes Maß an Unsicherheit geherrscht hat. Diese Unsicherheit wird allmählich abgebaut, aber sie ist noch nicht ganz weg. Die Dynamik steigert sich hoffentlich. Ab Ostern geht es weiter.“ Bis dahin gelte es, „anspruchsvolle erste Wochen“ zu überbrücken.___STEADY_PAYWALL___

„Die Verunsicherung wird sich lösen“, ist sich auch Schüller-Vertriebsleiter Frank Bayer sicher. „Ich bin für 2023 nicht so pessimistisch, weil viele Dinge jetzt wieder berechenbarer werden.“ Bei der Vertriebstagung neulich hat Bayer seiner Mannschaft eingebläut: „Wir bleiben chronisch euphorisch.“

Jetzt im Januar bekommen Endverbraucher ihre Stromabrechnungen und können ihre finanzielle Lage allmählich besser einschätzen. Was allerdings im ungünstigen Fall auch heißen kann: Es ist kein Geld mehr übrig. Je niedriger das Budget für die Küche, umso härter sind die jeweiligen Kunden von der Inflation betroffen. „Das Drama liegt im Einstieg, unterhalb der Mitte“, sagt ein Handelsmanager. In diesem Segment wird auch mit einer längeren Erholungszeit gerechnet, selbst wenn es neben Szenario eins („Keine neue Küche“) auch ein zweites Szenario gibt: „Preiseinstieg statt Mitte“, wovon dann die Hersteller sehr preisgünstiger Küchen wiederum profitieren würden.

Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, der über die Marken Bauformat und Burger einen Blick sowohl auf das höherwertige Segment als auch den Preiseinstieg hat, sagt es so: „Schon nach den Sommerferien war im unteren Bereich die Goldgräberstimmung vorbei. Der Preiseinstieg war wie abgeschnitten. Küchen bis 5.000 oder 6.000 Euro finden eigentlich kaum noch statt im Markt. Dass der Küchendurchschnittswert zuletzt noch mehr gestiegen ist, liegt nicht nur an den Preiserhöhungen, sondern auch daran, dass im unteren Bereich kaum noch gekauft wird.“ Mit Burger hat man sich in den letzten Jahren zwar mehr ins mittlere Preissegment reinbewegt, spürt die Tendenz aber dennoch dort, wo man im SB-Bereich noch vertreten ist.

Während bei der Kundschaft für die preiswerten Küchen schlicht das Geld knapp ist, steht der Küchenkauf im höheren Preisbereich in Konkurrenz mit anderen Ausgaben wie beispielsweise der energetischen Sanierung. Der Markt hat sich wieder in einen Käufermarkt gedreht. Überlange Lieferzeiten ade. Auch im höherwertigen Bereich wird teilweise von zweistelligen mengenmäßigen Auftragsrückgängen berichtet. Die Umsatzeinbrüche halten sich hier wegen der Preiserhöhungen in Grenzen.

Nolte- und Express-Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp sagt es recht konkret: „Wir gehen nicht davon aus, dass wir bei den Mengen in den nächsten Wochen auf dem Vorjahresniveau unterwegs sein werden. Mengenmäßig planen wir eher auf dem Niveau von 2019.“ Die Entwicklung von Nolte und Express laufe dabei recht parallel und es können bislang auch keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Absatzkanälen erkannt werden. Hier dürfte die Gruppe allerdings in einer Sondersituation sein, da die im Preiseinstieg aktive Firma Express die Preise nicht im vergleichbaren Maß angehoben hatte wie direkte Wettbewerber.

Kehrt der Preiskrieg zurück?

Die an fast allen Stellen erweiterten Kapazitäten müssen gefüllt werden. Es werden Volumina gebraucht, um die sich der ein oder andere aus dem konsumigen Segment auch mit dem ein oder anderen Aktionsangebot bemüht. Das ist bei großen Handelsorganisationen durchaus angekommen. „Wir merken schon an den Aktionsangeboten, dass die Auslastung nicht so gut ist“, sagt ein Verbandsgeschäftsführer.

Dass wie in der Vergangenheit versucht würde, Maschinenfutter um jeden Preis zu erkaufen, das ist aber nicht der Fall. So geht man nur vor, wenn Personalabbau droht oder gar Existenzängste, was zumindest auf die großen Küchenbauer nicht zutrifft. Zu den Wackelkandidaten werden aktuell eher kleinere Unternehmen gezählt. Und selbst dort hört man zum Teil (Zweck-)Optimismus raus. Natürlich off-record: „In so einer Lage traut man sich vielleicht wenigstens, neue Vertriebsformen anzugehen.“

Da man es bei den Großen im Markt mit soliden Unternehmen zu tun hat, ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass vergleichbare „Schweinepreise“ in den Markt gebracht werden wie zu Alno-Zeiten, nicht allzu groß. Hinzu kommt der anhaltende Kostendruck. „Was die Industrie da im letzten Jahr einstecken musste, ist durch die Preissteigerungen längst nicht ausgeglichen. Zeitlich liefen wir ja alle sechs bis neun Monate hinterher. Das hat noch keiner wieder aufgeholt“, argumentiert Häcker-Vertriebsleiter Marcus Roth. Thomann-Bopp: „Es kehrt etwas Ruhe bei den Rohstoffkosten ein, bei den Transportkosten sehen wir das aber nicht so. Und eine Steigerung der Lohnkosten kommt erst noch auf uns zu.“ Die in den vergangenen zwei Jahren erlebte Kostenexplosion wird überwiegend auch als Grund dafür gesehen, dass trotz der abnehmenden Auslastung „keine wilde Hackerei bei den Preisen festgestellt wurde“, wie ein Vertriebsmann sagt. „Momentan halten alle die Füße still.“ Festgestellt wurde aber, dass der Kampf im Projektgeschäft zugenommen hat – mehr Händler bewerben sich um die Projekte, unterbieten sich gegenseitig. Hier können dann gegebenenfalls Lieferanten aus dem Preiseinstieg punkten – oder andere mit einem Nachlass.

„Kann man mit Preisaktionen überhaupt mehr verkaufen?“, ist übrigens eine berechtigte Frage. Zumindest die Wohnungsfertigstellungen kurbelt man damit nämlich auch nicht an. Von den geplanten 400.000 Wohnungen ist im letzten Jahr schätzungsweise gerade mal die Hälfte fertiggestellt worden. Dass es im Wohnungsbau weiter vorangehen muss, ist aber auch klar, schließlich wird Wohnraum gebraucht. Kommt das nicht durch die Privatwirtschaft, dann vielleicht mit staatlicher Unterstützung – aber nicht ad hoc.

Andere Länder, anderes Mindset

Große Hoffnungen legen die Küchenbauer weiterhin auf den Export, der ja bereits 45 Prozent am Umsatz ausmacht. Nicht alle sind solche Schwarzmaler wie die Deutschen. „In anderen Märkten haben sie ein anderes Mindset“, sagt Melanie Thomann-Bopp. Das kann helfen. Als sehr wahrscheinlich wird in der Branche aber vor allem gesehen, dass deutsche Hersteller sich auf den internationalen Märkten durch ihre Qualität und Prozesse Marktanteile holen, wie das in den vergangenen Jahren beispielsweise in Frankreich gelungen ist.

Auf dem deutschen Markt war das Küchen-Verkaufen in den zurückliegenden Jahren mehr oder weniger ein Selbstläufer. „Davon haben auch die profitiert, die ihren Job vielleicht gar nicht so gut machen“, sagt ein Händler über seine Mitbewerber. „Jetzt wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Sowohl im Handel als auch in der Industrie.“ Ein anderer weist auf die Bedeutung guter Verkäufer hin, deren Qualitäten jetzt wieder wichtiger werden. „Viele Verkäufer haben in den letzten Jahren das Verkaufen verlernt“, sagt er.

Zum Glück, das darf man auch nicht unerwähnt lassen, gibt es innerhalb des sich abschwächenden Marktes auch noch wachsende Marktsegmente. Dazu gehören zum Beispiel die Funktionsarmaturen, so dass es nicht wundert, dass Quooker-Deutschland-Geschäftsführer Daniel Hörnes auch 2023 selbstbewusst mit weiterem Wachstum plant. Und im Hausgerätebereich ist, gerade durch die Energiekrise, die Energieeffizienz ein Treiber. „Die Menschen sind bereit, in energieeffiziente Hausgeräte zu investieren“, sagt Martin Wolf von der EK/Servicegroup, der bei der gerade zu Ende gegangenen Verbandsmesse in Bielefeld Stimmen zur Marktlage eingeholt hat.

Im INSIDE Küche-Talk zum Jahresstart haben wir uns mit Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, Quooker-Chef Daniel Hoernes und Küchenhändlerin Yvonne Zahn vom Küchenstudio Proform über die ersten Wochen des Jahres und ihre Erwartungen ausgetauscht. Yvonne Zahn spricht ganz sicher nicht für die gesamte Branche, wenn sie sagt: „Wir wollen in diesem Jahr nicht mehr wachsen“, bringt damit aber ein weiteres Thema auf den Tisch: Viele Unternehmen sind in den zurückliegenden Boom-Jahren an strukturelle Grenzen gestoßen. Vollauslastung bis Überlastung in Industrie und in Auslieferung und Montage des Handels sowie Mehrfachanfahrten durch Versorgungsprobleme. Nicht zu vergessen auch der hohe Krankenstand in den Unternehmen, der gerade zum Jahresende nochmal sämtliche Planungen zunichte machte. Hier scheint im neuen Jahr wieder etwas Ordnung reingekommen zu sein. Hoffentlich von längerer Dauer.

Und mittel- bis längerfristig hängt natürlich das seit Jahren prophezeite Thema des Fachkräftemangels über der Branche. „Die Mitarbeitersuche ist aktuell unsere größte Herausforderung“, sagt Melanie Thomann-Bopp nicht nur für Nolte-Küchen. „Der Markt dreht sich gerade komplett. Bei Bewerbungsgesprächen stellen die Bewerber die Forderungen.“

In den kommenden Wochen werden wir auf INSIDE Küche immer mal wieder INSIDE Talks zur Marktlage veröffentlichen. Neben der oben aufgeführten Runde ist bereits ein Talk mit Jochen Pohle, Martin Wolf und Christian Claes von der EK/Servicegroup im Kasten; und für Anfang Februar hat schon das Blanco-Duo Thorsten Neelen und Martin Hopf zugesagt.

Einblicke in die Entwicklung ihrer Unternehmen und ihre Erwartungen haben wir außerdem noch bei Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyerund bei Leicht-Boss Stefan Waldenmaier eingeholt.

 

  • Schlagzeile: „Plötzlich ist alles wie immer“

Die Trends, Must-Sees und Talk-Abouts entlang der A30.

„Es herrschte große Aufregung im Vorfeld. Dann ging es los, und plötzlich ist alles wie immer - trotz der Umstände.“ Nicht nur Area30-Macher Michael Rambach wirkte in diesen Tagen in OWL sichtlich entspannt. Frohe Gesichter überwogen. Gemecker über die Maßnahmen gab es kaum, auch wenn der Messetag wie bei Nobilia oder Poggenpohl schon mal routinemäßig mit einem Teststäbchen in der Nase begann. Klar gab es auch Skurrilitäten: Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass auf einer Möbelmesse mal Ordnungsamt und Zoll überprüfen, ob Gesichtsmasken getragen werden oder dass Besucher mit gefälschten Impfpässen nach Hause geschickt werden (hoffentlich Einzelfälle).

Schon zu Mitte der Messewoche konnte man sagen, dass die Besucherzahlen überwiegend zufriedenstellten, auch wenn sie logischerweise nicht das Niveau des letzten „normalen“ Jahres 2019 erreichten. Viele Händler reisten einfach mit weniger Personen, so dass die Zahl der Firmen, die die Messen besuchten, gar nicht mal so stark sank. Auch internationale Besucher waren mehr unterwegs als man vielleicht erwartet hätte.

Überthema Nachhaltigkeit

Dass Schwarz ist das neue Weiß ist, wissen wir nun schon seit ein paar Jahren. Dieser Hype hält sich hartnäckig in den Küchenausstellungen. Weitere Trends: Outdoor-Kochen, Sprudel- und Heißwasserarmaturen, farbliche Abstimmung von Materialien, Retro-Chic, Gold und Kupfer, Regale, Regale, Regale, Nischenregale, Licht (wie bei Pronorms I-luminate oder Ballerina mit der Nimbus-Kooperation) und viele Natur- und Recyclingmaterialien - von der Lavendelrückwand bei Rational über eine Recyclingglas-Keramikverbund-Arbeitsplatte bei Nobilia bis hin zur kunststofffreien Küche bei Beeck mit Linoleum-Fronten. Überhaupt wurde Nachhaltigkeit von vielen groß aufgehangen, ob mit Nachhaltigkeitspreisen oder Zertifikaten. Nur ein Beispiel: Rotpunkts FSC-Zertifizierung.

Anti-Fingerprint ist vom Endverbraucher gefragt. Muss man haben, auch wenn die Materialien teils so wenig fettfrei bleiben wie bügelfreie Hemden tatsächlich bügelfrei sind. Bei den E-Geräten hat sich in der Front der Glasanteil weiter erhöht, während Edelstahl zurückgeht. Das Design wird noch zurückhaltender, Displays bleiben im ausgeschalteten Zustand unsichtbar. Muldenlüfter sind für Gerätebauer zum Muss geworden, werden teils aber auch nur deswegen mit angeboten, weil man halt Vollsortimenter ist. Und im Armaturen- und Spülenbereich? Da ist es groß angesagt, zum Systemanbieter zu werden. Promotet Blanco als Vorreiter ja schon seit Längerem und kommt auch beim Handel gut an.

Selbstbewusst ins Wohnen

Nach ein paar Jahren des zaghaften Annäherns als „Ergänzung“, die vor allem im Export gefragt sei, haben einige große Küchenbauer nun beschlossen, beim Thema Wohnen Volldampf zu machen. Als „wichtigstes Thema“ wurde das Wohnen gar bei Schüller bezeichnet. Nolte in seinem neu eröffneten Forum und Nobilia haben fürs Living eigene Flächen vorgesehen, vorkonfigurierte Sets zusammengestellt, mit denen nicht nur Küchen-, sondern auch Wohnen-Verkäufer etwas anfangen können. Und auch mancher Wohnen-Einkäufer aus dem Möbelhandel reiste in diesen Tagen nach Verl oder Löhne. Sagen wir so: Es sieht nicht mehr nach umfunktionierten Küchenmöbeln aus, was in den Living-Kojen der Küchenmöbler steht.

Smart Home demokratisch

Das Thema Smart Home - früher mal ureigenes Thema der Geräteindustrie - findet inzwischen auch bei den Küchenherstellern statt. Auch wenn es noch immer Küchenmöbelbauer gibt, die es lieber ignorieren, sind da auch diejenigen, die das vernetzte Heim groß spielen. Zu letzteren gehört Nobilia. Gemeinsam mit Samsung will man das Thema einfach umsetzbar und damit marktfähig machen. Auch Naber arbeitet mit Samsung im Bereich Vernetzung zusammen. Schüller hat sich Christian Hartmannsgruber und Kimocon als Partner gesucht (Dazu mehr im INSIDE Spezial Zulieferindustrie, das mit dem INSIDE 1122 Mitte Oktober versandt wird.) Bei Pronorm in Vlotho war die „digitale Arbeitsplatte“ Steuerbar zu Gast, das jüngste Projekt des Innovationsnetzwerks Ambigence mit dem Kunststoffverarbeiter Coko aus Bad Salzuflen. Smart-Home-Anwendungen in der Küche und anderswo im Haus lassen sich über eine individuell belegbare Steuerung an der Arbeitsplatte bedienen.

Start-ups salonfähig

Bemerkenswert: Start-ups sind in der Branche angekommen und werden ernst genommen. Was kann die Küchenbranche von Start-ups lernen, wurde in diesen Tagen häufiger gefragt als umgekehrt. Schließlich ist jeder auf der Suche nach innovativen Lösungen, die begeistern.

Noch stärker als früher haben Holz-, Geräte- und Zubehöranbieter das Thema Service herausgestellt. In Zeiten, in denen die Anspannung der Kundschaft aufgrund von Lieferzeiten und Preisanhebungen zunimmt, wenigstens ein Zeichen. Preise, ja, die sind ein Riesenthema. Hoch einstellige Preiserhöhungsforderungen sind in keinem Bereich eine Seltenheit.

Sex, Crime und Alno

Gesprächsthemen entlang der A30: Häckers neue Rasterküche Concept130, die Luxusküchen von BT45 im IDF34 mit Gimmicks wie Waffenschrank und „Spielzimmer“ (als Alternative zum Hauswirtschaftsraum) und natürlich der Kauf der Marke Alno durch Arndt Vierhaus, den wir am Dienstag melden durften.

L&S

  • Schlagzeile: „Smart und simpel“
  • H1: L & S: „Smart und simpel“

„Die Möbel- und Küchenindustrie ist unser größer Abnehmer in Deutschland. Nach dem Corona-High war klar, dass es auf der Flughöhe nicht weitergeht. Wir spüren natürlich alle die Krise. Aber wir haben uns frühzeitig auf das fokussieren, was wir wirklich gut können.“

Alexander Wiebe, Geschäftsführer des Lichtspezialisten L&S in Deutschland mit Sitz in Rödinghausen, blickt zuversichtlich nach vorne. Mit innovativen Produkten steige auch der eigene Umsatz, erste Ergebnisse spüre man bereits, sagt er. Ein erstes Ergebnis der fokussierten Innovationsstrategie bei L&S ist in diesem Herbst auf der Küchenmeile die neue LED-Steuerung „Smart Switch“. Sie ist erstmal exklusiv für Nobilia entwickelt worden.

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  • Schlagzeile: Erneute Beteiligung in Frankreich

An der vormals zu Snaidero gehörenden FBD Group (Ixina, Cuisines Plus und Co.), deren Franchisenehmer schwerpunktmäßig in Frankreich und Belgien vertreten sind, ist Nobilia seit Jahren beteiligt. Nun will der Küchen-Riese außerdem eine Minderheitsbeteiligung an der Groupe Abbou übernehmen, die in den letzten 13 Jahren von Naxicap Partners gehalten wurde. Das berichten französische Medien auf Basis einer Pressemitteilung. Die Zustimmung der französischen Wettbewerbsbehörde stehe noch aus.

Mit den Formaten Aviva und Elton Cuisines zählt die Gruppe insgesamt 98 Franchise-Filialen. Nobilia ist bereits Lieferant. Unternehmenschef Georges Abbou erhofft sich von der Nobilia-Beteiligung eine schnellere Expansion, sowohl national als auch international. Aviva ist seit 2007 im Franchise unterwegs und hat es inzwischen auf 93 Standorte in Frankreich geschafft. Die im Premiumbereich positionierte Schiene Elton Cuisines gibt es seit 2016. Deren fünf Filialen befinden sich in Frankreich und der Schweiz.

Laut Les Echos Capital Finance hat sich Nobilia mit seinem Angebot gegen einen Finanzinvestor und zwei weitere Industrieunternehmen durchgesetzt. Es soll um einen Anteil von 25 Prozent an der Groupe Abbou gehen. Frankreich ist bekanntlich Nobilias größter Exportmarkt, auf den 2019 ein Anteil 43 Prozent am Export (641,1 Mio Euro) entfiel. Macht etwa 275 Mio Euro.

  • Schlagzeile: Am stärksten im Fachhandel

Auf diese Zahlen schaut die Branche. Ohne Zweifel wurden die Unternehmenszahlen für 2020, die Nobilia anders als in den vielen, vielen Vorjahren nicht live in Sürenheide verkündet hat, mit Spannung erwartet. Schließlich hat der Branchenprimus im vergangenen Jahr so einiges unternommen, um Produktion und Auslieferung wie ein Uhrwerk aufrecht zu erhalten - und nebenbei den eigenen Marktanteil weiter zu erhöhen.

Der Handel, das hat man in vielen Gesprächen gemerkt, hat diesen Aufwand durchaus zu schätzen gewusst. Das hat sich auch in der Entwicklung des Inlandsumsatzes niedergeschlagen, der 2020 um 9,9 Prozent auf 710,9 Mio Euro gewachsen ist. Mit 47 Prozent hatten die Küchenspezialisten, die sich 2020 auch im Gesamtmarkt am besten geschlagen haben, den höchsten Anteil am Deutschlandumsatz. 41 Prozent entfielen auf Einrichtungshäuser und die übrigen 12 Prozent unter anderem auf den Discount. 

Dass der Gesamtumsatz von Nobilia „nur“ um 6,4 Prozent auf 1,37 Mrd Euro zulegte, lag am hohen Exportanteil von 48,1 Prozent. Der Auslandsumsatz übertraf das Vorjahresniveau mit 658,9 Mio Euro aber ebenfalls um 2,8 Prozent.

Die bei Präsenzpressekonferenzen stets erfragte Ertragslage bezeichnet Inhaber Werner Stickling in guter Tradition als „auskömmlich“. Dass das präventiv in den Presseunterlagen erwähnt wird, ist indes ein Novum.

 

Unter Einbeziehung der Handelsaktivitäten im Ausland – konsolidiert und quotenbereinigt – hat Nobilia im letzten Jahr 1,542 (1,448) Mrd Euro umgesetzt. Weitere Zahlen: 783.000 Küchenkommissionen, 300.000 Schränke und 1,73 Mio Arbeitsplatten wurden 2020 produziert, das entspricht 34.900 Holzteilen oder 3.490 Küchen je Arbeitstag.

 

Zum Jahreswechsel sind planmäßig die beiden neuen Nobilia-Werke in Saarlouis (Werk V) und Gütersloh (Werk III) angelaufen.

  • Schlagzeile: Feierlich in Saarlouis

Vor ziemlich genau zwei Jahren hat die Nobilia-Führungs- und Inhabercrew zusammen mit Lokal- und Wirtschaftspolitikern am Lisdorfer Berg in Saarlouis den Spaten in die Erde gestochen.

In größerer Runde, mit zehn Spaten. Selbst Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schaufelte mit. Ohne Masken. Ohne Abstand. Man kann sich kaum noch erinnern, aber: Das hat man damals so gemacht.

Um den Jahreswechsel herum hat Nobilia sein Werk V in Betrieb genommen. Mitten im Lockdown, an Feiern war nicht zu denken. Inzwischen geht sowas zumindest im kleineren Kreis mit hohen Sicherheitsvorkehrungen wieder. Am 19.5. findet die offizielle Werkseröffnung statt. Wir werden berichten - sofern nichts dazwischen kommt.

  • Schlagzeile: Corona-Tests für Kitas und Schulen

Schon recht früh zu Pandemiebeginn hat sich der Küchenmöbelmarktführer auf die Fahnen geschrieben, alle nur irgendwie umsetzbaren Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen anzuwenden. Hausmessebesucher konnten sich im September selbst davon überzeugen, welcher Aufwand in Verl betrieben wird. Zum Konzept gehören bei Nobilia auch drei medizinische Teststatonen, in denen allein 2020 über 10.000 Corona-Tests durchgeführt wurden.

Seit Jahresbeginn arbeitet Nobilia auch mit Selbsttests – hier hat man die auch in Österreich genutzten „Schülertests“ zur Selbstanwendung übernommen. Inzwischen werden alle Mitarbeiter getestet. Ins Unternehmen darf nur, wer tagtäglich einen Negativtest vorweist. „Nur so kann es uns am besten gelingen, Corona aus dem Unternehmen herauszuhalten“, sagt Geschäftsführer Dr. Lars Bopf. Weil viele Infektionen im privaten Umfeld passieren, hat man sich bei Nobilia Gedanken gemacht, auf welche Weise auch das reduziert werden kann. Man kam auf die Idee, Kitas und Schulen mit Selbsttests auszustatten. Schließlich kann jede erkannte Infektion dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Bopf hat kurzentschlossen zum Hörer gegriffen und den Verler Bürgermeister Michael Esken sowie weitere Unternehmenschefs angerufen. Mit positiver Resonanz. Die ersten 2.500 Tests, mit denen Schüler und Kindergartenkinder in ganz Verl einmal pro Woche getestet werden können, stellt Nobilia zur Verfügung. Die Stadt Verl hat laut Westfalen-Blatt bereits weitere 5.000 geordert, an deren Finanzierung sich Nobilia, Beckhoff Automation, Elektro Beckhoff, Heroal und Kleinemas beteiligen. Benötigt würden zum Start in der ersten Woche 1.500 Tests für Grundschüler und die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen. Ab dem 15. März, wenn wieder alle Jahrgangsstufen in Präsenz unterrichtet werden, werden dann pro Woche 3.000 Tests gebraucht. Für die 14 Kindergärten und die von Tagesmüttern betreuten Kinder werden weitere 1.200 Tests pro Woche benötigt.

„Wenn ich tagtäglich lese, wie schwer sich wohl leider bundeseinheitlich organisierte Maßnahmen umsetzen lassen, wollte ich einmal zeigen, dass das vor Ort auch anders gehen muss“, so Bopf zum INSIDE. „(…) Die  Erarbeitung und Umsetzung einer Teststrategie scheint leider nicht so einfach möglich zu sein. Also muss man auch mal versuchen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen (…). Meine Hoffnung ist nun, dass die Vorgehensweise von anderen Städten und Gemeinden übernommen wird.“ Vielleicht auch vom ein oder anderen Unternehmen.

  • Schlagzeile: Brückenbau

Eine Brücke über die A2, die das Stammwerk in Sürenheide mit dem dritten Werk in Gütersloh-Spexard verbinden soll, hatte der Küchen-Riese Nobilia im Februar in Aussicht gestellt (INSIDE 1107). Los gehen sollte es ursprünglich am Mittwoch dieser Woche, meldete jüngst die Autobahn GmbH des Bundes. Nun verschiebt sich das Vorhaben auf die Zeit nach den nordrhein-westfälischen Sommerferien.

Urlauber werden es danken. Erst zwischen dem 18.8. und 10.12. werden auf einem Teilstück der A2 zwischen der Anschlussstelle Gütersloh und dem Kreuz Bielefeld in beiden Fahrtrichtungen alle drei Spuren nach außen verschwenkt und verengt, damit im Bereich der Mittelleitplanke ein Brückenpfeiler errichtet werden kann. Zur Herbstmesse einplanen: In der Baustelle wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h gelten.