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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Digitales aus Verl

Welche digitale Lösungen gibt es bei Nobilia und im Umfeld? Das kann man sich beim jährlichen Besuch der Hausmesse erklären lassen. Wer aber wie die Outsiderin bereits von der Produktvielfalt in Verl so geflasht ist, dass er oder sie beim Erreichen des Dienstleister-Marktplatzes schon nicht mehr aufnahmefähig ist, kann es auch im Nachgang nochmal ganz in Ruhe erfragen. Oder hier nachlesen.

Das Team um Nobilias IT-Chef Dirk Fitzke und Dr. Christian Ullrich, zuständig für neue Geschäftsfelder, hat uns bei einem Besuch in der Nobilia-Montageakademie die digitalen Angebote der Unternehmensgruppe noch einmal mit viel Geduld erklärt – entlang der Wertschöpfungskette, von Daten und KI über Konfiguratoren und Shoplösungen bis hin zur Montageabwicklung.

Die Antwort auf einen Verdacht, dem Nobilia im Markt häufig begegnet, nahm Fitzke in der großen Runde gleich vorweg. Man wolle Händler mit dem Serviceangebot keineswegs von Nobilia abhängig machen. Schließlich setze man auf Open Source. Über die von Nobilia Digital Solutions angebotenen Shoplösungen können Händler auch Küchen anderer Lieferanten vermarkten; und auch der Montagedienstleister Montas montiert natürlich nicht nur Produkte eines einzigen Herstellers.

„Wir wollen den Handel im digitalen Prozess unterstützen. Zeit und Know-how sind immer knapp“, so Fitzke. Das mache man gezielt dort, wo Kompetenz gebraucht werde, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ergänzt Marketingleiterin Sonja Diermann.

KI-Lösungen intern und extern

Schon im Jahr 2017 wurde in Verl das erste KI-Projekt angestoßen, erklärt Dr. Kai Kurhofer, Head of AI and Data Science bei Nobilia. Damals ging es um interne Prozesse, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz effizienter gestaltet werden, und um neue Möglichkeiten. Die internen Maßnahmen fasst der Küchenbauer unter NOA (Nobilia Optimization Algorhithm) zusammen.

Natürlich werden bei Nobilia auch Lösungen, die der Markt bietet, permanent evaluiert und gegebenenfalls in den entsprechenden Abteilungen eingeführt. Man will möglichst früh und schnell von diesen Möglichkeiten profitieren. Von „quick wins“ spricht Ullrich. Es kommt allerdings nur Zug drauf, wenn jemand in der Abteilung das auch antreibt, weil er oder sie Lust drauf hat, gibt er zu bedenken.

Inzwischen beschäftigen sie sich bei Nobilia auch sehr stark mit KI-Lösungen für den Markt – für Kunden aus dem Handel und für Endverbraucher. „Was zunimmt im Handel: Kunden bringen ihre eigenen Moodboards mit, weil sie sich beispielsweise bei Pinterest haben inspirieren lassen“, berichtet Sonja Diermann. Über Nobilias KI-Tool Style Transfer zu finden auf nobilia.ai, lassen sich solche Vorschläge auch schnell einbinden. Diermann: „Endkunden erwarten heutzutage ein anderes Herangehen bei der Bedarfsermittlung.“

Richtig trainieren

Missratene KI-Küchenbilder, bei denen zum Beispiel die Spüle über dem Backofen sitzt, hat inzwischen jeder in der Branche mal gesehen. Um solche Fehler auszubessern, KI gar für Planungen in der Praxis einsetzen zu können, dürfen Modelle natürlich nicht von ungelernten Klickarbeitern trainiert werden. Küchenprofis müssen ran. Als Küchenproduzent hat Nobilia die im Haus. So haben im vergangenen Jahr 2.000 eigene Leute über einen Zeitraum von drei Monaten insgesamt 150.000 Produktbilder auf Korrektheit geprüft.

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  • Schlagzeile: Lösungs-Meister

Vernetzung, noch mehr Wohnen, neue Materialien, eine Raumplus-Beteiligung, ein sensationelles Hygienekonzept, der Start ins intensive Marketing mit Social-Media-Star Sally und die Notwendigkeit von Würstchenbuden beim Brückenbau - das ist die grobe Zusammenfassung unserer Erkenntnisse nach dem Messebesuch beim Küchenmarktführer Nobilia.

„Our Passion – Your Solution“ - das diesjährige Messemotto soll ausdrücken, was die Nobilia-Mannschaft sich seit dem ersten Lockdown immer wieder hat einfallen lassen, um Unternehmen und Geschäft am Laufen zu halten. Was neue Lösungen angeht, wurden keine Kosten gescheut. Das ausgeklügelte Hygienekonzept zur Messe, das wieder eins der Hauptgesprächsthemen in diesem Küchenherbst war, ist nur ein Beispiel. So war nicht nur jede Person, die die Ausstellung betrat, taufrisch vor Ort negativ getestet. Auch für eventuelle positive (oder falsch positive Fälle) wurde die Möglichkeit geschaffen, direkt in Sürenheide einen PCR-Test folgen zu lassen.  Das Ergebnis gibt es innerhalb von 40 Minuten. Selbst an ein Quarantänehotel und den sicheren Heimtransport positiv Getesteter wurde gedacht.

Um sich einen oberflächlichen Überblick über die Nobilia-Neuheiten zu verschaffen, musste man auch in diesem Küchenherbst mindestens einen halben Tag einplanen. 111 Planungen waren auf den 5.000 qm Ausstellungsfläche zu sehen - davon „nur“ 52 Küchen. Die bilden zwar noch den Schwerpunkt, aber trotzdem nicht die absolute Mehrheit. In der Präsentation. Auf den Umsatz bezogen schaut’s natürlich noch deutlich traditioneller aus beim Marktführer im Küchenbau.

Mit sechs Hauswirtschaftsräumen, 30 Bädern, zehn Wohn- und Esszimmerlösungen, sieben Garderoben, zwei Ankleiden und vier Home-Office-Planungen zeigt Nobilia inzwischen ziemlich selbstbewusst, was über die Küche hinaus machbar ist. Im dritten Jahr schon gibt es das eigenständige Wohnmagazin. Und weil nicht jeder Wohnmöbelverkäufer gern rechnet und sämtliche Planungsvarianten ausnutzt, hat man sich in Verl nun bemüht, die Vermarktung einfacher und komfortabler zu machen. Beispielsweise hat Nobilia nun eine Sideboard-Kollektion namens „Solo“ in einem eigenen Prospekt dargestellt.

Die Küchenpräsentation mündet in einem komplett vom Geräte-Partner Samsung vernetzten, 175 qm großen Apartment. Ziel ist es, zu zeigen, was geht, ohne dabei zu übertreiben, erklärt Marketingleiterin Sonja Diermann. Zentrale Themen im smarten Heim: Komfort, Sicherheit und Energiesparen. Entsprechend simpel ist auch das aus vier Elementen bestehende Smart-Home-Starterset, das Nobilia zur Verfügung stellt.

Am Messesonntag kochte Samsungs Markenbotschafter Tim Raue in Verl. Am Mittwoch reiste dann Nobilias eigene Kooperationspartnerin, Food-Bloggerin Sally Özcan zum Backen in der Eventküche an. Der Bosch-Backofen, der dabei zum Einsatz kam, wird exklusiv bei Nobilia erhältlich sein. Die entsprechende Küche soll als Leitküche für verschiedene Kampagnen zum Einsatz kommen. Ende September geht es los mit verschiedenen Videobeiträgen. Social-Media-Star Sally wird ihre Followergemeinde in Zukunft über Oberflächen und Funktionalitäten in Nobilia-Küchen informieren - und hat diesbezüglich zur Messe auch gleich Gas gegeben.

Premiere hatte auf der Nobilia-Hausmesse der Armaturenhersteller Grohe mit der „Grohe blue red in one“, einer Sprudel- und Heißwasserarmatur, die besonders leicht montierbar ist. Nobilia kann das Produkt als einziger Küchenhersteller bereits ab Februar und damit vor dem offiziellen Verkaufsstart im April liefern.

Außerdem neu: ein zum Patent angemeldeter Keramikverbundwerkstoff für Arbeitsplatten mit einer Keramikdeckschicht. Der Träger aus recyceltem Blähglas ist etwa so schwer wie Spanplatte und dadurch gut transportierbar. Auch diese Arbeitsplatten können von Nobilia direkt geliefert werden. Exklusiv ist auch das neue Reling-Regalsystem „Sign Emotion“ für Küche, Bad und Wohnen, an das sich Accessoires wie Gläserhalter, aber auch eine Adapterbox für Soundsystem und eine Trafobox andocken lassen.

Das exklusive Raumplus-Gleittürensystem ist jetzt mit Nobilia-Dekoren verfügbar. Seit diesem Jahr ist Nobilia an der Raumplus GmbH, Bremen, mit 25,45 Prozent beteiligt. Weitere 24,55 Prozent gehören einer der Familie Stickling zuzuordnenden Gesellschaft, 50 Prozent der Familie Bergmann.

Das Schnell-Lieferprogramm Nobilia Elements führen inzwischen rund 700 Nobilia-Kunden. Inzwischen kann der vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Konfigurator auch an Online-Shops angebunden werden, wobei Elements kein reines Online-Thema ist. Schließlich ist schnelles Liefern ist in diesen Tagen ein rar gewordener Service. Auch das Nobilia-Standardprogramm kommt aktuell eher in zehn als in den gewohnten vier Wochen, obwohl Samstagsarbeit in den Werken nach wie vor an der Tagesordnung ist. Mit Hochdruck arbeiten sie bei Nobilia daran, die Belegschaft im Werk V in Saarlouis aufzustocken. Etwa 180 Leute sind dort nun an Bord, bei der Inbetriebnahme im Frühjahr waren es um die 100. Es kann eigentlich nicht schnell genug gehen.

Gebaut wird nach wie vor auch rund um den Stammsitz. Die Brücke, die das Werk in Verl-Sürenheide mit dem neuen Standort Gütersloh-Spexard auf der anderen Autobahnseite verbinden soll, ist schon in Vorbereitung. Demnächst wird dann ein Kran anrücken, um die eigentliche Brücke über die A2 zu hieven. Man sollte dran denken, zu diesem Anlass eine Würstchenbude aufzustellen, erzählt Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf. Wenn man regelmäßig mit größeren Bauvorhaben zu tun hat, kennt man offenbar die Gepflogenheiten. Es wird nicht das erste Mal sein, dass Scharen von „Kranfreunden“ anrücken, um dem Schauspiel beizuwohnen.

  • Schlagzeile: Nochmal mehr Platz

Für Erweiterungen, aber auch Ausgleichsflächen, hat sich Nobilia in den letzten Jahren das ein oder andere Grundstück zugelegt. Jüngster Neuerwerb: Die Immobilie  der insolventen Camping-kaufhaus.com GmbH in der Waldstraße, rund 500 Meter vom Nobilia-Stammsitz entfernt. Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf bestätigte den Kauf gegenüber der Lokalpresse, ohne ins Detail zu gehen.

Für das Camping-Kaufhaus hatte sich in der Insolvenz keine Fortführungslösung gefunden.

 

  • Schlagzeile: Unterm Deckel
  • H1: > Nobilia: Unterm Deckel

Eine ostwestfälische Crossmarketing-Connection hat Nobilia mit Dr. Oetker geschlossen. Seit Anfang November bis Ende Januar stecken auf der Siegelfolie unter den Packungsdeckeln der Oetkerschen „Crème fraîche-Reihe“ Gewinncodes, mit denen man eine von 20 Nobilia-Küchen im Wert von bis zu 10.000 Euro gewinnen kann. Nobilia zeigt im Aktionszeitraum passende Rezepte auf seiner Webseite und in den sozialen Medien. „Die auffällig gestalteten Aktionspackungen sorgen direkt am POS für Aufmerksamkeit und erhöhen die Chance auf Impulskäufe. Abgerundet wird das Maßnahmenpaket durch TV-Unterstützung, eine Digital-Kampagne und die attraktiv gestaltete Promotion-Seite“, teilt Dr. Oetker mit.

Nobilia setzt seit wenigen Jahren stärker auf Endverbrauchermarketing, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Influencerin Sally Özcan.

  • Schlagzeile: Neue Leute fürs Wohnen
  • H1: Nobilia: Alexander Hesse kommt

Die Ambitionen im Wohnen sind bei Nobilia, dem größten Küchenhersteller im Land, weiter – offiziell – so mittelgroß. Man ist ja Küchenhersteller, die Nummer 1 und konzentriert sich aufs Hauptgeschäft. Und doch wird investiert, in Kapazitäten und Personal. Gerade kam mit Alexander Hesse ein neuer Möbelspezialist im Entwicklungsteam von Christoph Kümmel dazu. Hesse war früher beim EMV, dann bei Lutz, zwischendurch mal kurz bei Wimmer im niederbayerischen Waldkirchen und bei GfM-Trend. Seit dem 1. Dezember ist Hesse nun in Verl, als Produktmanager fürs Wohnen. Ein weiterer soll bald dazustoßen.

  • Schlagzeile: Exportmeister
  • H1: Nobilia: Exportgeschäft kann Inlandsdelle überkompensieren

Beim Marktführer aus Verl war es ausschließlich das Exportgeschäft, das im vergangenen Jahr für ein amtliches Wachstum gesorgt hat. Um 8,2 Prozent auf 1,482 Mrd Euro stiegt der Industrieumsatz von Nobilia 2021. Das waren 112 Mio Euro mehr als im Jahr zuvor und damit in absoluten Zahlen das größte Wachstum der Unternehmensgeschichte. 830.000 Küchenkommissionen wurden produziert – gleich zwei neue Werke, am Hüttenbrink und in Saarlouis, gingen in Betrieb. Im Saarland gingen zum Jahresende rund 300 Küchen am Tag vom Band.

Im Inland konnte Nobilia den Vorjahresumsatz allerdings nicht halten. Er sank um gut 2 Prozent auf 695,5 (Vorjahr: 710,9) Mio Euro, was auf die monatelangen Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen waren, die vor allem die Großfläche und Discounter getroffen hatten. Hatte zur Folge, dass Nobilia fast 50 Prozent des Umsatzes bei Küchenspezialisten machte. Ein Riesenplus von 19,4 Prozent beim Auslandsumsatz auf 787 Mio Euro führte dazu, dass die Delle im Inlandsgeschäft überkompensiert werden konnte. Der Exportanteil explodierte nahezu auf 53,1 Prozent.

Unter Berücksichtigung von Nobilias Handelsaktivitäten im Ausland stieg der Nobilia-Gruppenumsatz um 11,2 Prozent auf 1,715 Mrd Euro.

Mehr zum Nobilia-Geschäftsjahr 2021 werden wir in den nächsten Tagen hier auf INSIDE Küche und im nächsten INSIDE-Magazin berichten.

  • Schlagzeile: Ein Rückkehrer
  • H1: Nobilia: Rückkehrer in der Geschäftsführung

Nach sieben Jahren als Leiter Finanzen und Controlling bei Nobilia hatte Karsten Risser zum Jahreswechsel einen Geschäftsführerposten bei der Papierfabrik Palm in Aalen übernommen (INSIDE 1129). Rissers Aufgaben in Verl wurden von seinem Vorgänger Christopher Stenzel übernommen, der gleichzeitig wieder in die Nobilia-Geschäftsführung eingestiegen ist. Stenzel war zwischenzeitlich Finanzvorstand bei Westag in Rheda-Wiedenbrück und Geschäftsführer bei einem Zahntechnikunternehmen gewesen.

In der Nobilia-Geschäftsführung, die seit dem Abschied von Dr. Oliver Streit nur noch aus drei Köpfen bestand, sind sie nun also wieder zu viert: Dr. Lars Bopf (Vorsitzender), Michael Klein, Frank Kramer und Christopher Stenzel. 100 Prozent Männer zwar, aber nicht ganz so viele wie auf dem am Wochenende viral gegangen Foto vom CEO Lunch auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

  • Schlagzeile: Mit Bauknecht
  • H1: Nobilia nimmt Bauknecht in die Komplettvermarktug auf

Ab dem 1.3. lieferfähig ist Nobilia mit Geräten seines neuen Lieferanten für die Komplettvermarktung Bauknecht. Das Angebot umfasst 32 Geräten aus allen Produktsegmenten. Für die PassionLine-Geräte kommt eine Fünf-Jahres-Hersteller-Garantie inklusive.

Nach AEG, Siemens, Miele, Bosch, Samsung, Bora, Progress, Leonard, Altus, Junker und Beko baut Nobilia mit Bauknecht den Komplettvermarktungs-Blumenstrauß an Möglichkeiten, der angesichts der Lieferunpünktlichkeit bei diversen Gerätegruppen gute Chancen auf eine nochmals höhere Bedeutung hat, weiter aus.

  • Schlagzeile: Bekannter Vertriebsleiter
  • H1: Markus Hillebrand geht zu Nobilia

Markus Hillebrand, bis Februar geschäftsführender Gesellschafter bei Artego Küchen, hat zum 1.6.  bei Nobilia als Vertriebsleiter angeheuert. Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf bestätigt eine Meldung unserer Kollegen von Küchennews: „Ja, das stimmt so.“ Hillebrand berichtet in Verl direkt an Vertriebschef Bernd Weisser.

  • Schlagzeile: Zehn-Jahres-Garantie
  • H1: Nobilia gibt zehn Jahre Garantie auf's Holz

Die große Neuheitenshow ist Mailand für den europäischen Küchenmarktführer Nobilia freilich nicht. Punktuell muss man aber natürlich schon was bieten auf einer internationalen Messe, auch im Vorfeld der Hausmesse. So hatte Nobilia eine Zehn-Jahres-Garantie auf Holz im Gepäck, die ab dem 1.10. gelten wird. Die betrifft nicht nur Küchen, sondern auch für Wohn- und Badmöbel. Außerdem hatten die Verler ein Update des exklusiven Bora-Kochfelds GP4 dabei.

  • Schlagzeile: Richtig rein ins Wohnen
  • H1: Nobilia gibt im Wohnen Gas

Als Key-Account-Manager Wohnen ist seit gut einem Jahr Marco Dahm beim Küchenbauer Nobilia an Bord. Dahm kam wie Vertriebschef Bernd Weisser von Spectrum Brands.

Seit Mai, das verraten in diesen Tagen die Einträge in den sozialen Netzwerken, hat Dahm Verstärkung durch Lars Feldmann bekommen, der zuletzt Vertriebsleiter bei Express Möbel in Germersheim war. Feldmann bildet in Verl als Sales Manager Wohnen die Schnittstelle zwischen Key Account und Außendienst und hat es— wie auch zuvor in Germersheim — mit Kunden aus der Großfläche zu tun. Sprich: Mit Wohnen-Einkäufern, während Nobilia die Wohnmöbel im Küchenfachhandel über die bestehende Vertriebsmannschaft vermarktet.

Hatte Nobilia sein Engagement in den Produktbereichen außerhalb der Küche längere Zeit in der Kommunikation eher klein gehalten, deutete das Messemotto „More than kitchen“ im Jahr 2020 dann schon an, wohin es gehen könnte. Im Herbst 2021 bekam das Wohnsortiment dann erstmals einen eigene Präsentationsfläche.

Das eigenständige Wohnmagazin gibt es inzwischen im vierten Jahr. Ziel ist ganz klar nicht mehr nur der Küchenfachhandel, sondern auch der Möbelhandel, wo trotz der momentanen Flaute im Wohnmöbelsektor zuverlässige Lieferanten gern gesehen sind.

Da nicht jeder Wohnmöbelverkäufer gern rechnet und mit Küchenplanungssoftware umgehen kann, hat Nobilia zur letzten Messe schon andere Ansätze erprobt, beispielsweise einen eigenen Prospekt für eine Sideboard-Kollektion namens „Solo“. In diesem Jahr sollen nun auch spezielle Wohnelemente gezeigt werden, die nicht auf den Küchenprogrammen aufbauen, hört man. Wundern würde es nicht. Schließlich hatte Entwicklungschef Christoph Kümmel sein Team Ende letzten Jahres mit Alexander Hesse um einen Möbelspezialisten ergänzt.

  • Schlagzeile: Abschied aus Verl

Bestätigen mag man Personalien in Verl ja traditionell nicht und auch vom Protagonisten selbst, war kein Statement zu bekommen. Im Markt ist die Info jedoch durch: Frank Schlangenotto, seit 31 Jahren bei Nobilia und eines der bekannten Gesichter im Vertrieb, widmet sich wohl ab dem kommenden Jahr mit uns noch unbekanntem Ziel neuen Aufgaben. Er sei künftig „noch dichter dran am Handel“, heißt es.

  • Schlagzeile: Schlangenottos neuer Job
  • H1: Frank Schlangenottos neuer Job

Im neuen INSIDE, der am Donnerstag erschienen ist, steht auf Seite 32, dass Frank Schlangenotto, seit 31 Jahren bei Nobilia und eines der bekannten Gesichter im Vertrieb, die Küchen-Nummer-1 verlässt und sich ab dem neuen Jahr einer neuen Aufgabe im Handel widmen werde. Enge Partner und Kunde wissen von Schlangenottos Abschied bei Nobilia bereits teilweise seit wenigen Wochen. 

Wo es den Küchenmann hinzieht, haben nun unsere Kollegen von Küchennews zuerst herausgefunden und am Freitagmorgen gemeldet. Demnach geht Schlangenotto zum neuen Jahr als Geschäftsführer nach Berlin, zur GeDK. Dort waren die Geschäftsführer Mirko Döhler und Marten Grundmann am Freitag zuerst nicht für ein Statement zu erwischen. Dann meldete sich doch Döhler zurück und bestätigte den Neuzugang: „Frank Schlangenotto wird ab Januar 2023 zu den Berlinern als COO wechseln. Er soll die Themen rund um die Zukunftsthemen: Digitale Küche / Neue Funktionalitäten und Dienstleistungen der IT-Landschaft für den gesamten Innenraum, die Weiterentwicklung der dafür gegründeten Vertriebslinien und die umfassende Implementierung des neuen Dienstleistungssystems von GEDK bei den Partnern zur Erleichterung von Lagerung, Kommissionierung, Endkunden-Belieferung und Vertragung an den Montageort incl. der Entsorgung ferderführend umsetzen." Und noch ein vorfreudiger Gruß von Döhler hinterher: ‚Wir freuen uns, mit Frank Schlangenotto einen sehr gut vernetzten und geschätzten Branchenkenner gewonnen zu haben. Dieser, für die Gruppe und auch für Frank Schlangenotto selbst, wichtige Schritt wird uns helfen, die nötigen Werkzeuge für die Zukunft unseren Partnern bereitzustellen und den Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Nicht zuletzt werden auch durch ihn, die sehr guten Beziehungen zum Lieferantenpartner Nobilia gefestigt und gemeinsame Ideen umgesetzt."

  • Schlagzeile: Neue Leute

Dass Frank Schlangenotto Nobilia zum Jahresende verlässt, um als Geschäftsführer bei der Berliner Verbundgruppe GEDK einzusteigen, ist inzwischen bekannt. Seinen Vertriebsbereich wird sein bisheriger Kollege Daniel Patrzek übernehmen, für den im Süden bereits Ersatz gefunden wurde: Marc Metzen, zuletzt bei Dross & Schaffer, kehrt zu Nobilia zurück. Weitere Verstärkung im Vertriebsteam bekommt Nobilia zum Jahreswechsel von Patrick Walljasper, ebenfalls Rückkehrer, der aktuell noch bei Alliance unter Vertrag ist.

Auch international gibt es Zuwachs: Philippe Giovanni, zuvor Directeur Général von Bricomarché, Bricorama & Brico Cash, soll sich bei Nobilia um die Koordination der unabhängig geführten Auslandsbeteiligungen im Handel kümmern.

  • Schlagzeile: „Der letzte Rasterschritt”
  • H1: Nobilia zur Hausmesse

Nobilia wird sein „Verler Raster“ zur Hausmesse vervollständigen. Heißt: Jede Schrankkombination kann jetzt mit vollständiger Linienführung geplant werden, was mehr Planungsfreiheit bringen soll. „Ready to create“ lautet entsprechend das Messemotto. Viel mehr lässt sich Vertriebschef Bernd Weisser im Vorfeld nicht entlocken.

Stärker angreifen wird Nobilia, wie man hört, aber auch im Wohnmöbelbereich. 10 Prozent vom Umsatz – aktuell wären das über den Daumen gepeilt 150 Mio Euro — sollen mittelfristig realistisch sein. Plausibel, wenn man die Entwicklungen allein im letzten Jahr beobachtet. Gerüchten zufolge soll zur Messe nun eine mit Furnplan planbare Wohnmöbelkollektion an den Start gebracht werden, die auch Einkäufer aus anderen Bereichen als dem Küchensegment auf den Plan rufen soll. Die Vorteile für Vollsortimenter: Lieferung aus einer Hand. Zudem ist Nobilia wegen der Riesen-Volumina so gut wie jeden Tag an jedem Ort der Republik und hat einen Lieferzeitenvorteil. Mindestbestellwerte braucht es da kaum.

  • Schlagzeile: Fußabdruck verkleinern
  • H1: Nobilia mit Wasserstoff Lkws

20,6 Mio Kilometer legen die gut 400 Nobilia-Fahrer jährlich auf den Straßen zurück. Zur Einordnung: Das entspricht 40.000 Fahrten von München nach Berlin. Laut eigenen Angaben ist der Transportbereich in Verl für 40 Prozent der CO2-Emmision verantwortlich. In Zukunft will Nobilia den CO2-Fußabdruck von der Straße verkleinern und setzt auf Lkws mit grünem Wasserstoff-Antrieb. Bereits auf der diesjährigen Hausmesse in Verl, die morgen beginnt, stellt Nobilia die neue Kooperation mit dem regenerativen Energieversorger GP Joule vor. 

Der Plan: GP Joule baut und betreibt in Nähe des Unternehmens eine Wasserstofftankstelle, die von Nobilia-Lkws, Pkws und auch von Wasserstoff angetrieben Fahrzeugen anderer Betriebe genutzt werden kann. GP Joule will auch Wasserstoff-Fahrzeuge bereitstellen.

„Mithilfe der grünen Wasserstoffinfrastruktur und emissionsfrei fahrenden Lkws wird Nobilia seinem Ziel, den eigenen CO2-Fußabdruck deutlich zu verkleinern, einen wesentlichen Schritt näherkommen“, sagt André Steinau, Geschäftsführer von Gp Joule Hydrogen.

  • Schlagzeile: Von Wohnen bis Wasserstoff
  • H1: Nobilia: Messenachlese

Vor der Messe lässt man bei Nobilia traditionell nicht gern viel raus. Dafür folgt dann vor Ort in Verl die Informationskeule. Die 5.000 qm Ausstellungsfläche waren wieder mit 138 Planungen (davon „nur“ 52 Küchen), mit den Beteiligungen Pino, Raumplus und RMTSoft und externen Dienstleistern voll belegt. Die Gerätepräsentation musste wegen der schieren Masse an Eigenmarken und Exklusivmodellen (neu sind Laurus von Vestel, Grundig, Whirlpool und Candy für den französischen Markt, Bauknecht gibt es seit März) diesmal ohne Belegschaft der Hersteller stattfinden, und auch darüber hinaus gab es einiges zu erfahren: Vom digitalen Verkaufshandbuch von Go2B über einen Lead-Generator für den Handel, einen Wasserstoff-Truck, Marketingunterstützung und E-Commerce-Lösungen bis zur neuen Montageakademie mit Export-Showroom, die wir fürs Mitte Oktober erscheinende INSIDE Spezial bereits genauer unter die Lupe genommen haben.

Die Anmeldungen zur bis zum 27.9. dauernden Nobilia-Messe kamen mit rund 12.000 ans Vor-Corona-Niveau heran, obwohl nach wie vor einige ausländische Besuchergruppen fern blieben. Mit dem Messemotto „Ready to create“ nahm Nobilia Bezug auf sein „Verler Raster“ n144, das jetzt einheitliche Fugenbilder über alle Fronten und Räume möglich machen und Planungssicherheit bieten soll. 1.700 Schranktypen mussten für den letzten Rasterschritt neu konstruiert werden. Sechs neue Fronten wurden gezeigt (drei davon Antifingerprint), auslaufen werden aber keine.

Im Wohnen – gerüchteweise hat Nobilia mittelfristig einen Umsatzanteil von 10 Prozent mit Living im Visier – gab es neben dem frei planbaren Sortiment in diesem Jahr auch eine Präsentation für die Großfläche mit fertig konzipierten Modulen und Vorschlagswänden. Insgesamt gibt es acht Produktlinien mit eigenen Verkaufsunterlagen. Und auch Couchtische sind neu im Sortiment. Die Produkte für die Großfläche sind nun auch mit Furnplan planbar.

Wieder vor Ort war Food-Bloggerin Sally, mit der Nobilia gemeinsam mit Bosch und der Werbeagentur Flotho das neue Format „Deutschland kocht“ für den Handel an den Start bringen wird. Aus der Kooperation entstanden sind weitere Bosch-Exklusivgeräte für Nobilia, und auch von Siemens gibt es nun eine kleine exklusive Modellreihe für Nobilia.

Eine weitere Marketing-Kooperation ging kürzlich mit der Sat.1-Kochshow „The Taste“ an den Start. In der Show sind insgesamt vier große Nobilia-Küchen im neuen Fjordblau mit Easytouch bestehend aus 16 Inseln und acht Zeilen zu sehen.

930 Mio Ad-Impressions hat Nobilia mit diversen Kampagnen in den letzten zwölf Monaten erreicht. Für 2023 sind wieder drei Kampagnen geplant, eine vierte mit den Highlights noch fürs eventuelle Sommerloch. „Wir bringen die Idee von Vermarktung und Platzierung zusammen“, erklärt Marketingleiterin Sonja Diermann. Heißt: Der Außendienst empfiehlt den Händlern spezielle Platzierungen, weil für diese Produkte Werbungen geplant sind.

Auch mit der Kommunikation des Themas Nachhaltigkeit hat sich Nobilia stärker befasst und seine Aktivitäten in einem eigenen Journal und auf einer Landingpage zusammengefasst.

  • Schlagzeile: Kümmel-Nachfolge geregelt
  • H1: Ein Abschied, zwei Aufstiege und ein Neuzugang

In der vergangenen Woche hat Nobilia-Entwicklungschef Christoph Kümmel sich von seinen Nobilia-Kollegen und Geschäftspartnern verabschiedet und seinen Resturlaub angetreten. Kümmel – im Sommer zuvor von Interlübke nach Verl gewechselt – hatte 2019, nach dem Weggang von Nobilia-Urgestein Andreas Bielefeld den Titel Leiter Produktstrategie bekommen. In seinen Verantwortungsbereich fiel neben Produktentwicklung und -management auch das Nobilia Creativ Studio, das die Ausstellungsplanung im Haus und auch für die Handelspartner weltweit anbietet. Um die 45 Leute gehörten insgesamt zu Kümmels Team.___STEADY_PAYWALL___

Dass Kümmel sich in Verl verabschieden würde, hat sich in der Branche längst herumgesprochen. Die Bestätigung bekam man aber von Nobilia lange nicht. Kümmels Vertrag läuft noch bis Jahresende. Man ist nun so verblieben, dass er von München aus noch eine Zeit lang beratend für das Unternehmen tätig bleiben soll.

Offenbar gibt es inzwischen auch eine Regelung für Kümmels Nachfolge: Neuer starker Mann im Produktmanagement (Titel: Leiter Produktmanagement) wird künftig Ronny Viehrig sein, bislang Produktmanager Bad und Kümmels Stellvertreter. Mehrere Produktmanager haben sie in Verl außerdem für Wohnen, E-Geräte und natürlich für Küche. Neu ins Team kommt im nächsten Jahr zusätzlich Steffen Hagemann, der bis 31.12. noch bei Nolte-Küchen tätig ist.

Das Nobilia Creativ Studio wird künftig zusammen mit der Montagesteuerung als neuer Bereich „Creativ Studio und Montagesteuerung“ bei Jörg Arndt angesiedelt sein, der seit zwei Jahrzehnten bei Nobilia arbeitet. Wie zuvor Christoph Kümmel und nun auch Ronny Viehrig berichtet Arndt an Vertriebschef Bernd Weisser. Die direkte Verantwortung für die Montagesteuerung bleibt bei Andreas Fuhst.

  • Schlagzeile: Für jedes Problem eine Koje
  • H1: Nobilia: Für jedes Problem eine Koje

Nur eine vollständige und richtig montierte Küche ist eine gute Küche. Weil das durch den viel besprochenen Fachkräftemangel allerdings schon längst nicht mehr selbstverständlich ist – manche Organisationen schauen sich sogar schon in Nordafrika nach Logistik- und Montagekräften um –, bietet Nobilia seinen Händlern seit Oktober in einer Montageakademie individuelle Schulungen für Monteure an. Gelauncht wurde die Montageakademie zur Hausmesse im September und zwar auf 2.800 qm Fläche im ehemaligen Campingkaufhaus in der Waldstraße, nur 700 Meter vom Nobilia-Sitz entfernt. Die Immobilie hatte Nobilia im letzten Herbst erworben, die Infrastruktur der Ausstellungshalle für Wohnmobile blieb beim Umbau erhalten. Gleich im vorderen Bereich des Gebäudes hat Nobilia eine Ausstellung mit besonders kniffeligen Planungen auf Niveau der Premium-Exportmarke Noblessa mit integrierten Raumplus-Lösungen eingerichtet, anhand derer den Monteuren direkt eventuelle Schwierigkeiten aufgezeigt werden.

Exportshowroom Nobilia Fotor

Im vorderen Bereich ein Exportshowroom

Da solche Planungen vor allem im Ausland verkauft werden, hat Nobilia zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Team um Exportleiter Matthias Keudel kann die Ausstellung gleichzeitig als Export- Showroom nutzen. Und hinter verschlossenen Türen zeigen die Ostwestfalen dann in einer Art Geheimprojekt auch noch speziellen Übersee-Kunden, dass sie sich auch auf ganz besondere Bedarfe einstellen können.

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  • Schlagzeile: FBD mit 920 Mio Euro

Bei der Nobilia-Bilanzpressekonferenz, zu der die Einladung in diesem Jahr noch aussteht, werden die Umsätze der Franchise- und Handelsaktivitäten im Ausland traditionell eher klein gehalten. Bei den Franchise-Organisationen fließen lediglich die Franchise-Gebühren ein, nicht etwa der Außenumsatz der Händler. Die Handelsaktivitäten werden um die Innenumsätze bereinigt und auch nur unter Berücksichtigung der Beteiligungsverhältnisse einbezogen. 2021 kam die Unternehmensgruppe Nobilia so auf 1,715 Mrd Euro Umsatz gegenüber 1,482 Mrd Euro, die der Küchenhersteller selbst meldete. Eine Differenz von 233 Mio Euro.

Die Zahlen, die die zu Nobilia gehörende Franchise-Organisation FBD gerade für 2022 herausgegeben hat, hätten eigentlich Potenzial, um in Verl mit noch höheren Umsatzgrößen nach außen zu gehen: ___STEADY_PAYWALL___920 Mio Euro (+2,9 Prozent) Außenumsatz bei 563 (+52) Geschäften gab FBD-Chef Loïc Paitel fürs letzte Jahr bekannt. Zu FBD gehören die Formate Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références, Vanden Borre Kitchen und das junge Label Cake Kitchen. Der Plan für 2023 sind 60 weitere Franchise-Filialen. Cake Kitchen soll auch in Spanien an den Start gehen. Neue Exportmärkte sollen auch mit der Vergabe von Master-Franchise-Lizenzen angegangen werden. Den Schwerpunkt hat FBD in Frankreich und Belgien, ist aber in zahlreichen weiteren Ländern aktiv.

In Frankreich hat Nobilia seit 2021 zudem eine Minderheitsbeteiligung an Aviva. An der belgischen Handelskette Menatam (èggo) hält Nobilia ebenfalls eine Minderheitsbeteiligung. Das èggo-Konzept gibt es mittlerweile auch in Afrika und im Mittleren Osten. In Schweden (Northern Kitchen Sverige AB) und England (Kütchenhaus) betreibt Nobilia eigene Küchenstudios. Kütchenhaus ist zudem Franchisegeber in England, den USA und Australien.