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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: In Xanten und Schwerin

130 Küchenstudios gehören europaweit zum Franchisesystem Varia von Der Kreis, ein großer Teil davon in Osteuropa.

Im vergangenen Jahr sind zwei neue Varia-Standorte in Deutschland hinzu gekommen: in Xanten und Schwerin. Auf 350 qm betreibt in Xanten Tommaso Fortucci gemeinsam mit seiner Frau und einem weiteren Verkäufer ein neues Geschäft. Fortucci ist seit 25 Jahre in der Küchenbranche und hat nun den Weg in die Selbstständigkeit gewagt. Das Varia-Studio in Schwerin haben zum 1.11. Andreas und Katrin Kuhlmann eröffnet.

  • Schlagzeile: Trauer um Firmengründer

Als Heinrich Sagel 1962 gemeinsam mit seinem Schwiegervater Hermann Vauth die Vauth-Sagel KG gründete, produzierten sie Hilfsmittel für den Käsereibedarf. Heinrich Sagel betrieb sein Geschäft mit „unermüdlicher Energie“ und „nie versiegendem Elan“, so beschreiben es seine Wegbegleiter.

Neue Ideen und andere Geschäftsfelder begeisterten Heinrich Sagel. Er erkannte Marktlücken, hatte das richtige Gespür für neue Anforderungen. So wurde aus der Vauth-Sagel-Gruppe ein Global Player, der die ganz Großen der Küchenmöbelindustrie zu seinen Kunden zählen darf, der sich mit Mauser aber auch im Office- und Pflegebereich tummelt. Dem Unternehmenszweck „Fabrikation und Verarbeitung von Draht und Blech“ blieb die Brakeler Unternehmensgruppe mit inzwischen fast 1.000 Mitarbeitern bis heute treu.

Schon vor Jahren hat Heinrich Sagel das operative Geschäft an seine fünf Söhne übertragen, die die Gruppe seither – jeder in seinem Bereich - mit ebenso viel Herzblut weiterführen. Claus Sagel wurde zum Sprecher der Gruppe und schiebt seitdem an vorderster Front an. Auch in seinem Ruhestand zeigte Heinrich Sagel weiterhin großes Interesse am Geschäft, hielt die Stellung auf der Interzum, besuchte regelmäßig die einzelnen Firmenstandorte und hatte ein offenes Ohr. Privat engagierte er sich im lokalen Vereinsleben und ging seiner Leidenschaft, der Jagd, nach.

Am Mittwochmorgen ist Heinrich Sagel im Alter von 85 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben. Wir werden seinen Tod im nächsten INSIDE, der kommende Woche erscheint, angemessen würdigen.

In einer Mitteilung des Unternehmens und der Familie Sagel heißt es: „Auch wenn sein Tod einen tiefen Einschnitt in der Seele des Unternehmens hinterlässt, bilden die gelebten Werte des weitsichtigen und dennoch bodenständigen Ostwestfalen noch heute die Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geradlinigkeit. Es war ihm immer wichtig, ein Vorbild zu sein und diese Rolle aktiv zu leben. Die Familie, die gesamte Unternehmensführung sowie alle Mitarbeitenden werden sein Lebenswerk für kommende Generationen engagiert weiterführen.“

  • Schlagzeile: Denis Hoeft kommt zurück
  • H1: Vauth-Sagel: Denis Hoeft kommt zurück

Verstärkung für den Deutschland-Vertrieb der Beschlaggröße Vauth-Sagel: Denis Hoeft, von 2017 bis 2023 für das Familienunternehmen aus Brakel-Erkeln tätig, kommt zum 1. Mai zurück zu Vauth-Sagel. Hoeft wird wieder als Vertriebsleiter Deutschland antreten und dabei neue Impulse setzen.

Vauth-Sagel-Geschäftsführer Claus Sagel: „Die Rückkehr

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  • Schlagzeile: Nachhaltigkeits-Appell

Bei der Mitgliederversammlung des VdDK hat die Verbandsspitze für eine stärkere Unterstützung der verbandseigenen und für Nachhaltigkeit und Circular Economy zuständigen Arbeitsgruppe geworben. Man rufe „eindringlich zur aktiven Unterstützung bei der Normungsarbeit auf nationaler und europäischer Ebene“ auf, lassen sich Vorstand und Geschäftsführung zitieren. „Da diese Schwerpunkte die Branche über Umweltproduktdeklarationen oder Trennbarkeit sowie Recyclingfähigkeit von Materialien sehr stark prägen werden, muss die deutsche Küchenmöbelindustrie versuchen, hier die Rahmensetzungen direkt zu beeinflussen. Dies auch deshalb, weil das zuständige Arbeitsgremium CEN TC 207 eine extrem hohe Arbeitsdynamik an den Tag legt“, gibt Herford weiter durch.

Die Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie fand am 7. Oktober statt. Hier wurde auch der neue VdDK-Vorstand gewählt. Einstimmig bestätigt wurde die Führungsspitze mit Stefan Waldenmaier (Leicht Küchen) als Vorsitzendem sowie Dr. Lars Bopf (Nobilia-Werke) und Dirk Krupka (Häcker Küchen) als dessen Stellvertretern. Ebenfalls einstimmig wurde der erweiterte Vorstand mit einigen Änderungen gewählt. Den ausscheidenden Beisitzern Delf Baumann (Bauformat), Manfred Wippermann (Nolte Küchen) und Jörg Loew (Burgbad) folgen aus den jeweiligen Unternehmen Matthias Berens, Melanie Thomann-Bopp und Eckhard Wefing sowie Stefan Sallandt.

Nach der Versammlung besichtigten die Teilnehmer das neue Häcker-Werk Nr. 5 von Häcker Küchen in Venne. Nach weniger als zwei Jahren Bauzeit fertigen hier aktuell rund 300 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von rund 110.000 qm etwa 320 Einbauküchen am Tag.

  • Schlagzeile: Zur Lage in der Industrie

Die VdDK-Mitgliederversammlung bei Burger Küchen am Mittwoch dieser Woche hat nicht nur den Vorstand neu gewählt bzw. bestätigt, sondern auch über die trübe Lage im Markt gesprochen und das mit Zahlen untermauert.

Die verbandsinterne AE-Statistik weist in der Küchenmöbelindustrie für den Zeitraum Januar bis September 2023 einen mengenmäßigen Rückgang um 12 Prozent aus. Aktuell nutzen rund 40 Prozent der Unternehmen laut Verbandsumfrage Kurzarbeit. Die Aussichten für das kommende Jahr sind dementsprechend verhalten. Noch länger hinziehen als die Konsumflaute soll sich die Baisse im Bausektor. Prof. Dr. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle sagte in einem Gastvortrag in Burg, dass er mit Zinssenkungen durch die EZB frühestens im zweiten Halbjahr 2024 rechne. Ein Aufschwung der Bauindustrie sei erst 2025 zu erwarten.

Auch auf der VdDK-Agenda: Die neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung CSRD. Die Berichtspflicht tritt ab 2025 für Firmen ab 250 Mitarbeitern, einer Bilanzsumme von über 20 Mio Euro und über 40 Mio Euro Umsatz in Kraft, bzw. für Firmen, die zwei dieser drei Kriterien erfüllen. Der VdDK rät zu einer rechtzeitigen Vorbereitung.

Leicht-Chef Stefan Waldenmaier bleibt auch in den nächsten zwei Jahren Vorstandsvorsitzender des VdDK. Seine Stellvertreter sind auch weiterhin Dr. Lars Bopf (Nobilia) und Dirk Krupka (Häcker). Auf die ausgeschiedenen Beisitzer Georg Billert (Impuls) und Melanie Thomann-Bopp (Nolte) folgen Stefan Kükenhöhner und Rüdiger Schliekmann nach. Ebenfalls als Beisitzer ausgeschieden ist Heinz-Jürgen Meyer (Rotpunkt).

  • Schlagzeile: Die Hoffnung bleibt

Die Lage ist aktuell alles andere als einfach für die deutsche Küchenmöbelindustrie, auch wenn die Stimmung zur Messe wohl insgesamt besser ist, als viele im Vorfeld erwartet hatten. Und so sind die Zahlen, die heute auf der Pressekonferenz des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) in der Architekturwerkstatt in Löhne über die Bühne ging, auch nicht wirklich überraschend. 

Die deutsche Küchenmöbelindustrie musste in den ersten sieben Monaten des Jahres 2024 einen deutlichen Umsatzrückgang verkraften. Der Umsatz in diesem Zeitraum lag bei

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  • Schlagzeile: Sonne und Schatten bei den Küchenmöblern

Es ist eine Situation für die Küchenmöbelbranche, für die es kein Beispiel gibt. Positive und negative Effekte der Corona-Krise stellen die Player vor Herausforderungen, die kaum mit Patentrezepten zu lösen sind. Zu den positiven Effekten gehört sicher, dass die Umsätze steigen wie lange nicht. Das wurde jetzt auch auf der VdDK-Pressekonferenz im Rahmen des ostwestfälischen Messeherbstes in der Architekturwerkstatt deutlich.

Per Ende Juli 2021, so war dort zu hören, kann die deutsche Küchenmöbelindustrie ein Umsatzplus von 14,7 Prozent vorweisen, allerdings bezieht sich das Plus auf niedrige Vergleichswerte des Vorjahres, als die Pandemie ihren Anfang nahm. Unwahrscheinlich deshalb, dass sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2021 so fortsetzt. Dennoch geht der Verband der deutschen Küchenmöbelindustrie davon aus, dass 2021 ein „außerordentliches gutes Wirtschaftsjahr“ wird.

Leicht-Chef Stefan Waldenmaier erklärte als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) die Lage so: Im vergangenen Jahr habe es eine V-förmige Entwicklung gegeben. Absturz und steiler Aufstieg der Konjunktur folgten rasch aufeinander. „So etwas führt zu extremen Problemen in einem filigranen Lieferantengefüge“, so Waldenmaier. „Und diese Entwicklung aus dem vergangenen Jahr hat signifikante Auswirkungen, die wir heute noch spüren.“

Große Probleme gibt es bei den Holzwerkstoffen, im beschichteten Bereich, bei Rohspanplatten, HDF, MDF - alles ist knapp, genauso aber auch im Beschlagsbereich. Mehr als Hälfte der VdDK-Mitglieder berichtet davon, dass der aktuell schwierige Lieferstand mindestens erhalten bleibt, und etwa die Hälfte glaubt sogar, es könnte noch schlimmer werden. Gestützt wird das übrigens auch durch Zahlen des ifo-Instituts, lautet denen 86 Prozent der befragten Unternehmen aus der Möbelbranche gesagt haben, dass sich die Lage in der Materialversorgung noch weiter zuspitzt. Hinzu kommen logistische Herausforderungen, weil in den nächsten Jahren viele Lkw-Fahrer in Rente gehen und die freien Stelen kaum mit Nachwuchs besetzt werden können. 

Waldenmaier betonte aber auch die positiven Begleiterscheinungen der Pandemie: „Ich glaube, dass die Pandemie ein Kipppunkt war“, sagte er. Vor der Pandemie habe es eine Phase des Hedonismus gegeben, es wurde „laut gelebt“. Restaurantbesuche, Kurzflüge in Metropolen waren selbstverständlich. „Mit der Pandemie kam der Sinneswandel und die Erkenntnis, wie wichtig Heim und Haus sind“, so Waldenmaier. Diese neue Grundströmung, genauso wie der Trend zu gesünderer Ernährung und die anhaltenden Investitionen in Immobilien würden die Branche in den nächsten Jahren unterstützen. Kurz: Die Pandemie belastet das Geschäft mit Küchen und befeuert es zugleich.

Ergänzend zu den Erläuterungen von Waldenmaier stellte VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth fest, dass das erste Halbjahr 2021 verglichen mit den Zahlen von 2019 immerhin noch ein Plus von 12 Prozent ergibt, ein Hinweis auf die insgesamt gute konjunkturelle Entwicklung derzeit. „Das zeigt, dass die Branche tatsächlich sehr gut unterwegs ist und sich in dieser Krise gut behauptet hat“, sagt Kurth. Auch der kumulierte Auftragseingang bis August zeige mit einem wertmäßigen Plus von 10 Prozent, dass für das zweite Halbjahr noch einiges in der Pipeline ist. Manche Küchenmöbler sagen bereits jetzt, dass sie die Produktion für 2021 schon komplett ausgelastet haben.

VDM

  • Schlagzeile: Prognose für 2023
  • H1: Möbelindustrie: Prognose für 2023

Karneval ist gelaufen, die Möbelbranche zieht Bilanz: Mit einer Umsatzsteigerung um 6,9 Prozent auf 18,766 Mrd Euro Umsatz hat die deutsche Möbelindustrie laut amtlicher Statistik das letzte Jahr abgeschlossen. „In einem normalen Jahr würden wir das feiern, aber letztlich ist das Umsatzwachstum zu gering“, brachte Elmar Duffner in seiner Position als VDM-Präsident das Dilemma gleich zu Beginn der gemeinsamen Pressekonferenz von Industrie und Handel auf den Punkt. „Das Wachstum war allein preisgetrieben“, so Duffner. Weil bekanntermaßen die stark gestiegenen Kosten teilweise weitergegeben wurden. Die Absatzmenge ist dagegen im letzten Jahr leicht gesunken.

Die Statistik im Detail: Der Inlandsumsatz nahm mit 5,5 Prozent auf 12,53 Mrd Euro weniger stark zu als der Umsatz im Export, der sich um 9,8 Prozent auf 6,236 Mrd Euro erhöhte. In die Zahlen flossen 449 Unternehmen (-2 Prozent) mit zusammen 78.322 (-1 Prozent) Beschäftigten ein. Die Arbeitszeit reduzierte sich um 2,2 Prozent. Nach einem grandiosen Jahresstart mit zweistelligem Wachstum hat die Dynamik im Jahresverlauf 2022 stark nachgelassen. Unter den verschiedenen Produktgruppen war mit 9,5 Prozent Plus auf 6,2 Mrd Euro wieder die Küchenindustrie der Primus. Die Polstermöbelhersteller konnten ihren Umsatz im letzten Jahr um 6,6 Prozent auf 1,1 Mrd Euro verbessern. Mit +8 Prozent auf 6,4 Mrd Euro bewegten sich die Hersteller Sonstiger Möbel (u.a. Kastenmöbel) im Mittelfeld der Branche.

Jedes dritte in Deutschland gefertigte Möbel geht heute bereits in den Export. Wichtigster Absatzmarkt für die deutschen Hersteller blieb trotz eines Rückgangs um 3,4 Prozent Frankreich. Zum Exportwachstum trugen vor allem Holland (+10,3 Prozent), die Schweiz (+7,3 Prozent) und überraschenderweise trotz aller Widrigkeiten UK (+6,9 Prozent) bei. Außerhalb Europas hat sich der US-Markt (+10,7 Prozent) als wichtigster Markt für deutsche Möbel etabliert. Die Nummer zwei außerhalb Europas, China, nahm wertmäßig dagegen 5,4 Prozent weniger ab.

Die Importe von Möbeln nach Deutschland wuchsen im vergangenen Jahr um knapp 3 Prozent auf 10,7 Mrd Euro. Dabei rangierte China mit 3,2 Mrd Euro (+6 Prozent) auf Platz eins. Allerdings gaben hier die Stückzahlen um 15 Prozent nach – über den Daumen gepeilt seien chinesische Möbel im vergangenen Jahr um 20 Prozent teurer gewesen, rechnete VDM-Geschäftsführer Jan Kurth vor. Die Importe aus Polen blieben wertmäßig konstant bei 2,9 Mrd Euro, nahmen aber mengenmäßig um 7 Prozent ab. Kurth: „Das zeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller sich verbessert hat.“

In den verbandsinternen Auftragseingangsstatistiken für Küche, Polster und Wohnen lässt sich zum Jahresanfang eine Stabilisierung erkennen. Noch nicht auf dem hohen Vorjahresniveau, doch „besser als erwartet“, so Duffner. Zu den Lichtblicken gehört, dass die Inflation den Zenit offenbar überschritten hat. Ab März wird auch wieder mit einer Abschwächung der Teuerung erwartet.  

Für das erste Halbjahr plant etwa die Hälfte der Möbelindustrieunternehmen mit Kurzarbeitsphasen. „Das ist über alle Segmente hinweg erkennbar“, so Kurth. Etwas weniger ist davon noch die Küchenindustrie betroffen, die aber auch Schichten oder einzelne Tage aus der Produktion genommen hat. Sichtbar wird die aktuell schlechtere Beschäftigung auch an einer Entspannung der Lieferzeiten. Nach einem schwachem ersten Halbjahr rechnen die Industrievertreter mit einer Erholung im zweiten Halbjahr, so dass die Prognose fürs Gesamtjahr aktuell lautet: Wertmäßige Seitwärtsentwicklung, mengenmäßiger leichter Rückgang. Den Optimismus für die Belebung im weiteren Jahresverlauf zieht Kurth unter anderem aus dem bislang stabilen Arbeitsmarkt und dem weiterhin hohen Stellenwert des Themas Einrichten. Positive Impulse soll erneut das Auslandsgeschäft liefern.

Der Möbelhandelsverband BVDM geht mit den Erwartungen der Industrie-Kollegen etwa konform. Unterm Strich könnte 2023 sogar ein leichtes Wachstum herauskommen, das dann aber wie im Vorjahr allein auf Preiseffekte zurückzuführen wäre. „Die Käufe werden von den Verbrauchern allerdings nicht mehr impulsiv, sondern eher besonnen und überlegt getätigt“, so der Verband.

BVDM-Geschäftsführer Christian Haeser stellte bei der PK die Hochrechnung für 2022 auf Basis der ersten zehn Monate vor. Demnach hat der Einrichtungshandel in Deutschland das Vorjahr mit 35,3 Mrd Euro Jahresbruttoumsatz um etwa 8 Prozent übertroffen. Im Handel waren Polstermöbel mit +14 Prozent die Wachstumstreiber, hier seien aber auch die Preise am stärksten gestiegen.  Der Küchenhandel schloss 2022 mit einem Wachstum von rund 8 Prozent ab, bei Büromöbeln konnte der Umsatz um 6 Prozent gesteigert werden, im Bereich Garten- und Wohnmöbel um über 8 Prozent. Dem gegenüber standen Umsatzeinbußen von rund 5 Prozent bei der Warengruppe Matratzen.

Den Anteil von Küchen- und Geräten am Möbelmarkt gibt der BVDM inzwischen mit 39 Prozent an, 30 Prozent sollen auf Wohn- und Gartenmöbel entfallen, 17 Prozent auf Polstermöbel, 10 Prozent auf Büro und 4 Prozent auf Matratzen.

Eine gemeinsame Interessenvertretung von Industrie und Handel, für die sich BVDM-Präsident Markus Meyer stark machte, soll in Zukunft dafür sorgen, dass für die Branche bedeutende Themen in Berlin und in Brüssel vorangetrieben werden. Zu solchen übergeordneten Themen gehören Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft oder Recht auf Reparatur. Meyer: „Eine so weitreichende Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel hat es noch nicht gegeben. Jeder ist eingeladen, sich der Brancheninteressenvertretung anzuschließen.“ Man werde auch zu einer ganz neuen Gesprächs- und Verhaltenskultur aufrufen. Die hörte man auch schon durch, als Meyer auf Journalistenfragen zu Preiserhöhungen der Industrie mit Argumenten antwortete, die man sonst eher aus Herstellerkreisen zu hören bekommt.

Zu Wort kommt bei der Jahreswirtschafts-PK der Verbände traditionell auch die Kölnmesse – in Person von Geschäftsbereichsleiter Matthias Pollmann, der ein paar Eckdaten zur „IMM Spring Editon“ im Juni durchgab: Man rechnet mit „gut über 500 Ausstellern“, davon 90 Prozent aus dem Ausland. Und: Die Messe soll auf jeden Fall stattfinden. Um das zu wissen, sei die Buchungslage positiv genug. In Köln läuft die viertägige Juni-IMM als „Transformationsveranstaltung“ mit der „Gelegenheit, neue Wege zu gehen“ hin zur Januar-IMM 2024, die dann erstmals fünf Tage dauern wird. Küchen sollen dann im Jahr 2025 wieder Bestandteil der Messe sein. Sowohl VDM und BVDM gaben der IMM während der PK Rückendeckung.

 

VDM

  • Schlagzeile: Schwarz auf weiß

Die anhaltenden Rückgänge zahlenmäßig zu erfassen, fällt vielen im Markt nach wie vor schwer, da die Mengenrückgänge zeitweise von Preiseffekten kompensiert worden waren. Nun gibt es zumindest für 2023 Umsatzzahlen, an denen man sich orientieren kann. Über die Mengenentwicklung sagen diese allerdings nur teilweise etwas aus.

Laut amtlicher Statistik hat die deutsche Möbelindustrie 2023 mit etwa 18 Mrd Euro einen Umsatzrückgang um 4,3 Prozent verkraften müssen. Inlands- (-4,6 Prozent) und Auslandsgeschäft (-3,6 Prozent) entwickelten sich ähnlich negativ.

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VDM

  • Schlagzeile: Prognose: Saisonkurve
  • H1: VDM-Prognose: Saisonkurve

Die Stimmen aus dem Markt zeichnen gerade ein anderes Bild, doch noch hat der Herbst, auf dem die Hoffnungen ruhen, ja auch noch nicht begonnen. Bei der Wirtschaftspressekonferenz des VDM am 28. August in Köln hat Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth nochmal wiederholt, was schon seit dem Frühjahr das Mantra in der Möbelwelt ist: „Wir gehen davon aus, dass die Branche die Talsohle durchschritten hat.“

Saisonal soll’s bald besser werden. Und gewiss auch wegen der schlechten Vorjahresvergleichswerte, die das zweite Halbjahr prägen. Jan Kurth verwies in Köln auf positive Effekte wie eine stabile Anschaffungsneigung, die sich abflachende Inflationsrate oder die steigenden Reallöhne. Die Umsatzprognose des VDM fürs Gesamtjahr liegt dennoch bei -7 bis -9 Prozent, weil die erhoffte Belebung die im ersten Halbjahr erlittenen Einbußen wohl nicht wettmachen kann.

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  • Schlagzeile: Ziel: 100-mal in Frankreich

Kurz nach dem Auftritt auf der Espritmeuble in Paris hat der italienische Küchenbauer Veneta Cucine die Übernahme seines französischen Vertriebspartners bekannt gegeben. Veneta Cucine France hat seit 2013 ein Netzwerk von 50 Monobrand-Stores aufgebaut, die zusammen 48 Mio Euro umsetzen.

Finanziert wurde die Übernahme mit Unterstützung des Fonds NB Aurora, der seit 2021 zu 30 Prozent an Veneta Cucine beteiligt ist und dem Unternehmen über eine Kapitalerhöhung 80 Mio Euro zuführt.

Als Ziel wurde ausgegeben, die Zahl der angeschlossenen Küchenstudios in Frankreich bis 2025 auf 100 auszuweiten, um mit anderen großen Gruppierungen mithalten zu können.

  • Schlagzeile: Das Ausland im Blick
  • H1: Veneta Cusine hat 2022 rund 330 Mio Euro umgesetzt

Der italienische Küchenbauer Veneta Cucine hat das vergangene Jahr mit 330 Mio Euro Umsatz abgeschlossen, wie aus einer Pressemitteilung der UniCredit-Bank zur Gewährung eines Darlehens hervorgeht. Für 2021 hatte Veneta Cucine 284 Mio Euro Umsatz gemeldet.

Der Kredit über 8 Mio Euro soll in die Auslandsexpansion fließen, speziell in den chinesischen und den US-Markt. Auch von Frankreich ist die Rede. Dort hatte Veneta Cucine gerade den Vertriebspartner Veneta Cucine France übernommen.

Veneta Cucine verfügt über 120.000 qm Produktionsfläche, beschäftigt 800 Leute und produziert 90.000 Küchen/Jahr.

  • Schlagzeile: Prämierter Ofen
  • H1: Vestel: Prämierter Ofen

Auf der an diesem Freitag startenden Ambiente werden wieder die Kitchen Innovation Awards verliehen. Unter den ausgezeichneten Firmen ist auch der türkische Gerätebauer Vestel.

Prämiert wurden die patentierten Features Heat Wrap und Hot Air Shield, die in Backöfen der Marken Sharp, Daewoo, Laurus, Telefunken und Burg zum Einsatz kommen. Während

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  • Schlagzeile: In der Lechner-Lücke
  • H1: Vetro: In der Lechner-Lücke

Seit Mitte Januar ist klar, dass auch aus der angedachten „Teilfortführung“ beim Arbeitsplattenproduzenten Lechner nichts wird. Ursprünglich sollte zumindest bei der Glasfertigung ein Investor einspringen. Wurde nichts. Der letzte Produktionstag, das wird von der Insolvenzverwaltung bestätigt, war der 31. Januar. Im Februar werden noch letzte Produkte ausgeliefert. Innerhalb der ersten Februarwochen sollen dann auch die letzten operativen Tätigkeiten abgeschlossen sein, ein Abwicklungsteam begleitet dann den Verkauf der Maschinen und kümmert sich bis zur Jahresmitte um offene Verwaltungsaufgaben in Rothenburg.

Im gehobenen Küchenhandel positioniert sich gerade ein Lieferant, der im Glasbereich für guten Ersatz sorgen kann. Gemeinsam mit dem Lichtfelder-Spezialisten Pelzer LED ist Vetro Küche + Glas aus dem rheinischen Leichlingen aktuell im Handel auf Vorstellungstour.

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  • Schlagzeile: Kochen in Cold Hawaii
  • H1: Vipp: Kochen in Cold Hawaii

Als kleine Hochwert-Marke muss man sich schon etwas einfallen lassen, um zu begeistern. Beim 1939 gegründeten Hersteller Vipp haben sie das getan. Der dänische Hersteller, der mit seinen bekannten Mülleimern groß und berühmt geworden ist, hat sich in den letzten Jahren auf den Möbelmarkt vorgewagt: 2010 startete Vipp mit V1, der ersten seiner beiden Küchen; 2016 folgte der Vipp­Stuhl. Seit einigen Jahren sind Tische, Couches, Regale und Outdoor­Möbel im Programm. Lampen und Accessoires runden das über die Jahre gewachsene Sortiment. (INSIDE Spezial Küche 6, INSIDE 1081) ab.

„Ich war immer schon begeistert von Design und Architektur“, sagt Kasper Egelund. Das brachte ihn auf die Idee, bestehenden oder künftigen Kunden das eigene Portfolio in einem außergewöhnlichen Rahmen zu präsentieren. Egelund, Enkel des Firmengründers Holger Nielsen, wollte, dass Konsumenten die modular aufgebauten Küchen selbst benutzen und ausprobieren können – und zwar nur für sich. So entstand

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VME

  • Schlagzeile: Konzept für den Einstieg
  • H1: VME stellt Küchenkonzept für den Preiseinstieg vor

Bei der VME-Messe in der vergangenen Woche hatten die Bielefelder für ihre Gesellschafter auch ein neues Küchenkonzept namens „Take it!“ parat – mit dem Namenszusatz „Schnell, günstig, Trend“. Ausgetüftelt haben es Volker Herzmann, Leiter des Küchenbereichs, und Peter Wülfing, der in der Geschäftsführung den Kücheneinkauf verantwortet.

Take it deckt die Preislage zwischen 4.000 und 6.500 Euro VK ab. „Wir hatten schon länger im Fokus, dass wir in diesem Bereich etwas anbieten müssen, um die Kunden in diesem sensiblen Bereich wieder mehr in die Häuser zu kriegen“, erklärt Peter Wülfing. Neu für VME ist, dass es sich um Blöcke samt Geräten und Zubehör handelt. Lieferanten sind Express, Pino, Impuls und Nobilia.

Wer will, kriegt Pinos Dropshipping-Angebot on top.In Bielefeld stand dann zur Veranschaulichung neben der montierten Küche aus der Produktion in Coswig auch die Palette, die man schon von den letzten beiden Hausmessen in Verl kennt.

___STEADY_PAYWALL___Ein kleines Update haben auch die Interliving-Küchen wieder bekommen. „Hier arbeiten wir kontinuierlich neue exklusive Features aus wie den exklusiven Auszug“, so Wülfing. Diesmal waren zwei neue exklusive Fronten dabei. Über 100 Händler führen mittlerweile die von Nolte gefertigten Interliving-Küchen. Innerhalb der Interliving-Familie sind Küchen mittlerweile die stärkste Warengruppe. Als Leadgenerator dient ein in diesem Jahr gestarteter Onlineplaner.

take it vme

  • Schlagzeile: Culineo-Wiederbelebung
  • H1: VME: Culineo-Wiederbelebung

Was tun, um das Küchengeschäft anzuregen in diesen schwachen Monaten, mit den doch eher auch mauen Perspektiven fürs nächste Jahr? Der VME hat seinen Gesellschaftern auf der Ordermesse in Bielefeld in dieser Woche noch mehr Eigenmarken-Ideen an die Hand gegeben.

Das vor einem Jahr präsentierte Konzept „Take it“ für den Preiseinstieg wurde weiter angepasst, läuft als Ausstellungsküchen-Konzept mit Lieferanten wie Pino, Express oder Impuls. Zwölf Studios stehen im Handel, es sollen mehr werden.

Deutlich mehr Studios in kurzer Zeit werden es sicher beim Neustart der VME-Marke Culineo, die im Verband bereits eine längere Geschichte hat.

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  • Schlagzeile: Praxistipps von Goos Communication

Anfang Mai startet die digitale Interzum. Wir vom INSIDE werden zum Entwicklungsstand der Zulieferindustrie Ende April ein großes INSIDE Spezial Zulieferindustrie bringen. Was steht drin? Interviews, Roundtable-Gespräche, Porträts und viele Neuigkeiten aus dem Oberflächen-, Beschlags-, Licht- und Möbeltechnik-Markt. Zudem werden wir hier auf www.inside-kueche.de ab Mitte April bis Ende Mai die aktuellen Entwicklungen und Nachrichten aus der Zulieferindustrie mit Küchen-Fokus in einem neuen Online-Special aufbereiten.

Das Team der Hamburger Kommunikationsagentur Goos Communication um Florian Goos hat in den vergangenen Wochen ein Whitepaper mit Praxistipps für die Präsentation auf der digitalen Interzum, die als Interzum @home ab dem 4. Mai im Netz stattfinden wird, ausgearbeitet.

Wir geben die Tipps aus Hamburg an dieser Stelle gerne weiter. In vier Schritten zum interzum @home-Auftritt? Einfach hier klicken!

Florian Goos: „Das digitale Event ist weit mehr als nur ein Ort für die reine Produktpräsentation – im Zentrum stehen die Vernetzung und der Austausch untereinander. Genau das ist es, was den Mehrwert von Veranstaltungen ausmacht. Und selbst, wenn das virtuelle Zusammentreffen nicht vollständig mit dem intensiven Gespräch am Unternehmensstand oder beim abendlichen Feierabend-Drink mithalten kann: Die interzum @home bietet hier mit einem ausgefeilten Konzept für effektives Networking und smarte Leadgenerierung eine attraktive Alternative für die Unternehmen an. Was die interzum @home erst zum wirklichen Gewinn für die Aussteller machen wird, ist die aktive Teilnahme – nur über die strategische Nutzung der vorhandenen Tools wird der Mehrwert spürbar sein.“

 

  • Schlagzeile: Wirkte der Wumms?

„Wir wollen mit Wumms aus der Krise.“ Das sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz Anfang Juni 2020. Was dann kam, war zumindest für die Einrichtungsbranche ein Megawumms im zweiten Halbjahr. Dass der gesenkte Mehrwertsteuersatz (von 19 auf 16 und von 7 auf 5 Prozent) darauf wirklich Einfluss hatte, wird im Markt mittlerweile relativ stark bezweifelt.

Das Statistische Bundesamt gibt nun durch, dass im zweiten Hlabjahr mit gesenktem Mehrwertsteuersatz immer mehr Haushalte die Mehrwertsteuersenkung zu Konsumzwecken genutzt hätten, und zwar sowohl für geplante als auch für ungeplante Ausgaben. Gerade bei Haushalten mit Kindern und bei einkommensstarken Haushalten sei dies der Fall gewesen. Von August bis Dezember 2020 zogen demnach 10 bis 13 Prozent der befragten Verbraucher mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro Anschaffungen aufgrund der niedrigeren Sätze vor. Von den Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von über 5.000 Euro traf dies im vergangenen August auf 22 Prozent zu, im Dezember dann auf 34 Prozent. Bei zusätzlichen Käufen zeigte sich ein ähnliches Bild.


Und was kauften die Konsumenten? Laut Statistik wurden die gesenkten Sätze vor allem zur vorgezogenen Anschaffung von Elektrogeräten und Einrichtungsgegenständen genutzt. Von all den befragten Konsumenten, die in diesem Zeitraum wegen der Steuersätze geplante Käufe vorzogen, schaffte sich rund jeder zweite Haushalt (zwischen 47 und 52 Prozent) Elektrogeräte an: Kühlschränke, Fernseher oder Laptops. Ein ähnlich hoher Anteil (zwischen 43 und 50 Prozent) vermeldet die Statistik bei den Ausgaben für Möbel, Lampen und Geschirr.

  • Schlagzeile: Übernimmt Osta
  • H1: Wagner & Schönherr übernimmt Osta Küchen-Elemente

Als Start-up mit Traditionsmarke war vor zwei Jahren Osta Küchen-Elemente mit Sitz in Berlin ins Leben gerufen worden.Der Kopf: Designer Hans Winkler. Produzent: Goldbach Kirchner, die im Herbst durch die Zusammenarbeit mit Rational Aufmerksamkeit in der Branche bekamen. Der Investor hinter Osta? So recht mochte das keiner sagen. Im Handelsregister stand damals

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