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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Gedankenspiele zur Küche

Wer heutzutage viel Fläche hat im Einzelhandel, der hat oft auch ein Problem. In München macht gerade Jeans Kaltenbach zu, nach 70 Jahren läuft der Räumungsverkauf im Traditionshaus in der zentralen Herzogspitalstraße.
Solche Geschichten kennt jeder aus seiner Stadt. Und dass die Flächen im Möbelhandel eher kleiner werden müssen, das ist heute auch eine Binsenweisheit. Dass einem Riesen wie Lutz auch mal 500 qm reichen könnten, und das vielleicht auch noch in Serie mit einem bundesweiten neuen Format in Deutschland, das ist allerdings ein Ding.

___STEADY_PAYWALL___Die Details des Roll-outs sind noch unter Verschluss. Im Lutz-Konzern wird zudem nach Kräften dementiert. Dass es Gespräche zwischen dem dauerkränkelnden Ingolstädter Elektronik-Filialisten Media Markt und XXXLutz Deutschland über eine neue Form der Küchen-Kooperation gibt, steht allerdings fest. Fix ist angeblich nichts. INSIDER sagen jedoch, das Ding ist sehr weit. Wenn es so kommt, wäre im Herbst Start in eine neue Phase der Küchenvermarktung im Lutz-Konzern.
Auf kleinen Flächen will Lutz offenbar Untermieter bei Media Markt werden. Zumindest denkt man darüber nach. Die Idee: Kleine Studios, nur wenige Ausstellungsküchen, dafür volle Digital-Offensive, das Ganze bundesweit. Ob Saturn in die Pläne miteingebunden ist, ist derzeit unklar. Einen Piloten des XXXS-Küchen-Hammers bei Media Markt dürfte es bald geben.

  • Schlagzeile: Der Deal ist fix
  • H1: XXXLutz/Porta: Der Deal ist fix

Man kennt sich lange, auch aus vielen gemeinsame Jahren bei der Begros. Und seit vielen Monaten wurde nun verhandelt. Nun steht der biggest Deal der deutschen Möbelhandelsgeschichte.

Was sich seit Monaten anschleicht, seit Wochen konkretisiert, seit Montag nun ankündigt und in einer zentralen Porta-Telko am Dienstagmittag endete, ist nun bestätigt: Der Begros-Riese Porta geht an die Lutz-Gruppe. Zu 100 Prozent.

Für die Begros 

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  • Schlagzeile: Botschaft an die Mitarbeiter
  • H1: Botschaft an die Mitarbeiter

Im Vorfeld der nun nach langer Vorlaufzeit geplatzten XXXLutz-Porta-Bombesoll es in Porta Westfalica intern für Verwunderung gesorgt haben, dass die Noch-Inhaber im neuen Jahr dem Unternehmen fern blieben und auch bei der Verkündung am Dienstagnachmittag nicht persönlich anwesend waren.

In einer wohl am Wochenende erstellten, rund drei Minuten dauernden Videobotschaft hat sich allerdings der geschäftsführende Gesellschafter Achim Fahrenkamp an die Porta-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gewandt und die Beweggründe der Inhaberfamilien für den geplanten Verkauf an XXXLutz erläutert. Fahrenkamp sprach auch stellvertretend für seine Geschäftspartnerin Birgit Gärtner.

Für den Verkauf hätten sich letztlich

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  • Schlagzeile: Mehr Leichtigkeit
  • H1: You & I Kitchens: Mehr Leichtigkeit

Elf Jahre Küchenbranche hat Oliver Kunz inzwischen im Lebenslauf, eineinhalb Jahre davon ist er selbstständig mit seinem Online- Küchenstudio You & I Kitchens mit Sitz in Ulm und Kunden in der ganzen Republik.

Angetrieben wurde Oliver Kunz bei der Gründung vom Wunsch, nicht mehr für jemand anderen zu arbeiten, sondern für sich selbst. In größeren Unternehmen leide oft die Flexibilität, sagt Kunz, der aus der Großfläche kommt

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  • Schlagzeile: Umsatzbringer Instagram

„Ich bin gerade auf der EUROCUCINA 2024 in MAILAND und habe etwas absolut ERSTAUNLICHES entdeckt: eine SPÜLE, die sich SELBST reinigt!“, schrieb Yvonne Zahn während der Eurocucina auf ihrem Instagram-Account. Direkt mit im Bild: Bora-Chef Willi Bruckbauer. Der Name des Accounts mit rund 18.200 Followern: Yvis Küchenglück.

Rund 500 neue Follower kamen während der Eurocucina dazu. Mittlerweile macht die MHK-Küchenhändlerin aus Weinheim fast 1 Mio Euro Umsatz allein über Social Media, hauptsächlich über den Kanal Yvis Küchenglück und weniger über den Proform-eigenen Instagram- Account.

Bei Yvis Küchenglück spielt das Verkaufen vordergründig keine Rolle. Es geht dabei mehr um Yvi als eine von Küchen und Kochen begeisterte Person, die auch von ihrem Leben erzählt. Das kommt an – so stark, dass offenbar nicht wenige Follower Zahn anschreiben mit der Frage, ob sie nicht eine Planung für sie machen könne. „Ich mache da nie Werbung, nie steht dort, dass man bei mir etwas kaufen kann“, sagt Zahn. Die Anfragen kommen trotzdem, aus dem gesamten deutschsprachigen Bereich. Vor ein paar Wochen habe sie eine Küche für 80.000 Euro nach Österreich verkauft. Da schreibe sie keiner wegen einer 5.000-Euro- Küche an.

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  • Schlagzeile: Ersatz im Ärmel
  • H1: Zanker und Zanussi: Ersatz im Ärmel

Seit dem Sommer ist bekannt, dass sich der schwedische Hausgeräte-Konzern Electrolux von einigen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets trennen will, unter anderem von den Großgerätemarken Zanussi, Ideal, Faure, Zanker, Rosenlew, Elektro-Helios und Zoppas.

Zanker und Zanussi werden auch auf dem deutschen Markt als „taktische Marken“ eingesetzt. Am Rande der Eröffnung des neuen „Home of AEG“ in Nürnberg am Donnerstag stellte Electrolux-Deutschland-Geschäftsführer klar, dass es bereits einen Plan B gibt.

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  • Schlagzeile: Einer von zehn
  • H1: Zankl: Einer von zehn

Modernes Wohnen, Objekteinrichtungen und Küche: Zankl in Regensburg hat seinen ganz eigenen Mix.

Manchmal schmuggelt Stefan Renner etwas ins Haus, vorbei an seinem drei Jahre jüngeren Bruder Andreas. Dem gefällt das vielleicht zu Beginn nicht so sehr – aber schnell sind dann auch die Kunden beeindruckt. Das soll nicht bedeuten, dass beim Regensburger Hochwert-Möbel- und Küchenhändler Zankl die eine Hand nicht wüsste, was die andere bestellt hat. Aber ein bisschen verrückt darf es auch in einem Traditionshaus mit langer Geschichte (siehe Kasten am Ende des Textes) zugehen.

Eine alte Vespa mit Lederkoffer oder ein Fiat Cinquecento, die passen schon noch in die Ausstellung (und den Haus-Aufzug), alles Jahrgang 1969 wie Stefan Renner. „Nur der ,Terminator-2’-Flipper ist natürlich jünger als das Auto und der Roller“, sagt der ältere Renner-Bruder. Das Spielgerät hat auch seine Geschichte: Genau so ein Flipper stand jahrelang im Vereinsheim des Regensburger Eishockeyvereins, bei dem die Brüder beide lange im Sturm gespielt haben. Noch heute schnallt Stefan Renner einmal die Woche die Kufen unter, um mit der Altherrenmannschaft des EV Regensburg zu spielen. Klar, dass Zankl dort auch Sponsor ist.

Lokale Marke, das ist ein Begriff, der heute ein paar Mal fällt, beim Besuch in der Sedanstraße, wo Zankl seit 1997 seinen Sitz hat. Auf zwei Etagen sowie im Basement ist die Ausstellung verteilt. Wohnen, Küche und Objektbereich: Auf diesen drei Säulen steht das Geschäft. Und während im ersten Stock das Wohnen ganz alleine untergebracht ist, gibt es im Erdgeschoss einen Mix, in dem auch gut Platz für die Küchenabteilung ist. Insgesamt hat das Haus 2.500 qm, davon etwa 500 qm im Untergeschoss, das derzeit vor allem Gestaltungsbeispiele für den Objektbereich und auch Betten, beispielsweise von Treca, zeigt. Hier könnte künftig noch etwas umgebaut werden, die Renners wollen das in den nächsten Monaten angehen.

Renner Stefan Renner Andreas ZANKL 8 2024 Dynamisches Duo: Stefan und Andreas Renner

Das Wichtigste für die Inhaber: Sie wollen ihre Unverwechselbarkeit und ihre Freiheit beibehalten. An einen Verband möchten sie sich nicht binden. Ganz früher war Zankl Mitglied bei Garant, letztlich passte das aber nicht zum Konzept. Zankl würde

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  • Excerpt: Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit in aller Munde. Obwohl ChatGPT erst im November 2022 offiziell veröffentlicht wurde, sind KI-Tools – insbesondere generative KI-Tools – bereits fest in unseren Alltag integriert. Sie tragen dazu bei, unsere alltäglichen Prozesse effizienter zu gestalten. Doch warum ist das so? Und wie kann insbesondere der Mittelstand KI erfolgreich implementieren und nachhaltigen Nutzen daraus ziehen? So gelingt der Weg in die Zukunft mit angewandter generativer Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, sagt unser Autor.
  • Schlagzeile: Prompt ist King
Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit in aller Munde. Obwohl ChatGPT erst im November 2022 offiziell veröffentlicht wurde, sind KI-Tools – insbesondere generative KI-Tools – bereits fest in unseren Alltag integriert. Sie tragen dazu bei, unsere alltäglichen Prozesse effizienter zu gestalten. Doch warum ist das so? Und wie kann insbesondere der Mittelstand KI erfolgreich implementieren und nachhaltigen Nutzen daraus ziehen? So gelingt der Weg in die Zukunft mit angewandter generativer Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, sagt unser Autor.

ZOW

  • Schlagzeile: Eine Halle weiter
  • H1: ZOW 2022

Als erste Branchenmesse nach der Pandemiepause wird vom 2. bis 5. Mai in Bad Salzuflen die verschobene ZOW an den Start gehen. Mit dem Woodstock-Feeling längst vergangener Zeiten wird das inzwischen unter Kölnmesse-Regie laufende Zuliefer-Event, das sich inzwischen auf eine Halle beschränkt, natürlich nicht vergleichbar sein. Man kann sich aber vorstellen, dass das „Endlich-wieder-Messe“-Feeling, das wir schon aus dem letzten Herbst kennen, die Stimmung hebt im ostwestfälischen Möbel-Mekka. Man verspüre gerade (endlich) den Weg ins „New Normal“, heißt es aus Köln, aber auch noch viel Unsicherheit, so dass die ZOW eher eine kompakte Veranstaltung bleiben werde.

Gut 50 Aussteller hatten für den Februartermin gebucht. Der überwiegende Teil wird laut Kölnmesse auch im Mai dabei sein und auch einige andere. Abgeschlossen ist die Akquise noch nicht. Um die 60 Aussteller werden es wohl werden. Ein paar Namen: Häfele, Italiana Ferramenta, Kleiberit, Kröning, Lignadecor, Owi, Salice, Titus, Aerzener Bastkunst, BHK, Boyut Plastik Profil, Decor Druck Leipzig, Dekora Pur, HT Bendix, HWB Furniere, Imos, Senosan, Deco-Form und Van Hoecke.

Eine Veränderung wird es geben: Die ZOW soll nicht wie zuvor geplant die Halle 20 belegen, sondern in die Halle 21 umziehen.

ZOW

  • Schlagzeile: Ein Nachruf
  • H1: Ein Nachruf auf die ZOW

So richtig gezogen hat die ZOW schon seit Jahren nicht mehr. Trotzdem wurden wehmütige Stimmen laut, als die Kölnmesse am vergangenen Freitag unter der Überschrift „ZOW wird vorerst ausgesetzt“ das Ende der einst so beliebten ostwestfälischen Zuliefershow verkündete. Für 2024 überdenke man „mögliche neue Formate“, heißt es aus Köln.

Schwer getan hat die ZOW sich schon unter ihrem Vorbesitzer Clarion. Die Engländer hatten dem ZOW-Gründer Peter H. Meyer und seiner Survey im Frühjahr 2010 die deutschen Messeaktivitäten abgekauft, nachdem Survey sich bei seiner internationalen Expansion verkalkuliert hatte. Mit Standortwechseln (von Pordenone nach Verona, von Madrid nach Valencia, innerhalb von Shanghai und innerhalb von Moskau) und Terminverschiebungen wie in Istanbul wurden funktionierende Veranstaltungen geschwächt. In Deutschland konzentrierten sich immer mehr Aussteller auf die Interzum.

Einfacher wurde es auch unter Clarion nicht. Die Glanzzeiten mit 710 Ausstellern und über 15.000 Besuchern in Bad Salzuflen waren vorbei. Die auf wenige Hallen zusammengeschrumpfte Regional- Schau wurde 2016 an die Kölnmesse übergeben, die auf einen Zweijahresrhythmus umstellte und als Trumpf die gemeinsame Vermarktung von Interzum und ZOW in der Tasche zu haben schien. Half nichts. 2020 kamen unter Kölnmesse-Regie nur noch 111 Aussteller und 2.631 Besucher. Für Februar 2022 hatten dann noch gut 50 Aussteller zugesagt, Corona-bedingt musste auf Mai verschoben werden, große Namen wie Salice zogen sich zurück und die Kölnmesse zog einen Schlussstrich. Vielleicht war es der Mai-Termin, der der ZOW den Todesstoß verpasst hat. Die wesentlichen Produktentscheidungen für den Herbst werden in den nächsten Wochen abgeschlossen.

Trotzdem wären einige Aussteller wie der Melaminkantenhersteller Kröning oder Decor Druck Leipzig (DDL) dabei gewesen. Stefan Gillmann von DDL sagt: „Für uns war die Messe immer recht erfolgreich, auch wenn sie zuletzt klein war. Die Kastenmöbelindustrie aus der Umgebung ist gekommen.“ Kröning- Vertriebsleiter Michael Recke: „Wir hätten trotzdem die Fahne hochgehalten. Für uns als kleines Unternehmen war die ZOW eine sehr komfortable Messe, weil man sich nicht um die Peripherie kümmern musste.“ Kröning erinnert sich noch gut an die Glanzjahre der ZOW, als das Who‘s who der Branche über die Stände drängte. Und an die Anfänge im Haus Aussel und dann in Rietberg. 1995 nämlich fand die erste „echte“ ZOW mit 49 Ausstellern im Musterring-Ausstellungszentrum statt. Das Konzept mit vorgefertigten einheitlichen Ständen und inkludiertem Catering, an dessen Entwicklung die Industrie mitgewirkt hatte, war damals einmalig.

Gescheitert ist die ZOW gewiss nicht am Termin allein. „Für 30.000 Euro Investition mit allem Drum und Dran muss ich eine halbe Million Umsatz reinholen“, sagt ein abgesprungener Aussteller, der nun ersatzweise mit einem Showtruck auf Tour gehen will. „Die Kundschaft ist messemüde. Natürlich will man nach der Corona-Zeit raus und Kontakte knüpfen, aber es braucht einen anderen Ansatz“. Kröning-Mann Recke sieht es ähnlich: „Die Zeiten, in denen auf der Messe ein Dekor auf einer Staffelei enthüllt wurde, sind längst vorbei. Mit den großen Kunden tauschen Zulieferer sich doch die ganze Zeit aus.“ Oder man entwickelt gleich mit ihnen zusammen.

„Wir haben andere Zeiten und es war zum Schluss ja schon alles anders. Heute gibt es neue Formate wie zum Beispiel die Interior Days“, sagt Katrin de Louw, die mit ihrer Agentur Trendfilter Sonderflächen für die ZOW gestaltet hat – und bereits als Studentin auf der Messe gejobbt hatte. Heuer werden sich Aussteller und Einkäufer auch aus der deutschen Industrie noch mehr als sonst auf die Sicam in Pordenone fokussieren. Für Zulieferer, die gern in OWL auch unterjährig präsent wären, hat das 2007 auf Initiative von de Louw als Servicepoint A30 gegründete Furniture Future Forum auch noch einzelne Kojen frei. Seit Pandemie-Beginn waren die gemeinschaftlichen Events der dortigen Aussteller (u.a. Christian Kröger, Continental, Furnipart, Hera, Linak, Neelsen, Schattdecor oder Sonae Arauco) kleiner ausgefallen. „Wir wollen jetzt aber wieder größer werden“, sagt de Louw. 600 qm Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung, wo aber ausschließlich Neuheiten gezeigt werden sollen. Im Vordergrund stehen die Events nach dem Motto „Industry at work“ – womit wir wieder bei den Anfängen der ZOW angelangt wären.

  • Schlagzeile: Noch so viel zu tun
  • H1: Es gibt noch so viel zu tun - ein Weckruf von Harald Klüh

Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Sie muss ihn aktiv angehen, die großen Umwälzungen ernst und annehmen und neue, kundennahe Modelle entwickeln, so erfolgreich sie auch immer war, gerade weil sie immer so konservativ war. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Ein Weckruf von Harald Klüh

In einer Zeit, in der kein Stein auf dem anderen bleibt, in der alles neu gedacht und transformiert werden muss, sollte auch die Möbel- und Küchenindustrie endlich anfangen, Bewährtes zu hinterfragen und nach neuen Geschäftsmodellen Ausschau zu halten, denn ein „Weiter-so“ wird – meines Erachtens – direkt ins Abseits führen.

Auf die Frage, was denn in zehn Jahren anders sein wird als heute, lautet meine Antwort üblicherweise: „Alles.“ Insbesondere wenn es um Möbel und Küchen geht, sind große Veränderungen zu erwarten. Schon seit Jahren versuche ich bei meinen Vorträgen auf die wichtigsten Einflussfaktoren hinzuweisen. Ob Urbanisierung, New City Development, Silver Society, New Work, New Living oder veränderte Essgewohnheiten – alles nimmt Einfluss auf die Art und Weise, wie wir künftig wohnen und welche Rolle Möbel oder Küchen spielen werden.

Dazu kommen die dramatischen Umwälzungen, die künstliche Intelligenz und der Klimawandel mit sich bringen werden. Das sind die eigentlichen Transformationstriebwerke. Ich bin der festen Überzeugung, dass die bevorstehende gesellschaftliche Veränderung einen größeren Einschnitt bedeutet als die industrielle Revolution und das Internet zusammen. Alles wird sich verändern. Neu sortieren. Wir als Branche müssen aufpassen, dass uns diese Lawine nicht unvorbereitet trifft und in vernichtender Weise überrollt. Daher ist es Zeit für einen gutgemeinten Weckruf Richtung Möbel- und Küchenindustrie.

Küchenplanung mit KI und mehr

Ich erwarte, dass in Kürze auch die Planung einer Küche, ja ganzer Wohneinheiten, mit KI-Software möglich sein wird. Wenn die Algorithmen einst mit all den heute gängigen Standards gefüttert sind, werden sie perfekte Ergebnisse liefern. Dann gibt man einfach die räumlichen Gegebenheiten vor und erhält innerhalb weniger Augenblicke konkrete Vorschläge, wie die neue Küche oder die neue Wohnung ausschauen kann. Fotorealistisch bis ins Detail inszeniert und virtuell begehbar. Dabei reduziert sich die Darstellung nicht wie heute auf Raum, Möbelanordnung und Oberflächen, sondern überzeugt vor allem durch stilistisch passende Accessoires in der gewählten Preiskategorie – vom Bodenbelag über Vasen und Teller bis hin zu den Bildern an den Wänden.

Diese Vorstellung ist magisch und erschreckend zugleich. Schon das Gedankenspiel lässt uns sofort Chancen und Risiken erkennen. Aber was bedeutet das konkret? Hat die kreative Planung dann noch einen Wert? Welche Werte lassen sich künftig überhaupt noch generieren? Davon ausgehend, dass KI-Tools auch Verbraucherinnen und Verbrauchern zur Verfügung stehen werden, muss die Frage erlaubt sein, welche Rolle dann den heutigen Küchenstudios und ihren Fachberatern zufällt.

Was will ich sagen: Wir sollten uns besser heute als morgen mit den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz vertraut machen und dieses wunderbare Instrument zum eigenen Vorteil nutzen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

In erster Linie wird es darum gehen, vom ewigen „mehr, mehr, mehr“ zum „besser, besser, besser“ zu kommen. Volumen ist per se kein wertsteigerndes Merkmal. Qualität und Nachhaltigkeit sind es hingegen schon.

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  • Schlagzeile: Hartes Einbaugerätegeschäft

Die Zahlen, die der ZVEI heute rausgeben hat, dürften niemanden überraschen, der mit Hausgeräten zu tun hat. 10 Mrd Euro erreichte der Hersteller-Umsatz mit Haushalts-Groß- und Haushalts-Kleingeräten 2023 im Inland. Das sind 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Während es bei den Kleingeräten beim Umsatz um 1,5 Prozent nach oben ging, litt vor allem das Geschäft mit Großgeräten, dort

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