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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Vollgas? Sparkurs?
  • H1: Eurocucina: Vollgas? Sparkurs?

Mitte April ist wieder Salone. Nächstes Jahr ist Küchenjahr in Mailand. Wer geht hin? Wer geht nicht?

Als die große internationale Küchenmesse war Mailand bis zu Pandemiebeginn für etliche exportorientierte deutsche Küchenbauer gesetzt. Auch wer 2022 dabei war, als die Messe wieder unter vergleichsweise normalen Bedingungen stattfinden konnte, war in der Regel zufrieden. Dann kam der Abschwung im Küchenmarkt weltweit. Ob es gerade deshalb sinnvoll ist, dabei zu sein oder ob eher auf Sparkurs gesetzt

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  • Schlagzeile: Trio im Talk

Am späten Nachmittag des 25. April freuen wir uns auf eine außergewöhnliche Runde auf der Gipfel-Bühne: Melanie Thomann-Bopp, Geschäftsführerin Nolte Küchen, Nils Wagner, Gesellschafter des oberfränkischen Zulieferriesen Rehau und Kopf der Rehau New Ventures, sowie Kerstin Hochmüller, Geschäftsführerin des ostwestfälischen Spezialisten für Antriebstechnologie Marantec, werden über mit uns über ihre Gedanken, Überzeugungen und Pläne sprechen, die sie beim Umbau der Unternehmen treiben, die sie führen.

Der Arbeitstitel für den Talk: „Was wir verändern müssen und wollen und können.“ Wir werden eine große Bandbreite an Themen aufgreifen, die mittelständische Unternehmen im Auge haben sollten, um sich auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen: von der Kommunikation bis zum Marketing, von der unternehmerischen Führung über nachhaltige Produktstrategien bis zur ganzen Bandbreite an digitalen Prozessen.

Mit Hochmüller, Thomann-Bopp und Wagner sitzen, mal in nackten Zahlen gesprochen, über 4 Umsatzmilliarden auf der Gipfel-Bühne. Vor allem begrüßen wir in diesem Panel gegen 17.00 Uhr aber drei Menschen, die etwas zu sagen haben, die es anders machen, die Mut und Unternehmergeist mitbringen. Wir werden sie dazu befragen, was zu tun ist, um so behutsam und radikal wie nötig dem Veränderungsdruck nicht nur standzuhalten, sondern ihm offensiv entgegenzutreten. Vielleicht sogar so, um ihm einen Schritt voraus zu sein.

Wer noch nicht dabei ist, kann sich hier für die 5. Gipfel-Tour auf der Münchner Theresienhöhe anmelden.

  • Schlagzeile: Warten auf den Abschwung
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

Nach den gigantischen Investitionen der vergangenen Jahre, die nicht nur bei den ganz Großen stattfanden, sondern eigentlich bei jedem Hersteller, der das bezahlen konnte, schwebt wieder das Wort Überkapazitäten als Drohbild über der Branche. Seit dem letzten Herbst sind mit Rational und Störmer zwei weitere Hersteller aus dem Markt ausgeschieden, davon profitierten andere aber nur punktuell. Wie wollen gerade kleine Unternehmen die Rückgänge überleben, wenn die Fixkosten hoch bleiben? Wie sollen all die neuen Werke nun ausgelastet werden? Im europäischen Ausland geht der Ausbau sogar noch weiter. Impuls-Vertriebschef Ulrich Spleth spricht nicht nur für das eigene Unternehmen, wenn er sagt: „Wir bleiben auf Wachstum gepolt. Wir werden die Ziele erreichen, nur eben später.“ Große Hoffnungen liegen dabei weiterhin auf dem Export.
2022 hatte die deutschen Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz noch um 9,5 Prozent auf 6,2 Mrd Euro nach oben gehievt. Für den deutschen Küchenhandel hat die GfK 2022 noch ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent erfasst – bei 8,5 Prozent Mengenrückgang. Die Rahmenbedingungen für den Küchenmarkt haben sich seit dem Frühjahr 2022 zunehmend verschärft. Die amtlichen Umsatzahlen der deutschen Küchenmöbelindustrie weisen nach wie vor ein leichtes Plus aus, sind aber von Sondereffekten verfälscht und bedürfen Erläuterungen. Der Mengenabsatz liegt im bisherigen Jahresverlauf sowohl im Inland als auch im Ausland unterhalb der starken Vorjahre. Beim Umsatz gibt es Firmen, die noch am Vorjahresniveau kratzen oder leichte Steigerungen erfahren ebenso wie die mit spürbaren Rückgängen.

In Zukunft, das ist auch klar, werden Unternehmen nicht mehr nur an Umsatz und Ergebnis gemessen werden. Auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Anteil weiblicher Beschäftigter und Führungskräfte und Fortschritte bei der Digitalisierung werden wichtiger. Mit einem Digitalindex für die wichtigsten Küchenmarken wollen wir uns auch an diese Bewertungen herantasten. Ganz traditionell haben wir aber auch dieses Jahr wieder die Hitliste der Top-10-Küchenhersteller in Deutschland nach Umsatzgröße erstellt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

 

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Der Einbruch ist da
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2023

2023 ist das Küchenjahr geworden, das die Branche schon vor Corona gefürchtet hatte. Überstunden und lange Lieferzeiten sind längst passé. Die nach der AlnoPleite aufgebauten Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgelastet. Die Hoffnungen der Küchenmöbelbauer liegen im ebenfalls schwächelnden Export, auf der Herbstbelebung und darauf, dass politische Maßnahmen endlich wieder Schwung in die Baukonjunktur bringen.

Dass der Sinkflug, der die Auftragseingänge der Küchenmöbelbauer schon Anfang 2023 erfasst hatte, nicht überall abrupt im Umsatz zu sehen war, lag überwiegend an Auftragspolstern aus dem Vorjahr. Spätestens im zweiten Halbjahr war das Drama dann flächendeckend sichtbar und setzte sich bis 2024 hinein fort.

Laut amtlicher Statistik, die im letzten Jahr allerdings offenbar durch Nachmeldungen ein wenig verzerrt war, schloss die Branche das Jahr 2023 mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 6,235 Mrd Euro ab. Mit Störmer und Warendorf schieden im Jahresverlauf zwei weitere Hersteller aus dem Markt aus. Die Rückgänge der einzelnen Unternehmen fielen zum Teil deutlich stärker aus, als das in der Statistik ablesbar war. Wer weiter zulegen konnte, gilt als Exot.

Für die INSIDE Küchen-Hitliste analysieren wir wie immer die Umsätze der Top-10-Küchenmöbelproduzenten in Deutschland nach Erlösschmälerungen – eventuelle Geräteumsätze inklusive. Hersteller mit Überschneidungen im Gesellschafterkreis fassen wir dabei zusammen – selbst wenn sie, wie beispielsweise Express Küchen oder Impuls, von der Umsatzgröße her auch allein das Potenzial hätten, im Ranking aufzutauchen. Schwierig: Nicht jeder legte für 2023 seine Umsätze mehr so detailliert offen wie vielleicht in früheren Jahren. Für uns Outsider bedeutete das Mehrarbeit. Wir sind aber überzeugt, dass wir uns auch diesmal wieder ganz gut angenähert haben.

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Ein Ziel? Eine Vision?
  • H1: Klimaneutrale Küche: Ein Ziel? Eine Vision?

Über die Frage, was sich heute klimaneutral nennen darf, wird weiter viel gestritten. ­Labels sind unter Druck, Zertifikate keine echte Lösung. Aber mal anders gefragt: Ist die klimaneutrale Küche überhaupt ein strategisches Ziel, das im deutschen Vorzeigemarkt Küche forciert werden sollte? Wir haben mit Vertretern aus drei Disziplinen darüber gesprochen, die am Ende zum großen Ganzen entscheidende Bauteile bei­steuern: Nolte-Küchen-Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp, Hettich-Geschäftsführer Uwe Kreidel und BSH-Vertriebschef Harald Friedrich.

INSIDE:Ein herzliches Willkommen nach Löhne, Kirchlengern und Berlin. Danke für Ihre Zeit. Herr Friedrich, Sie waren gerade auf der IFA und haben dort das Thema Nachhaltigkeit bei der BSH weit nach vorne gestellt. Wie wichtig ist es in Ihren Augen, wenn man einen Schritt weiter denkt, dem Kunden ein echtes klimaneutrales Gesamtprodukt, eine klimaneutrale Küche anbieten zu können?

Harald Friedrich:Die klimaneutrale Küche ist mir in dieser Formulierung mit Ihrer Anfrage das erste Mal begegnet. Klimaneutralität und Nachhaltigkeit haben für uns aber natürlich eine enorme Bedeutung. Wir produzieren seit dem Jahr 2020 in allen unseren Werken weltweit klimaneutral, nehmen die Sache sehr ernst. Die Thematik noch umfänglicher zu denken und bis hin zum Konsumenten zu transportieren, ist sicher eine gute Zielsetzung.

Ihnen ist der Begriff klimaneutrale Küche noch nicht begegnet? Wir haben ihn nicht erfunden.

H.F.: Wir wurden zumindest noch nicht wirklich ins Gespräch eingebunden.

Am Ende geht es aus Kundensicht um das Gesamtprodukt. Das besteht aus Geräten, aus Beschlägen, aus Spanplatten oder Echtholz. Der Gedanke, dass die deutsche Küchenbranche, die weltweit führend ist, hier ein Angebot machen sollte, ist eigentlich naheliegend. Wie sehen Sie das, Frau Thomann-Bopp?

Melanie Thomann-Bopp:Das Thema nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Früher hat es ausgereicht zu sagen, dass man gewisse Zertifizierungen hat. Dann kam das Thema klimaneutrales Unternehmen. Heute spüren wir immer stärker, dass der Kunde fragt: Gut, aber was ist nun genau mit meiner Küche? Wir müssen uns auf den Weg machen und das haben wir getan. Wir sollten ein klimaneutrales Produkt anbieten können. Es ist unser Ziel.

Klimaneutralität wird noch stark über Zertifikate gesteuert. Nochmal kurz zu Ihnen, Herr Friedrich, wie stark ist bei der BSH Klimaneutralität von Zertifikaten abhängig?

H.F.: Uns geht es natürlich nicht nur darum, möglichst wenig Geld für Zertifikate auszugeben, sondern unseren Energieverbrauch zu reduzieren und effizient zu sein. Wir setzen stark auf Anlagen, die den Strom für die Produktion selbst herstellen. Photovoltaik auf den Dächern unserer Werke ist da nur ein Beispiel. Den Rest müssen wir durch Zertifikate ausgleichen. Aber Zertifikate sind wirkungsvolle Instrumente. Man will die Kosten vermeiden und investiert noch stärker in Erneuerbare.

Bis wann will die BSH ohne Zertifikate auskommen?

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  • Schlagzeile: Das Glas ist halb voll
  • H1: Das Glas ist immer halb voll - die Küchenbranche macht sich Mut

„Die Gesamt-Gemengelage bleibt angespannt. Aber nicht so schlimm, wie es in der Bild-Zeitung steht.“ Das Zitat eines Managers aus der Küchenmöbelindustrie fasst ganz gut zusammen, was uns bei einem ersten Rundruf durch den Küchenmarkt zum Jahresstart als Stimmungsbild entgegenschlug. Zwischen eingeschlafenem Auftragseingang und neuen, vielfach nicht ausgelasteten Kapazitäten hat die Küchenbranche ihren Optimismus nicht verloren.

Viele haben in den Gesprächen dieser Tage darauf hingewiesen – und wenn man mal an die Jahre vor Corona und auch vor der kapazitätsverknappenden Alno-Insolvenz zurückdenkt, war das auch so: Der Jahresanfang war traditionell immer schwach im Küchenbusiness. In der Industrie wurden Zeitkonten abgebaut; und wenn Kurzarbeit angemeldet werden musste, dann im ersten Quartal. Sobald die Tage länger wurden, spätestens um Ostern herum, dann wurde die Branche wieder von einer guten Auftragslage überrascht. Und das kurioserweise jedes Jahr aufs Neue.

So sieht das auch Andreas Wagner, Chef des Küchenbauers Rotpunkt-Küchen, der in Bünde gerade 80 französische Kunden zu einer kleinen Hausmesse außer der Reihe zusammengetrommelt hat: „Bei uns selbst wird der Januar umsatzseitig besser als 2022, auch preisbereinigt. Auf der anderen Seite sehe ich jetzt, dass die Küchenbranche in die normale Saisonkurve zurückkehrt, die wir vor der Pandemie kannten. Und wenn ich die Kurve beispielsweise über die von 2017 lege, sehe ich denselben Verlauf – nur höher.“ In dasselbe Horn stößt Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf: „Die Corona-Jahre waren besondere Jahre. Alle Schwankungen, die man sonst im Jahresverlauf hat, waren verändert. Jetzt bewegen wir uns wieder im normalen Muster.“ Bopf legt allerdings ein Aber nach: „Dieses Jahr ist alles sensibler zu betrachten, weil bei vielen Verbrauchern ein extrem hohes Maß an Unsicherheit geherrscht hat. Diese Unsicherheit wird allmählich abgebaut, aber sie ist noch nicht ganz weg. Die Dynamik steigert sich hoffentlich. Ab Ostern geht es weiter.“ Bis dahin gelte es, „anspruchsvolle erste Wochen“ zu überbrücken.___STEADY_PAYWALL___

„Die Verunsicherung wird sich lösen“, ist sich auch Schüller-Vertriebsleiter Frank Bayer sicher. „Ich bin für 2023 nicht so pessimistisch, weil viele Dinge jetzt wieder berechenbarer werden.“ Bei der Vertriebstagung neulich hat Bayer seiner Mannschaft eingebläut: „Wir bleiben chronisch euphorisch.“

Jetzt im Januar bekommen Endverbraucher ihre Stromabrechnungen und können ihre finanzielle Lage allmählich besser einschätzen. Was allerdings im ungünstigen Fall auch heißen kann: Es ist kein Geld mehr übrig. Je niedriger das Budget für die Küche, umso härter sind die jeweiligen Kunden von der Inflation betroffen. „Das Drama liegt im Einstieg, unterhalb der Mitte“, sagt ein Handelsmanager. In diesem Segment wird auch mit einer längeren Erholungszeit gerechnet, selbst wenn es neben Szenario eins („Keine neue Küche“) auch ein zweites Szenario gibt: „Preiseinstieg statt Mitte“, wovon dann die Hersteller sehr preisgünstiger Küchen wiederum profitieren würden.

Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, der über die Marken Bauformat und Burger einen Blick sowohl auf das höherwertige Segment als auch den Preiseinstieg hat, sagt es so: „Schon nach den Sommerferien war im unteren Bereich die Goldgräberstimmung vorbei. Der Preiseinstieg war wie abgeschnitten. Küchen bis 5.000 oder 6.000 Euro finden eigentlich kaum noch statt im Markt. Dass der Küchendurchschnittswert zuletzt noch mehr gestiegen ist, liegt nicht nur an den Preiserhöhungen, sondern auch daran, dass im unteren Bereich kaum noch gekauft wird.“ Mit Burger hat man sich in den letzten Jahren zwar mehr ins mittlere Preissegment reinbewegt, spürt die Tendenz aber dennoch dort, wo man im SB-Bereich noch vertreten ist.

Während bei der Kundschaft für die preiswerten Küchen schlicht das Geld knapp ist, steht der Küchenkauf im höheren Preisbereich in Konkurrenz mit anderen Ausgaben wie beispielsweise der energetischen Sanierung. Der Markt hat sich wieder in einen Käufermarkt gedreht. Überlange Lieferzeiten ade. Auch im höherwertigen Bereich wird teilweise von zweistelligen mengenmäßigen Auftragsrückgängen berichtet. Die Umsatzeinbrüche halten sich hier wegen der Preiserhöhungen in Grenzen.

Nolte- und Express-Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp sagt es recht konkret: „Wir gehen nicht davon aus, dass wir bei den Mengen in den nächsten Wochen auf dem Vorjahresniveau unterwegs sein werden. Mengenmäßig planen wir eher auf dem Niveau von 2019.“ Die Entwicklung von Nolte und Express laufe dabei recht parallel und es können bislang auch keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Absatzkanälen erkannt werden. Hier dürfte die Gruppe allerdings in einer Sondersituation sein, da die im Preiseinstieg aktive Firma Express die Preise nicht im vergleichbaren Maß angehoben hatte wie direkte Wettbewerber.

Kehrt der Preiskrieg zurück?

Die an fast allen Stellen erweiterten Kapazitäten müssen gefüllt werden. Es werden Volumina gebraucht, um die sich der ein oder andere aus dem konsumigen Segment auch mit dem ein oder anderen Aktionsangebot bemüht. Das ist bei großen Handelsorganisationen durchaus angekommen. „Wir merken schon an den Aktionsangeboten, dass die Auslastung nicht so gut ist“, sagt ein Verbandsgeschäftsführer.

Dass wie in der Vergangenheit versucht würde, Maschinenfutter um jeden Preis zu erkaufen, das ist aber nicht der Fall. So geht man nur vor, wenn Personalabbau droht oder gar Existenzängste, was zumindest auf die großen Küchenbauer nicht zutrifft. Zu den Wackelkandidaten werden aktuell eher kleinere Unternehmen gezählt. Und selbst dort hört man zum Teil (Zweck-)Optimismus raus. Natürlich off-record: „In so einer Lage traut man sich vielleicht wenigstens, neue Vertriebsformen anzugehen.“

Da man es bei den Großen im Markt mit soliden Unternehmen zu tun hat, ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass vergleichbare „Schweinepreise“ in den Markt gebracht werden wie zu Alno-Zeiten, nicht allzu groß. Hinzu kommt der anhaltende Kostendruck. „Was die Industrie da im letzten Jahr einstecken musste, ist durch die Preissteigerungen längst nicht ausgeglichen. Zeitlich liefen wir ja alle sechs bis neun Monate hinterher. Das hat noch keiner wieder aufgeholt“, argumentiert Häcker-Vertriebsleiter Marcus Roth. Thomann-Bopp: „Es kehrt etwas Ruhe bei den Rohstoffkosten ein, bei den Transportkosten sehen wir das aber nicht so. Und eine Steigerung der Lohnkosten kommt erst noch auf uns zu.“ Die in den vergangenen zwei Jahren erlebte Kostenexplosion wird überwiegend auch als Grund dafür gesehen, dass trotz der abnehmenden Auslastung „keine wilde Hackerei bei den Preisen festgestellt wurde“, wie ein Vertriebsmann sagt. „Momentan halten alle die Füße still.“ Festgestellt wurde aber, dass der Kampf im Projektgeschäft zugenommen hat – mehr Händler bewerben sich um die Projekte, unterbieten sich gegenseitig. Hier können dann gegebenenfalls Lieferanten aus dem Preiseinstieg punkten – oder andere mit einem Nachlass.

„Kann man mit Preisaktionen überhaupt mehr verkaufen?“, ist übrigens eine berechtigte Frage. Zumindest die Wohnungsfertigstellungen kurbelt man damit nämlich auch nicht an. Von den geplanten 400.000 Wohnungen ist im letzten Jahr schätzungsweise gerade mal die Hälfte fertiggestellt worden. Dass es im Wohnungsbau weiter vorangehen muss, ist aber auch klar, schließlich wird Wohnraum gebraucht. Kommt das nicht durch die Privatwirtschaft, dann vielleicht mit staatlicher Unterstützung – aber nicht ad hoc.

Andere Länder, anderes Mindset

Große Hoffnungen legen die Küchenbauer weiterhin auf den Export, der ja bereits 45 Prozent am Umsatz ausmacht. Nicht alle sind solche Schwarzmaler wie die Deutschen. „In anderen Märkten haben sie ein anderes Mindset“, sagt Melanie Thomann-Bopp. Das kann helfen. Als sehr wahrscheinlich wird in der Branche aber vor allem gesehen, dass deutsche Hersteller sich auf den internationalen Märkten durch ihre Qualität und Prozesse Marktanteile holen, wie das in den vergangenen Jahren beispielsweise in Frankreich gelungen ist.

Auf dem deutschen Markt war das Küchen-Verkaufen in den zurückliegenden Jahren mehr oder weniger ein Selbstläufer. „Davon haben auch die profitiert, die ihren Job vielleicht gar nicht so gut machen“, sagt ein Händler über seine Mitbewerber. „Jetzt wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Sowohl im Handel als auch in der Industrie.“ Ein anderer weist auf die Bedeutung guter Verkäufer hin, deren Qualitäten jetzt wieder wichtiger werden. „Viele Verkäufer haben in den letzten Jahren das Verkaufen verlernt“, sagt er.

Zum Glück, das darf man auch nicht unerwähnt lassen, gibt es innerhalb des sich abschwächenden Marktes auch noch wachsende Marktsegmente. Dazu gehören zum Beispiel die Funktionsarmaturen, so dass es nicht wundert, dass Quooker-Deutschland-Geschäftsführer Daniel Hörnes auch 2023 selbstbewusst mit weiterem Wachstum plant. Und im Hausgerätebereich ist, gerade durch die Energiekrise, die Energieeffizienz ein Treiber. „Die Menschen sind bereit, in energieeffiziente Hausgeräte zu investieren“, sagt Martin Wolf von der EK/Servicegroup, der bei der gerade zu Ende gegangenen Verbandsmesse in Bielefeld Stimmen zur Marktlage eingeholt hat.

Im INSIDE Küche-Talk zum Jahresstart haben wir uns mit Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, Quooker-Chef Daniel Hoernes und Küchenhändlerin Yvonne Zahn vom Küchenstudio Proform über die ersten Wochen des Jahres und ihre Erwartungen ausgetauscht. Yvonne Zahn spricht ganz sicher nicht für die gesamte Branche, wenn sie sagt: „Wir wollen in diesem Jahr nicht mehr wachsen“, bringt damit aber ein weiteres Thema auf den Tisch: Viele Unternehmen sind in den zurückliegenden Boom-Jahren an strukturelle Grenzen gestoßen. Vollauslastung bis Überlastung in Industrie und in Auslieferung und Montage des Handels sowie Mehrfachanfahrten durch Versorgungsprobleme. Nicht zu vergessen auch der hohe Krankenstand in den Unternehmen, der gerade zum Jahresende nochmal sämtliche Planungen zunichte machte. Hier scheint im neuen Jahr wieder etwas Ordnung reingekommen zu sein. Hoffentlich von längerer Dauer.

Und mittel- bis längerfristig hängt natürlich das seit Jahren prophezeite Thema des Fachkräftemangels über der Branche. „Die Mitarbeitersuche ist aktuell unsere größte Herausforderung“, sagt Melanie Thomann-Bopp nicht nur für Nolte-Küchen. „Der Markt dreht sich gerade komplett. Bei Bewerbungsgesprächen stellen die Bewerber die Forderungen.“

In den kommenden Wochen werden wir auf INSIDE Küche immer mal wieder INSIDE Talks zur Marktlage veröffentlichen. Neben der oben aufgeführten Runde ist bereits ein Talk mit Jochen Pohle, Martin Wolf und Christian Claes von der EK/Servicegroup im Kasten; und für Anfang Februar hat schon das Blanco-Duo Thorsten Neelen und Martin Hopf zugesagt.

Einblicke in die Entwicklung ihrer Unternehmen und ihre Erwartungen haben wir außerdem noch bei Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyerund bei Leicht-Boss Stefan Waldenmaier eingeholt.

 

  • Schlagzeile: „Plötzlich ist alles wie immer“

Die Trends, Must-Sees und Talk-Abouts entlang der A30.

„Es herrschte große Aufregung im Vorfeld. Dann ging es los, und plötzlich ist alles wie immer - trotz der Umstände.“ Nicht nur Area30-Macher Michael Rambach wirkte in diesen Tagen in OWL sichtlich entspannt. Frohe Gesichter überwogen. Gemecker über die Maßnahmen gab es kaum, auch wenn der Messetag wie bei Nobilia oder Poggenpohl schon mal routinemäßig mit einem Teststäbchen in der Nase begann. Klar gab es auch Skurrilitäten: Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass auf einer Möbelmesse mal Ordnungsamt und Zoll überprüfen, ob Gesichtsmasken getragen werden oder dass Besucher mit gefälschten Impfpässen nach Hause geschickt werden (hoffentlich Einzelfälle).

Schon zu Mitte der Messewoche konnte man sagen, dass die Besucherzahlen überwiegend zufriedenstellten, auch wenn sie logischerweise nicht das Niveau des letzten „normalen“ Jahres 2019 erreichten. Viele Händler reisten einfach mit weniger Personen, so dass die Zahl der Firmen, die die Messen besuchten, gar nicht mal so stark sank. Auch internationale Besucher waren mehr unterwegs als man vielleicht erwartet hätte.

Überthema Nachhaltigkeit

Dass Schwarz ist das neue Weiß ist, wissen wir nun schon seit ein paar Jahren. Dieser Hype hält sich hartnäckig in den Küchenausstellungen. Weitere Trends: Outdoor-Kochen, Sprudel- und Heißwasserarmaturen, farbliche Abstimmung von Materialien, Retro-Chic, Gold und Kupfer, Regale, Regale, Regale, Nischenregale, Licht (wie bei Pronorms I-luminate oder Ballerina mit der Nimbus-Kooperation) und viele Natur- und Recyclingmaterialien - von der Lavendelrückwand bei Rational über eine Recyclingglas-Keramikverbund-Arbeitsplatte bei Nobilia bis hin zur kunststofffreien Küche bei Beeck mit Linoleum-Fronten. Überhaupt wurde Nachhaltigkeit von vielen groß aufgehangen, ob mit Nachhaltigkeitspreisen oder Zertifikaten. Nur ein Beispiel: Rotpunkts FSC-Zertifizierung.

Anti-Fingerprint ist vom Endverbraucher gefragt. Muss man haben, auch wenn die Materialien teils so wenig fettfrei bleiben wie bügelfreie Hemden tatsächlich bügelfrei sind. Bei den E-Geräten hat sich in der Front der Glasanteil weiter erhöht, während Edelstahl zurückgeht. Das Design wird noch zurückhaltender, Displays bleiben im ausgeschalteten Zustand unsichtbar. Muldenlüfter sind für Gerätebauer zum Muss geworden, werden teils aber auch nur deswegen mit angeboten, weil man halt Vollsortimenter ist. Und im Armaturen- und Spülenbereich? Da ist es groß angesagt, zum Systemanbieter zu werden. Promotet Blanco als Vorreiter ja schon seit Längerem und kommt auch beim Handel gut an.

Selbstbewusst ins Wohnen

Nach ein paar Jahren des zaghaften Annäherns als „Ergänzung“, die vor allem im Export gefragt sei, haben einige große Küchenbauer nun beschlossen, beim Thema Wohnen Volldampf zu machen. Als „wichtigstes Thema“ wurde das Wohnen gar bei Schüller bezeichnet. Nolte in seinem neu eröffneten Forum und Nobilia haben fürs Living eigene Flächen vorgesehen, vorkonfigurierte Sets zusammengestellt, mit denen nicht nur Küchen-, sondern auch Wohnen-Verkäufer etwas anfangen können. Und auch mancher Wohnen-Einkäufer aus dem Möbelhandel reiste in diesen Tagen nach Verl oder Löhne. Sagen wir so: Es sieht nicht mehr nach umfunktionierten Küchenmöbeln aus, was in den Living-Kojen der Küchenmöbler steht.

Smart Home demokratisch

Das Thema Smart Home - früher mal ureigenes Thema der Geräteindustrie - findet inzwischen auch bei den Küchenherstellern statt. Auch wenn es noch immer Küchenmöbelbauer gibt, die es lieber ignorieren, sind da auch diejenigen, die das vernetzte Heim groß spielen. Zu letzteren gehört Nobilia. Gemeinsam mit Samsung will man das Thema einfach umsetzbar und damit marktfähig machen. Auch Naber arbeitet mit Samsung im Bereich Vernetzung zusammen. Schüller hat sich Christian Hartmannsgruber und Kimocon als Partner gesucht (Dazu mehr im INSIDE Spezial Zulieferindustrie, das mit dem INSIDE 1122 Mitte Oktober versandt wird.) Bei Pronorm in Vlotho war die „digitale Arbeitsplatte“ Steuerbar zu Gast, das jüngste Projekt des Innovationsnetzwerks Ambigence mit dem Kunststoffverarbeiter Coko aus Bad Salzuflen. Smart-Home-Anwendungen in der Küche und anderswo im Haus lassen sich über eine individuell belegbare Steuerung an der Arbeitsplatte bedienen.

Start-ups salonfähig

Bemerkenswert: Start-ups sind in der Branche angekommen und werden ernst genommen. Was kann die Küchenbranche von Start-ups lernen, wurde in diesen Tagen häufiger gefragt als umgekehrt. Schließlich ist jeder auf der Suche nach innovativen Lösungen, die begeistern.

Noch stärker als früher haben Holz-, Geräte- und Zubehöranbieter das Thema Service herausgestellt. In Zeiten, in denen die Anspannung der Kundschaft aufgrund von Lieferzeiten und Preisanhebungen zunimmt, wenigstens ein Zeichen. Preise, ja, die sind ein Riesenthema. Hoch einstellige Preiserhöhungsforderungen sind in keinem Bereich eine Seltenheit.

Sex, Crime und Alno

Gesprächsthemen entlang der A30: Häckers neue Rasterküche Concept130, die Luxusküchen von BT45 im IDF34 mit Gimmicks wie Waffenschrank und „Spielzimmer“ (als Alternative zum Hauswirtschaftsraum) und natürlich der Kauf der Marke Alno durch Arndt Vierhaus, den wir am Dienstag melden durften.

  • Schlagzeile: 3.800 Quadratmeter mehr

Nolte Küchen baut leise, und ganz ohne großes Tamtam gehen die aktuellen Bauprojekte über die Bühne (INSIDE 1108). Teil davon ist auch ein erweitertes Ausstellungszentrum, das sich Messebesucher vom 18. bis 24. September anschauen können. Über ein Jahr lang habe man daran gewerkelt, heißt es aus Löhne. Nun, so Geschäftsführer Eckhard Wefing, sei in der Ausstellung „mehr als doppelt soviel Platz“ – konkret sind 3.800 qm hinzugekommen.

Gezeigt werden soll in der erweiterten Ausstellung unter anderem auch „die Lust am Wohnen“. Heißt: Bäder von Nolte und „Wohnwelten für unterschiedliche Lebenssituationen“. Auch das Thema Landhausküchen soll in dem neuen Bereich viel Platz erhalten, genauso wie Tiny Kitchens, Hauswirtschaftsräume und eine Präsentation, die Anregung für die Gestaltung von Nolte Stores geben soll.

  • Schlagzeile: Neues bei Neo

Im neuen, um 3.800 qm erweiterten Nolte Forum, das am Freitag vor Messebeginn mit rund 250 Gästen eröffnet wurde (auf die traditionelle Party musste in diesem Jahr aus bekannten Gründen noch verzichtet werden) präsentierte Nolte Küchen seine Produkte dieses Jahr in insgesamt zehn Erlebniswelten. Teils für den Handel, teils für Verbraucher, die vom Handel auch in Löhne beraten werden können.

Die rund 70 Planungen verteilen sich auf zwei Etagen im neuen Forum. Bei den Neuheiten hat Nolte bewusst wieder vor allem auf Ergänzungen und Vollständigkeit gesetzt und die Themen der vergangenen Saison fortgeschrieben. Den Ton geben auch bei Nolte dunkle, gedeckte Farben an, beispielsweise der neue Graphit-Ton. „Graphit hat uns noch gefehlt“, sagt Entwicklungschef Ulrich Wostbrock.

„Küchenmöbel sind Wohnmöbel“ ist die Botschaft von Nolte Living.

Für diesen Bereich hatte Nolte sich kürzlich eine eigene Wort-Bild-Marke eintragen lassen. Im Wohnen hat der Händler die Wahl, auf zehn vorkonfigurierte Sets zuzugreifen oder sich bei der Planung aus dem kompletten Spektrum zu bedienen.

Die Schiene Nolte Neo, die 2014 „mit damals recht starrem Korsett“ eingeführt wurde, hat ein neues Logo bekommen. Den großen Auftritt soll Neo im nächsten Jahr auf der Eurocucina haben. Die neue Unterflurführung Avantech You von Hettich ist eins der gegen Aufpreis erhältlichen Features, die aus einer Nolte-Küche automatisch eine Neo-Küche machen. Weitere sind exklusive Fronten, eine höherwertige Ausstattung beim Apothekerschrank oder andere Griffformen.

Erwähnenswert: In der gesamten Ausstellung sind digitale Musterküchenschilder verbaut, über die sich zusätzliche Informationen wie alternative Frontausführungen oder Planungsvarianten abrufen lassen.

1,7 Mio Schränke im Jahr werden mittlerweile bei Nolte, weitere 1,1 Mio bei der Schwestergesellschaft Express-Küchen gefertigt, sagt Geschäftsführer Eckhard Wefing. Beim Umsatz müssen wir uns auf die eigene Schätzung verlassen. Die lag für 2020 bei treffsicheren 445 Mio Euro für Express und Nolte zusammen (s. INSIDE-Küchenhitliste im INSIDE Küchen Spezial Nr. 6).

  • Schlagzeile: Rendezvous zur Lage
  • H1: Nolte Küchen: Rendezvous mit Melanie Thomann-Bopp, Marc Hogrebe und Simon Hoecker

Nach dem plötzlichen Abschied von Vertriebsgeschäftsführer Eckhard Wefing in der ersten Augusthälfte war in der Branche für Sommer-Gesprächsstoff gesorgt. Warum? Wer macht’s? Wer nicht? Allesamt Fragen, auf die man in Löhne natürlich keine Antwort erwarten kann. Drin ist aber immerhin ein kurzes Gespräch mit der Geschäftsführung.

Melanie Thomann-Bopp, die Wefings Aufgaben vorübergehend zusätzlich zu ihrem kaufmännischen Ressort übernommen hat, und Technik-Geschäftsführer Marc Hogrebe geben im INSIDE-Gespräch ein kurzes Update zur Lage und zum Stand der Investitionen bei Nolte Küchen und bei der Schwestergesellschaft Express Küchen. Marketingleiter Simon Hoecker fasst die wesentlichen Messeneuheiten von Nolte zusammen.

Mit einem ordentlichen Polster ins Jahr gestartet, wird Nolte auch 2022 mit Umsatzwachstum abschließen. „Wir sind nach wie vor gut unterwegs“, so Melanie Thomann-Bopp, die aber auch darauf hinweist, dass sich das Umsatzplus aufgrund der bekannten Kostensteigerungen bei Material, Transport und Energie natürlich nicht voll im Ergebnis wiederfinden wird. Bei den Lieferzeiten sei man „im Mittelfeld“, sagt sie. Sprich: Manche sind schneller, andere haben noch deutlich längere Lieferzeiten. Die Neubesetzung der Vertriebsgeschäftsführer- Position wird bei Nolte, wenn sie denn geplant ist, wohl noch einige Zeit dauern. Bei Express Küchen wurde zum 1.9. Vertriebsleiter Heiko Maibach zum neuen Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer befördert. Da die Formulierung zu den „unterschiedlichen Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung“ in der Mitteilung zu Wefings Weggang offensichtlich zu Nachfragen geführt hat, stellt Thomann- Bopp klar: „Ein grundsätzlicher Strategie-Shift ist nicht geplant.“ Wie die anderen Großen in der Branche hat auch die Nolte-Gruppe in den vergangenen Jahren viele Millionen für Investitionen in ihre Küchenmöbelunternehmen in die Hand genommen. Die Erweiterung bei Express Küchen in Melle, wo 12 Mio Euro investiert wurden, ist inzwischen umgesetzt (s. INSIDE Spezial Küche Nr. 5). Hier wurde die Produktionsfläche um 3.000 qm auf 15.000 qm erweitert. In Löhne wurde in den letzten Jahren im dreistelligen Millionenbereich investiert, berichtet Marc Hogrebe. Das neue Ausstellungszentrum feierte zur Hausmesse 2021 Premiere. Ganz frisch ist das Invest in mehr Oberflächenkompetenz. So kommt das Mattlackkonzept nun in Teilen aus eigenem Haus.

Große Investitionen stehen bekanntlich am Nolte-Standort Melle bevor. Hier will das Unternehmen seinen Betrieb in Richtung Süden um 12.500 qm erweitern. Wenn alle Genehmigungen durch sind, könnte im kommenden Jahr endlich mit dem Bau begonnen werden. Die Pläne sehen u.a. eine Steigerung der Ausbringungsmenge um 50 Prozent vor – Kapazitäten, die auch jetzt schon gut gebraucht werden könnten, schließlich muss Nolte in der Montage bereits teilweise in den Drei-Schicht-Betrieb gehen. Angesichts der in der Branche erwarteten Abschwächung könnte es sich für Nolte allerdings auch noch auszahlen, dass nicht so rasant aufgebaut wurde wie beim Wettbewerb. Bis in Melle der Spaten für den Neubau in die Erde gestochen werden kann, konzentriert man sich auf Ersatzinvestitionen, beispielsweise in der Fertigung von Arbeitsplatten, Wangen und Nischen.

Das Motto der diesjährigen Hausmesse – „Natürlich Nolte“ – soll sich nicht nur in der Optik der aktuellen Kollektion wiederfinden, sondern auch in der Unternehmenskultur, erklärt Marketingleiter Simon Hoecker.

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  • Schlagzeile: Mittendrin
  • H1: Nolte Küchen: Mittendrin

Das Messemotto „Natürlich Nolte“ bezog sich in Löhne nicht nur auf die Neuheiten. Nolte Küchen hat zur Messe auch seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, auf dessen Inhalte wir im Mitte Oktober erscheinenden INSIDE Spezial nochmal näher eingehen wollen.

Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp, die seit dem Abschied von Eckhard Wefing neben dem kaufmännischen Bereich auch den Vertriebspart verantwortet, betont, dass man damit einen Überblick gebe, wie sich Nolte engagiert – nicht nur mit Zertifikaten, sondern auch mit täglichen Dingen.

Irgendwann würden eine Dokumentationspflicht und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen ohnehin politisch festgesetzt werden. Da surfe man aktuell vor der Welle. Banken beispielsweise oder große Kunden forderten entsprechende Angaben bereits jetzt ein. „Nachhaltigkeit muss eine Leistungskennzahl werden wie Umsatz und Ergebnis“, sagt Thomann-Bopp. Ein weiterer Grund für das Engagement: Wer gute Mitarbeiter gewinnen will, muss in der Hinsicht transparent sein. „Die Mitarbeiter von heute brauchen das.“

Nachhaltigkeit beziehen sie in Löhne ausdrücklich nicht nur auf Umweltschutz, sondern auch auf soziale Themen wie Gemeinschaft. Beim Widufix-Lauf in Löhne stellte Nolte Küchen in diesem Jahr mit knapp 100 Leuten die stärkste Truppe, nachdem das Engagement in den Vorjahren etwas eingeschlafen war. Eingeführt wurden auch Onboarding-Tage für neue Mitarbeiter, an denen die Geschäftsführung teilnimmt, Deutschkurse zur Integration fremdsprachiger Produktionsmitarbeiter oder auch „Breakfast@Nolte“. Bei letzterem sind Mitarbeiter eingeladen, der Geschäftsführung Fragen zu stellen oder Anliegen zu äußern. Mittendrin sein ist Melanie Thomann-Bopp ein wichtiges Anliegen, sagt sie. Drum ist sie am Nikolaustag auch verkleidet durch die Produktion gelaufen – nicht mit Rute, sondern im Engelskostüm.

Auch Marketingleiter Simon Hoecker geht in der Kommunikation neue Wege. „Man hört Endverbrauchern bislang zu wenig zu“, sagt er und will das unter anderem dadurch ändern, dass das eigene Ausstellungszentrum regional zu Informationszwecken mehr in den Fokus gestellt wird. Dass Endkunden von der Darstellung der Küchen, die noch weit über die im Handel hinaus geht, ziemlich geflasht sein können, hat er an der Reaktion von Influencern gesehen, die zur Messe eingeladen waren.

  • Schlagzeile: „Tue Gutes und rede darüber“
  • H1: Nolte-Nachhaltigkeitsbericht: „Tue Gutes und rede darüber“

Mit seinem ersten Nachhaltigkeitsbericht greift Nolte Küchen wie auch schon Häcker einer Regelung vor, die voraussichtlich 2025 kommt. Nolte hat den Bericht, gültig für 2021 und zur Hausmesse veröffentlicht, an die Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex angelehnt.

Ab 2025 soll Nachhaltigkeits-Reporting Pflicht für alle „großen Kapitalgesellschaften“ werden. Heißt: für Unternehmen mit Bilanzsumme größer als 20 Mio Euro, Umsatz über 40 Mio Euro und mehr als 250 Mitarbeitern, was auch einige Unternehmen aus der Branche betreffen dürfte. Eine bereits verabschiedete EU-Richtlinie muss bis Ende des Jahres in nationales Recht umgesetzt werden. Im Lagebericht in der Bilanz muss dann ein Nachhaltigkeitsbericht integriert sein.

Nolte-Küchen-Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp, die seit dem Abschied von Eckhard Wefing neben dem kaufmännischen Bereich auch den Vertriebspart verantwortet, berichtet, dass Banken oder große Kunden entsprechende Angaben bereits jetzt einforderten. Geht es nach ihr, wird Nachhaltigkeit eine Leistungskennzahl wie Umsatz und Ergebnis.

Auch wenn Nolte sich in der Kommunikation traditionell eher zurückhält, hat man beim Thema Nachhaltigkeit das Motto gewählt „Tue Gutes und rede darüber“, so steht es im Vorwort des Berichts. Mal was Neues, den Löhnern so intensiv über die Schulter schauen zu dürfen.___STEADY_PAYWALL___

Weil es bei Nachhaltigkeit nicht allein um Umweltschutz geht (Nolte ist seit 2020 klimaneutral, bezieht seit 2021 Strom komplett aus erneuerbaren Energien und arbeitet momentan auch am klimaneutralen Produkt; FSC, PEFC und TSCA-Kriterien können sowieso erfüllt werden), haben sie in Löhne vier zentrale Handlungsfelder definiert: verantwortungsvolle Unternehmensführung, Engagement für die Umwelt, Engagement für die Menschen (z.B. Cultural Change Management) und Engagement für die Gesellschaft (beispielsweise für die Möfa, über die Karin-Nolte-Stiftung für Kinder in Not oder als Nothilfe-Partner).

Die Prinzipien zur Unternehmensführung sind in den Compliance-Grundsätzen – 2022 wurde ein Compliance-Management- System implementiert – und im Lieferantenkodex definiert. Ein Compliance-Officer und eine Datenschutzbeauftragte tauschen sich in wöchentlichen Jour-fixe-Terminen mit der Geschäftsleitung aus. Vor allem Preisabsprachen im Vertrieb werden als Risiko gesehen und würden logischerweise unterbunden. Seit Ende 2021 ist auf der Unternehmenswebseite ein „Hinweisgeber-System“ installiert, so dass eventuelle Vorfälle anonymisiert gemeldet werden können – was im Berichtszeitraum nicht vorkam.

Ab 2024 fällt Nolte in den Geltungsbereich des Lieferkettengesetzes und bereitet sich jetzt bei Datenerhebung und Risikomanagement darauf vor.

Nebenbei legt Nolte im Nachhaltigkeitsbericht ein paar Fakten offen, zum Beispiel dass der Einkauf 2021 ein Volumen von über 200 Mio Euro hatte. Davon entfielen 55 Prozent auf Holzprodukte wie Spanplatten, MDF und Fronten, 50 Prozent des Einkaufsvolumens entfielen auf Lieferanten im Umkreis von weniger als 100 Kilometer um Löhne herum. Holzabfälle werden in Löhne und am zweiten Standort Melle zur Energieerzeugung eingesetzt, wodurch die Standorte fast vollständig autark mit Wärme versorgt werden können. Haushaltsabfälle summieren sich auf 330 Tonnen im Jahr, Papier auf 420 Tonnen und Folie auf 1.120 cbm. Natürlich hat Nolte Küchen auch seine Klimabilanz erfassen lassen. Der Stromverbrauch machte 2020 mit 6.466 Tonnen etwa 62 Prozent vom CO2-Fußabdruck aus. Durch die Umstellung auf Ökostrom konnte der Abdruck dann deutlich reduziert werden. Wer sich für die Details interessiert, dem sei die komplette Lektüre des Nachhaltigkeitsberichts empfohlen. Einem klitzekleinen Nebensatz kann man übrigens entnehmen, dass in Löhne eine SAP-Einführung bevorsteht. Denkt man an die sich abschwächende Lage im Markt, könnte der Zeitpunkt dafür sicherlich schlechter gewählt sein.

  • Schlagzeile: Die Kaufkraft im Auge
  • H1: Nolte: Die Kaufkraft im Auge

Die aktuellen Prognosen zur sinkenden Kaufkraft haben den Ausschlag dafür gegeben, dass Nolte Küchen bei der diesjährigen Kollektion etwa die Hälfte seiner Neuheiten in den Preisgruppen 2 und 3 präsentieren wird.

Den Schritt zur Premiumausstattung könnten Endverbraucher und Endverbraucherinnen dann mit Nolte Neogehen, inzwischen als „Design-Upgrade“ statt als eigenständige Produktlinie gehandelt. Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp nennt als Beispiel das Schubkasten- und Auszugssystem Neo Box.

Sowohl bei Nolte als auch bei Nolte Neowird der Trend zu Natur- und Erdtönen wieder berücksichtigt. Außerdem: neue Arbeitsplatten, Griffe sowie ein neues Relingsystem mit noch sparsamerer LED-Beleuchtung und vielen Kombinations-und Gestaltungsmöglichkeiten.

Als Highlight hebt das Unternehmen in seiner Vorabinfo zur Messe die neue Frontfamilie Artlinehervor, die die Rillenfront auch in Preisgruppe 2 bringt. Artlinewird in den Farben Stripe Wood Coffee und Stripe Wood Crema vorgestellt

  • Schlagzeile: Wieder ein Wechsel
  • H1: Melanie Thomann-Bopp verlässt Nolte Küchen

Heute Mittag wurde in Löhne der engste Führungskreis von Nolte und Express Küchen darüber informiert, dass Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. Sie ist bereits freigestellt.

Thomann-Bopp hatte im letzten Jahr einige Veränderungen in Löhne angeschoben.

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  • Schlagzeile: Markenfilm und Webinar
  • H1: Nolte Küchen: Markenfilm und Webinar

Mehr Emotion als Produkt – nicht nur schöne Küchen. Im ersten Markenfilm des Küchenbauers Nolte geht es um das „Leben in der Küche“, das Nolte ja auch als Markenversprechen definiert hat. Zusammen mit der Agentur ROCC Film als Produktionspartner ist ein Spot entstanden, in dem die Protagonistin verschiedene Lebensphasen durchläuft. Im Hintergrund immer eine andere Nolte-Küche. Die Aussage: Während das Leben sich ändert und auch die Küchen, will Nolte ein verlässlicher Partner sein.

Als Kreativagentur war W&S Epic an Bord.

Der Film wird jetzt in den Social-Media-Kanälen rauf und runter gespielt werden und soll auch für den POS zur Verfügung stehen. Auch auf den Seminaren der Nolte Akademie und im Nolte Forum soll der einminütige Film abgespielt werden. „Wir sind eine Marke und agieren auch so“, sagt Marketingleiter Simon Hoecker.

Zum Nolte-Film auf Youtube geht’s hier entlang.

Nolte hat sich in der jüngeren Vergangenheit intensiv um seinen Markenauftritt gekümmert und in dem Zusammenhang auch umfangreiche Umfragen unter Endverbrauchern, aber auch Händlern durchführen lassen. Die Händlerbefragung soll künftig jährlich wiederholt werden. Eines der Ergebnisse war,

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  • Schlagzeile: Zuwachs im Export
  • H1: Nolte: Zuwachs im Export

Am 2. April hatte Kay de Heer, zuletzt als Nachfolger von Kai Menke (jetzt bei Baumann) Exportleiter bei Brigitte, seinen ersten Arbeitstag in Löhne. De Heer hat als Exportleiter bei Nolte Küchen angedockt. Neben den anderen Exportleitern wird er auf der Eurocucina in Mailand die Stellung halten.

  • Schlagzeile: Von Porta nach Löhne
  • H1: Von Porta nach Löhne

Seit Juni ist Torben Karasek weiterer Geschäftsführer der Nolte-Küchen-Auslandsgesellschaften. Karasek kommt von Porta, wo er in den letzten dreieinhalb Jahren den Posten des CFO hatte. Weitere Stationen in seiner Vita sind Hella und BMW, wo er viele Jahre tätig war.

  • Schlagzeile: Erweitert Führungskreis
  • H1: Erweitert Führungskreis

Im vergangenen Jahr war bei Nolte Küchen einiges in Bewegung. Im harten Küchenmarkt hat sich Nolte, wie man hört, besser geschlagen als manch anderer. Mit der laufenden Erweiterung im Werk Melle (siehe INSIDE Spezial Küche 9 im September 2024) werden die Weichen gestellt. Die neue Zentrale in Löhne, die Einführung eines neuen ERP-Systems und einiges mehr: Nolte Küchen hält sich fit und rüstet sich.

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  • Schlagzeile: Abschied von Georg Nolte
  • H1: Zum Tod von Georg Nolte

Einer der ganz Großen in der deutschen Küchen- und Möbelindustrie ist gegangen. Am Sonntag ist im Alter von 84 Jahren Georg Nolte verstorben, der die Familien-Holding über mehrere Jahrzehnte geführt und begleitet hat – durch Höhen genauso wie durch Tiefen.

Als Georg Nolte im Januar 2021 seinen 80. Geburtstag feierte, war er noch immer dicht am Markt, obwohl er den Aufsichtsratsvorsitz schon fünf Jahre zuvor abgegeben hatte. Über Beteiligungen an dem heute unter Rheinspan firmierenden und zu Saviola gehörenden Nolte-Spanplattenwerk und auch an Nolte-Möbel blieb er diesen Firmen auch noch einige Jahre verbunden, als die Nolte-Holding sich auf die Küchensparte fokussierte.

Georg Nolte war Möbelunternehmer durch und durch.

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  • Schlagzeile: Leise Investitionen

In der Nolte-Gruppe, zu der seit dem vergangenen Herbst hauptsächlich noch die Küchenmöbelbauer Nolte Küchen und Express Küchen gehören, investiert man bekanntlich lieber leise. Kein großes Tam-Tam auch beim jüngsten Bauprojekt, das nun im Ortsrat in Melle-Bruchmühlen positiv beschieden wurde.

Zu Details möchte sich Nolte erst in ein paar Monaten äußern, heißt es auf Nachfrage in Löhne. Allzu schnell wird es auch nicht gehen. Laut Ortsrat wird der Entwurf im zweiten Halbjahr ausgelegt, die Planungen dann erst weiter konkretisiert und erforderliche Fachgutachten erarbeitet. Der Satzungsbeschluss sei um den Jahreswechsel herum vorgesehen.

Bekannt ist aber: An der Bennier Straße im Werk Melle-Bruchmühlen will Nolte seinen Betrieb in Richtung Süden um 12.500 qm erweitern. Einem Schreiben der Geschäftsleitung an die Stadt Melle kann man entnehmen, dass auf einem neu erworbenen Grundstück zunächst eine zweigeschossige Lager- und Produktionshalle mit der Bezeichnung 9.2 und daran anschließend eine eingeschossige Lager- und Produktionshalle (Halle 13) geplant sind. Die Halle 9.2 soll der Zwischenlagerung bzw. Pufferung und Bearbeitung von Materialien und Bauteilen und der Verpackung der Fertigteile dienen und auch Sozialräume beinhalten. Die Halle 13 wird sich in drei Bereiche teilen: Wareneingang zum Entladen von Halbformatplatten und anderen Materialien mit Blocklagerbereich zum Vorpuffern, ein Lager für Halbformate, das ganze Pakete ein- und auslagern aber auch Stapel kommissionieren und der Fertigung zuführen kann und eine Bauteilefertigung. Geplant sind bis zu 70 zusätzliche Arbeitsplätze.

Die jahrelangen Diskussionen um eine mögliche Investition von Nolte in Ostdeutschland dürften mit diesen Plänen endgültig vom Tisch sein.

In Löhne, wo neben der Verwaltung das Werk 1 angesiedelt ist, ist zudem der Bau des neuen Ausstellungszentrums in vollem Gange. Die Bauarbeiten hatten kurz vor der letzten Herbstmesse begonnen. Auch hier wird ein zweistelliger Millionenbetrag investiert.

Auch bei der einen Steinwurf vom Nolte-Werk entfernten Schwestergesellschaft Express Küchen wird investiert. Im vergangenen Sommer wurde die Fertigung komplett umgestellt, die Versandanbindung an die Endmontage neu installiert. Das Kommissionierlager für Frontbauteile, Schubkästen und Auszüge zog in einen Anbau um, in dem neben Produktions- und Lagerflächen auch ein neuer Sozialtrakt untergebracht ist. Verlagert wurden auch die Frontenbearbeitungsanlagen. Es folgte die Inbetriebnahme einer neuen Montagelinie für Sonderschränke, und für 2021/2022 ist eine Erweiterung der Korpusseitenbearbeitung geplant  (INSIDE Küchen Spezial Nr. 5).