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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: INSIDE-Podcast zur Lage

Der 2. INSIDE-Podcast ist da: In „Zur Lage“ geht es dieses Mal um die Frage, ob der Küchenmarkt durch Corona digitaler geworden ist. Der 3. Podcast ist schon in Vorbereitung.

Zum Start von INSIDE Küche im März ist der erste INSIDE-Podcast „Zur Lage“ erschienen. Thema war im Frühjahr: der kleine Rummel und Boom um die Outdoorküchen. Nun ist der zweite Podcast raus. Sein Thema: Wie stark ist der Digitalisierungsschub im Küchenmarkt durch Corona?

Küchen-Keie-Verkaufsberaterin Bianca Pollentzke-Kunkel sagt: „Es hat eine kleine Revolution stattgefunden.“ Für die Küchenverkäuferin ist speziell die Online-Nachbearbeitung der Küchenplanungen eine erhebliche Zeitersparnis. Viele Kunden würden es, so Pollentzke-Kunkel, als „komfortabel“ empfinden, online mit dem Händler in Kontakt zu bleiben und nicht mehrmals im Küchenstudio aufschlagen zu müssen.

Natürlich ist Corona nur ein Grund von vielen, weshalb der bislang noch sehr analoge Küchenmarkt digitaler wird. Burkhard Schreiber, Geschäftsführer bei Kesseböhmer: „Es ist einfach der Lauf der Zeit.“ Was man aber natürlich schon sagen kann: Die Pandemie hat den Schub etwas beschleunigt. „Vor allem der Endkunde hat eine Akzeptanz gegenüber digitaler Tools entwickelt und somit steigt die Erwartungshaltung gegenüber dem Handel. Um dieser Erwartung gerecht zu werden, muss der Händler nun weiter in digitale Werkzeuge investieren. Noch wird der Handel dem Anspruch der Endkunden nicht gerecht“, sagt Sebastian Kiefer. Und genau das ist der Punkt: Der Handel muss hier einen großen Schritt auf die Kunden zugehen, denn die sind vielfach digitaler als so mancher Fachhändler sich das wünscht.

„Küchenverkaufen wird nach der Pandemie anders sein als davor.“ Das sagt Andreas Günther, Geschäftsführer der MHK-Tochter Carat. Digitale Werkzeuge ermöglichen es heute den Endkunden auch über „alternative Konzepte“ abzuholen. Dass nicht alle nützlichen digitalen Tools im Küchenmarkt bereits im Einsatz sind, liegt auch daran, dass die Geschäfte weiterhin blendend laufen und somit wenig Zeit ist vor Ort am Point of Sale, neue digitale Schritte im Arbeitsalltag zu integrieren: „Der digitale Auftritt ist heute das wichtigste Schaufester hin zum Endkunden“, sagt Ballerina-Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer. Im Fachhandel sowieso.

Auch Kesseböhmer geht neue digitale Wege und sucht den direkten Kontakt zum Endkunden. Die Zusammenarbeit mit der Influencerin Sally wird gerade in den letzten Details ausgearbeitet. Auf Sallys Youtube-Kanal finden ihre Fans bereits ein Kesseböhmer Video und auch auf der Website www.sallys-shop.de taucht Kesseböhmer auf. Kesseböhmer-Geschäftsführer Schreiber setzt „große Hoffnung“ auf diese Kooperation. Wie kam es eigentlich dazu? Und warum setzt der Beschlaghersteller aus Bad Essen nach Größen wie Bosch Hausgeräte und Nobilia nun auch auf die Influencerin aus Waghäusel? Im Podcast beantwortet Schreiber unter andrem diese Fragen. Hören Sie mal rein. Die gut 15-minütige Folge finden Sie entweder direkt auf www.inside-kueche.de oder überall dort, wo es Podcasts gibt. Zum Beispiel hier auf Spotify.

Der 3. INSIDE-Podcast Zur Lage wird zum Start in den Messeherbst herauskommen.

  • Schlagzeile: Die 100 Mio geknackt

Im Corona-Jahr 2020 hat es der Küchenbauer Ballerina – in der letzten INSIDE Küchen-Hitliste auf dem siebten Platz – geschafft, seinen Umsatz um 8,2 Prozent auszubauen. Nach 97,2 Mio Euro nach Erlösschmälerungen im Vorjahr hat das Unternehmen im vergangenen Jahr gut 105 Mio Euro umgesetzt, so die geschäftsführende Gesellschafterin Heidrun Brinkmeyer.

Der Inlandsumsatz legte „in diesem besonderen Jahr“ wie im Gesamtmarkt stärker zu als das Auslandsgeschäft. 62,6 Mio Euro fuhr Ballerina 2020 im Inland ein, 42,5 Mio Euro entfielen auf den Export.

  • Schlagzeile: Licht und Flexibilität

Während manche Hersteller sich in diesem Jahr, was die Zahl der Neuheiten angeht, teils etwas zurückgehalten haben, bekamen Besucher bei Ballerina heuer gleich eine ganze Reihe neuer Ideen und Weiterentwicklungen zu sehen. Zum einen hat Ballerina eine Marketing-Kooperation mit der Häfele-Tochter Nimbus gestartet. Nimbus, ein Spezialist, wenn es um hochwertige Lichtplanungen geht, stellt zur Messe in Rödinghausen eine kabellose LED-Linsentechnik vor, bei der die Lichtquelle beinahe unsichtbar bleibt. Küchen können so noch ein Stück weit eindrucksvoller inszeniert werden.

Ebenso neu war die Premiumline 26. Die Neuaufteilung des Rasters kommt vor allem bei Rahmenfronten gut zur Geltung und verbessert die Aufbewahrungsmöglichkeiten. Auch die Zusammenarbeit mit dem Designer Michael Hilgers hat – nach der Y-Küche vor einigen Jahren – wieder Früchte getragen. Seine neueste Idee: die Pirouette, ein schwenkbares Tischmodul, das sich von einer Steharbeitsfläche in einen Esstisch verwandeln lässt. Ebenso hat Hilgers sich Gedanken darüber gemacht, wie sich die Küche in ein Home-Office verwandeln lässt.

  • Schlagzeile: Knapp 10 Prozent drauf
  • H1: Ballerina ist auch 2021 gewachsen

Auch Ballerina reiht sich wieder ein in die Unternehmen, die stärker gewachsen sind als der Markt. Die 100 Mio Euro-Marke hatte der Küchenbauer im Jahr 2020 hinter sich gelassen, im vergangenen Jahr kam nochmal ein ordentliches Paket drauf. „Der von Ballerina-Küchen im Jahr 2021 erzielte Umsatz liegt bei 115,2 Mio Euro“, so Heidrun Brinkmeyer, Frontfrau in der Geschäftsführung des Küchenbauers aus Rödinghausen. Das entsprach einer Steigerung von 9,7 Prozent. Um 7,5 Prozent legte der Inlandsumsatz zu, der Auslandsumsatz um 12,9 Prozent. Um das gestiegene Volumen händeln zu können, wurden neue Leute eingestellt: „Wir fertigen gut 30.000 individuelle Küchen pro Jahr mit 366 Mitarbeiter (+6 Prozent), davon 20 Auszubildende“ heißt es aus Rödinghausen.

Für die nächsten fünf Jahre hat Ballerina Investitionen von 25 Mio Euro im Plan. Zwischen 10 und 12 Mio davon fließen in das neue Ausstellungs- und Schulungsgebäude, das bis zur Messe 2023 fertiggestellt sein soll.

  • Schlagzeile: Voll ausgelastet

Wie sich der konsequente Fokus auf den Küchenfachhandel auszahlt, kann man immer wieder bei Ballerina-Küchen beobachten. Aktuell sind die Rödinghauser in unserer INSIDE Küchen-Hitliste wieder eine Stelle nach vorne gerückt – auf Platz sieben.

105,1 Mio Euro Umsatz brachte das Unternehmen 2020 auf die Waage. Und für 2021 sieht es auch gut aus. „Wir können bis Ende August ein Umsatzplus von 11 Prozent verzeichnen“, sagt Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer im Vorfeld der Messe „Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass sich das bis Jahresende fortsetzt, denn wir haben schon im vergangenen Jahr eine sehr hohe Kapazität gefahren.“ Damit kann Ballerina diese Art von Steigerung aus Kapazitätsgründen nicht fortführen. Für die neue Losgröße-1-Anlage übrigens, vor einem Jahr frisch installiert, wurde im Sommer bei Ballerina schon wieder eine Erweiterung gebaut.
Die Lieferzeiten sind noch entsprechend lang: Vier Monate sind es aktuell – normalerweise liegen sie bei sechs bis zwölf Wochen, je nach Produktgruppe. So schnell wird sich die Lage auch nicht normalisieren, ist man sich in Rödinghausen sicher.

Was es in diesem Jahr bei Ballerina an Neuheiten zu sehen gibt, wird – nach guter alter Tradition – im Vorfeld der Messe nicht kommuniziert. Mit den Neuheiten der vergangenen Jahre – wie etwa dem Cerealienspender – nimmt Ballerina mehr und mehr Fahrt auf. Es dauert eben immer ein paar Jahre, bis die Neuheiten nicht nur im Handel, sondern letztendlich auch beim Endkunden ankommen. Was die Ausstellung in diesem Jahr angeht, ist so viel schon sicher: Vorgestellt wird eine komplett neue Planungslinie, genauso werden Neuheiten im Fronten- und Farben-Bereich und neue Funktions-Elemente zu sehen sein, die, so Brinkmeyer, „so noch nicht auf dem Markt waren oder sind“. Darüber hinaus will man die Besucher auch mit einer neuen Marketing-Kooperation überraschen. Allen, die‘s genau wissen wollen, kann man nur eines raten: Hingehen, anschauen und sich ein eigenes Bild machen.

  • Schlagzeile: „Weltneuheit“
  • H1: Ballerina: „Weltneuheit“

Exklusive Partnerschaften mit Zulieferern haben bei Ballerina seit einigen Jahren Tradition.
Tradition hat auch, dass die Händlerschaft des Rödinghausener Küchenbauers (manche nennen sie auch „Fanbase“) diese Exklusivitäten dann recht lückenlos durchplatziert.
Und wenn’s um was ganz Besonderes geht, um einen Beschlagswechsel zum Beispiel, dann lädt Ballerina-Frontfrau Heidrun Brinkmeyer gemeinsam mit dem jeweiligen Partner aus Zulieferindustrie auch mal zu einer gemeinsamen Presseveranstaltung ein, zum Beispiel heuer am 29.8. zusammen mit Häfele nach Frankfurt, wo dann eine „für die Branche echte Innovation und Weltneuheit“ vorgestellt werden soll.

  • Schlagzeile: Blick in die Bücher
  • H1: Ballerina: Blick in die Bücher

Dass ein Unternehmen bei einer Pressekonferenz ungefragt auf eine rückläufige Entwicklung hinweist, gibt es nicht oft. „Wir werden das Vorjahresniveau wahrscheinlich in diesem Jahr nicht ganz erreichen“ - solche Aussagen sind dann schon verbreiteter momentan, auch wenn die Mengenrückgänge bei vielen deutlich zweistellig unterm Vorjahr liegen.

Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer hat das am Dienstag bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Häfele die Zahlen des Küchenbauers recht genau erklärt. Dem satten Plus der Vorjahre (2022 waren es 12,2 Prozent Plus auf 129,2 Mio Euro wobei die Hälfte des Wachstums preisbedingt war) folgte in diesem Jahr wie im Gesamtmarkt ein Abschwung.

Beim wertmäßigen Auftragseingang liegt der Küchenbauer aus Rödinghausen aktuell kumuliert bei -9 Prozent, wobei vor allem der Jahresanfang reinhaute. In der kurzfristigeren Betrachtung ist das Niveau beim AE sogar wieder im Plus. Der Umsatz per Ende Juli

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  • Schlagzeile: Gewinner unter Gewinnern
  • H1: Zu Besuch bei Ballerina

Umsatzverdopplung in zehn Jahren, steigender Durchschnittspreis, Investitionen. Beim mittelständischen Küchenbauer Ballerina in Rödinghausen ging es zuletzt nur in eine Richtung: nach vorn. Auch von den Erwartungen fürs nächste Jahr will man sich nicht unterkriegen lassen. Ein Besuch in Rödinghausen kurz vor den Herbstmessen.

„Ballerina hat eine Riesen-Fanbase. Zwischen Ballerina und die Ballerina-Händler geht kein Blatt dazwischen. Keiner kann das so gut wie Ballerina.“ Höchstes Lob, das hier aus dem Mund eines Wettbewerbers kommt. So wie dieser Marktbegleiter sehen es viele. Ohne Frage gehörte Ballerina zuletzt zu den Gewinnern im ohnehin wachsenden Küchenmarkt. Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende Gesellschafterin, sagt es so: „Unsere Händler verkaufen Ballerina ganz einfach wegen unserer Qualität. Und fast immer über Mehrwerte wie die Oberfläche Resopal Pro.“

Knapp 30.000 Küchenkommissionen werden bei Ballerina pro Jahr gefertigt. Laut Heidrun Brinkmeyer sind die Stückzahlen in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Gleichzeitig stieg aber der Umsatz. Seit 2012 hat er sich sogar mehr als verdoppelt, während die Gesamtbranche um circa 35 Prozent wuchs. Ballerina verkauft immer hochwertigere Küchen. Der 2021 fakturierte Umsatz von gut 115 Mio Euro kann in diesem Jahr nochmal deutlich gesteigert werden. Real +9 Prozent hält Brinkmeyer für wahrscheinlich. Bis einschließlich Juli lief ein Plus von 13,1 Prozent auf, im Inland sogar von 17,2 Prozent. Beim Auftragseingang bekam Ballerina im Sommer allerdings auch die Abschwächung im Küchenmarkt zu spüren. Beim INSIDE-Besuch Ende August in Rödinghausen berichtete Brinkmeyer über ein Minus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. ___STEADY_PAYWALL___Die wichtigsten Exportmärkte sind für Ballerina mit weitem Abstand die Niederlande (gut 40 Prozent, und das ohne eine Zusammenarbeit mit Mandemakers) und Belgien (22 Prozent), gefolgt von Frankreich (13 Prozent), der Schweiz (gut 8 Prozent) und China (4 Prozent). Die Exportquote des Unternehmens erreichte 2021 knapp 42 Prozent. Aktuell arbeiten 372 Leute für Ballerina, 27 wurden in diesem Jahr neu eingestellt. Unter den 670 Händlern weltweit sind 467 so genannte Ballerina- Stützpunktpartner. 93 Handelspartner vermarkten exklusiv Ballerina und 84 haben Markenshops mit Workshop eingerichtet. 20 Handelsagenturen sind für Ballerina auf der Straße.

Während das Unternehmen in der Vergangenheit lange bewusst nicht mit eigenem Namen aufgetreten ist, ändert sich das mit zunehmender Unternehmensgröße und auch durch die diversen Social-Media-Aktivitäten von Instagram bis TikTok. Letzteres begeistert zum Beispiel die Kinder der Ballerina- Händler. Da ist der Grundstein für die Zukunft gelegt. „Inzwischen fragen Kunden auch gezielt nach Ballerina“, berichtet Brinkmeyer. Überhaupt sind sie in Rödinghausen in Sachen Digitalisierung und Multimedia recht weit vorn. „Wir machen alles, was geht“, so Brinkmeyer. 2022 im Plan: Verbesserung der EDI-Abläufe und Aufbau eines Extranets. Erprobt wurde das Extranet gemeinsam mit Küchen Ekelhoff aus Nordhorn. Zur Messe steht es dann allen anderen Ballerina-Händlern ebenso zur Verfügung. Darüber lassen sich dann beispielsweise Aufträge nachverfolgen.

Einen von Ballerina angebotenen Online-Lehrgang zum Küchenfachverkäufer haben bislang 83 Personen in Anspruch genommen, vor allem Quereinsteiger im Küchenfachhandel. Hier soll ebenso Dampf gemacht werden wie bei den Kunden- Referenzen. 84 führt Ballerina bislang auf seiner Webseite auf. Forcieren will man im kommenden Jahr auch den „Ballerina Küchenmöbel-Service“. Nach dem Motto „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ kann ein Endkunde für 248 Euro beim teilnehmenden Fachhändler Scharniere, Fronten und Schubkästen nachstellen und Griffe nachziehen lassen. Eine Möglichkeit zum Zusatzumsatz, die in Zeiten sich leerender Auftragsbücher durchaus noch an Bedeutung gewinnen könnte. Zur Messe sind zwei neue Marketingkooperationen geplant. Alle anderen Neuheiten werden wie immer nicht vorab verraten. Die Zahl der Anmeldungen in diesem Herbst allerdings bricht alle Rekorde.

Im neuen Ausstellungsgebäude, das bereits in der Bauphase nicht zu übersehen ist, wird die Hausmesse wohl 2024 erstmalig stattfinden können. Das kann auch Heiko Ellersiek, Mitgesellschafter und in der Ballerina-Geschäftsführung für den Technik-Part zuständig, kaum erwarten. Denn die momentan für die Ausstellung genutzten Flächen werden für die Erweiterung der Vorfertigung dringend benötigt. Zurzeit werden 1.800 Korpusteile am Tag auf nur 33.000 qm Fläche gefertigt, die aktuell auch noch die Ausstellung beherbergt. In den Sommerbetriebsferien hat man den letzten Investitionsschritt der Losgröße-1-Fertigung abgeschlossen. Die weitläufig konzipierten Hallen des künftigen Ausstellungsgebäudes sind momentan noch eine Baustelle. Das erste Geschoss soll bis zum Jahresende fertig sein. „Wir arbeiten bewusst nur mit heimischen Handwerksunternehmen zusammen. Da nehmen wir in Kauf, dass es eventuell auch mal etwas länger dauert“, sagt Ellersiek. Trotz aller Herausforderungen ist Ballerina ohne Lieferstopp durch die vergangenen zwei Jahre gekommen. Gerade in den Monaten März und April gab es viele Corona-bedingte Krankheitsausfälle. „Da sind viele der gesunden Mitarbeiter an ihre Grenzen gegangen“, sagt Brinkmeyer, „aber es hat geklappt.“ Auch für die Zeit, die jetzt kommt, wollen die beiden Unternehmenslenker nicht pessimistisch werden. „Wir finden immer Lösungen“, so Heidrun Brinkmeyer.

 

  • Schlagzeile: Kooperation um Kooperation
  • H1: Ballerina: Kooperation um Kooperation

„Noch durchgängiger und noch planbarer“ lautete das heimliche Messemotto bei Ballerina. Natürlich gab es auch wieder etliche Besonderheiten zu sehen, angefangen beim neuen Farbton Light Nude, den man aus dem Modebereich kennt. In Rödinghausen zieht er sich durch die gesamte Ausstellung bis hin zum Hauswirtschaftsraum.

Sie sind bei Ballerina inzwischen zur Hausmarke geworden: Kooperationen. In diesem Jahr wurden wieder einige eingetütet, zum Beispiel mit Rehau für die Quooker-Alternative Resource oder mit dem von Die Höhle der Löwen bekannten Start-up Laik aus Rosenheim. Ballerina-Händler können die patentierten Tische von Laik verkaufen und sich als Laik-Showroom auf der Webseite von Laik listen lassen. Eine Kooperation mit Ars Nova erweitert die Ballerina-Kollektion um Metallrahmen-Glasvitrinen und -regale und ermöglicht einen weiteren Schritt in Richtung Wohnen. Apropos Wohnen: Zehn Wohnvorschläge zum anteasern hat der Küchenbauer in diesem Jahr in einem Wohnprospekt zusammengestellt.

Weil Menschen immer größer werden, gibt es das neue Hochschranksystem Space+. Es ermöglicht durch die neuen Hochschrank-Korpushöhen 234, 247 und 260 cm, dass mit individueller Linienführung bis 270 cm hoch geplant werden kann. Wichtig für den Planer: Die drei Maße sind als ein Artikel angelegt.

Ein exklusiver Rollladenhochschrank in Smartglas eignet sich unter anderem – aber nicht nur – für Office-Lösungen.

Rillenfronten und Grün sah man auf dieser Messe überall, bei Ballerina ist beides schon länger im Programm. Mit Smartbeton wurde eine neue nachhaltige, handgespachtelte Oberfläche aus gemahlenem Quarz, Grafit, Feldspat, Glimmer und anderen Mineralien vorgestellt. Den anhaltenden Schwarztrend haben sie in Rödinghausen in einer komplett schwarzen Küche nochmal aufgegriffen. Der schwarze Korpus ist mittlerweile der am meisten verkaufte des Unternehmens.

Außerdem: Als Angebot zur Messe haben die Händler die Möglichkeit, eine Ballerina-Kompetenz-Seite für ihre eigene Webseite zu beziehen. Diese liegt extern und ist im CI des Händlers aufgebaut. Der Besucher bleibt auf der Seite des Händlers, kann aber auf den immer aktuellen Content von Ballerina zugreifen. Im neuen Ballerina-Extranet findet der Händler Informationen zu seinen Aufträgen, Lieferzeiten, Marketingunterlagen sowie Produktinformationen.

Auf eine nochmalige Preiseanhebung zum Jahreswechsel wird Ballerina zunächst verzichten. Der erst zum September eingeführte Teuerungszuschlag von 6 Prozent wurde aber in die Preisliste integriert, erklärt die geschäftsführende Gesellschafterin Heidrun Brinkmeyer. Bei Bedarf müsste ein weiterer TZ eingeführt werden, worauf natürlich keiner hofft.

  • Schlagzeile: Wechsel der Marketingleitung
  • H1: Ballerina: Wechsel in der Marketingleitung

Ende Februar wird der langjährige Marketingleiter von Ballerina Küchen, Andreas Predian, den Rödinghausener Küchenbauer verlassen, um sich „regional zu verändern“, wie die geschäftsführende Gesellschafterin Heidrun Brinkmeyer mitteilt. Predian ist seit 2007 bei Ballerina, er kam von Habemat. Seine Nachfolge regelt Brinkmeyer intern: Jörg Hansel, der ebenfalls schon seit 2001 für Ballerina arbeitet, steigt auf. Hansel hat die Marketingabteilung mit Predian gemeinsam aufgebaut, verantwortete bislang die Gestaltung der Hausausstellung, Messe- und Fotoplanungen sowie den Social-Media-Bereich. Seine bisherige Position soll ebenfalls hausintern besetzt werden.

Brinkmeyer: „Wir wünschen Andreas Predian für seine Zukunft privat sowie beruflich alles Gute und beste Gesundheit. Wir freuen uns, dass wir mit Jörg Hansel unseren Handels-partnern eine konstante Fortführung unserer erfolgreichen Marketingstrategien und Aktivitäten garantieren können.“

  • Schlagzeile: Rückblick und Ausblick
  • H1: Ballerina: Rückblick und Ausblick

Mit einem Umsatzzuwachs um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat der Rödinghausener Küchenbauer Ballerina das Jahr 2022 abgeschlossen und die 120 Mio-Euro-Umsatzmarke deutlich übertroffen. Etwa die Hälfte vom Plus führt Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende Gesellschafterin im Unternehmen, auf höhere Preise zurück.

Auch Brinkmeyer sieht allerdings Unsicherheiten bei den Endverbrauchern durch die politischen Rahmenbedingungen, die schon im zweiten Halbjahr 2022 zu begrenzter Entscheidungsfreude beim Küchenkauf geführt haben. Hinzu kamen Konkurrenz ums Budget durch Wärmepumpen und Solaranlagen und Handwerker- und Materialmangel, durch die viele Bauten und Renovierungsarbeiten nicht fertig wurden. Durch solche Verzögerungen verschoben sich zum Teil auch die Liefertermine für Küchen weit ins Jahr 2023 hinein, so Brinkmeyer. ___STEADY_PAYWALL___Und weiter: „Die Läger vieler Händler sind aufgrund der Verschiebungen und teilweise fehlender Geräte ausgelastet. Die Montagekapazitäten der Händler sind begrenzt und sie versuchen zunächst versucht, den Lagerbestand zu reduzieren.“ Das führt in diesem Winter zu einem Rückgang des Auftragseinganges in der gesamten Branche. Bei Ballerina gehen sie davon aus, dass man in den ersten Monaten des Jahres keine Vollauslastung haben wird und den ein oder anderen Tag aussetzen muss. Sagt nicht jeder so offen, betrifft aber natürlich weite Teile der Branche.

Mit einer Erholung rechnet Heidrun Brinkmeyer nach Ostern. „Mittlerweile haben viele gelernt, mit der Inflation und den Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine umzugehen. Ob die entstandene Lücke vom Jahresanfang aufgeholt werden kann, bleibt abzuwarten. Es ist eher unwahrscheinlich, es sei denn, der Export außerhalb von Europa steigt unerwartet schnell an.“

Einen intensiven Blick auf die Lage im gesamten Küchenmarkt werfen wir im nächsten INSIDE, der Ende dieser Woche erscheint.

  • Schlagzeile: Echte Eiche

Speziell am Messemontag während der Herbstmessen in OWL war die Ausstellung von Ballerina rappelvoll. Den Gegenwind durch die geringe Nachfrage im Markt spürt man bei Ballerina auch. Hofft aber auf einen starken Herbst und auch ein starkes nächstes Jahr. Diese Einschätzung hat Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer nicht mit allzu vielen Wettbewerbern gemeinsam. Brinkmeyer sieht unter ihren mittelständischen Partnern

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  • Schlagzeile: Erholung im Plan
  • H1: Ballerina hat 2024 Erholung im Plan

Mit dem 2023 erzielten Umsatz sei man in dem derzeitig schwierigen Marktumfeld zufrieden, so Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer auf INSIDE-Nachfrage. Nachdem 2022 (auch preisbedingt) ein Plus von 12,2 Prozent auf 129,2 Mio Euro erreicht worden war, hat der Küchenbauer aus Rödinghausen das Jahr 2023

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  • Schlagzeile: Ein Preis fürs Online-Marketing
  • H1: Ballerina: Ein Preis fürs Online-Marketing

Werbung für die eigene Marke soll bei Ballerina Küchen immer mit dem Namen des Händlers vor Ort im Zusammenhang stehen. „Uns ist es wichtig, dass unser Markenname immer mit guter individueller Serviceleistung vor Ort in Verbindung gebracht wird“, so Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer. Daher stehen indirekte Marketingmaßnahmen im Vordergrund wie der vor Kurzem ausgelobte Digital-Award.

Ballerina-Stützpunkthändler – das sind in der Händlersuche auf der Ballerina-Webseite gelistete Händler – können sich bis Ende März mit ihrer digitalen Präsentation der Marke Ballerina über das Ballerina-Extranet bewerben.

In die Bewertung fließen neben der Darstellung auf der Webseite auch die Aktivitäten auf Instagram und Facebook ein. Bewertet werden alle Aktivitäten in den Monaten Mai bis August. Kreativität, Kontinuität und Qualität werden von einer unabhängigen Jury bewertet.

Die ersten drei Plätze erhalten Geldpreise, die in weitere Online-Aktivitäten investiert werden können. Auch die für Anfang 2025 geplante Award-Übergabe vor Ort, so die Empfehlung, kann wiederum medienwirksam genutzt werden.

  • Schlagzeile: In Colornetwork-Farben
  • H1: Ballerina: In Colornetwork-Farben

Ballerina Küchen ist neuer Partner im von Katrin de Louw initiierten Colornetwork und nimmt die vom Netzwerk kuratierten, langlebigen und deshalb als nachhaltig bezeichneten „sustained colors“ ab sofort in sein Angebot auf. Auf der Ballerina-Hausmesse werden Küchen in den Farbvarianten „live simple“, „dive deep“ und „feel jade“ stehen.

Dem Colornetwork gehören um die 40 Unternehmen aus der Branche an, darunter Zulieferer und auch Möbelhersteller, die ihr Angebot auf die Colornetwork-Farben abstimmen. Ballerina-Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer: „Wir haben das Colornetwork schon länger im Blick und sind überzeugt, dass die Farben für Küchen und Wohnraumlösungen den richtigen Ton treffen.“

  • Schlagzeile: Kooperation um Kooperation
  • H1: Ballerina zur Hausmesse

Zur Hausmesse im September platzte die Ausstellung von Ballerina in Rödinghausen mit Besucherzahlen gut über Vorjahr wieder aus allen Nähten. Nebenan, am künftigen Ausstellungszentrum, wurde unterdessen weitergewerkelt.

Als Messemotto hatte das Team um Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer wie schon im Vorjahr „kompromisslos anders“ gewählt. Passt auch weiterhin und soll sich nicht nur auf die wieder umfassend upgedateten Produkte beziehen, sondern auch auf die intensive Zusammenarbeit von Ballerina mit dem Fachhandel. „Wir wollen mit unseren Kunden gemeinsam weiterwachsen und unsere Marktposition festigen“, so Brinkmeyer auf der Messe. Man habe sich daher auch bewusst gegen eine Preiserhöhung für 2025 entschieden, selbst wenn das zu Lasten der eigenen Marge gehe.

Das mit dem Wachstum ist 2024 bislang ganz gut gelungen. Auf der Messe konnte Heidrun Brinkmeyer über ein Plus von 8 Prozent zum Vorjahr berichten. Auch beim Personal hat der Küchenbauer zugelegt und neue Leute in der Sachbearbeitung und der Produktion eingestellt. Aktuell hat das Unternehmen somit 397 Beschäftigte.

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  • Schlagzeile: Heidrun Brinkmeyer im Talk
  • H1: Ballerina-Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer im INSIDE-Talk

Mit rund 115 Mio Euro stand Ballerina Küchen auch im vergangenen Jahr im Umsatzranking der deutschen Küchenmöbelhersteller an siebter Stelle. Für 2022 rechnet Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende Gesellschafterin, mit einem weiteren Mengenwachstum von 5 Prozent. Der Umsatzanstieg wird wegen der Preiserhöhungen voraussichtlich deutlich stärker ausfallen.

Im INSIDE Küche-Talk spricht Brinkmeyer mit Outsiderin Eva Ernst unter anderem darüber, wie es ihr gelingt, trotz des stetigen Wachstums der letzten Jahre zu einem Großteil der Händler persönlich den Kontakt zu halten. 670 Händler hat Ballerina weltweit, davon rund 400 in Deutschland.

Als größte Herausforderung für die Branche sieht Heidrun Brinkmeyer die extrem gestiegenen Kosten, die mit unterjährigen Aufschlägen an den Handel weitergegeben werden müssen, was in einer auf Langfristigkeit aufgebauten Handelsbeziehung zu Schwierigkeiten führt. Die ebenfalls bestehenden Versorgungsprobleme hat Ballerina wie andere Küchenbauer durch eigene Lagerhaltung weitgehend in den Griff bekommen. Beschläge beispielsweise werden in Containern gelagert. Brinkmeyer spricht auch ein weiteres Problem für die Wirtschaft an: Hohe Krankenstände durch Corona-Infektionen, die allein durch Überstunden der gesunden Mitarbeiter aufgefangen werden können. Auch hier fallen hohe Kosten an, die nicht direkt sichtbar sind.

Im INSIDE Küche-Talk erzählt Brinkmeyer außerdem, weshalb sie sich längere Produktentwicklungszyklen wünscht, was man von anderen Branchen lernen kann und auch, welchen Vorteil die Küchenbranche gegenüber anderen Branchen hat. Den Talk gibt's auch als Audio only überall, wo es Podcasts gibt, und auf https://insidetalk.podigee.io/

 
  • Schlagzeile: Enthüllungen
  • H1: Preview von Ballerina und Häfele

Die Tüflter beim Beschlägeproduzenten Häfele in Nagold haben Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyer (und vor allem ihren Händlern) einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Häfele, in der Küche vor allem im Export stark und hierzulande beispielsweise mit Beleuchtung, schafft dadurch auch in der deutschen Küchenmöbelindustrie den Eintritt mit einer der Haupt-Beschlagsgruppen.

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  • Schlagzeile: Händler-Awards

Stützpunkt-Händler des Rödinghausener Küchenbauers Ballerina können sich mit ihrer digitalen Präsentation der Marke für den Ballerina Digital-Award 2024 bewerben, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird. Zu gewinnen gibt es einen finanziellen Zuschuss zu den Online-Marketingaktivitäten.

Einen Händler- Wettbewerb hat kürzlich auch Siemens ausgerufen. Um den Studioline-Award für Deutschlands innovativste Küche können sich Händler in zwei Kategorien – „Urban“ und „Design“ bis Ende Juni bewerben. Die Gewinner werden dann im September auf der Küchenmeile gekürt.