03. April 2024, 17:51
Für das Schweizer Start-up Avantyard, das den Freezyboy vor rund sechs Jahren in den Markt gebracht hat, kam im vergangenen Jahr das Ende. Nun will einer der Gründer, Benjamin Flechsig, einen neuen Versuch wagen – mit neuen Investoren im Rücken.
Das Grundrauschen sei gut gewesen, aber das habe zuletzt nicht mehr gereicht, erklärt Benjamin Flechsig. Dabei gab es bis zuletzt einige im Markt, die sich für die Idee hinter dem Produkt begeistern konnten. Gestank, Schimmelpilze, Fruchtfliegen – all das soll der Freezyboy, der Bioabfälle für 81 kWh im Jahr in der Küche tiefkühlt, verhindern und ganz nebenbei noch CO2-Emissionen reduzieren.
Rund 3.000 Stück (rund 150 in Deutschland und Österreich) wurden bislang verkauft. Ein Produkt, um das herum eine gute Geschichte erzählt werden kann und das in Luxusküchen passt. „Allerdings mussten wir lernen: Ein komplett neues Produkt verschwindet erstmal im Küchenstudio“, sagt Flechsig. „Viele Händler wissen anfangs gar nicht genau, was sie dazu erzählen sollen.“ Kurz gesagt: Bis Händler Freezyboy ihren Kunden empfehlen und nicht nur als weiteren Wahnsinn erwähnen, braucht es eine starke Penetration im Markt, die Freezyboy bis dato schlicht nicht hatte.
Einfach war die Aufgabe jedenfalls nicht: Einen neuen Markt aufzubauen, erzählt Flechsig, ist für ein Start-up, das seine Mittel selbst beschaffen muss, ein sehr steiniger Weg – eine Pionierarbeit mit viel persönlichem Risiko und mit einigen Widerständen. Bei Freezyboy lag die Herausforderung auch darin, dass das Produkt ohne Erklärung fast unsichtbar bleibt. Manchmal hilft aber auch das Glück: Nachdem bekannt wurde, dass Avantyard insolvent ist, hat sich