Zum Hauptinhalt springen

INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Beim Amtsgericht

Laut Münsterland Zeitungmusste der Direktvermarkter Alma-Küchen in der letzten Woche Insolvenzantrag beim Amtsgericht Münster stellen. Der Geschäftsbetrieb laufe derweil weiter. 2010 war der langjährige Steinhoff-Deutschland-Gf Frank Eberle bei Alma eingestiegen, es war eine Insolvenz ab 2007 vorausgegangen. Einen weiteren großen Unternehmensanteil hält laut Handelsregister eine Erbengemeinschaft. Die Firmengründer Aloys und Maria Meyer sowie ihr Sohn Thomas waren in den letzten Jahren verstorben.

Alma betreibt neben dem Werk in Ahaus eigene 13 Küchenstudios und einen Musterküchenabverkauf und konzentriert sich auf NRW.

Die letzte veröffentlichte Bilanz ist von 2019. Damals wurden knapp 100.000 Euro Jahresüberschuss erzielt. Eine Umsatzangabe ist nicht enthalten.– Alma gibt seine Mitarbeiterzahl auf der Firmenhomepage mit 170 an, es werden rund 3.000 Küchen im Jahr produziert.

Holger Voskuhl, Sprecher des vorläufigen Verwalters Michael Mönig soll gegenüber der Lokalzeitung gesagt haben, dass „eine unklare Immobiliensituation“ der Grund für den Insolvenzantrag gewesen sei. Diese hätte mittelfristig dazu führen können, dass Stammsitz und Produktionsstandort des Unternehmens gefährdet sein könnten.

  • Schlagzeile: Generationen im Gespräch
  • H1: Blanco: Generationen im Gespräch / Bis zur Geburt des Wasserplatzes

Manchmal kann ein Blick zurück relativieren, was uns heute Sorgen macht. Frank Straub begleitet das Unternehmen Blanco seit fast 50 Jahren – von der Ausbildung an, später als Geschäftsführer, Verwaltungsratsvorsitzender und Vertreter der Gesellschafterfamilie Blanc. Im Generationen-Gespräch haben wir Mitte April gemeinsam mit CEO Frank Gfrörer und DACH-Chef Thorsten Neelen auf die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft von Blanco und der Branche geschaut. Was böte einen besseren Anlass als das 100-jährige Jubiläum von Blanco und der Blanc & Fischer Familienholding? In Oberderdingen geht es längst nicht mehr bloß um Spülen und Armaturen. Ein Besuch am „Geburtsort des Wasserplatzes“.

INSIDE:Bevor wir einsteigen in 100 Jahre Firmengeschichte, müssen wir eine Sache klären: Was sind eigentlich diese Wasserschiffe, mit deren Produktion Ihr Großvater Heinrich Blanc den Grundstein für das Unternehmen Blanco gelegt hat, Herr Straub?

Frank Straub: Herdwasserschiffe sind ein zwingend notwendiges Zubehör für die früheren Kohleherde, in denen Wasser erhitzt wurde. Sie waren im Haushalt damals die einzige Heißwasserquelle. Sie konnten einen Kohleherd nicht ohne Heißwasserschiff ausliefern, so wie Sie heute eine Küche nicht ohne Spüle liefern können. Man kann also mit Fug und Recht sagen: Wir sind seit 100 Jahren am Küchenwasserplatz aktiv.

Wie viele Jahre haben Sie das Unternehmen aktiv begleitet?

Etwa 40 Jahre lang. Natürlich nicht die ganze Zeit als Geschäftsführer. Angefangen habe ich 1976 in der Buchhaltung. Aus dem operativen Geschäft ausgeschieden bin ich 2009, wurde dann vom Vorsitzenden der Geschäftsführung zum Verwaltungsratsvorsitzenden. Anfang 2016 bin ich dann auch aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden.

Ihr Einstieg bei Blanco ist also fast 50 Jahre her. In dieser Zeit haben Sie sicherlich verschiedene Höhen und Tiefen erlebt. Wie betrachten Sie mit Ihrer langjährigen Erfahrung die aktuelle Krise?

Wir hatten schon größere Krisen bei Blanco. Kurz bevor ich anfing, gab es die große Ölkrise. Man kennt noch die Bilder von Kindern, die auf gesperrten Autobahnen Fußball gespielt haben. In dieser Wirtschaftskrise war Blanco in große Turbulenzen geraten. Die Schwestergesellschaft E.G.O. hat Blanco damals aufgefangen – rückblickend eine sehr kluge Entscheidung, denn heute ist Blanco eine Perle in der Blanc & Fischer Familienholding.

Können Sie mit Ihrem Wissen aus der Vergangenheit etwas gelassener auf die aktuelle Situation schauen?

Krisen sind Herausforderungen. Wenn man gut drauf ist und eine gute Mannschaft hat, dann sind sie auch Chancen. In einer Krise trennt sich die Spreu vom Weizen. Gute Firmen kommen durch, schwache Firmen verlieren und scheiden im schlimmsten Fall aus dem Markt aus. Eine Krise ist nichts Schönes, aber auch nichts Katastrophales. Sie gehört zum Zyklus der Marktwirtschaft dazu.

Sehen Sie denn die Lage genauso optimistisch, Herr Gfrörer?

Frank Gfrörer:Wer operativ verantwortlich ist, hat natürlich direkteren Druck, aber auch ich bin ja schon ein paar Jahrzehnte aktiv und habe einiges miterlebt. Anfang der 2000er gab es eine Finanzkrise. Ab 2020 haben wir Corona durchlebt. Geschäftlich gab das für uns zwar einen richtigen Peak, doch es hat einiges auf uns Menschen gelastet. Nun haben wir Krieg in Europa. Belastende Ereignisse gibt es regelmäßig. Als Unternehmer muss man aber unterscheiden zwischen Krisen, die zu geringerem Absatz führen, und einer Disruption in der Branche. Wenn mein Produkt in Zukunft nicht mehr benötigt wird, mein Geschäftsfeld einfach verschwindet, habe ich ganz andere Themen als bei schwacher Konjunktur. Es deutet sich aber zum Glück nirgendwo in der Welt an, dass die Küche aus dem Haushalt verschwindet oder etwa kein Wasser mehr in der Küche benötigt würde.

Und wie ist Ihr Rezept für den Umgang mit der schlechten Konjunktur?

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Investor an Bord

Einen strategischen Teilhaber haben Ende letzten Jahres die Burnout-Kitchen-Macher Daniel Joachimmeyer und Thomas Pabst an Bord geholt. Mit 50 Prozent hat sich die zur Schweizer Diethelm Keller Group gehörende DK BBQ Holding an dem Bissendorfer Outdoorküchenbauer beteiligt. Auch mit Finanzinvestoren habe man gesprochen, so Joachimmeyer. Durch die Beteiligung der Schweizer öffnen sich allerdings Optionen für neue Vertriebswege, die Burnout nach dem schwierigen Jahr 2024 braucht.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

 

  • Schlagzeile: Geräte-Abo

Der niederländische Onlinehändler Coolblue erweitert sein Angebot in Deutschland und bietet jetzt Haushaltsgroßgeräte zur Miete an. Waschmaschinen und Trockner können ab 18,99 Euro monatlich, Geschirrspüler und Kühlschränke ab 20,99 Euro pro Monat im Abo genutzt werden. Defekte Geräte werden innerhalb von zwei Werktagen ausgetauscht, so Coolblue. Los geht's mit dem Service zunächst in Nordrhein-Westfalen sowie in den Großräumen Frankfurt und Hannover.

Die Mindestmietdauer beträgt zwölf Monate. Weitere Services: eigener Liefer- und Installationsservice, Zustellung am nächsten Werktag und eine kostenlose Entsorgung von Altgeräten.

Der Elektronikversender konnte seinen Umsatz in Deutschland 2024 um 25,7 Prozent auf 237 Mio Euro steigern und expandiert weiter mit eigenen Stores. Neu auf der Landkarte sind Hamburg und Münster sowie ein neues Logistikzentrum in Langenhagen für Next-Day-Lieferungen in der Region Hannover.

  • Schlagzeile: Recyclinganteil verdoppeln
  • H1: Electrolux: Recyclinganteil verdoppeln

Der Gerätekonzern Electrolux hat in seinem Nachhaltigkeitsbericht ein neues Ziel vorgestellt: Bis 2030 soll der Anteil recycelter Materialien in ihren Haushaltsgeräten – hauptsächlich Stahl und Kunsttstoff – auf 35 Prozent (nach Gewicht) steigen. Damit wird der Umfang recycelter Materialien im Vergleich zum bisherigen Ziel des Unternehmens nahezu verdoppelt.

Der Bericht meldet zudem eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um 36 Prozent in den eigenen Betrieben und um 31 Prozent in der Lieferkette im Vergleich zu 2021. 94 Prozent des verbrauchten Stroms stammt aus erneuerbaren Quellen.

  • Schlagzeile: Jetzt Filialist
  • H1: Jetzt Filialist

Die EMV-Händler Hans-Leo und Horst Michael Fischer aus Bitburg legen den Fokus immer stärker auf Küchen und Objekteinrichtungen. Die Räumlichkeiten des einstigen Möbelhauses sind seit 2023 an VME-Filialist Polster Trösser verpachtet. In Bitburg betreibt das Familienunternehmen noch ein 1.000 qm großes Küchenstudio. Junior-Chefin Caroline Fischer sagt: „Wir haben im Küchenmarkt mehr Chancen für uns gesehen und wollen nun auch wachsen.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen