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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Zwischen Personalnot und Unterauslastung
  • H1: Marius Becker (Möbel Ehrmann), Thorsten Gösling (Pronorm) und Nikolaus Fleischhacker (Oranier) im INSIDE-Talk

Von Bewerbern zu Umworbenen hätten sich potenzielle neue Mitarbeiter in den letzten Jahren entwickelt, sagt Nikolaus Fleischhacker, Inhaber des Hausgeräte- und Kaminofenanbieters Oranier.

Wo sind die Leute hin? Aus welchen Branchen kommen neue?

Beim Möbelhandelsfialisten Möbel Ehrmann, der inzwischen gezielt auf Quereinsteiger setzt und sie schult, kommen neue Leute beispielsweise aus der Hotellerie oder Gastronomie, die im Vergleich mit dem Möbelhandel oftmals unattraktivere Arbeitszeiten bieten, erklärt Marius Becker, Personalleiter bei Möbel Ehrmann.

Personal halten, wenn die Küchenkonjunktur lahmt und auch im kommenden Jahr keine wirkliche Erholung in Sicht ist? Der Küchenbauer Pronorm hält klar an einer Stammbelegschaft von rund 360 Beschäftigen fest, sagt Geschäftsführer Thorsten Gösling. Wie in anderen Firmen aus der Küchenmöbelindustrie werden allerdings Leiharbeiter abgebaut und bei Bedarf dann Kurzarbeit genutzt.

Welche Stellen sind schwer zu besetzen? Ist es zuletzt wieder einfacher geworden? Welchen Stellenwert hat die Unternehmenskultur? Wozu braucht es Business-Bike, Steuersparkarte und Open-Door-Policy? Haben sich die Anforderungen an Führungskräfte gewandelt? Und wollen junge Mitarbeiter wirklich nur noch Homeoffice und Vier-Tage-Woche? Wieso ist die in der Produktion schlecht umsetzbar? Was ist Sommerteilzeit? Und was wollen die an der Lehrfabrik beteiligten Unternehmen damit erreichen? Darüber haben die Outsider Nikolaj Wulff und Eva Ernst im INSIDE Talk mit Nikolaus Fleischhacker, Marius Becker und Thorsten Gösling gesprochen. Gibt's hier als Podcast und auch im Video:

  • Schlagzeile: Warten auf den Abschwung
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

Nach den gigantischen Investitionen der vergangenen Jahre, die nicht nur bei den ganz Großen stattfanden, sondern eigentlich bei jedem Hersteller, der das bezahlen konnte, schwebt wieder das Wort Überkapazitäten als Drohbild über der Branche. Seit dem letzten Herbst sind mit Rational und Störmer zwei weitere Hersteller aus dem Markt ausgeschieden, davon profitierten andere aber nur punktuell. Wie wollen gerade kleine Unternehmen die Rückgänge überleben, wenn die Fixkosten hoch bleiben? Wie sollen all die neuen Werke nun ausgelastet werden? Im europäischen Ausland geht der Ausbau sogar noch weiter. Impuls-Vertriebschef Ulrich Spleth spricht nicht nur für das eigene Unternehmen, wenn er sagt: „Wir bleiben auf Wachstum gepolt. Wir werden die Ziele erreichen, nur eben später.“ Große Hoffnungen liegen dabei weiterhin auf dem Export.
2022 hatte die deutschen Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz noch um 9,5 Prozent auf 6,2 Mrd Euro nach oben gehievt. Für den deutschen Küchenhandel hat die GfK 2022 noch ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent erfasst – bei 8,5 Prozent Mengenrückgang. Die Rahmenbedingungen für den Küchenmarkt haben sich seit dem Frühjahr 2022 zunehmend verschärft. Die amtlichen Umsatzahlen der deutschen Küchenmöbelindustrie weisen nach wie vor ein leichtes Plus aus, sind aber von Sondereffekten verfälscht und bedürfen Erläuterungen. Der Mengenabsatz liegt im bisherigen Jahresverlauf sowohl im Inland als auch im Ausland unterhalb der starken Vorjahre. Beim Umsatz gibt es Firmen, die noch am Vorjahresniveau kratzen oder leichte Steigerungen erfahren ebenso wie die mit spürbaren Rückgängen.

In Zukunft, das ist auch klar, werden Unternehmen nicht mehr nur an Umsatz und Ergebnis gemessen werden. Auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Anteil weiblicher Beschäftigter und Führungskräfte und Fortschritte bei der Digitalisierung werden wichtiger. Mit einem Digitalindex für die wichtigsten Küchenmarken wollen wir uns auch an diese Bewertungen herantasten. Ganz traditionell haben wir aber auch dieses Jahr wieder die Hitliste der Top-10-Küchenhersteller in Deutschland nach Umsatzgröße erstellt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

 

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Der Einbruch ist da
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2023

2023 ist das Küchenjahr geworden, das die Branche schon vor Corona gefürchtet hatte. Überstunden und lange Lieferzeiten sind längst passé. Die nach der AlnoPleite aufgebauten Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgelastet. Die Hoffnungen der Küchenmöbelbauer liegen im ebenfalls schwächelnden Export, auf der Herbstbelebung und darauf, dass politische Maßnahmen endlich wieder Schwung in die Baukonjunktur bringen.

Dass der Sinkflug, der die Auftragseingänge der Küchenmöbelbauer schon Anfang 2023 erfasst hatte, nicht überall abrupt im Umsatz zu sehen war, lag überwiegend an Auftragspolstern aus dem Vorjahr. Spätestens im zweiten Halbjahr war das Drama dann flächendeckend sichtbar und setzte sich bis 2024 hinein fort.

Laut amtlicher Statistik, die im letzten Jahr allerdings offenbar durch Nachmeldungen ein wenig verzerrt war, schloss die Branche das Jahr 2023 mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 6,235 Mrd Euro ab. Mit Störmer und Warendorf schieden im Jahresverlauf zwei weitere Hersteller aus dem Markt aus. Die Rückgänge der einzelnen Unternehmen fielen zum Teil deutlich stärker aus, als das in der Statistik ablesbar war. Wer weiter zulegen konnte, gilt als Exot.

Für die INSIDE Küchen-Hitliste analysieren wir wie immer die Umsätze der Top-10-Küchenmöbelproduzenten in Deutschland nach Erlösschmälerungen – eventuelle Geräteumsätze inklusive. Hersteller mit Überschneidungen im Gesellschafterkreis fassen wir dabei zusammen – selbst wenn sie, wie beispielsweise Express Küchen oder Impuls, von der Umsatzgröße her auch allein das Potenzial hätten, im Ranking aufzutauchen. Schwierig: Nicht jeder legte für 2023 seine Umsätze mehr so detailliert offen wie vielleicht in früheren Jahren. Für uns Outsider bedeutete das Mehrarbeit. Wir sind aber überzeugt, dass wir uns auch diesmal wieder ganz gut angenähert haben.

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UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: „Plötzlich ist alles wie immer“

Die Trends, Must-Sees und Talk-Abouts entlang der A30.

„Es herrschte große Aufregung im Vorfeld. Dann ging es los, und plötzlich ist alles wie immer - trotz der Umstände.“ Nicht nur Area30-Macher Michael Rambach wirkte in diesen Tagen in OWL sichtlich entspannt. Frohe Gesichter überwogen. Gemecker über die Maßnahmen gab es kaum, auch wenn der Messetag wie bei Nobilia oder Poggenpohl schon mal routinemäßig mit einem Teststäbchen in der Nase begann. Klar gab es auch Skurrilitäten: Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass auf einer Möbelmesse mal Ordnungsamt und Zoll überprüfen, ob Gesichtsmasken getragen werden oder dass Besucher mit gefälschten Impfpässen nach Hause geschickt werden (hoffentlich Einzelfälle).

Schon zu Mitte der Messewoche konnte man sagen, dass die Besucherzahlen überwiegend zufriedenstellten, auch wenn sie logischerweise nicht das Niveau des letzten „normalen“ Jahres 2019 erreichten. Viele Händler reisten einfach mit weniger Personen, so dass die Zahl der Firmen, die die Messen besuchten, gar nicht mal so stark sank. Auch internationale Besucher waren mehr unterwegs als man vielleicht erwartet hätte.

Überthema Nachhaltigkeit

Dass Schwarz ist das neue Weiß ist, wissen wir nun schon seit ein paar Jahren. Dieser Hype hält sich hartnäckig in den Küchenausstellungen. Weitere Trends: Outdoor-Kochen, Sprudel- und Heißwasserarmaturen, farbliche Abstimmung von Materialien, Retro-Chic, Gold und Kupfer, Regale, Regale, Regale, Nischenregale, Licht (wie bei Pronorms I-luminate oder Ballerina mit der Nimbus-Kooperation) und viele Natur- und Recyclingmaterialien - von der Lavendelrückwand bei Rational über eine Recyclingglas-Keramikverbund-Arbeitsplatte bei Nobilia bis hin zur kunststofffreien Küche bei Beeck mit Linoleum-Fronten. Überhaupt wurde Nachhaltigkeit von vielen groß aufgehangen, ob mit Nachhaltigkeitspreisen oder Zertifikaten. Nur ein Beispiel: Rotpunkts FSC-Zertifizierung.

Anti-Fingerprint ist vom Endverbraucher gefragt. Muss man haben, auch wenn die Materialien teils so wenig fettfrei bleiben wie bügelfreie Hemden tatsächlich bügelfrei sind. Bei den E-Geräten hat sich in der Front der Glasanteil weiter erhöht, während Edelstahl zurückgeht. Das Design wird noch zurückhaltender, Displays bleiben im ausgeschalteten Zustand unsichtbar. Muldenlüfter sind für Gerätebauer zum Muss geworden, werden teils aber auch nur deswegen mit angeboten, weil man halt Vollsortimenter ist. Und im Armaturen- und Spülenbereich? Da ist es groß angesagt, zum Systemanbieter zu werden. Promotet Blanco als Vorreiter ja schon seit Längerem und kommt auch beim Handel gut an.

Selbstbewusst ins Wohnen

Nach ein paar Jahren des zaghaften Annäherns als „Ergänzung“, die vor allem im Export gefragt sei, haben einige große Küchenbauer nun beschlossen, beim Thema Wohnen Volldampf zu machen. Als „wichtigstes Thema“ wurde das Wohnen gar bei Schüller bezeichnet. Nolte in seinem neu eröffneten Forum und Nobilia haben fürs Living eigene Flächen vorgesehen, vorkonfigurierte Sets zusammengestellt, mit denen nicht nur Küchen-, sondern auch Wohnen-Verkäufer etwas anfangen können. Und auch mancher Wohnen-Einkäufer aus dem Möbelhandel reiste in diesen Tagen nach Verl oder Löhne. Sagen wir so: Es sieht nicht mehr nach umfunktionierten Küchenmöbeln aus, was in den Living-Kojen der Küchenmöbler steht.

Smart Home demokratisch

Das Thema Smart Home - früher mal ureigenes Thema der Geräteindustrie - findet inzwischen auch bei den Küchenherstellern statt. Auch wenn es noch immer Küchenmöbelbauer gibt, die es lieber ignorieren, sind da auch diejenigen, die das vernetzte Heim groß spielen. Zu letzteren gehört Nobilia. Gemeinsam mit Samsung will man das Thema einfach umsetzbar und damit marktfähig machen. Auch Naber arbeitet mit Samsung im Bereich Vernetzung zusammen. Schüller hat sich Christian Hartmannsgruber und Kimocon als Partner gesucht (Dazu mehr im INSIDE Spezial Zulieferindustrie, das mit dem INSIDE 1122 Mitte Oktober versandt wird.) Bei Pronorm in Vlotho war die „digitale Arbeitsplatte“ Steuerbar zu Gast, das jüngste Projekt des Innovationsnetzwerks Ambigence mit dem Kunststoffverarbeiter Coko aus Bad Salzuflen. Smart-Home-Anwendungen in der Küche und anderswo im Haus lassen sich über eine individuell belegbare Steuerung an der Arbeitsplatte bedienen.

Start-ups salonfähig

Bemerkenswert: Start-ups sind in der Branche angekommen und werden ernst genommen. Was kann die Küchenbranche von Start-ups lernen, wurde in diesen Tagen häufiger gefragt als umgekehrt. Schließlich ist jeder auf der Suche nach innovativen Lösungen, die begeistern.

Noch stärker als früher haben Holz-, Geräte- und Zubehöranbieter das Thema Service herausgestellt. In Zeiten, in denen die Anspannung der Kundschaft aufgrund von Lieferzeiten und Preisanhebungen zunimmt, wenigstens ein Zeichen. Preise, ja, die sind ein Riesenthema. Hoch einstellige Preiserhöhungsforderungen sind in keinem Bereich eine Seltenheit.

Sex, Crime und Alno

Gesprächsthemen entlang der A30: Häckers neue Rasterküche Concept130, die Luxusküchen von BT45 im IDF34 mit Gimmicks wie Waffenschrank und „Spielzimmer“ (als Alternative zum Hauswirtschaftsraum) und natürlich der Kauf der Marke Alno durch Arndt Vierhaus, den wir am Dienstag melden durften.

  • Schlagzeile: Heiße Diskussionen

Mitte April haben wir Vertreter aus allen Branchenbereichen zu einer großen Video-Konferenz zum Schmerzthema Lieferkette zusammengetrommelt. Das große Interview wird Ende des Monats im INSIDE Spezial Zulieferindustrie erscheinen, eine Video-Zusammenfassung wird es dann auch hier auf INSIDE Küche zu sehen geben.

Es war eine hitzige Runde, bei der klar wurde: Das Stresslevel ist hoch, gerade bei den Kastenmöbelherstellern, denen die schwierige Spanplattenversorgung noch mehr zu schaffen macht als beispielsweise den Küchenmöbelherstellern. Deutlich wurde aber auch: Mit Beschaffungssorgen hat gerade wirklich jeder zu kämpfen - ob Möbelhersteller, ob Händler oder Zulieferer.

Mit dem Unverständnis der Endverbraucher kriegt es natürlich in erster Linie der Handel zu tun. Nicht jeder Endverbraucher bleibt gelassen, wenn er in seiner neuen Küche erstmal noch ein paar Wochen von Hand spülen soll, weil sich der Geschirrspüler verspätet. Der Handmixer oder das Topf-Set zur Besänftigung ziehen nicht bei allen. Oft werden Nachlässe gefordert, Rechnungen nicht oder nicht ganz bezahlt. In jedem Fall aber kostet es den Händler Zusatzaufwand – finanziell und zeitlich.

Für die an der Front kämpfenden Vertreter des Handels unter den Diskussionsteilnehmern dürfte es interessant gewesen sein, welche Anstrengungen auch hinter den Kulissen unternommen werden müssen, um die Lieferkette am Laufen zu halten. Bei dem auf INSIDE-Seite von Simon Feldmer und Eva Ernst moderierten Gespräch waren dabei: Elmar Duffner (CEO Vivonio), Michael Egger jun. (Divisionsleiter Egger Decorative Mitte), Thorsten Gösling (Geschäftsführer Pronorm Küchen), Dieter Hilpert (Inhaber Bega), Jens Hölper (Geschäftsführer Garant), Uwe Kreidel (Geschäftsführer Hettich), Stefan Möller (Geschäftsführer Häcker Küchen), Ralf Priefer (Geschäftsführer Ninka), Simone Scheuermann (Geschäftsführerin Küchen Keie) und Peter Schönhofen (Inhaber Kare).

  • Schlagzeile: Die große INSIDE-Talk-Runde

Endkunden warten in ihren neuen Einbauküchen wochenlang auf Geschirrspüler und Öfen, wegen fehlender Spanplatten liegen ganze Möbelwerke lahm, die Preise für Stahl, Kunststoffe, Schäume und Co. explodieren. Um die Materialversorgung am Laufen zu halten, sind Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gefragt. Und ein tiefer Griff ins Portemonnaie. Mitte April haben wir für eine große Video-Talkrunde prominente Vertreter aus verschiedenen Wertschöpfungsstufen der Möbelbranche zusammengetrommelt.Es war eine hitzige Diskussion, in deren Verlauf klar wurde: Das Stresslevel ist hoch. In allen Bereichen. Aber auch: Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander.

Das Interview in (fast) voller Länge erscheint in unserem INSIDE Spezial Zulieferindustrie, das am heutigen Freitag versandt wird. Zur gar nicht ganz so kurzen Videozusammenfassung geht es hier:

Gerade für Endverbraucher ist es oft nicht verständlich, wieso sie auf ihr Möbelstück oder ihr Elektrogerät warten sollen. Und auch in der Branche sind viele am Grübeln. Obwohl die Lockdowns im Handel im ersten Quartal tiefe Furchen in den Auftragsbüchern vieler Möbelhersteller hinterlassen haben, sind Rohmaterialien schwer zu bekommen. Es gibt viele Probleme bei der Beschaffung gerade, für alle Protagonisten im Markt. Teils werden Rohstoffe wie an der Börse gehandelt, manche werden zu jedem Preis gekauft. Die Containerknappheit - speziell beim Asienimport - sorgte bis Chinesisch Neujahr für zusätzlichen Stress. Ein Haken ist auch noch lange nicht dran. Als vor ein paar Wochen die „Ever Given“ den Suezkanal blockierte und für mehrere Tage den gesamten Frachtverkehr zwischen Nordatlantik und Indischem Ozean lahmlegte, wurde das Thema Logistik eines für die breite Öffentlichkeit. Kaum eine Nachrichtensendung, die den Schiffsstau mitten in Ägypten nicht thematisierte. Vielleicht hat das wenigstens die Verbraucher sensibilisiert. Hoffentlich.

Mit dem Unverständnis der Endverbraucher kriegt es natürlich in erster Linie der Handel zu tun. Nicht jeder Endverbraucher bleibt gelassen, wenn er in seiner neuen Küche erstmal noch ein paar Wochen von Hand spülen soll, weil sich der Geschirrspüler verspätet. Der Handmixer oder das Topf-Set zur Besänftigung ziehen nicht bei allen. Oft werden Nachlässe gefordert, Rechnungen nicht oder nicht ganz bezahlt. In jedem Fall aber kostet es den Händler Zusatzaufwand – finanziell und zeitlich.

Finanziellen Aufwand und den täglichen Kampf, überhaupt Material zu bekommen, haben aber auch die Produzenten, ob Möbelhersteller oder Zulieferer. Den Kastenmöbelanbietern unter den Diskussionsteilnehmern macht die schwierige Spanplattenversorgung noch mehr zu schaffen als beispielsweise den Küchenmöbelherstellern. Mit Michael Egger jun., Divisionsleiter Decorative Mitte beim Holzwerkstoff-Multi Egger und Mitglied Inhaberfamilie, hatten wir auch einen Vertreter der Spanplattenindustrie in der Runde, der deutlich machte, dass die Produktion auf vollen Touren läuft. Mehr geht nicht bei bestehenden Kapazitäten. Für die an der Front kämpfenden Vertreter des Handels in der Runde dürfte es interessant gewesen sein, welche Anstrengungen auch hinter den Kulissen unternommen werden müssen, um die Lieferkette am Laufen zu halten. Bei dem Gespräch waren dabei: Elmar Duffner (CEO Vivonio), Michael Egger jun. (Divisionsleiter Egger Decorative Mitte), Thorsten Gösling (Geschäftsführer Pronorm Küchen), Dieter Hilpert (Inhaber Bega), Jens Hölper (Geschäftsführer Garant), Uwe Kreidel (Geschäftsführer Hettich), Stefan Möller (Geschäftsführer Häcker Küchen), Ralf Priefer (Geschäftsführer Ninka), Simone Scheuermann (Geschäftsführerin Küchen Keie) und Peter Schönhofen (Inhaber Kare).

 

  • Schlagzeile: Verhandeln am Küchentisch
  • H1: Nachruf auf Karsten Müller: Verhandeln am Küchentisch

Blockküchen für den Export, zerlegte Küchen- und Badmöbel für den Mitnahmemarkt, schon als Ikea in Deutschland gerade erst gestartet war: Das waren zwei wichtige Meilensteine im Unternehmer-Leben von Karsten Müller. Angefangen hatte er als Unternehmensgründer. Als er sich Ende der 1990er Jahre aus der Küchen- und Möbelbranche zurückzog, stand er der Küchen-Division von Skanska vor, die es auf etwa eine halbe Umsatz-Milliarde brachte. 

Tischler-Lehre, Ausbildung zum Kaufmann, Holztechniker: Anfangs startete Karl Müller bei Doppelmüller durch, dem elterlichen Schreinerbetrieb, den sein Vater und sein Onkel gemeinsam führten. Allerdings konnte der Junior nicht alle Veränderungen durchsetzen, die ihm so vorschwebten. Also selbst gründen: 1970 war es soweit und Müller – Baujahr 1938 – startete mit zehn Mitarbeitern in Wehdem bei Stemwede die Firma Jaka (später Optifit, heute Jaka-BKL). Im Firmennamen tauchen seine Initialen mit denen des damaligen Mitinhabers Jan Pieter Rogier Poulsen auf. Gemeinsam produzierten sie ab 1971 mit dem Team zerlegte Schrankküchen für den niederländischen Markt. Preis damals: schlappe 140 DM (INSIDE 911/912). Diese damals für Bruynzeel Keukens produzierten Küchen trafen gleich auf rege Nachfrage.

Allerdings musste dazu auch Personal eingestellt werden. Da zunächst nur ein gelernter Tischler zu finden war, hatte Karsten Müller bei der Mitarbeitersuche zuvor die wohl reservierteste aller Zielgruppen zu überzeugen, mit der er auch gleich an deren Küchentisch verhandelte: Landwirte der umliegenden Gehöfte. Um auf 30 Mitarbeiter zu kommen, musste der Gründer dort nämlich erst mal viele Klinken putzen. In Vlotho gründete Müller dann 1972 das zweite Unternehmen: Pronorm, anfangs noch Gieschwa Möbel. Hier arbeiteten zum Start 50 Mitarbeiter.

In den

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  • Schlagzeile: „Ein Verkäufer will kein Nein verkaufen“

Seit dem 1.4.2019 verantworten Roger Klinkenberg und Thorsten Gösling als Geschäftsführer gemeinsam die Geschicke des Küchenbauers Pronorm aus Vlotho. Beide sind seit etwa 20 Jahren im Unternehmen, haben lange Seite an Seite mit dem früheren Alleingeschäftsführer Heinz Hachmeister gearbeitet. Gösling kommt aus dem Einkauf, Klinkenberg aus dem Vertrieb. Wo Pronorm herkommt und wo das Unternehmen hinwill, darüber haben wir mit den beiden bei einem Besuch in Vlotho gesprochen.

Seit dem Jahr 2010 gehört Pronorm zur De Mandema-kers Groep (DMG). Bei der vollständigen Übernahme des einige Jahre zuvor zusammen mit Nobia gegründeten Joint-Ventures Culinoma hatte DMG das Unternehmen quasi als „Dreingabe“ gekauft.
1972 von Karsten Müller gegründet, der gemeinsam mit Jan Pieter Poulssen auch Optifit-Jaka aufgebaut hatte, hat Pronorm über lange Zeit zu börsennotierten Konzernen gehört. Die meisten dürften sich noch an Nobia als Inhaber erinnern. Davor waren es ebenfalls skandinavische Konzerne – Skane Gripen und Skanska. Dass in solchen Strukturen oftmals der Aktienkurs stark im Vordergrund steht, tut Unternehmen nicht immer gut. Die Übernahme durch DMG vor zehn Jahren betrachten sie in Vlotho darum heute als Neustart. „Der Inhaber lässt uns die Selbstständigkeit. Das heißt, dass man sich im Markt behaupten und wettbewerbsfähig sein muss. Aber auch, dass Gewinne grundsätzlich in die Weiterentwicklung des Unternehmens reinvestiert werden“, sagt Thorsten Gösling.

Die erste große Investition der „Neuzeit“ bei Pronorm war 2011 das neue Ausstellungszentrum. Seither ging es stetig weiter voran, es wurde enger. 2021 wird nun eine neue Halle gebaut, in der Platz für die Warenannahme und Lager geschaffen wird. Die zusätzliche Fläche wird für eine Entzerrung der Produktionsabläufe benötigt, aber auch für eine Kapazitätserweiterung. Im kommenden Jahr will der Küchenbauer eine neue Sonderschranklinie und eine Frontenbohrmaschine installieren.
Ein „positives Spannungsfeld“ besteht zwischen ihnen, sagen die beiden Geschäftsführer. Während Klinkenberg im Vertrieb ein möglichst umfangreiches Sortiment im Angebot haben will, ist Gösling bemüht, die Abläufe möglichst wenig komplex zu gestalten. Da muss intern auch mal verhandelt werden. Ein Beispiel: Für die dritte Korpushöhe, die Pronorm bei der Herbstmesse einführen wird (siehe S. 10) werden 30 Prozent mehr Lagerfläche benötigt. Damit die neuen Hochschränke durch die Produktion transportiert werden können, musste sogar ein Durchgang vergrößert werden.

Pronorm plant mit jährlich 3 bis 5 Prozent organischem Umsatzwachstum. Auch das Ausnahmejahr 2020, so schaut es aktuell aus, wird man mit einem Plus abschließen und damit besser als zwischenzeitlich erwartet. Die krisenbedingt auftragsschwachen Monate April und Mai sind längst kompensiert. Während sich die Benelux-Märkte und Deutschland für das Unternehmen gut entwickeln, steht die Schweiz etwas unter Druck. In UK läuft zumindest das Projektgeschäft gut. Dank bereits im Januar hochgefahrener Lagerbestände ist Pronorm bislang zudem ohne einen einzigen Tag Lieferverzögerung durch die Krise gekommen.

Da die Küchen aus Vlotho im Handel zumeist neben mindestens einer der ganz großen Küchenhersteller stehen, ist Differenzierung Pflicht, erklärt Roger Klinkenberg. Beim Preis könne man hier nicht mithalten. Nur dadurch, dass dem Endverbraucher so gut wie alle Möglichkeiten eines vollständigen und breiten Sortiments angeboten würden. Die Materialien sind bei Pronorm durchgängig über alle Produktlinien (Classicline, Proline, X-Line, Y-Line) erhältlich, die Farbnummern sind bei allen Linien gleich. Außerdem sind die Produktlinien bei gleichbleibender Linienführung miteinander kombinierbar. „Ein Verkäufer will kein Nein verkaufen. Darum haben wir ein Sortiment, mit dem fast alles geht“, sagt Klinkenberg. Ein klar an den Fachhandel gerichtetes Sortiment, weshalb Pronorm in der Großfläche nicht vertreten ist.

Sich im Markt zu behaupten, das bedeutet auch: Pronorm ist nicht automatisch bei jedem zu DMG gehörenden Handelshaus gelistet. Bei den in der jüngeren Vergangenheit durch die deutsche DMG-Tochter Culinoma übernommenen Filialisten Fischer und Küchentreff zum Beispiel ist Pronorm nicht drin.

Der Anteil des Inlandsumsatzes am Gesamtumsatz von rund 60 Mio Euro (nach Erlösschmälerungen) liegt bei etwa 30 Prozent. Traditionell ist der Exportanteil hoch, lag zu Beginn sogar bei 100 Prozent. Das ist ungewöhnlich und hat seinen Hintergrund darin, dass Gründer Karsten Müller und sein niederländischer Geschäftspartner anfangs einfache Küchenblöcke für den sozialen Wohnungsbau im Benelux-Raum lieferten. Die Produktion von Einbauküchen nahm Pronorm erst im Jahr 1984 auf. Bis heute sind die Benelux-Länder wichtige Absatzmärkte. Die Schweiz und Großbritannien wurden während der Zugehörigkeit zur Poggenpohl-Gruppe erschlossen und haben nach wie vor eine hohe Bedeutung.

  • Schlagzeile: Keine kleinen Brötchen
  • H1: Keine kleinen Brötchen - zu Besuch bei Pronorm

Beim Küchenbauer Pronorm in Vlotho wurden in den letzten Jahren Investitionen angestoßen, die zum einen mehr Menge ermöglichen werden. In erster Linie aber soll die Fertigung schneller und noch flexibler werden.

Seit zwölf Jahren gehört Pronorm inzwischen zur De Mandemakers Groep (DMG). Das ist nicht immer einfach in der Kommunikation mit den Kunden, weil oft erklärt werden muss, dass die DMG-eigenen Kanäle nicht bevorzugt behandelt werden. Pronorm ist ein eigenständiges Unternehmen. Gerade damit sind sie in Vlotho zufrieden. „Wir dürfen das Unternehmen führen, als wäre es unser eigenes“, sagt Thorsten Gösling, der Ende 2019 gemeinsam mit Roger Klinkenberg Langzeit- Geschäftsführer Heinz Hachmeister abgelöst hat. „Das tun wir auch“, ergänzt Klinkenberg. Dazu gehört allerdings auch, dass es nicht den großen Topf gibt, aus denen der Inhaber in Waalwijk die Investitionen in Vlotho finanziert. Investitionen muss Pronorm selbst stemmen und hat zuletzt einiges in die Hand genommen.

Besuch am Pronorm-Standort Ende Mai – die erste Woche im Betrieb ohne Maskenpflicht. Ungewohnt. Die Outsiderin steht noch etwas verklemmt neben den beiden Pronorm-Geschäftsführern, aber es gibt schließlich einiges zu zeigen. Seit Jahresanfang ist eine neue, 2.500 qm große Produktionshalle in Betrieb. Auch eine neue Frontenbearbeitungslinie wurde geliefert. Nun soll ein neues, vollautomatisiertes Plattenlager für schnellere Prozesse und mehr Flexibilität sorgen. Wir betreten das Werk an der Seite des Plattenlagers. Hier werden künftig Halbformatplatten angeliefert; die Warenannahme für alle anderen Materialien befindet sich an der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes. Mit der Zentralisierung der Läger hatte das Unternehmen vor drei Jahren schon begonnen. Die Herausforderung der jüngsten Investitionen war und ist die Transformation bei laufendem Betrieb, eine Operation am offenen Herzen.

Plattenlager Pronorm Fotor

Neues Plattenlager

Beim INSIDE-Besuch Ende Mai waren Plattenlager und eine zweite Combi.cut-Aufteilsäge noch in der Installationsphase; eine dritte Aufteilsäge war vor der Auslieferung. In Zeiten knapper Sägekapazitäten bei den Holzwerkstofflieferanten ist das eine wertvolle Investition. „Das waren bislang bloß die Vorarbeiten. Jetzt fangen die Ausbauarbeiten richtig an“, sagt Thorsten Gösling. Es wird einiges verschoben in den Hallen. Bis zum Sommer 2023 soll zudem in der Korpusvorfertigung Losgröße 1 eingeführt sein. Große räumliche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es am Standort nicht mehr; und ein neues Werk ist nicht geplant. Eine Kapazitätssteigerung muss also durch Maschineninvestitionen und die Neuorganisation der Fertigung erreicht werden. Die Kapazitäten in der Vorfertigung werden durch die aktuellen Investitionen gesteigert; die Montagekapazitäten will Pronorm dann in den nächsten fünf Jahren erweitern.

Mittelfristig wird Pronorm seine Kapazität auf 400.000 Schränke bzw. 40.000 Küchen pro Jahr ausbauen. Zuletzt waren es 340.000 produzierte Typen und fast 100 Mio Euro Umsatz – noch ohne Preiserhöhungen, die folgten erst zum Jahreswechsel 2021/2022. Konkret verbesserte der Küchenbauer seinen Umsatz 2021 wie im Vorjahr um 14 Prozent und kam auf 98,7 Mio Euro vor Erlösschmälerungen. Nach wie vor ist das Auftragspolster hoch, so dass auch 2022 mit einem Plus ausgehen wird. Geplant sind 10 bis 14 Prozent Wachstum auf 112 bis 114 Mio Euro Umsatz – allerdings werden hier natürlich auch Preiserhöhungen und Teuerungszuschlag eine Rolle spielen. Der Durchschnittsverkaufspreis einer Pronorm-Küche samt Geräten und Zubehör liegt nach Unternehmensangaben zwischen 15.000 und 17.000 Euro.

Das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre ist zum Teil auf eine positive Marktentwicklung zurückzuführen – auch die Pronorm- Kunden legen zu. „Aber auch auf viele Neukunden“, sagt Roger Klinkenberg. Richtig durchstarten will Pronorm nun unter anderem in Österreich, wo zu Pronorms Nobia-Zeiten die frühere Schwestergesellschaft Ewe/FM das Hausrecht hatte. Im Herbst hatte sich Pronorm an der Küchenwohntrends in Salzburg beteiligt und ist nun nach einem zwischenzeitlichen Versuch mit eigenem Außendienstler seit einigen Monaten mit der Handelsvertretung von Manfred Eichinger gut unterwegs.

Wichtige Märkte sind die Niederlande, Belgien, die Schweiz und UK und seit ein paar Jahren auch Frankreich. Auch den deutschen Markt wollen sie in Vlotho nochmal stärker ins Visier nehmen. Klinkenbergs Argumente: Sortimentstiefe und Differenzierungsmöglichkeiten, Materialalternativen durchgängig durch alle Produktlinien und nicht zuletzt das Plattformkonzept. Dieses macht das Produkt für die Verkäufer einfacher, weil sie nicht ständig Ausnahmen berücksichtigen müssen.

Auf die Plattform setzt auch die im letzten Herbst vorgestellte und seit dem zweiten Quartal lieferbare, vierte Produktlinie I-Luminate auf, die Pronorm selektiv vermarktet. Das I-Luminate-Konzept wurde um das 2020 entwickelte Beleuchtungsprofil herum entworfen, das produkttechnisch das Besondere an I-Luminate ausmacht. Die Kriterien für die Vermarktung wie Umsatzziele, Verkäuferschulungen und eine entsprechende Präsentation auf der Fläche sind vertraglich festgelegt. Mit 75 Verträgen ist Roger Klinkenberg „zufrieden für den Anfang“. Man müsse dranbleiben, bis die Verkäufer hinter dem Thema stehen und es pushen. I-Luminate wird eine eigene Webseite bekommen und bei Instagram und Pinterest Gas geben, aber auch Print-Anzeigen sind geplant. „Die jungen Generationen kennen keine Marke“, sagt Klinkenberg. Und: „Es gibt immer Möglichkeiten, Neues zu entwickeln.“ Beim Vorbild in Sachen Marke backt Klinkenberg keine kleinen Brötchen: In Vlotho hat man die Entwicklung von Bora genau beobachtet. Als Pronorm seinerzeit noch den Showroom in Bad Salzuflen hatte, hat Willi Bruckbauer dort als Gastaussteller die ganze Messewoche über Wasser gekocht und die Funktion seines Muldenlüfters gezeigt. Klinkenberg: „Genau wie Willi müssen wir unsere Leidenschaft auf die Straße bringen.“

Gösling und Klinkenberg sind gern mittendrin im Unternehmen und drehen an vielen Stellschrauben. Nicht die Produktion allein steht im Fokus der Investitionen. Dank einer neuen Photovoltaikanlage und einer neuen Holzfeuerungsanlage, die auch das Ende der großen Mülltonnen für Holzreste bedeuten wird, kann Pronorm bald auf Erdgas komplett verzichten und hat damit ein Problem weniger als viele andere Unternehmen. Diese Investitionen wurden freilich schon vor Beginn des Ukraine-Kriegs angestoßen. Ziel ist es, bis zum Jahresende klimaneutraler Möbelhersteller zu werden. In Sachen Nachhaltigkeit sucht man in Vlotho auch mal nach unkonventionellen Lösungen. „Nach dem Bau dieses neuen Zauns um das Firmengelände haben wir den alten Zaun nicht verschrottet, sondern bei Ebay Kleinanzeigen verkauft. Er steht jetzt bei einem Autohändler aus Polen“, erzählt Thorsten Gösling.

  • Schlagzeile: Spatenstich

Pronorm Küchen erweitert die Produktion in Vlotho um ein vollautomatisiertes Plattenlager. Die neue Lager- und Maschinenhalle soll 2.500 qm groß werden und um den Jahreswechsel herum fertig sein. Spatenstich war am 1.7. – beim Buddeln halfen neben den beiden Geschäftsführern Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg auch Betriebsleiter Gordon Henke, Sven Schröder (Betriebstechnik), Bürgermeister Rocco Wilken und Stefan Bäunker und Tristan Gerling vom Planungsbüro Bäunker & Cawalla.

Bringen soll die Investition vor allem Schnelligkeit und Flexibilität. Pronorm hat 75 Dekore im Einsatz.

  • Schlagzeile: Küchenplanung auf Instagram

„Wir sehen, dass sich die Kundenorientierung verändert“, sagt Pronorm-Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg. Mit verschiedenen kleineren Marketing-Projekten wollen sie in Vlotho darum näher an den Endverbraucher ran. In Großbritannien, wo Pronorm mehr als Marke auftritt, während die Küchen hierzulande häufiger als Handelsmarken verkauft werden, ist das Unternehmen diesen Schritt im letzten Jahr schon gegangen. Da die Zeit seither stark von den Lockdowns geprägt war, ist es zu früh, über Erfahrungen zu sprechen. Aber nicht zu früh, auch auf dem deutschen Markt mit solchen Projekten zu starten. Klinkenberg: „Unser Auftritt war bislang sehr statisch, weil er rein über das Produkt ging. Wir wollen einfach sympathischer wirken und auch die Customer Journey beeinflussen.“

Dazu beitragen soll die Münchner Interior-Influencerin Anette Laurim, die allein auf Instagram rund 40.000 Follower hat, zu 80 Prozent Frauen. Ihren Style beschreibt sie als „eklektisch“, das ist ein bunter Mix aus Scandi, Boho, Midcentury und Glamour.  Zudem ist Laurim mit einem eigenen Blog namens Look! Pimp your room auf Pinterest und YouTube aktiv. Sie hat schon mit Namen wie Westwing zusammengearbeitet und besitzt laut ihrem Blog einen Miele-Kaffeevollautomaten. Einbauküchen waren bislang aber nicht im großen Stil Thema ihres Blogs. Was sich nun ändern soll.

Ab Mai wird die Influencerin nämlich in einem Münchner Küchenstudio eine Pronorm-Küche der Produktlinie Y-Line planen lassen, über ihr Einrichtungsprojekt bloggen und dabei auch die Alleinstellungsmerkmale der Y-Line hervorheben. Sie wird das Küchenprojekt von der Planung bis zur Montage über mehrere Wochen bzw. Monate medial begleiten. Die Zusammenarbeit mit Pronorm ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt, auch bei einem Event auf der Herbstmesse in Vlotho wird Laurim dabei sein.

Der nächste Schritt in Sachen Endverbrauchermarketing, den Pronorm vor hat, ist das Storytelling über Instagram. Den Anspruch, zur Marke zu werden, habe man dabei nicht. „Man kann sich zwar Follower kaufen, aber wir wollen selbst unsere Erfahrungen machen“, sagt Klinkenberg. Und: „Wir brauchen das Feedback von Endverbrauchern und wollen natürlich mehr Views auf unserer Unternehmensseite generieren.“

  • Schlagzeile: Bald mehr Kapazitäten

Ein wenig abseits vom sonstigen A30-Küchen-Trubel liegt der Pronorm-Standort Vlotho schon. Aber mindestens was die Ambitionen zu den Erweiterungen der Kapazitäten angeht, ist die DMG-Tochter mittendrin im Konzert der Großen. Wer sich in diesem Jahr bei Pronorm umgeschaut hat, dem wird das Gerüst aufgefallen sein, das gegenüber der Ausstellung stramm nach oben gezogen wird. Die Dimensionen der neuen Halle für Produktion und Lager lassen sich erahnen. 2.500 qm soll sie groß sein. Pronorm liegt gut im Zeitplan.

Und wenn dann die Halle steht, dann wird auch im Februar nächsten Jahres der erste Teil der Losgröße-1-Fertigung aufgebaut. Mitte 23 soll alles fertig sein. Dann hat Pronorm Kapazitäten für 40.000 statt wie bisher 34.000 Küchen jährlich.

Dass man die Kapazitäten gut auslasten kann, davon ist man in Vlotho übrigens überzeugt. Gerade liegen die Lieferzeiten noch bei 10 bis 12 Wochen. Gut möglich, dass sich die Lage im ersten Quartal 2021 wieder normalisiert. Das große Thema auf der Messe war allerdings: I-Luminate, eine neue Premium-Küchenmarke, deren Kernmerkmal ein patentiertes Beleuchtungssystem bildet. Seit November 2020 hat man am Konzept mit der integrierten Griffleistenbeleuchtung gefeilt. „I-Luminate ist als Instrument für unsere Händler gedacht, um sich noch besser im Wettbewerb zu differenzieren“, sagt Pronorm-Chef Roger Klinkenberg. Da I-Luminate auf der gleichen Plattform wie alle anderen Linien basiert, lässt sich I-Luminate bei der Planung auch mit einer regulären Pronorm-Küche kombinieren. Marketingseitig wurde schon einiges investiert – auch mit dem Aufbau entsprechender Social-Media-Aktivitäten. Preislich liegt die I-Luminate wohl so 12 bis 15 Prozent über der Y-Linie von Pronorm.

  • Schlagzeile: Von Poggenpohl

Dass Einkaufsleiter Philipp Schutte Poggenpohl im Juni verlässt, hatte die Herforder Edelküchenschmiede im April zusammen mit weiteren Personalwechseln kommuniziert.

Nun ist auch raus, wo Schutte, der seine Berufslaufbahn vor 20 Jahren bei Poggenpohl begonnen hatte, andockt: Seit 1.7. ist er Leiter Einkauf Holzwerkstoffe bei Pronorm in Vlotho. Zu Nobia-Zeiten haben die beiden Küchenbauer bekanntlich gemeinsam eingekauft.

  • Schlagzeile: Verlängert
  • H1: Influencerin Anette Laurim kocht nun in Pronorm-Küche

Seit Mitte April kocht die Influencerin Anette Laurim (Lookpimyourrom.com) in ihrer neuen Pronorm-Küche. Der Küchenbauer aus Vlotho hatte im Frühjahr 2021 eine Kooperation mit Laurim gestartetund sie wenig später für die Erstauswahl zu einem Münchner Kunden begleitet. Schon an den ersten Planungen ließ Laurim ihre 42.500 Instagram-Follower teilnehmen. In ihrem Blog gab es „Tipps für die Küchenplanung“.

Auch zu einem Besuch auf der Pronorm-Hausmesse in Ostwestfalen, wo sie sich dann für eine schwarze Rillenfront entschied, nahm die Influencerin ihre Followerinnen (zu 80 Prozent sind sie weiblich und in der Regel 40+) mit. Nach Umbauarbeiten im Haus steht die Küche — eine Kombination aus Pronorms Y-Line und Proline und einem Kochfeld von Bora — seit Anfang März. Natürlich konnte Laurims Social-Media-Gemeinde auch Lieferung und Montage miterleben. Etwas länger Zeit ließ sich dann noch die Cosentino-Arbeitsplatte, aber nun ist sie da.

In Vlotho haben sie die ursprünglich auf ein Jahr ausgelegte Kooperation, zu der unter anderem das gegenseitige Teilen von Inhalten gehört, bis zum Jahresende verlängert, verrät Marketingleiterin Vanessa Sielemann. Eine abschließende Auswertung der Kampagne liegt noch nicht vor. Gezeigt hat sich aber, dass die Zugriffe auf der eigenen Internetseite und Followerzahlen in den sozialen Medien bei Pronorm spürbar gestiegen sind, als die Küche schließlich montiert war. Die Endkundinnen, mit denen der Küchenbauer über die Influencer-Kooperation stärker in Kontakt treten will, zeigen offenkundig hauptsächlich Interesse am fertigen Produkt. Darauf kann nun bis zum Jahresende noch aufgebaut werden.

Sollte die Analyse zeigen, dass die Kooperation ein Erfolg war, wäre ein ähnlicher Ansatz auch in anderen Absatzmärkten wie UK denkbar.

  • Schlagzeile: Markenaufbau

„Diversity for Life“ heißt das Motto zum 50. Jahr des Bestehens in Vlotho. „Wir wollen damit den Zeitgeist von heute erfassen“, sagt Pronorm-Geschäftsführer Roger Klinkenberg. „Es geht dabei um Individualisierung und die Tatsache, dass wir mit unserem Sortiment schon sehr breit und tief aufgestellt sind.“ Eine Produktstrategie auf Basis des Plattform-Denkens sieht er als riesigen Vorteil im Wettbewerb der Küchengrößen.

Grundsätzlich werden 30 Prozent der Ausstellung bei Pronorm vor jeder Messe komplett ausgetauscht. Das ist auch dieses Jahr so, um aktuelle Trends aufzunehmen. So werden authentische Steindekore und Metallic-Akzente heuer eine große Rolle in der Ausstellung spielen. I-Luminate, 2020 entwickelt und im vergangenen Jahr vorgestellt, ist in diesem Jahr im Handel gestartet. 75 Händler sind aktuell dabei. „I-Luminate als Premiummarke aufzubauen ist ein Prozess, der etwas Zeit in Anspruch nimmt“, sagt Klinkenberg.

Ende Juli ist die neue Webseite für I-Luminate online gegangen, inklusive einer Händlersuche. Gleichzeitig stemmt Pronorm bekanntlich gerade eine Rieseninvestition von über 16 Mio Euro, vor allem für eine 2.500 qm große Produktionshalle. Veränderungen gibt es in diesem Jahr auch an der Außenfassade der Ausstellung. „Das komplette Gebäude wird gedämmt, um bis Ende des Jahres energieneutral zu sein“, sagt Klinkenberg. Hinzu kommt eine komplett neue Heizung. Kurzum: Pronorm rüstet sich für härtere Zeiten.

 

  • Schlagzeile: Totale Planbarkeit
  • H1: Pronorm: "Uneingeschränkte Planbarkeit"

Als international aufgestellter Fachhandelslieferant rechnet Pronorm in der drohenden Rezession nicht mit einem beängstigenden Auftragseinbruch, sagte Geschäftsführer Thorsten Gösling auf der Hausmesse im September. Dass man in Vlotho mehr in Flexibilität als in große Kapazitäten investiert hat, die zwangsweise gefüllt werden müssten, könnte sich dennoch bezahlt machen.

Der Insolvenzantrag von Rational am Freitag vor Beginn der Küchenmessen hat so einige Rational-Händler auf der Suche nach Alternativen auch nach Vlotho geführt. Mancher Exportkunde war schon in OWL, als er von dem Unglück erfuhr.

Mit zunächst 18 Händlern ist Pronorm in diesem Jahr auch in den USA gestartet, wovon man sich ein weiteres Standbein außerhalb Europas erhofft.  Den unterjährigen Teuerungszuschlag von 7,5 Prozent haben sie in Vlotho in die neuen Preislisten eingerechnet und nochmal 6,5 Prozent aufgeschlagen.

Messethema sollten aber weniger Preise als die Produktvielfalt sein, entsprechend dem Motto „Diversity for life“. Stolz verweisen sie bei Pronorm auf 250 Frontvarianten und eine produktlinienübergreifende Planbarkeit. Selbst Abfalltrennung gibt es nach Maß. Im Ausstellungszentrum stehen 30 Pronorm-Planungen und zwei der Hochwert-Produktlinie I-Luminate.

Weil Pronorm heuer 50-Jähriges feiert gab es am Freitag nach Messeende noch ein Mitarbeiterfest, zu dem alle bisherigen Geschäftsführer-Generationen eingeladen waren. Neben den aktuellen Geschäftsführern Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg waren das Heinz Hachmeister, den die meisten im Markt noch kennen, sowie dessen Vorgänger Karsten Müller und Friedhelm Meyer.

  • Schlagzeile: Plus im Plan
  • H1: Pronorm: Plus im Plan

Rund 115 (Vorjahr: 98,7) Mio Euro Umsatz vor Erlösschmälerungen hat der Küchenbauer Pronorm aus Vlotho im vergangenen Jahr erreicht. Das war ein Plus von gut 15 Prozent. Mehr als erwartet, wozu natürlich auch die notwendigen Preisaufschläge beitrugen.___STEADY_PAYWALL___

Das Mengenwachstum gibt Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg mit 8 bis 9 Prozent an. Auch für 2023 ist Klinkenberg guter Dinge. Im Plan steht ein vergleichbares Wachstum wie in den Vorjahren, zumindest beim Umsatz. Aktuell werden auch in Vlotho Zeitkonten abgebaut. Zwei bis drei Arbeitstage werden im März wohl aus der Produktion genommen.

Die Lieferzeiten liegen aktuell bei sechs Wochen, die normale Lieferzeit von vier bis fünf Wochen ist noch nicht wieder erreicht. In diesem Jahr werden die Baustufen 2 und 3 in der Neuorganisation der Fertigung hin zu Losgröße 1 umgesetzt. Der nächste Fünfjahresplan wird geschrieben. Es gibt viel zu tun.

 

 

  • Schlagzeile: Ergänzung nach oben
  • H1: Pronorm: Ergänzung nach oben

Noch im Plus beim Umsatz, bis Jahresende vermutlich stabil, aber es wird keine Steigerung mehr erwartet gegenüber 2022. So lässt sich die Schilderung der Lage durch Pronorm-Vertriebsgeschäftsführer Roger Klinkenberg kurz zusammenfassen. Über den Sommer hatte nun auch Pronorm einen Rückgang im Auftragseingang hinnehmen müssen. Zuletzt habe der AE sich stabilisiert, aber unter Vorjahr. Zur Hausmesse lädt das Unternehmen unter dem Motto „Trends&more“. Für die untere Preislage des Sortiments hat Pronorm eine Melamin-Rillenfront gefunden, die den hohen Ansprüchen genügt.

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  • Schlagzeile: Stabilisierung
  • H1: Pronorm: Stabilisierung

Ein Statement zur Unternehmens- und Marktentwicklung im vergangenen Jahr sowie zu den Zielen fürs neue Jahr hat uns auch Roger Klinkenberg gegeben, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Pronorm Einbauküchen in Vlotho.

Pronorm sah sich im Jahr 2023 der anspruchsvollen Marktlage ausgesetzt. Bis zum Jahresende, so Klinkenberg, sei jedoch eine Stabilisierung eingetreten. Der Umsatz

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  • Schlagzeile: New Living
  • H1: Pronorm: New Living

Wir haben die Wertschöpfung mit unseren Investitionen in den letzten fünf Jahren ins eigene Haus geholt. Das war genau richtig“, sagt Pronorm-Geschäftsführer Thorsten Gösling mit Blick auf die Lage in der lokalen Zulieferindustrie. Die Produktionstiefe brauche man jetzt.

Passend zum Messemotto „New Living“ haben sie in Vlotho in diesem Jahr

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