Zum Hauptinhalt springen

INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Vollgas? Sparkurs?
  • H1: Eurocucina: Vollgas? Sparkurs?

Mitte April ist wieder Salone. Nächstes Jahr ist Küchenjahr in Mailand. Wer geht hin? Wer geht nicht?

Als die große internationale Küchenmesse war Mailand bis zu Pandemiebeginn für etliche exportorientierte deutsche Küchenbauer gesetzt. Auch wer 2022 dabei war, als die Messe wieder unter vergleichsweise normalen Bedingungen stattfinden konnte, war in der Regel zufrieden. Dann kam der Abschwung im Küchenmarkt weltweit. Ob es gerade deshalb sinnvoll ist, dabei zu sein oder ob eher auf Sparkurs gesetzt

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Warten auf den Abschwung
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

Nach den gigantischen Investitionen der vergangenen Jahre, die nicht nur bei den ganz Großen stattfanden, sondern eigentlich bei jedem Hersteller, der das bezahlen konnte, schwebt wieder das Wort Überkapazitäten als Drohbild über der Branche. Seit dem letzten Herbst sind mit Rational und Störmer zwei weitere Hersteller aus dem Markt ausgeschieden, davon profitierten andere aber nur punktuell. Wie wollen gerade kleine Unternehmen die Rückgänge überleben, wenn die Fixkosten hoch bleiben? Wie sollen all die neuen Werke nun ausgelastet werden? Im europäischen Ausland geht der Ausbau sogar noch weiter. Impuls-Vertriebschef Ulrich Spleth spricht nicht nur für das eigene Unternehmen, wenn er sagt: „Wir bleiben auf Wachstum gepolt. Wir werden die Ziele erreichen, nur eben später.“ Große Hoffnungen liegen dabei weiterhin auf dem Export.
2022 hatte die deutschen Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz noch um 9,5 Prozent auf 6,2 Mrd Euro nach oben gehievt. Für den deutschen Küchenhandel hat die GfK 2022 noch ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent erfasst – bei 8,5 Prozent Mengenrückgang. Die Rahmenbedingungen für den Küchenmarkt haben sich seit dem Frühjahr 2022 zunehmend verschärft. Die amtlichen Umsatzahlen der deutschen Küchenmöbelindustrie weisen nach wie vor ein leichtes Plus aus, sind aber von Sondereffekten verfälscht und bedürfen Erläuterungen. Der Mengenabsatz liegt im bisherigen Jahresverlauf sowohl im Inland als auch im Ausland unterhalb der starken Vorjahre. Beim Umsatz gibt es Firmen, die noch am Vorjahresniveau kratzen oder leichte Steigerungen erfahren ebenso wie die mit spürbaren Rückgängen.

In Zukunft, das ist auch klar, werden Unternehmen nicht mehr nur an Umsatz und Ergebnis gemessen werden. Auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Anteil weiblicher Beschäftigter und Führungskräfte und Fortschritte bei der Digitalisierung werden wichtiger. Mit einem Digitalindex für die wichtigsten Küchenmarken wollen wir uns auch an diese Bewertungen herantasten. Ganz traditionell haben wir aber auch dieses Jahr wieder die Hitliste der Top-10-Küchenhersteller in Deutschland nach Umsatzgröße erstellt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

 

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Der Einbruch ist da
  • H1: UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2023

2023 ist das Küchenjahr geworden, das die Branche schon vor Corona gefürchtet hatte. Überstunden und lange Lieferzeiten sind längst passé. Die nach der AlnoPleite aufgebauten Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgelastet. Die Hoffnungen der Küchenmöbelbauer liegen im ebenfalls schwächelnden Export, auf der Herbstbelebung und darauf, dass politische Maßnahmen endlich wieder Schwung in die Baukonjunktur bringen.

Dass der Sinkflug, der die Auftragseingänge der Küchenmöbelbauer schon Anfang 2023 erfasst hatte, nicht überall abrupt im Umsatz zu sehen war, lag überwiegend an Auftragspolstern aus dem Vorjahr. Spätestens im zweiten Halbjahr war das Drama dann flächendeckend sichtbar und setzte sich bis 2024 hinein fort.

Laut amtlicher Statistik, die im letzten Jahr allerdings offenbar durch Nachmeldungen ein wenig verzerrt war, schloss die Branche das Jahr 2023 mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 6,235 Mrd Euro ab. Mit Störmer und Warendorf schieden im Jahresverlauf zwei weitere Hersteller aus dem Markt aus. Die Rückgänge der einzelnen Unternehmen fielen zum Teil deutlich stärker aus, als das in der Statistik ablesbar war. Wer weiter zulegen konnte, gilt als Exot.

Für die INSIDE Küchen-Hitliste analysieren wir wie immer die Umsätze der Top-10-Küchenmöbelproduzenten in Deutschland nach Erlösschmälerungen – eventuelle Geräteumsätze inklusive. Hersteller mit Überschneidungen im Gesellschafterkreis fassen wir dabei zusammen – selbst wenn sie, wie beispielsweise Express Küchen oder Impuls, von der Umsatzgröße her auch allein das Potenzial hätten, im Ranking aufzutauchen. Schwierig: Nicht jeder legte für 2023 seine Umsätze mehr so detailliert offen wie vielleicht in früheren Jahren. Für uns Outsider bedeutete das Mehrarbeit. Wir sind aber überzeugt, dass wir uns auch diesmal wieder ganz gut angenähert haben.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2022

Prognostiziert hatten wir (und so viele andere) es schon lange. Schon das Jahr 2019 war hier im INSIDE Spezial Küche mit der Überschrift „Das Jahr nach den fetten Jahren“ versehen. Dann kam Corona und die fetten Jahre fingen erst richtig an – gemessen am Umsatz. Nun sind sie aber ganz offensichtlich wirklich vorbei, allerdings später als gedacht. Ablesen lässt sich das in den Umsatzzahlen der Hersteller 2022 noch nicht. Die Top 10 der deutschen Küchenmöbelindustrie, die wir in der jährlichen INSIDE Küchen-Hitliste nach Umsatzgröße bewerten, haben allesamt nochmal gut zugelegt. Zu einem großen Teil aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus, aber auch, weil das Jahr 2022 noch durchaus gut gestartet war.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2021

Die mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste ist, das behaupten wir mit Stolz, das einzige Ranking im Markt, das nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Denn: Nur Umsätze nach Erlösschmälerungen werden aufgeführt. Im Zuge der inzwischen von vielen Unternehmen verfolgten Sortimentserwei-terungen in andere Produktbereiche schleichen sich aber natürlich zunehmend Bad-oder Wohnmöbelumsätze ein. Tatsächlich erobert die Küchenindustrie allmählich das gesamte Haus.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2020

Die Zusammenstellung der zehn umsatzstärksten deutschen Küchenbauer, unsere mittlerweile achte INSIDE Küchen-Hitliste, ist inzwischen zur Tradition geworden. Um Vergleichbarkeit herzustellen, werden nur die Umsätze nach Erlösschmälerungen berücksichtigt.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2019

Auch 2019 sind in der deutschen Küchenmöbelindustrie die Großen nochmal größer geworden. Aber nicht im selben Tempo wie in den von den Ausläufern der Alno-Pleite geprägten Vorjahren.

UMSÄTZE DER DEUTSCHEN KÜCHENHERSTELLER 2018

Speziell die großen Küchenmöbler wurden im letzten Jahr nochmal größer. Doch nicht nur die. Die mittlerweile fünfte INSIDE Küchen-Hitliste zeigt: Der Markt der Küchenbauer bleibt in Bewegung.

  • Schlagzeile: Herbstmessen - die Perspektiven

Kurz vor Ostern haben wir für eine prominente Talk-Runde Messemacher, Unternehmenslenker, Industrievertreter und Lokalpolitik zusammengetrommelt, um über die Perspektiven für die Messen im ostwestfälischen Küchenherbst zu sprechen.

Mit dabei waren: Matthias Berens (Baumann Group), Dr. Lars Bopf (Nobilia), Jan Kurth (VDM und VdDK), Bernd Poggemöller (Bürgermeister der Stadt Löhne), Michael Rambach (Trendfairs), Stefan Waldenmaier (Leicht Küchen, Architekturwerkstatt) und Jochen Willmann (Kitchen Center Löhne), die am Ende der Runde dann auch noch ein wenig Persönliches preisgaben.

Deutlich wurde in der Runde: Bei den Vorbereitungen für die Hausmessen im Herbst fahren die Unternehmen auf Sicht - stärker sogar als im letzten Jahr. Schließlich hat man gelernt, dass sich Rahmenbedingungen innerhalb kürzester Zeit komplett ändern können. Vorbereiten muss man sich auch auf Dinge, die vielleicht gar nicht umgesetzt werden können, weil sie bis zu den Messen möglicherweise überholt sein werden. Die Area30 mit ihren mehr als 100 Ausstellern, aber auch andere Messezentren wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. 

Stand heute planen alle ihre Messen. Auch die, die im Herbst des letzten Jahres ihre Türen geschlossen gehalten hatten wie die Baumann Group, das Kitchen Center Löhne oder auch das House4Kitchen.

Zuversichtlich stimmen einerseits die Aussicht auf eine bis Herbst ausreichend hohe Impfquote, andererseits neue Instrumente wie Schnelltests, die inzwischen zur Routine gewordenen AHA+L-Maßnahmen und nicht zuletzt natürlich die Erfahrungen für den Umgang miteinander, die wir im Geschäftsleben in den vergangenen zwölf Monaten alle gesammelt haben.

Auch Bernd Poggemöller als Bürgermeister der Stadt Löhne setzt sich für das Stattfinden der Messen ein. Momentan steht zwar auf dem Festplatz in Löhne noch das zentrale Testzentrum der Stadt. Bis zum Herbst, wenn hoffentlich die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist, soll dort aber Platz sein für die area30, auf die Poggemöller fest setzt. Für das traditionell im Anschluss startende Oktoberfest in Löhne sieht der Bürgermeister dagegen in diesem Jahr keine Perspektive. Da geht es ihm ähnlich wie seinem Münchner Amtskollegen.

Apropos Perspektiven: Damit Fachmessen wie die Area30 wieder stattfinden dürfen, müssen Bund und Länder dafür den Weg erstmal frei machen. Man brauche dringend die Signale aus Berlin, so sagt es Michael Rambach.

Aus Sicht von Jan Kurth, bei dem als Vertreter der Industrie viele Stimmen aufschlagen, ist die Durchführung von Messen in diesem Jahr sogar noch wichtiger als im letzten. Sowohl für die Industrie als auch für den Handel, denn es gab ja wenig Gelegenheiten für geballte Neuheitenpräsentationen innerhalb des letzten Jahres. Wie KCL-Betreiber Jochen Willmann sagt: Man hat nun über ein Jahr Übung im Nicht-Messe-Machen.

Ein wesentlicher Baustein für zusätzliche Sicherheit der Aussteller und Messebesucher werden sehr wahrscheinlich Schnelltests sein. Dabei würde im Sinne der Messebesucher klar ein gemeinsames Konzept bevorzugt. Man tauscht sich aus untereinander, kann aber noch nichts Konkretes entscheiden. Bis zum Herbst sollten auf jeden Fall die technischen Voraussetzungen gegeben sein, mit denen tagesaktuelle Schnelltests dokumentiert werden können. Wünschenswert wäre eine einheitliche Lösung, vermutlich in Form einer App. Welche App sich bis dahin durchgesetzt hat, wird natürlich nicht (nur) in OWL entschieden.

Auch in den Betrieben hat man in den vergangenen zwölf Monaten dazu gelernt und Erfahrungen gesammelt. Beispiel Nobilia, wo ergänzend zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen seit etwa einem halben Jahr mit verschiedenen Testverfahren gearbeitet wird. Dr. Lars Bopf wartete mit beeindruckenden Zahlen auf: Aktuell werden alle rund 4.000 Mitarbeiter täglich (!) getestet.

Die gesamte Talk-Runde im Video gibt es hier zu sehen: 

In Kürze wird auch eine komprimierte Version mit den zentralen Aussagen bereitstehen.

  • Schlagzeile: Das Glas ist halb voll
  • H1: Das Glas ist immer halb voll - die Küchenbranche macht sich Mut

„Die Gesamt-Gemengelage bleibt angespannt. Aber nicht so schlimm, wie es in der Bild-Zeitung steht.“ Das Zitat eines Managers aus der Küchenmöbelindustrie fasst ganz gut zusammen, was uns bei einem ersten Rundruf durch den Küchenmarkt zum Jahresstart als Stimmungsbild entgegenschlug. Zwischen eingeschlafenem Auftragseingang und neuen, vielfach nicht ausgelasteten Kapazitäten hat die Küchenbranche ihren Optimismus nicht verloren.

Viele haben in den Gesprächen dieser Tage darauf hingewiesen – und wenn man mal an die Jahre vor Corona und auch vor der kapazitätsverknappenden Alno-Insolvenz zurückdenkt, war das auch so: Der Jahresanfang war traditionell immer schwach im Küchenbusiness. In der Industrie wurden Zeitkonten abgebaut; und wenn Kurzarbeit angemeldet werden musste, dann im ersten Quartal. Sobald die Tage länger wurden, spätestens um Ostern herum, dann wurde die Branche wieder von einer guten Auftragslage überrascht. Und das kurioserweise jedes Jahr aufs Neue.

So sieht das auch Andreas Wagner, Chef des Küchenbauers Rotpunkt-Küchen, der in Bünde gerade 80 französische Kunden zu einer kleinen Hausmesse außer der Reihe zusammengetrommelt hat: „Bei uns selbst wird der Januar umsatzseitig besser als 2022, auch preisbereinigt. Auf der anderen Seite sehe ich jetzt, dass die Küchenbranche in die normale Saisonkurve zurückkehrt, die wir vor der Pandemie kannten. Und wenn ich die Kurve beispielsweise über die von 2017 lege, sehe ich denselben Verlauf – nur höher.“ In dasselbe Horn stößt Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf: „Die Corona-Jahre waren besondere Jahre. Alle Schwankungen, die man sonst im Jahresverlauf hat, waren verändert. Jetzt bewegen wir uns wieder im normalen Muster.“ Bopf legt allerdings ein Aber nach: „Dieses Jahr ist alles sensibler zu betrachten, weil bei vielen Verbrauchern ein extrem hohes Maß an Unsicherheit geherrscht hat. Diese Unsicherheit wird allmählich abgebaut, aber sie ist noch nicht ganz weg. Die Dynamik steigert sich hoffentlich. Ab Ostern geht es weiter.“ Bis dahin gelte es, „anspruchsvolle erste Wochen“ zu überbrücken.___STEADY_PAYWALL___

„Die Verunsicherung wird sich lösen“, ist sich auch Schüller-Vertriebsleiter Frank Bayer sicher. „Ich bin für 2023 nicht so pessimistisch, weil viele Dinge jetzt wieder berechenbarer werden.“ Bei der Vertriebstagung neulich hat Bayer seiner Mannschaft eingebläut: „Wir bleiben chronisch euphorisch.“

Jetzt im Januar bekommen Endverbraucher ihre Stromabrechnungen und können ihre finanzielle Lage allmählich besser einschätzen. Was allerdings im ungünstigen Fall auch heißen kann: Es ist kein Geld mehr übrig. Je niedriger das Budget für die Küche, umso härter sind die jeweiligen Kunden von der Inflation betroffen. „Das Drama liegt im Einstieg, unterhalb der Mitte“, sagt ein Handelsmanager. In diesem Segment wird auch mit einer längeren Erholungszeit gerechnet, selbst wenn es neben Szenario eins („Keine neue Küche“) auch ein zweites Szenario gibt: „Preiseinstieg statt Mitte“, wovon dann die Hersteller sehr preisgünstiger Küchen wiederum profitieren würden.

Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, der über die Marken Bauformat und Burger einen Blick sowohl auf das höherwertige Segment als auch den Preiseinstieg hat, sagt es so: „Schon nach den Sommerferien war im unteren Bereich die Goldgräberstimmung vorbei. Der Preiseinstieg war wie abgeschnitten. Küchen bis 5.000 oder 6.000 Euro finden eigentlich kaum noch statt im Markt. Dass der Küchendurchschnittswert zuletzt noch mehr gestiegen ist, liegt nicht nur an den Preiserhöhungen, sondern auch daran, dass im unteren Bereich kaum noch gekauft wird.“ Mit Burger hat man sich in den letzten Jahren zwar mehr ins mittlere Preissegment reinbewegt, spürt die Tendenz aber dennoch dort, wo man im SB-Bereich noch vertreten ist.

Während bei der Kundschaft für die preiswerten Küchen schlicht das Geld knapp ist, steht der Küchenkauf im höheren Preisbereich in Konkurrenz mit anderen Ausgaben wie beispielsweise der energetischen Sanierung. Der Markt hat sich wieder in einen Käufermarkt gedreht. Überlange Lieferzeiten ade. Auch im höherwertigen Bereich wird teilweise von zweistelligen mengenmäßigen Auftragsrückgängen berichtet. Die Umsatzeinbrüche halten sich hier wegen der Preiserhöhungen in Grenzen.

Nolte- und Express-Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp sagt es recht konkret: „Wir gehen nicht davon aus, dass wir bei den Mengen in den nächsten Wochen auf dem Vorjahresniveau unterwegs sein werden. Mengenmäßig planen wir eher auf dem Niveau von 2019.“ Die Entwicklung von Nolte und Express laufe dabei recht parallel und es können bislang auch keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Absatzkanälen erkannt werden. Hier dürfte die Gruppe allerdings in einer Sondersituation sein, da die im Preiseinstieg aktive Firma Express die Preise nicht im vergleichbaren Maß angehoben hatte wie direkte Wettbewerber.

Kehrt der Preiskrieg zurück?

Die an fast allen Stellen erweiterten Kapazitäten müssen gefüllt werden. Es werden Volumina gebraucht, um die sich der ein oder andere aus dem konsumigen Segment auch mit dem ein oder anderen Aktionsangebot bemüht. Das ist bei großen Handelsorganisationen durchaus angekommen. „Wir merken schon an den Aktionsangeboten, dass die Auslastung nicht so gut ist“, sagt ein Verbandsgeschäftsführer.

Dass wie in der Vergangenheit versucht würde, Maschinenfutter um jeden Preis zu erkaufen, das ist aber nicht der Fall. So geht man nur vor, wenn Personalabbau droht oder gar Existenzängste, was zumindest auf die großen Küchenbauer nicht zutrifft. Zu den Wackelkandidaten werden aktuell eher kleinere Unternehmen gezählt. Und selbst dort hört man zum Teil (Zweck-)Optimismus raus. Natürlich off-record: „In so einer Lage traut man sich vielleicht wenigstens, neue Vertriebsformen anzugehen.“

Da man es bei den Großen im Markt mit soliden Unternehmen zu tun hat, ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass vergleichbare „Schweinepreise“ in den Markt gebracht werden wie zu Alno-Zeiten, nicht allzu groß. Hinzu kommt der anhaltende Kostendruck. „Was die Industrie da im letzten Jahr einstecken musste, ist durch die Preissteigerungen längst nicht ausgeglichen. Zeitlich liefen wir ja alle sechs bis neun Monate hinterher. Das hat noch keiner wieder aufgeholt“, argumentiert Häcker-Vertriebsleiter Marcus Roth. Thomann-Bopp: „Es kehrt etwas Ruhe bei den Rohstoffkosten ein, bei den Transportkosten sehen wir das aber nicht so. Und eine Steigerung der Lohnkosten kommt erst noch auf uns zu.“ Die in den vergangenen zwei Jahren erlebte Kostenexplosion wird überwiegend auch als Grund dafür gesehen, dass trotz der abnehmenden Auslastung „keine wilde Hackerei bei den Preisen festgestellt wurde“, wie ein Vertriebsmann sagt. „Momentan halten alle die Füße still.“ Festgestellt wurde aber, dass der Kampf im Projektgeschäft zugenommen hat – mehr Händler bewerben sich um die Projekte, unterbieten sich gegenseitig. Hier können dann gegebenenfalls Lieferanten aus dem Preiseinstieg punkten – oder andere mit einem Nachlass.

„Kann man mit Preisaktionen überhaupt mehr verkaufen?“, ist übrigens eine berechtigte Frage. Zumindest die Wohnungsfertigstellungen kurbelt man damit nämlich auch nicht an. Von den geplanten 400.000 Wohnungen ist im letzten Jahr schätzungsweise gerade mal die Hälfte fertiggestellt worden. Dass es im Wohnungsbau weiter vorangehen muss, ist aber auch klar, schließlich wird Wohnraum gebraucht. Kommt das nicht durch die Privatwirtschaft, dann vielleicht mit staatlicher Unterstützung – aber nicht ad hoc.

Andere Länder, anderes Mindset

Große Hoffnungen legen die Küchenbauer weiterhin auf den Export, der ja bereits 45 Prozent am Umsatz ausmacht. Nicht alle sind solche Schwarzmaler wie die Deutschen. „In anderen Märkten haben sie ein anderes Mindset“, sagt Melanie Thomann-Bopp. Das kann helfen. Als sehr wahrscheinlich wird in der Branche aber vor allem gesehen, dass deutsche Hersteller sich auf den internationalen Märkten durch ihre Qualität und Prozesse Marktanteile holen, wie das in den vergangenen Jahren beispielsweise in Frankreich gelungen ist.

Auf dem deutschen Markt war das Küchen-Verkaufen in den zurückliegenden Jahren mehr oder weniger ein Selbstläufer. „Davon haben auch die profitiert, die ihren Job vielleicht gar nicht so gut machen“, sagt ein Händler über seine Mitbewerber. „Jetzt wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Sowohl im Handel als auch in der Industrie.“ Ein anderer weist auf die Bedeutung guter Verkäufer hin, deren Qualitäten jetzt wieder wichtiger werden. „Viele Verkäufer haben in den letzten Jahren das Verkaufen verlernt“, sagt er.

Zum Glück, das darf man auch nicht unerwähnt lassen, gibt es innerhalb des sich abschwächenden Marktes auch noch wachsende Marktsegmente. Dazu gehören zum Beispiel die Funktionsarmaturen, so dass es nicht wundert, dass Quooker-Deutschland-Geschäftsführer Daniel Hörnes auch 2023 selbstbewusst mit weiterem Wachstum plant. Und im Hausgerätebereich ist, gerade durch die Energiekrise, die Energieeffizienz ein Treiber. „Die Menschen sind bereit, in energieeffiziente Hausgeräte zu investieren“, sagt Martin Wolf von der EK/Servicegroup, der bei der gerade zu Ende gegangenen Verbandsmesse in Bielefeld Stimmen zur Marktlage eingeholt hat.

Im INSIDE Küche-Talk zum Jahresstart haben wir uns mit Baumann-Geschäftsführer Matthias Berens, Quooker-Chef Daniel Hoernes und Küchenhändlerin Yvonne Zahn vom Küchenstudio Proform über die ersten Wochen des Jahres und ihre Erwartungen ausgetauscht. Yvonne Zahn spricht ganz sicher nicht für die gesamte Branche, wenn sie sagt: „Wir wollen in diesem Jahr nicht mehr wachsen“, bringt damit aber ein weiteres Thema auf den Tisch: Viele Unternehmen sind in den zurückliegenden Boom-Jahren an strukturelle Grenzen gestoßen. Vollauslastung bis Überlastung in Industrie und in Auslieferung und Montage des Handels sowie Mehrfachanfahrten durch Versorgungsprobleme. Nicht zu vergessen auch der hohe Krankenstand in den Unternehmen, der gerade zum Jahresende nochmal sämtliche Planungen zunichte machte. Hier scheint im neuen Jahr wieder etwas Ordnung reingekommen zu sein. Hoffentlich von längerer Dauer.

Und mittel- bis längerfristig hängt natürlich das seit Jahren prophezeite Thema des Fachkräftemangels über der Branche. „Die Mitarbeitersuche ist aktuell unsere größte Herausforderung“, sagt Melanie Thomann-Bopp nicht nur für Nolte-Küchen. „Der Markt dreht sich gerade komplett. Bei Bewerbungsgesprächen stellen die Bewerber die Forderungen.“

In den kommenden Wochen werden wir auf INSIDE Küche immer mal wieder INSIDE Talks zur Marktlage veröffentlichen. Neben der oben aufgeführten Runde ist bereits ein Talk mit Jochen Pohle, Martin Wolf und Christian Claes von der EK/Servicegroup im Kasten; und für Anfang Februar hat schon das Blanco-Duo Thorsten Neelen und Martin Hopf zugesagt.

Einblicke in die Entwicklung ihrer Unternehmen und ihre Erwartungen haben wir außerdem noch bei Ballerina-Chefin Heidrun Brinkmeyerund bei Leicht-Boss Stefan Waldenmaier eingeholt.

 

  • Schlagzeile: Werk 2 in Betrieb

Rund 60 Prozent des Umsatzes macht die Welle-Tochter Leicht Küchen im Export. Die hohe Exportquote sorgt dafür, dass Leicht für dieses Jahr trotz zweistelligem Wachstum im Inland am Ende rund 4 Prozent Minus vorrechnen muss. Schon in der Architekturwerkstatt auf der Küchenmeile war Leicht-Boss Stefan Waldenmaier recht klar in seiner Prognose für 2020 – und auch in der Bewertung. Waldenmaier im September: „Das ist angesichts der besonderen Umstände in diesem Jahr ein gutes Ergebnis für uns.“
Leicht kommt 2020 damit auf einen Umsatz von rund 143 Mio Euro. Zehn Prozent davon werden mittlerweile über die Zusatzsortimente im Wohnen, Schlafen und Ankleiden gemacht. Tendenz steigend.

Zentrales Thema bei Leicht in diesem Jahr ist das neue Werk 2 in Gügling, rund 4 km entfernt vom Stammwerk in Waldstetten. Bereits seit Sommer werden dort nach zwei Jahren Bauzeit die ersten Nullserien produziert, seit Anfang Oktober die ersten „echten“ Küchenschränke. Nun wurde das neue Werk offiziell eröffnet.

Fast 90 Mio Euro habe man investiert, meldet die Welle-Tochter. Gügling ist so konzipiert, dass man sowohl Menge als auch die Flexibilität in der Produktion deutlich erhöhen könne. Fast 40 Prozent mehr Volumen könne das Werk in Gügling grundsätzlich machen, sagt Waldenmaier.

In Werk 1 verbleibt die Frontenfertigung, im neuen Werk 2 werden diese dann mit den übrigen Bauteilen „verheiratet“. Das Produktionslayout für Gügling hat die Leicht-Führung selbst konzipiert. Man greift auf ein Robotiksysstem der Hightech-Maschinenbauers Fives Cinetic zurück. Bei Schmidt Küchen kommt ein ähnliches System zum Einsatz. In Waldstetten beschreibt man die Konzeption für das neue Werk so: „Mit dem neuen Fertigungskonzept vereinen sich die Vorzüge einer va­riantenreichen Losgröße 1-Fertigung mit den Effizienzvorteilen einer klassischen, genormten Massen­fertigung. Ein leistungsfähiges Datenmodell in Verbindung mit modernster Anlagen- und Transporttechnik lässt die zigtausend täglich anfallenden Bauteile oder Bauteilgruppen fast vollständig automatisiert fertigen, so dass diese immer zur korrekten Zeit an den jeweiligen Fertigungs- und Montageanlagen teilautomatisiert angeliefert werden. Dieser sequentielle Fertigungsgedanke sorgt dafür, dass immer nur die Ware in Be­wegung oder im Fertigungsprozess ist, die in einer definierten Zeitzone benötig wird. Es werden keine Bauteile in klassischer Lagerfertigung produziert. Die Durchlaufzeit wird damit deutlich minimiert und im Gegenzug wird die Effizienz des Anlagenverbunds optimiert, bei Bewahrung einer äußerst variantenrei­chen Produktion.“

Ein für die Effizienz des Systems entscheidender Anlagenkomplex sei dabei der Bereich der Sortierung- und Reihenfolgebildung, heißt es weiter in Waldstetten. Die täglich zu produzierenden Korpusbauteile würden in zeitlich und inhaltlich cha­otischer Reihenfolge im Säge- und Bekantungszentrum erzeugt. Diese Bauteile werden anschließend in einem vollautomatischen Sortierzentrum von Robotersystemen in die richtige Reihenfolge gebracht und zeitnah in mobilen Transporteinheiten gestaut. Leicht weiter: „Jede dieser mobilen Transporteinheiten hat im Sinne des sequentiellen Fertigungsgedanken einen exakten Zielort und Zeitzone, da aus anderen Bereichen an­dere Bauteile nach gleicher Logik zugesteuert werden. In der Möbelindustrie innerhalb Deutschlands ist dieses System das erste seiner Art.“

  • Schlagzeile: Raumübergreifend

Über eine mangelnde Besucherfrequenz konnte Leicht Küchen in der Architekturwerkstatt heuer wahrlich nicht klagen. Der Stand war mindestens an den Hauptmessetagen am Wochenende sowie Montag und Dienstag stets gut gefüllt, das Interesse an den Küchen von Leicht entsprechend groß. Klar lag der Fokus eher auf den Inlandsbesuchern, wenn auch einzelne Gruppen aus Russland, Frankreich und Benelux ebenso vor Ort waren.

Als Ziel hatte man sich bei Leicht ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu den Besucherzahlen vom Vorjahr gesetzt. Schon Mitte der Messe war sich Leicht-Chef Stefan Waldenmaier sicher: "Das werden wir weit übertreffen". 80 Prozent mehr Anmeldungen als Besucher im Vorjahr gab es bereits im Vorfeld.

Und Leicht hatte auch einiges zu bieten: In erster Linie haben die Küchenmacher aus Waldstetten gezeigt, dass es bei ihnen um mehr geht als nur um Küchen. Mit der Kollektion 2022 präsentierte Leicht seine Kompetenzen erneut auch im hochwertigen Innenausbau und damit in der Planung und Gestaltung des gesamten Wohnraums. Küche, Wohnen, Badezimmer, Dressing-Room - bei Leicht begreift man das als Einheit.

Zur zentralen Neuheit auf dem Leicht-Stand gehörte M8, eine carbongraue Unterflurzarge aus pulverbeschichteten Stahl mit einer Wandstärke von 8 Millimetern. Anders als bei üblichen Zargen befindet sich die Führungsschiene dabei nicht an der Seite des Schubkastens, sondern darunter. Eine filigrane Lösung, die aber ebenso Stabilität verspricht. Ansonsten ging`s auf der Messe auch um die Fortführung des Echtholz-Oberflächenprogramms Bossa, um einen kontrastreichen Materialmix von Naturstein und Aluminium, um seidene Perlmutt-Effekte beim Programm Pearl und darum, endlich wieder - mal ganz undigital - in Kontakt mit Kunden zu treten.

  • Schlagzeile: 12 Millimeter
  • H1: Leicht Küchen: 12 Millimeter

Bei Leicht Küchen in Waldstetten sind nach wie vor weniger die Auftragseingänge sondern eher die Lieferzeiten das Thema. Man bestätigt für den Januar. Das Jahr 2022 ist voll. Leicht-Boss Stefan Waldenmaier: „Wir haben durch zusätzliche Maßnahmen nun nochmal eine Kapazitätserweiterung hinbekommen, sodass wir im November weiter aufstocken können.“ Das neue Werk laufe prima, die Probleme kommen eher aus den eigenen Zulieferwerken und aus den Partnerbetrieben. Vor allem geht es um die Fronten. Vor allem geht es offenbar aber auch um das enorm erhöhte Volumen. Leicht liegt – Stand heute – 19 Prozent über Vorjahr. Man werde, so Waldenmaier, das laufende Jahr mit 15 bis 20 Prozent Plus abschließen.

Getrieben wird die Steigerung auch vom vor zwei Jahren eingeführten Programm Bossa. In diesem Herbst wird Leicht dem eher voluminösen Holzeinbauprogramm nun mit Contino 12 ein neues, eher filigraneres Programm an die Seite stellen. Der Name ist Programm: Es hat ausschließlich 12-Millimeter-Fronten. Waldenmaier: „Das wird unser Hero-Programm fürs nächste Jahr.“ Wie plant Leicht für 2023? Der Leicht-Chef: „Wir planen konservativ, also auf Vorjahresniveau. Das Niveau werden wir halten, davon gehe ich fest aus.“

 

  • Schlagzeile: Gut was los
  • H1: Leicht: Messe in der Architekturwerkstatt

Richtig gut besucht war die Messe in der Architekturwerkstatt. Leicht-Boss Stefan Waldenmeier und Team waren gut beschäftigt. Es kamen deutlich mehr Besucher als im Vorjahr.

Auch der niederländische Arbeitsplattenspezialist Dekker zog und sorgte für zusätzliche Frequenz. Wie Dinger Stone sind auch die Dekker-Chefs Ben van Elk und Leo van der Velde angesichts der Lechner-Lage im Handel im Fokus – und haben im deutschen Vertrieb um Patrick Peters entsprechend aufgerüstet.

Bei Leicht Küchen aus Waldstetten sind nach wie vor weniger die Auftragseingänge sondern eher die Lieferzeiten das Thema. Man bestätigt für den Januar. Das Jahr 2022 ist voll. Waldenmaier: „Wir haben durch zusätzliche Maßnahmen nun nochmal eine Kapazitätserweiterung hinbekommen, sodass wir im November weiter aufstocken können.“ Auch bei Leicht rechnen sie mit schwierigen Zeiten, doch man rechnet auch mit einem halbwegs stabilen Markt im Leicht-Segment.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen
  • Schlagzeile: Butter und Brot

Das eine tun, ohne das andere zu lassen – bei Leicht Küchen stellt man sich auf die herausfordernde Marktsituation ein, indem das Angebot in den Preisgruppen 1 bis 3 ausgeweitet, aber das Angebot in den oberen Preisklassen weiter gepflegt werden soll. Ohne Systemänderungen, um den Handel nicht zusätzlich zu belasten. Leicht hat sich über viele Jahre als

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen
  • Schlagzeile: Halb so wild

Im Sommer 2020 nach der Unternehmensentwicklung befragt, antwortete Leicht-Küchen-Chef Stefan Waldenmaier, dass er im Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von 9 Prozent erwarte. Nun ist das Jahr geschafft, in Gügling ist das nagelneue Montagewerk angelaufen - und Leicht hat es trotz seines hohen Exportanteils von etwa 60 Prozent deutlich besser abgeschlossen als befürchtet.

Mit 145 Mio Euro netto nahm der Umsatz gegenüber den beiden Vorjahren (148 Mio Euro) leicht ab - um etwa 2 Prozent. Sowohl im Inland als auch im Export lief bei Leicht das Einzelküchengeschäft sehr gut, während sich das Volumengeschäft negativ entwickelte.

  • Schlagzeile: Wachstum in Waldstetten

Der Küchenmarkt boomt und boomt. Der Handel kommt nach wie vor kaum hinterher. Viele Hersteller – ob im Preiseinstieg, im Mittelbauch des Marktes oder ganz oben – liegen ein- bis deutlich zweistellig über Vorjahr. Kurz vor den Betriebsferien konnte Leicht-Chef Stefan Waldenmaier nach einem unruhigen Jahr 2020 für Leicht (leichter Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 145 Mio Euro netto, vor allem bedingt durch Rückgänge im Export) eine wieder erfreuliche Zwischenbilanz ans schwarze Brett in Waldstetten pinnen.

Um 20 Prozent liegt Leicht im Auftragseingang und im Umsatz über Vorjahr. Der Export läuft wieder in den meisten Märkten; im Inland geht es weiter nach oben. Das neue Montagewerk in Gügling läuft zudem immer besser, nach leichten Anfangsschwierigkeiten im vergangenen Jahr. Waldenmaier: „Kapazitäten haben wir nun, auf modernstem Niveau. Nun investieren wir weiter in Personal, Lieferzeiten und Versorgungssicherheit.“

  • Schlagzeile: „Der Erfolg der Küchen wird weitergehen“
  • H1: „Der Erfolg der Küchen wird weitergehen“

Durchschnittlich 19.000 Euro, das ist der Preis, den Endkunden für eine Küche der Welle-Tochter Leicht bezahlen. Das ist gut das Doppelte des Durchschnittspreises, der im Küchenfachhandel aufgerufen wird: Laut GfK liegt dieser Wert mittlerweile bei 9.678 Euro. Er steigt seit Jahren, jedes Jahr.

In Waldstetten, beim Premiumhersteller Leicht, erwarten sie in diesem Jahr – nach einem schwierigeren Jahr 2020; da drückte das damals schwierige Exportgeschäft auf die Stimmung – ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent. 2021 bei Leicht: Boom im Inland, starke Zuwächse im Export.

Die in den vergangenen Jahren durch die Bank bemerkenswerte Entwicklung bei Leicht war zum Wochenstart der FAZ ein Unternehmerporträt im Wirtschaftsteil wert. Der Mann im Porträt: Stefan Waldenmaier.

160 Mio Euro Umsatz sollen in diesem Jahr in der Leicht-Bilanz stehen, nach 145 Mio Euro im Jahr 2020. Leicht-Boss (und Minderheitsgesellschafter sowie VdDK-Vorsitzender) Stefan Waldenmaier will natürlich weiter das Exportgeschäft ausbauen. Statt bisher für etwa 60 Prozent soll das Auslandsgeschäft künftig für 70 Prozent des Umsatzes stehen. Unter den für Leicht wichtigen Exportmärkten habe sich das Projektgeschäft in China besser entwickelt, in Shanghai gebe es heute auch ein hochwertiges Einzelkundengeschäft. 

Gefertigt wird am Stammsitz, im 2020 für etwa 90 Mio Euro teuren neuen Werk. Dort laufen täglich nun mehr als 160 Küchen vom Band. Wenn nicht gerade Lieferengpässe die Produktion stören. Bei der Versorgung mit beschichteten Platten sieht Waldenmaier bisschen Entspannung. Bei Auszugssystemen für Schubladen habe man monatelang nicht genügend Ware von den Vorlieferanten erhalten.

  • Schlagzeile: Krisenjahre sind Küchenjahre
  • H1: Leicht Küchen: Krisenjahre sind Küchenjahre

Nach einer klitzekleinen Umsatzdelle im ersten Corona-Jahr hat Leicht Küchen 2021 nicht nur deutlich aufgeholt, sondern das Vor-Corona-Niveau noch deutlich übertroffen. „Wir konnten uns im Inland wie auch im Ausland, annähernd parallel, gut entwickeln und ein Wachstum von 10 Prozent auf einen Wert von etwa 160 Mio Euro verzeichnen“, so Leicht-Chef Stefan Waldenmaier. Gut 60 Prozent des Umsatzes macht Leicht nach wie vor im Ausland, wobei der europäische Markt dominiert.

Mit dem neuen Werk 2 in Gügling hätte der Umsatz laut Waldenmaier sogar noch stärker gesteigert werden können. Hätte - wenn nicht aufgrund knapper Vormaterialien im zweiten Halbjahr die Kapazitäten an die Warenverfügbarkeit hätten angepasst werden müssen.

Das Werk 2 hat Leicht nach der Inbetriebnahme 2020 nun „vollständig, stabil und leistungsfähig“ am Netz. Dort wird in den kommenden Jahren in erster Linie in die Organisation des Materialflusses investiert. Das Werk 1 in Waldstetten wird zum Kompetenzzentrum für die Frontenfertigung ausgebaut. Im Werk 5, dem Werk für Lack und Holzoberflächen, wird aktuell die Investition in einen Lackierroboter abgeschlossen. Werk 1 und Werk 5, die Zulieferwerke für das neue Werk 2 sind, müssen laut Waldenmaier nun sukzessive auf das Leistungsniveau von Werk 2 gebracht werden.

Alles in allem war 2021 für die Küchenbranche ein solides Jahr, sagt Waldenmaier. Und: „Ich bin jetzt über 20 Jahre in der Branche. Schon damals hieß es: Krisenjahre sind Küchenjahre! Da scheint wohl etwas dran zu sein.“

  • Schlagzeile: Mit Bahia in die Werbung
  • H1: Leicht in der Architekturwerkstatt

Highlight in dem zur Messe einmal wieder komplett umgekrempelten Leicht-Showroom in der Architekturwerkstatt sollen neben einer Erweiterung der im letzten Jahr eingeführten 12-mm-Front Contino 12 das Programm „Bahia“ werden – wie die „Bossa“ mit vertikaler Fräsung, verrät Vertriebsleiter Ulrich Barth.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Ideenbuch für die Branche

Im Rahmen der diesjährigen Neuheitenpräsentation vom 27. bis 29. Oktober im hauseigenen Ausstellungszentrum in Waldstetten hat Leicht Küchen wieder den 2015 ins Leben gerufenen Global Kitchen Design Award verliehen, über den sich in diesem Jahr drei Küchenspezialisten freuen durften: Asmo Küchen Freiham (Platz 1), K10 Design Küchen aus Frastanz/Österreich (Platz 2) und Küchenstudio Proform aus Weinheim (Platz 3). Gewählt wurde unter rund 200 Einreichungen aus 19 Ländern zunächst in einem Online-Voting. Aus der Vorauswahl kürten dann am 28. Oktober bei der Abendveranstaltung die anwesenden Leicht-Händler die ersten drei Plätze.

Aus den eingereichten Entwürfen baut Leicht nun hiereine Art Datenbank auf, ein digitales Ideenbuch für die Küchenbranche, das als Inspirationsquelle dienen kann. Die Entwürfe können gefiltert werden nach Land, Designlinie, Programm, Farbe, Oberfläche, Form, Griffvariante und Stil.

  • Schlagzeile: „Exakt auf Vorjahr“
  • H1: Leicht Küchen: „Exakt auf Vorjahr“

Für Leicht Küchen haben sich die Exportmärkte im abgelaufenen Jahr etwas besser entwickelt als der Inlandsmarkt, erklärt Stefan Waldenmaier, Chef des Küchenbauers aus Waldstetten auf INSIDE-Nachfrage. Der Vorjahresumsatz von gut 180 Mio Euro konnte gehalten werden. Die Exportquote erreichte 61 Prozent.

Momentan sieht die Lage laut Waldenmaier so aus:

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Tal durchschritten
  • H1: Leicht Küchen: Tal durchschritten

Kurz vor Weihnachten hatte die Welle Holding, seit Jahrzehnten Gesellschafterin von Leicht Küchen, Paidi, Bürstadt Furniture und Himolla, mit der Nachricht überrascht, dass die drei erstgenannten Firmen künftig mehrheitlich dem Münchner Private-Equity-Investor Orlando Management gehören würden.Die Wogen rund um die Meldung waren schnell geglättet – Orlando ist in der Möbelbranche als unaufgeregter Investor bekannt, der in solide Unternehmen investiert. Die Münchner hatten seinerzeit die spätere Vivonio-Gruppe (Maja, Staud, Leuwico) aus der Taufe gehoben, lange bevor diese in Turbulenzen geriet.

Nach wie vor beteiligt bleibt neben Welle auch das Management. Im Fall von Leicht Küchen also Stefan Waldenmaier, langjähriger Unternehmenschef. Auch Waldenmaier berichtet übers vergangene Jahr von

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?  
 
Login
 
INSIDE-Küche-Abo abschließen

  • Schlagzeile: Die Lage in Waldstetten
  • H1: Leicht-Küchen-Chef Stefan Waldenmaier im INSIDE Küche-Talk

Auf dem Sprung zur ersten Verbandsmesse des Jahres haben wir Stefan Waldenmaier, Vorstand des schwäbischen Premiumküchenbauers Leicht Küchen, an diesem Donnerstag für einen kurzen INSIDE Küche-Talk abgepasst.

Was erwartet Waldenmaier von diesem labilen Küchenjahr? Wie ticken die Leicht-Kunden? Wohin geht's beim Produkt? Was steht in den drei Werken an Investitionen an? Darüber spricht der Leicht-Chef im Videointerview, das es wie immer hier auch als Podcast gibt.

 

  • Schlagzeile: SAP seit 30 Jahren
  • H1: Leicht-Küchen-Chef Stefan Waldenmaier über Digitalisierung

Bei Leicht Küchen ist bereits seit 30 Jahren SAP im Einsatz. Mit dieser Aussage überraschte Leicht-Chef Stefan Waldenmaier kurz vorm Start der Eurocucina Outsiderin Eva Ernst im INSIDE Küche-Talk zum Thema Digitalisierung.

Dass sie diese Umstellung nicht mehr vor der Brust haben, darüber dürften sie sich in Waldstetten jeden Tag aufs Neue freuen. Im Talk spricht Waldenmaier unter anderem darüber, wie er den Stand der Digitalisierung in der Branche einschätzt, wo er das eigene Unternehmen positioniert sieht und wie sie solche Digitalisierungsprojekte bei Leicht anpacken. Hier gibt's den Talk auch als Podcast.