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Küchen Areal

Weit überm Schnitt

15. März 2021, 15:22
Jens Hölper und Torsten Goldbecker

Mit einem amtlichen Plus von 15,5 Prozent haben die Garant-Mitglieder das Jahr 2020 abgeschlossen. Sowohl Wohnen und Schlafen als auch Küche und der SHK-Bereich konnten dabei draufsatteln, wobei Küche der absolute Gewinner war. Der Bereich Küchen Areal hat um satte 19,4 Prozent zugelegt. Im Geschäftsfeld Wohnen und Schlafen, das um 11,9 Prozent gewachsen ist, haben Betten und Polstermöbel besonders gut abgeschnitten. Die SHK-Schiene Garant Bad + Haus kam auf +7,7 Prozent.

Neben dem Hype ums Möblieren und Wohnen, von dem im vergangenen Jahr die gesamte Branche profitierte, hat man bei Garant zusätzlich eine klar erkennbare Tendenz zum spezialisierten Fachhandel ausgemacht. „Der Endkunde schätzt die persönliche Beratung und Servicekompetenz sowie die Qualität, Wertigkeit und Individualität der Sortimente im Fachhandel“, meint Geschäftsführer Torsten Goldbecker.

Das Plus im Jahr 2020 war das siebte in Folge. In Rheda-Wiedenbrück hat man für den Zeitraum der letzten sieben Jahre ein Wachstum von über 50 Prozent zusammen gezählt. Auch 2021 ist gut angelaufen, was angesichts der zunächst geschlossenen Geschäfte natürlich vor allem auf das Auftragspolster aus dem letzten Jahr zurückzuführen war. Mit Neuaufträgen tat sich der Küchenhandel deutlich leichter als Anbieter anderer Möbel-Warengruppen. So gut wie gar nicht betroffen vom erneuten Lockdown zeigte sich das Segment Bad + Haus. Per Ende Februar lag die Gruppe beim ZR-Umsatz um 11 Prozent über Vorjahr.

Geschäftsführer Jens Hölper: „Ungeachtet des zunächst auf dem Papier (noch) guten Jahresstarts bleiben wir jedoch natürlich in unserem Ausblick für das Gesamtjahr 2021 realistisch und sind uns im Klaren darüber, dass der Lockdown mit einigen Monaten Verzögerung seine Spuren in den fakturierten Umsätzen hinterlassen wird.“ Ob das entstandene Auftragsloch so schnell wieder aufzuholen ist wie nach dem Frühjahr 2020, sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund fraglich, dass zum Jahresende hin die Kapazitäten in Produktion und Montage knapp werden dürften. Auch im Hinblick auf die Verbraucherstimmung  rechnet Hölper mit einem negativen Effekt. Dennoch glaubt man daran, dass sich der Fachhandel auch 2021 besser behaupten wird als der Gesamtmarkt.

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